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Wie Motorhämmer prasselt es

Staatsoper im Schillertheater: Yefim Bronfman brillierte mit Klaviersonaten von Sergej Prokofjew

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Keine fliehende Mähne und ohne Wrack am Leib, stattdessen schlicht gekleidet, fern jeglicher Klaviertigerpose, schritt er zum Flügel. Freundlich der Blick des 1958 in Taschkent geborenen, schon etwas fülligen Meisterpianisten. Ein Riesenpensum - und kein Notenblatt hatte er vor sich, nachdem die Saaltüren schlossen. Meisterkomponisten brauchen Meister, die sie aufführen. Das weiß jeder? Keineswegs. Durch Schluderei bleibt allzu oft hervorragend Komponiertes auf der Strecke oder wirkt nur halb so gut. Gemahnt hatten einst schon Mahler und Busoni: Tradition sei Schlamperei, Routine der Feind der Kunst.

Was wären die Klaviersonaten Prokofjews wert, ohne ihre Wiedergabe auf höchstem technischen und gestalterischen Niveau? Yefim Bronfman spielte am Sonntag im gut besetzten Schillertheater Teil zwei des dreiteiligen Prokofjew-Sonaten-Zyklus. Voller Hingabe, dem Werk treu ergeben, technisch makellos, gestalterisch brillant. Das ist nicht einf...


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