Es ist nicht alles fair, was glänzt

Auf dem deutschen Markt soll bald gerecht und sauber gefördertes Gold zu kaufen sein

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit Jahren steht das Thema auf der Agenda, nun ist es soweit - Fairtrade-Gold wird bald im Handel erhältlich sein. Einer der ersten, die es verkaufen, ist der Hamburger Goldschmied Jan Spille.

Auf dem großen Foto, das im Schmuckatelier von Jan Spille gleich neben der Eingangstür hängt, prangt bereits das Fairtrade-Logo unten rechts. Darauf zu sehen ist ein Arbeiter im dunkelblauen Overall, der durch einen beleuchteten Schacht in die Tiefe hinabsteigt. »Sotrami« steht in dicken Lettern auf der Rückseite des Overalls. Der Name steht für La Sociedad de Trabajadores Mineros (Gesellschaft der Minenarbeiter).

»Dort im Süden Perus in der Wüste bei Ayacucho arbeiten Frauen und Männer vollkommen gleichberechtigt. Das Gold wird unter strengen Umweltauflagen mit Zyanid vom Stein getrennt«, berichtet Spille. Der 40-jährige Goldschmied zählt zu den Pionieren der Branche und hat die Sotrami-Mine 2014 besucht, um vor Ort zu sehen unter welchen Bedingungen das warmglänzende Edelmetall gewonnen wird, welches er seinen Kunden anbietet.

Viktoria Schmale und Timo Kehr haben sich für Trauringe von Jan Spille entschieden - gefertigt aus...

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