Rückkehr des Blackouts auf die Krim

Kein neuer Stromvertrag zwischen Kiew und Moskau / Energiebrücke liefert erst im Frühjahr komplett

  • Von Denis Trubetskoy, Simferopol
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit einer Woche kämpft die Halbinsel Krim wieder mit Stromausfällen. Die Ukraine liefert keinen Strom mehr - und ein neuer Energievertrag zwischen Kiew und Moskau ist fast ausgeschlossen.

Ende Dezember schien die Stromlage der Krim wieder stabil zu sein. Die Schwarzmeerhalbinsel musste zwar nach wie vor ohne Straßenbeleuchtung und mit weiteren Einschränkungen auskommen, doch die Haushalte waren zumeist nicht mehr von langen Stromausfällen betroffen. Am 30. Dezember folgte aber ein trauriges Neujahrsgeschenk: Der Blackout kehrte auf die von Russland kontrollierte Krim zurück. Die Halbinsel bekam mal wieder keinen ukrainischen Strom.

Nachdem die Organisatoren der von der krimtatarischen Versammlung Medschlis angeführten »zivilen Blockade der Krim« Anfang Dezember ihren Rückzug mitteilten, erneuerte Kiew die Stromlieferungen. Dafür wurde allerdings nur die kleinste Stromleitung genutzt. Sie kann im besten Fall ein Fünftel der von der Halbinsel benötigten Energie transportieren. Nach Angaben der Polizei wurden die Strommasten dieser Linie am 30. Dezember wieder gesprengt. »Damit haben wir nichts zu tun«, betont Lenur Isljamo...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.