Großer Betrug im kleinen Kreis

Neue Vorwürfe im Skandal um die Fußball-WM 2006 belasten vor allem Wolfgang Niersbach

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Aus den vom DFB in Auftrag gegebenen Ermittlungen zur Vergabe der WM 2006 sind neue Details öffentlich geworden. Diese belasten den Ex-Präsidenten - und den Verband in seinem Umgang mit dem Skandal.

Hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in den vergangenen Monaten dazugelernt? Am Mittwochabend sind neue skandalöse Details rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an die Öffentlichkeit geraten - aus den Ermittlungen der vom DFB beauftragten Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer. Wie verschiedene Medien berichteten, soll Stefan Hans in einer erneuten Vernehmung ausgesagt haben, dass jahrelang Dokumente und Hinweise vertuscht worden seien, die auf Korruption oder zumindest dubiose Geschäfte hindeuten würden. Von Stefan Hans, ehemaliger Vize-Generalsekretär des Verbandes und lange Zeit enger Vertrauter vom zurückgetretenen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, wird mittlerweile als »Kronzeuge« geschrieben.

»Wir werden den Vorgang erst bewerten und kommentieren, wenn der komplette Freshfields-Bericht vorliegt«, ließ der DFB über Mediendirektor Ralf Köttker am Donnerstag mitteilen. Spätestens Anfang März muss der Verband da...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.