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Kohle für die Rigaer94

Der Großeinsatz in Berlin-Friedrichshain beschäftigt Anwohner und Politik

  • Von Sebastian Bähr und Sarah Liebigt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Am Mittwochabend durchsuchen hunderte Beamte ein Haus in Friedrichshain. Auch in den letzten Tagen bleibt die Polizei vor Ort - auch wegen einer Kohlelieferung.

»Ich kenne die Schikanen noch von früher«, sagt Stephan N. Er sei vor 30 Jahren auch Hausbesetzer in Berlin gewesen, erzählt der Mann am Freitag vor der Rigaer94 gegenüber dem »nd«. »Ich halte nichts davon, wenn man einen Polizisten schubst. Aber ich trenne diese Sachen. Hier sind Rechtsverstöße begangen worden«, sagt N. über die Hausdurchsuchung durch über 500 Beamte am Mittwochabend. »Da ist ein Maß überschritten worden, wo man sagt: Eine Grundsolidarität ist notwendig.«

Auf die Worte folgen Taten: Am Freitagnachmittag lässt N. eine Tonne Briketts im Wert von über 200 Euro an die Bewohner der Rigaer94 liefern. Die Lieferung sei eine Spende, erklärt N., damit die Bewohner nicht frieren müssen, nachdem die Polizei am Mittwoch bei der Hausdurchsuchung angeblich zwei Tonnen Brennmaterial beschlagnahmt hat. Eine erneute Beschlagnahmung will N. nicht akzeptieren: »Wenn die Polizei die Briketts raus schleppt, klaut sie mein Eigentum«, ...


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