Russlands Mann fürs Schwierigste

Sergej Schoigu - vom Katastrophenschützer zum Verteidigungsminister. Von Ulrich Heyden , Moskau

  • Von Ulrich Heyden
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Gesicht grimmig, die Stimme grollend. So kennen russische Fernsehzuschauer ihren Verteidigungsminister. Auch wenn Sergej Kuschugetowitsch Schoigu dem Oberkommandieren Wladimir Putin Bericht vom Krieg in Syrien erstattet. Das kann er auch per Video-Schaltung aus dem vor einem Jahr neu eingerichteten militärischen Leitzentrum an der Moskwa. Mit seinen riesigen Monitoren und den zahlreichen vor Computern sitzenden Mitarbeitern sieht es wie eine Leitzentrale für Weltraumflüge aus.

Die Anordnung, das hochmoderne Leitzentrum einzurichten, gab Wladimir Putin am 10. Dezember 2013. Es war die Zeit als auf dem Maidan in Kiew Straßenschlachten zwischen radikalen Demonstranten und Polizisten tobten. Es war nicht sicher, wie lange sich der Russland-freundliche ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch noch halten wird. Putin sah diese Entwicklung als Bedrohung auch für Russland.

Dass er den vormaligen Minister für Katastrophenschutz 2...


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