Florian Schmid 24.12.2015 / Kultur

Kampf um den roten Planeten

Warum ein auf dem Mars angesiedelter utopischer Roman von links nötig ist. Von Florian Schmid

Hat der Mars als utopische Projektionsfläche ausgedient? Pünktlich zum 500. Jahrestag von Thomas Morus’ frühneuzeitlichem Roman »Utopia« scheint der rote Planet auf dem Weg zu sein, final im kapitalistischen Hier und Jetzt anzukommen. Das legen jedenfalls aktuelle Narrative in Literatur, Film und Medien rund um unseren Nachbarplaneten nahe. Der war lange Zeit Inbegriff des geheimnisvollen, womöglich von außerirdischen Lebensformen bewohnten Ortes im Weltraum und utopische Projektionsfläche. Jetzt geht es darum, den Sprung auf den Nachbarplaneten und seine Inwertsetzung vorzubereiten und zu rationalisieren. Eine Utopie, im Sinn eines fiktionalen Entwurfes einer zukünftigen Gesellschaft, wie sie etwa Alexander Bogdanov 1908 in seinem sozialistischen Roman »Der rote Planet« projizierte, sucht man im Zusammenhang mit dem Mars heute vergebens. Dabei ist unser roter Nachbarplanet im Kino gerade ganz groß angesagt. Ridley Scott hat mit der Ve...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: