Die Fassade glänzt, die Geschichte bröckelt

Prora auf Rügen verändert sich rasant, in früheren Nazi-Bauten entstehen Luxuswohnungen - doch wie weiter?

  • Von Martina Rathke, Prora
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In Prora (Mecklenburg-Vorpommern) boomt der Bau von Luxuswohnungen im Komplex des von den Nazis geplanten Seebades. Kultureinrichtungen, die die Historie des Ortes zeigen, fürchten das Aus.

»Grund und Boden können nichts dafür, was hier geplant wurde«, sagt Iris Hegerich, Mitinhaberin der Berliner Immobilienfirma Irisgerd.

»Ich finde es entsetzlich, dass Prora aus der Geschichte herausgenommen wird. Es ist ein Armutszeugnis, dass der politische Wille nicht da ist, den Ort vor einer Entgeschichtlichung zu retten«, meint Susanna Misgajski, Leiterin des Prora-Zentrums.

Prora, das vor allem ist die gigantische, von den Nationalsozialisten als »KdF-Seebad« geplante uniforme Häuserfront auf der Insel Rügen, ein großer Militärstandort zu DDR-Zeiten mit den größten Bausoldatentrupps Ende der 1980er Jahre. Prora, das ist nach dem Verkauf von vier der fünf Blöcke an Privatinvestoren derzeit eine gigantische Baustelle für mehr als 1000 Ferien- und Eigentumswohnungen und Hotels. Misgajski, die Museumschefin, und Hegerich, die Investorin, arbeiten beide an diesem Ort - und dennoch trennen sie Welten.

Es ist kalt, grau u...

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