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Jetzt kommt die Nagelprobe

Direktor Brandenburgische Gedenstätten: NS-Gedenkstätten sind gut auf die Zeit nach den Zeitzeugen eingestellt - aber Erinnerungskultur wird auf Probe gestellt

Wie ändert sich das Erinnern an NS-Verbrechen, wenn die letzten Zeitzeugen tot sind? Die Gedenkstätten sieht Günter Morsch gut aufgestellt - aber sind Politik und Gesellschaft bereit, die Erinnerungskultur zu erhalten?

Die NS-Gedenkstätten in Deutschland seien gut auf die Zeit eingestellt, in der es keine Zeitzeugen mehr gibt, versichert Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und des Museums Sachsenhausen, im Interview mit »neues deutschland«. Vielmehr werde die deutsche Erinnerungskultur auf die Probe gestellt: »Wenn es den außenpolitischen Druck nicht mehr gibt, den bisher vor allem die internationalen Überlebendenverbände organisiert haben, wird sich zeigen, ob Deutschland seine Geschichte wirklich angenommen hat.« Morsch beunruhigen denn auch Forderungen des Auslandes, die Deutschen sollten endlich ihre Fixierung auf die NS-Vergangenheit ablegen und europäische oder gar weltpolitische Verantwortung auch militärisch mittragen. »Jetzt wird es sich zeigen, wie stark die deutsche Gesellschaft die Erinnerung an den Nationalsozialismus internalisiert hat. Jetzt kommt die Nagelprobe«, betont Morsch. Auch hinsichtlich finanzieller Herausforderungen, etwa zur Versorgung der Flüchtlinge, stelle sich die Frage, »ob Politik und Gesellschaft auch weiterhin bereit sind, die vielfältige Erinnerungskultur und Gedenkstättenlandschaft in Deutschland zu erhalten«. Das vollständige Interview mit Morsch lesen sie in der Wochenendausgabe des »nd.« nd

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