Der magische A-Bus

Pünktlichkeit mal sehr relativ, mal sogar doppelt

  • Von Mike Mlynar
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Jüngst war über ein nationales Verkehrsunternehmen zu lesen, dass es nun «noch pünktlicher» werden wolle. Löblich. Zumal man bislang meinen konnte, dass der inoffizielle Konzernslogan frei nach Wilhelm Busch «Pünktlichkeit ist eine Zier, doch reicher wird man ohne ihr» lautete.

Dafür ein kleines Beispiel. Die Schaffnerin meiner Regionalbahn hat mich unlängst ob meines Gejammers, wieder mal nicht den S-Bahn-Anschluss zu schaffen, darauf hingewiesen, dass wir «planmäßige Verspätung» hätten. Der eingleisige Pendelverkehr mache dies bahntechnisch möglich: Eine zehnminütige Verspätung, die z.B. früh um 6 Uhr entstand, muss mitunter von jeder neuerlichen Zugpendelverbindung bis Betriebsschluss mitgeschleppt werden. Planmäßig eben. In der Statistik erscheine das dann für den ganzen Tag als nur eine Verspätung...

Komfortabler hat es da eine junge Frau, die in einer Großstadt wohnt und früh zu ihrem Ausbildungsbetrieb den Bus nimmt. D...


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