Matthias Biskupek 29.12.2015 / Kultur

Vom Traum zu sterben

Alban Nikolai Herbst schrieb einen großen Monolog über vergehendes Leben

Wie ein Buch auf seine Leser wirkt, hat oft mit Lektüre-Umständen zu tun. Der Rezensent las »Traumschiff«, als er mit dem langsamen Sterben einer nahen Angehörigen konfrontiert war. Und jener Roman von Alban Nikolai Herbst handelt genau davon: Wie der Erzähler jenes Textes, Gregor Lanmeister, gen Lebensende fährt.

Das Bild des Fahrens: Lanmeister befindet sich an Bord eines Luxusliners auf Kreuzfahrt zwischen Südafrika und St. Helena, Teneriffa und Lissabon. Und er wartet auf den Tod, denn einige Passagiere sind nur deshalb anwesend. Zu sterben und an Land gebracht werden: »Monsieur Bayon wurde als letzter von Bord gebracht. Das war in Nizza. Wobei es falsch ist, ›als letzter‹ zu schreiben, mit ›r‹. Was sie die Gangway hinuntertrugen, war nur noch sein Körper. Ich habe mir nie Illusionen gemacht.«

Das ist der Ton jenes Lanmeister, eines früheren Geschäftsmenschen, der eine erstaunliche Beziehung zur Sprache entwickelt hat: »›Vergangenh...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: