Politik in transparenter Festung

Wie Abgeordnete mit Angriffen auf ihre Büros in Merseburg und Hoyerswerda umgehen

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Angriffe auf Büros von Abgeordneten sind an der Tagesordnung. Oft trifft es Politiker, die sich gegen Rechts engagieren. Die Betroffenen rüsten auf - auch wenn das ihrem Politikstil widerspricht.

Die »Festung« liegt an einer Merseburger Hauptstraße gleich neben dem Hauptbahnhof und sieht auf den ersten Blick sehr einladend aus: große Fenster, die den Blick freigeben auf einen Beratungstisch, bequeme Sessel und Regale voller Bücher. Dass die Scheiben aus Sicherheitsglas bestehen, erkennt man nicht, ebenso wenig wie eine zusätzliche Schicht aus Kunststoff. Die Videokameras an der Fassade oberhalb des Ladenlokals bemerkt man erst auf den zweiten Blick. Es sei »schon krass«, wie sein Büro mit Sicherheitstechnik aufgerüstet werden musste, sagt Sebastian Striegel. Und eigentlich, fügt der grüne Landtagsabgeordnete an, »wollte ich so nie arbeiten«.

Eigentlich will der 34-jährige Politikwissenschaftler, der seit 2011 im Landtag von Sachsen-Anhalt sitzt, Politik zum Anfassen betreiben. Im »Grün.Lokal«, dass im Herbst 2011 in seiner Heimatstadt eröffnet wurde, finden nicht nur Bürgersprechstunden statt; man kann auch Bücher ausleihen, fai...


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