Schon vor dem Frühstück in Prag

Sachsen plant neue Bahntrasse nach Tschechien - im Tunnel unterm Erzgebirge

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

200 Züge am Tag rollen durch das sächsische Elbtal. Im europaweiten Güterverkehr ist das ein Nadelöhr. Planungen für eine alternative Trasse unter dem Erzgebirge werden jetzt konkreter.

»Zum Frühstück in Prag« - mit diesem Slogan wurde vor über einem Jahrzehnt für den Bau einer Autobahn von Dresden in die tschechische Hauptstadt geworben. Knapp anderthalb Stunden Fahrt sollten zwischen dem Zähneputzen an der Elbe und dem Kaffee an der Moldau liegen. Weite Teile der Trasse sind zwar fertig, doch ganz ist das Versprechen nicht umgesetzt: Im Böhmischen Mittelgebirge klafft weiter eine Lücke; zwei Stunden mindestens müssen Autofahrer einplanen.

Wenn das Bauvorhaben umgesetzt wird, von dem Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) jetzt schwärmt, können Reisende vor dem Prager Frühstück schon Schwäne an der Moldau füttern. Nur noch 52 Minuten und damit 42 Minuten weniger als bisher wären Züge zwischen den beiden Städten unterwegs, wenn die Schnellbaustrecke realisiert würde, deren Planungen immer konkreter Gestalt annimmt. Kürzlich wurde eine Studie vorgestellt, die den Nutzen der Verbindung bestätigt. Dulig hofft,...


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