Martin Hatzius 12.01.2016 / Kultur

Kinder an die Macht?

Mit einer politischen Uraufführung setzt das Atze-Musiktheater ein Ausrufezeichen

»Wenn nichts passiert, ist das Atze zum Ende des Jahres pleite«, so Intendant Thomas Sutter im Juni 2015. Jetzt haben wir Januar, und das Theater zeigt sich lebendiger denn je. Doch noch hängt sein Schicksal in der Schwebe.

Nahezu drei Stunden Spieldauer! Und kein Kind, kein Erwachsener im Publikum scheint sich auch nur einen Moment gelangweilt zu haben. Selbst in der Pause ging es heiß her. Am Ende standen dann nicht nur die schauspielenden Musiker und musizierenden Schauspieler an der Rampe, die diese turbulente Uraufführung auf die Bühne gebracht haben, sondern auch Theatermitarbeiter, die im Hintergrund wirken: Atze-Intendant Thomas Sutter, der hier einmal mehr als Autor, Komponist und Regisseur fungierte, und der norwegische Autor Tore Tungodden, auf dessen Roman »Die Ministerpräsidentin« die Inszenierung beruht. Als der Applaus abgeebbt war, hoben sie an, noch einmal das Schlusslied zu schmettern: »Wir - sind die Stimme der Zukunft!« Das darf als Statement aufgefasst werden, das nicht nur auf dieses Stück passt, sondern auch auf die kritische Situation des unterfinanzierten Weddinger Atze-Theaters.

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