Martina Jammers 09.01.2016 / Kultur

Hitlers Schatten hinterm «Großen Requiem»

Die Ausstellung «Die schwarzen Jahre» im Hamburger Bahnhof über die Nationalgalerie zwischen 1933 und 1945

Dies war keine glorreiche Zeit für die bildende Kunst. Der Ausstellungstitel «Die schwarzen Jahre» leitet sich ab von einem Gemälde Karl Hofers. Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof widmet sich nun dieser Epoche.

Dies war keine glorreiche Zeit für die bildende Kunst. Der Ausstellungstitel «Die schwarzen Jahre» leitet sich ab von einem Gemälde Karl Hofers und nimmt darüber hinaus Bezug auf die in der französischen Geschichtswissenschaft gebräuchliche Bezeichnung «années noires» für die Zeit der deutschen Okkupation von 1940 bis 1944.

Irritierend ist der Auftakt der Schau im Hamburger Bahnhof, wo italienische Maler präsentiert werden. Aber dieser «Prolog» folgt einer zwingenden Logik, war doch damals nur zwei Wochen nach Hitlers Machtergreifung eine Rede Görings in der Neuen Abteilung der Nationalgalerie im Kronprinzenpalais gehalten worden. Göring war zu diesem Zeitpunkt Reichsminister ohne Geschäftsbereich sowie kommissarisch preußischer Innenminister. Seine Ansprache wurde ebenso wie diejenige des italienischen Botschafters in Deutschland Vittorio Cerruti im Radio von der Funk-Stunde Berlin übertragen. Anlass für diesen ersten offiziellen...

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