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Rückkehr auf verlorenes Land

Die simbabwische Organisation TSURO ist dankbar für den Beistand aus Deutschland

  • Von Martin Zint, Weltfriedensdienst
  • Lesedauer: 2 Min.

Noch vor wenigen Jahren waren die Quellen in der Region Chikukwa in Simbabwe versiegt. Das lag daran, dass die Menschen die Bäume gefällt und das Gras abgebrannt hatten. So gab es nur noch nackte, ungeschützte Böden. Wenn es regnete, flutete das kostbare Wasser die Berge herab und überschwemmte die Höfe. Dabei spülte es die fruchtbare Erde fort und schnitt tiefe Rinnen in den Boden. Nach den Quellen trockneten auch die Bäche und Flüsse aus. Die Frauen mussten weiter und weiter laufen, um Wasser zu holen. Ernten fielen aus und die Gärten und Felder verdorrten. Die Menschen der Region - insgesamt etwa 7000 Männer, Frauen und Kinder - wussten nicht mehr, wovon sie sich ernähren sollten. Es musste etwas geschehen!

Damals kam die Idee auf, ein Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft zu errichten. Hier sollten die Leute aus den Dörfern der Umgebung lernen, verlorenes Land wieder urbar zu machen. Und sie sollten gemeinsam an den notwendigen Veränderungen arbeiten. Der nächste Schritt war die Suche nach Unterstützung von außen. Die BewohnerInnen von Chikukwa haben lange darüber diskutiert. Manche konnten sich nicht vorstellen, dass jemand einfach etwas gibt, ohne dass er direkt etwas zurück haben will. Aber sie beschlossen, es zu wagen. Und es hat sich gelohnt.

Sie fanden einen verlässlichen Partner im Weltfriedensdienst. So konnte das Ausbildungszentrum in Chikukwa aufgebaut werden. Zunächst war es für die Leute aus der Umgebung gedacht, aber schnell sprachen sich die Erfolge herum und heute kommen sie aus dem ganzen Distrikt, aus ganz Simbabwe und manchmal sogar von weiter her! Bauern zeigen anderen Bauern, wie man Saatgut gewinnt, Kräuter anbaut, natürlichen Dünger herstellt. Einfache, praktische Kenntnisse lernen mittlerweile schon die Kinder in der Schule.

Der Weltfriedensdienst hilft der Organisation TSURO, diese Erfahrungen über die Grenzen der Dorfgemeinschaften von Chikukwa hinaus zu tragen. »Für die dabei notwendige Unterstützung sind wir den solidarischen Menschen in Deutschland sehr dankbar«, steht in einer aktuellen Mail von TSURO.

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