Zahl gewaltbereiter Neonazis steigt um über 1.000

Flüchtlingsunterkunft in Viereck attackiert / Brand in geplanter Unterkünft für Flüchtlinge in Witten / Attacke auf Asylunterkunft in Velen

Was soll das hier?

Sei auch du solidarisch und unterstütze linken Journalismus mit einem freiwilligem Abo, einer Spende - oder noch besser entscheide dich für ein Digitalabo.

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Berlin. Unbekannte haben Polizeiangaben zufolge eine Flüchtlingsunterkunft in Viereck attackiert und beschädigt. Nach Angaben der Polizei vom Montag warfen Unbekannte bereits am Sonntag Bierflaschen durch eine Fensterscheibe im Erdgeschoss und beschädigten die Haustür des Gebäudes im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Dabei hätten die Angreifer ausländerfeindliche Parolen gerufen. In dem Haus wohnen den Angaben zufolge syrische Flüchtlinge.

In der rechtsextremen Szene nimmt der Drang zu Gewalt weiter zu. Die Zahl der »gewaltorientierten Rechtsextremisten« sei 2015 um mehr als 1.000 Personen auf über 11.500 gewachsen, heißt es laut »Tagesspiegel« in Sicherheitskreisen. Angesichts der weit verbreiteten Hasspropaganda gegen Flüchtlinge steige der »Aggressionspegel«. Auch die Kooperation mit gewaltbereiten, islamfeindlichen Hooligans wirke sich aus, sagen Experten laut einer Vorabmeldung. Die besorgniserregende Entwicklung spiegele sich zudem in den bislang bekannten Zahlen zu rechten Straftaten wider.

In Witten in Nordrhein-Westfalen ist in der Nacht zu Montag in einer geplanten Unterkunft für Flüchtlinge Feuer ausgebrochen, berichtet die Zeitung »Der Westen«. Die Unterkunft besteht aus Holzhäusern, in der in der nächsten Woche 25 Personen, Familien aus Syrien und dem Irak, einziehen. Mindestens zwei Drittel eines Gebäudes wurden zerstört, der Einzug ist nun erst einmal hinfällig. Ob die restlichen Gebäude noch nutzbar sind, ist derzeit noch unklar, ebenso wie die Brandursache. Schon im September 2015 brannte in der Nähe eine geplante Unterkunft – die Ermittlungen blieben bis heute erfolglos.

In Velen in Nordrhein-Westfalen haben bisher Unbekannte am Sonntagabend einen Stein durch ein Fenster im Erdgeschoss einer Asylunterkunft geworfen, wie die »Westfälischen Nachrichten« berichten. Der Stein durchschlug die Scheibe und traf eine Person, die sich zu dieser Zeit im Raum aufhielt. Bei der Aktion wurde glücklicherweise niemand verletzt. Ein weiterer Bewohner aus dem Obergeschoss konnte die Täter auf Fahrrädern fliehen sehen. Der Oberstaatsanwalt schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus, sodass der Staatsschutz Münster die Ermittlungen übernommen hat.

In Wiegleben (Thüringen) hat es bereits in der Nacht zu Sonntag in einer Bäckerei gebrannt, berichtet die »Thüringer Allgemeine« Die Landeseinsatzzentrale der Polizei sprach am Sonntag vom Verdacht auf Brandstiftung. Der Schaden liegt nach Polizeiangaben bei 100,000 Euro. Menschen waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Ob von einer fremdenfeindlichen Tat ausgegangen werden muss, bestätigte die Polizei am Sonntag nicht. Neben den Hauseingang zur Backstube hatte aber jemand mit weißer Farbe den Schriftzug »Kein Asyl« geschmiert. »Wir haben dem Landkreis angeboten, die Wohnungen für Asylbewerber zu vermieten«, sagte am Sonntag vor der Lebensgefährte der Eigentümerin des Hauses laut Zeitung.

In Berlin haben Unbekannte am Sonntag einen couragierten 20-jährigen in einem Bus angegriffen. Die zwei Männer hatten sich im Bus daneben genommen, Bier getrunken und geraucht, wie die »Berliner Zeitung« berichtet. Als ein junger Mann, die beiden Fahrgäste aufforderte ihr Verhalten zu unterlassen, beleidigten sie ihn und seine Freundin auf rassistische und volksverhetzende Art und Weise. Einer der Randalierer versuchte den 20-Jährigen mit der Bierflasche zu schlagen. Der Busfahrer alarmierte daraufhin die Polizei. Doch bevor diese kommen konnte, verließen die beiden Randalierer den Bus - nicht ohne einen Hitlergruß zu zeigen. Agenturen/nd

Werbung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Jetzt aber schnell!

Schenken was wirklich Freude macht. Für diejenigen, die schon alles haben, oder auf kapitalistischen Überfluss verzichten wollen.

Jetzt bestellen oder verschenken