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Warnhinweis für Biathlonfans

Oliver Kern findet, dass Biathlon im TV nur noch Dauerwerbung ist

Als Stefan Raab die Wok-WM erfand, wollte er damit vor allem Geld verdienen. Jeder Starter trat also für das Team eines Sponsors an, dessen Name vor, während und nach der Fahrt der Semipromis ständig wiederholt wurde. Das machte Raab und seine Produktionsfirma reich, führte aber auch dazu, dass diese und ähnliche TV-Formate mittels ständiger Einblendung als Dauerwerbesendung deklariert werden mussten.

Das sollte nun auch für Biathlon-Übertragungen im ZDF gelten. Als Laura Dahlmeier und Co. den steilsten Hang von Ruhpolding hinaufliefen, begleitete sie auf einer animierten Leinwand neben ihnen das Auto eines Weltcupsponsors - perfekt im Fernsehbild festgehalten, denn auf der Gegenseite fuhr die Kamera auf einer eigens verlegten Schiene mit.

Nun hat das ZDF wohl keinen Einfluss auf die Sponsoren der Veranstaltung und deren Werbemaßnahmen. Der Sender bekommt dafür auch kein Geld. Doch siehe da: Just als die Athleten jenen Hügel erklommen, blendete Mainz eine sogenannte Split-Screen-Werbung ein: für genau dasselbe Auto! Das Geld für diese Werbung erhält das ZDF sehr wohl, und für die clevere Platzierung dürfte das nicht wenig sein. Schlimm genug, dass die Rechte für Sportübertragungen so teuer sind, dass sie nur so refinanzierbar sind. Dann sollte aber auch draufstehen, was drin ist: Dauerwerbung.

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