Sarah Liebigt 22.01.2016 / Kultur

Wider den 
#Geschlechterkampf

Zur Debatte nach den Übergriffen auf Frauen in Köln

Menschen, die »sexuelle Belästigung« für ein lustiges Trinkspiel am Stammtisch hielten, plustern sich »wegen Köln« zu Frauenrechtlern auf. Ihnen gilt der Hinweis auf die zahllosen Beispiele alltäglicher sexueller Gewalt.

Es ist immer einfach, zur Bestätigung der eigenen Meinung Gegenargumente auszublenden oder ihnen schlichtweg die Existenz abzusprechen. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen: In der seinerzeit von Rainer Brüderles sexistischem Verhalten ausgelösten Aufschrei-Debatte wurde nicht ein einzelnes Ereignis aufgeblasen. Dem einen Beispiel folgten zahllose weitere. Natürlich war das eine Kampagne. Sie richtete sich gegen die Weltanschauung und das Menschenbild jener, die sich heute als neue Frauenrechtler gerieren. Nichts anderes sind nun, in der monströs groß gewordenen Debatte um Köln, die wiederholt angebrachten Hinweise auf Oktoberfest, Karneval, »Sexismus ist Alltag« und »sexuelle Gewalt gab’s schon vorher«. Hinweise also auf eine bereits existierende sexuelle Gewalt, die - wirklich und wahrhaftig - unabhängig vom Pass existiert.

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