Ein wahrhaft außergewöhnliches Musiktier

Konzerthaus Berlin: Antonio Pappano dirigierte die Staatskapelle Berlin mit Werken von Ravel, Dutilleux und Mussorgski

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Antonio Pappano ist ein Tausendsassa, ein Mann, der früh durch die Welt kam, ein so hochbegabter wie auf dem Podium flink mit den Füßen rhythmisierender Künstler, der alles aus sich heraus zu treiben vermag, der Sache optimalen technischen Schliff und höchstmöglichen Ausdruck zu verleihen. Das gibt’s nicht gar so oft. Zu Recht hat der Dirigent allererste Auszeichnungen erhalten. Ob seiner musikalischen Verdienste ehrte ihn - viel zu spät - der italienische Staat. Queen Elisabeth II. schlug ihn zum Ritter.

Hier ist nicht der Ort, Größen des Betriebs wie ihm Girlanden zu winden, erst recht nicht ihren Geschäften Nachdruck zu verleihen. Allein, Sir Antonio Pappanao ist ein wahrhaft außergewöhnliches Musiktier. Das sieht selbst der Laie, der den Blick zum Podium wendet, bevor er seine Brille geputzt hat. Da steht ein Pappano in Aktion nicht wie einst Papa Haydn oder Hans Knappertsbusch fromm und gelassen vor seiner musizierenden Popul...


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