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Elf Tote in der Ägais

Küstenwache rettet Hunderte Migranten vor dem Ertrinken

Trotz schlechtem Wettern und rauer See wagen viele Flüchtlinge die Überfahrt von der Türkei nach Griechenland - mit fatalen Folgen. Seit Freitag entdeckten griechische Behörden elf tote Menschen.

Athen. Trotz stürmischer Winde und rauer See haben Geflüchtete erneut versucht, von der Türkei nach Griechenland zu gelangen - mit fatalen Folgen. Seit Freitag entdeckten die griechischen Behörden insgesamt elf Leichen. Mindestens neun Menschen wurden am Sonntag noch vermisst, wie die Küstenwache mitteilte. Zugleich konnten Hunderte gerettet werden.

Sechs Menschen kamen ums Leben, als ein Boot vor der Nordostküste der Insel Samos kenterte und unterging. Ein Flüchtling konnte gerettet werden. Er sagte der Küstenwache, an Bord des untergegangenen Bootes seien neben den sechs Opfern weitere neun Menschen gewesen. Diese wurden bis Sonntag nicht gefunden. Die Küstenwache entdeckte nahe dem Touristenort Pythagorio auf Samos eine stark verwesende Leiche. Offiziere der Küstenwache vermuten, dass es sich um ein Opfer eines Unglücks vor Samos vor einigen Tagen handeln könnte.

Bereits am Freitag waren vier Kinder in der Ägäis beim Versuch, mit anderen Migranten aus der Türkei nach Griechenland überzusetzen, ums Leben gekommen.

Hunderte andere Flüchtlinge hatten Glück: Einsatzkräfte der griechischen Küstenwache und der europäischen Grenzschutzagentur Frontex sowie freiwillige Helfer retteten seit Freitagabend 363 Migranten und Flüchtlinge aus den Fluten in der Ägäis. Das teilte die griechische Küstenwache am Sonntag mit.

Zurzeit fegen stürmische Winde über die Ägäis. »Die Überfahrt von der Türkei rüber zu uns (griechische Inseln) ist unter diesen Wetterbedingungen sehr gefährlich«, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen des winterlichen Wetters ist die Zahl der täglich aus der Türkei ankommenden Migranten im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen. Kamen im Dezember fast 3500 Menschen täglich, setzten nach Angaben des UN-Hilfswerks UNHCR in den ersten 13 Tagen des Jahres knapp 22 000 Schutzsuchende von der Türkei nach Griechenland über. Das sind im Durchschnitt fast 1700 täglich. 35 Prozent davon sind Minderjährige. dpa/nd

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