Werbung

»De Werser geiht«

Bremen. Großes Spektakel in der Hansestadt Bremen: die jährliche Eiswette am Tag der Heiligen Drei Könige. Nach den rituellen Eiswette-Statuten soll ein 99 Pfund schwerer Schneider mit einem heißen Bügeleisen in der Hand prüfen, ob die Weser fließt oder zugefroren ist. In einer launigen Rede nahm der Schneider diesmal den VW-Skandal, den Terroralarm in Hannover vor dem Fußball-Länderspiel und das Thema Selfies aufs Korn. Zur traditionellen Eisprüfung entwich er schließlich wie immer und ließ sich von einem Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger trockenen Fußes ans gegenüberliegende Ufer bringen. Den ganz in schwarz mit Zylinder gekleideten Herren des Eiswett-Präsidiums blieb nichts anderes übrig, als durch das Werfen von Steinen die Wette zu entscheiden: »De Werser geiht«. Das lustige Spektakel verfolgten am Mittwoch wieder mehrere Hundert Zuschauer am schneebedeckten Weserdeich in der Nähe der Innenstadt. Das Ergebnis ist freilich seit Jahrzehnten dasselbe: Die Weser war in Bremen am Tag der Heiligen Drei Könige zuletzt 1947 zugefroren. dpa/nd Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!