Claus Dümde 09.01.2016 / Kommentare

Wenn Menschenwürde verletzt wird

Claus Dümde über Forderungen von Politikern nach den Übergriffen in Köln

»Die Würde des Menschen ist unantastbar«, bestimmt Artikel 1 des Grundgesetzes. Es folgt ein Auftrag: »Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.« Am Silvesterabend hat dabei der Staat total versagt.

»Die Würde des Menschen ist unantastbar«, bestimmt Artikel 1 des Grundgesetzes. Es folgt ein klarer Auftrag: »Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.« Am Silvesterabend hat dabei in Köln der Staat total versagt. Dutzende Frauen wurden von Männern bedrängt, beraubt und Opfer sexueller Gewalt. Die Polizei hat sie davor nicht geschützt. Die Empörung darüber ist groß. Zu recht. Konsequenzen werden gefordert. Unausweichlich. Doch noch bevor die konkreten Ursachen dieses Staatsversagens geklärt, die Straftäter ermittelt sind, überbieten sich Politiker fast aller Couleur in Forderungen, »mit aller Härte des Gesetzes« gegen sie vorzugehen. Juristen und Publizisten haben sie als Phrase entlarvt, hochgefährlich für den Rechtsstaat.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: