»Das neoliberale Europa hat keine Zukunft«

Pariser Kongress für einen Plan B diskutiert über Rückeroberung demokratischer Souveränität und Alternativen zum Austeritätsblock

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Ich habe mir vor Jahren so viel von Europa versprochen, aber wie sich das entwickelt, hat mich enttäuscht und macht mir sogar Angst«, meint die pensionierte Lehrerin Alice Durant. Wie sie sind mehrere hundert Menschen an diesem Wochenende in Paris zum »Ersten Internationalistischen Kongress für einen Plan B in Europa« gekommen. Redner waren Intellektuelle, Gewerkschafter, linke Politiker und andere Persönlichkeiten aus zwölf Ländern Europas. Im Mittelpunkt stand die Abrechnung mit dem neoliberalen und undemokratischen Europa und die Frage, wie man soziale und politische Alternativen erzwingen kann.

Ausgangspunkt für den Kongress und die damit einzuleitende Bewegung für eine Rückeroberung der demokratischer Souveränität in Europa war der Finanz-Staatsstreich, mit dem die Gläubiger der EU unter deutscher Ägide im vergangenen Sommer die griechische Regierung unter Alexis Tsipras in die Knie gezwungen hatten, betonte der Linkenpoliti...

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