Christian Baron 07.01.2016 / Inland

Alternative Feministen

Frauenfeinde inszenieren sich als Frauenrechtler

Eine Grundregel der digitalen Erregungsökonomie besagt: Wer sich in einer kritischen Situation unbedacht äußert, muss mit einem Shitstorm rechnen. Was bereits vielen politisch Verantwortlichen widerfahren ist, erlebt derzeit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). Am Dienstag gab sie bei der Pressekonferenz zu den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht Verhaltenstipps an Frauen zum Besten (»Eine Armlänge Abstand zu Fremden«, »sich nur in Gruppen bewegen«). Hohn und Spott trafen die Politikerin, deren Armlängespruch bei Twitter durch den Hitlergruß vollführende Massen oder in Gummibälle eingeschlossene Frauen verulkt wurde.

Kaum im Fokus der Netzkommentare stehen bislang Äußerungen konservativer Akteure wie Alice Schwarzer, die ein Täterprofil erstellt hat, obwohl es noch keinen einzigen Tatverdächtigen gibt. Die Übergriffigen seien »Flüchtlinge von gestern«. Sie, so Schwarzer, »träumen davon, Helde...

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