Flüchtende und Erinnerungskultur

Bildungsrauschen

  • Von Lena Tietgen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Zuwanderung von Flüchtlingen aus den arabischen Ländern stellt die sogenannte Holocaust-Pädagogik vor eine neue Herausforderung. So wird auf sueddeutsche.de die Frage nach dem Verhältnis von Flüchtenden zur hiesigen Erinnerungskultur an den Holocaust gestellt. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass ein Besuch eines Konzentrationslagers für Flüchtlinge sinnvoll ist. Zum einen seien Flüchtende keine »homogene Masse«, die durchweg von einer judenfeindlichen Grundhaltung geprägt sind. Zum anderen seien die Menschen selbst durch die Flucht und ihre Ursachen erheblicher Gewalt ausgesetzt gewesen, so dass eine Sensibilität gegenüber dem Leid der Menschen in den deutschen KZ gegeben sei. »Selbstreflexion im Licht historischer Erfahrung« sei wesentlicher Teil unserer Erinnerungskultur.

Ein weiterer Aspekt der Erinnerungskultur bestehe in der Erfahrung, politische und gesellschaftliche Phänomene autoritärer Herrschaft und jene Gruppen, d...


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