Thomas Blum 09.01.2016 / Kultur

Aufrecht, weise, stabil

Die einzige Übriggebliebene aus einer Ära, in der das Singen noch geholfen hat: Joan Baez wird 75

Sie marschierte gemeinsam mit Martin Luther King gegen Diskriminierung, sang beim Woodstock-Festival für das Gute in der Welt und klampfte auf dem Live-Aid-Konzert gegen den Welthunger. Sie stammt einer Zeit, in der das Singen noch geholfen hat. Die Folk-Sängerin, Pazifistin und Menschenrechtsaktivistin Joan Baez wird 75. Ihre Waffe ist auch heute noch ihre Akustikgitarre.

Wo und wann früher auch Krieg und Ungerechtigkeit walteten in der Welt, gab es eine, die sich ihre Akustikgitarre umschnallte und tapfer dagegen ansang, aufrecht, weise, stabil: die Folk-Sängerin, Pastorentochter und Pazifistin Joan Baez. Heute tut sie das seltener, weil ihre Zeit mehr durch ihre Tätigkeit als umherreisende Menschenrechtsbeauftragte und Friedensbotschafterin in Anspruch genommen wird. Erst im vergangenen Jahr wurde sie in Berlin von Amnesty International für ihr Engagement für politische Gefangene geehrt. »Letztlich ist es völlig egal, ob man Pessimist oder Optimist ist. Man muss einfach die Dinge tun, die man für richtig hält. Man muss es zumindest versuchen. Sagen wir einfach, ich bin Realistin«, teilte sie vergangenes Jahr dem »Tagesspiegel« mit. Und: »Ich hab’ mich immer am wohlsten gefühlt, wenn ich beides sein konnte: Sängerin und Aktivistin.«

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