Ausgabe vom 11.09.2001

Neuartiges Pannenset

Ein neuartiges, komfortables Pannenset, das die Mobilität bei Reifenschäden schnell und sicher wieder herstellt, bietet Continental ab nächsten Winter mit dem ContiComfortKit an, wobei der Preis derzeit noch nicht feststeht. Der führende deutsche Reifenspezialist hat damit eine handliche und zuverlässige Lösung entwickelt, die Autofahrern bei einer Reifenpanne aus der Not hilft. Nach Einsatz des S...

Jürgen Holz

Kleinwagen rollen ins Rampenlicht

Am Donnerstag öffnet die 59. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) für elf Tage ihre Pforten auf dem Messegelände in Frankfurt (Main). So viele Weltneuheiten wie noch nie erwarten die Besucher in der Rhein-Main-Metropole. Mit 57 Welt-, 6 Europa- und 15 Deutschland-Premieren wird das bisherige Rekordjahr 1999 mit 51 Weltneuheiten noch deutlich übertroffen. 2,5 Prozent weniger Zulassungen als 2...

ndPlusJürgen Holz

Fans überzogen die Capitals mit Spott

So früh wie in noch keiner Eishockey-Saison standen sich die Berliner Eisbären und der Lokalrivale Berlin Capitals zum Derby gegenüber - gleich am 2. Spieltag des 8. DEL-Jahrgangs. Und die Eisbären-Fans konnten am Sonntag den ersten Heimauftritt ihrer Lieblinge im Wellblechpalast kaum erwarten. Schon vier Stunden vor dem ersten Bully standen viele vor den Kassen - bei Regen und Sturm. Aber die da ...

Termine und TV

Dienstag Gruppe B: FC Liverpool - Boavista Porto Dynamo Kiew - Borussia Dortmund (alle Spiele 20.45 Uhr Ortszeit). TV: Zusammenfassung ab 22.15 Uhr (RTL). Gruppe C: Schalke 04 - Panathinaikos Athen, RCD Mallorca - Arsenal London. TV: Zusammenfassung ab 22.15 Uhr (RTL). Mittwoch Gruppe F: Bayer Leverkusen - Fenerbahce Istanbul, FC Barcelona - Olympique Lyon. TV: Zusammenfassung ab 22.50 Uhr (RTL). ...

ndPlusMichael Müller

Kicken, Kasse, Klopapier

Es ist schon ein riesiger Aufwand, der für ein Fußballspiel betrieben wird«, stöhnte Schalkes Manager Rudi Assauer gestern in Erwartung des Champions-League-Heimspiels gegen Panathinaikos Athen etwas theatralisch vor sich hin. »Da fehlte nur noch, dass auch das Toilettenpapier ausgesucht wird.« Gut gebrüllt Löwe. Doch das Klopapier wird beim »legendären Arbeiterklub« sogar handverlesen! Zumindest...

Michael Müller

Euro-Ball rollt

In dieser Woche beginnt - nach den zurückliegenden Qualifikations-Vorgeplänkeln - das internationale europäische Klubfußballgeschäft: 1. Tag der Champions League und 1. Runde des UEFA-Cup - das sind hier 16, da 48 Spiele. Nur gut, dass die alle in voller Länge lediglich über das private Bezahlfernsehen ausgestrahlt werden. Sonst würde vielleicht auch manches Normal-Fan-Auge rechteckig. Auf die Lec...

ndPlusNils Floreck

Senioren wollen Recht auf Mitsprache

Ein Seniorenvertretungsgesetz stellten die Volkssolidarität sowie die Bundesseniorenvertretung gestern in Berlin vor. Das Bundesfamilienministerium jedoch winkt ab.

Nina Auerbach

Bald jeder dritte Autofahrer über 60

Noch nie fuhren auf Deutschlands Straßen so viele Autos wie heute: 44,3Millionen. Und eine Sättigung des Pkw-Marktes ist nicht in Sicht.

Nordhausen bald ohne Reemtsma

Nordhausen (ddp). Die 270Beschäftigten der Reemtsma-Zigarettenfabrik in Nordhausen müssen um ihren Arbeitsplatz bangen. Der Betrieb stehe offenbar kurz vor der Schließung, sagte Betriebsratschef Harald Meßner am Montag in Nordhausen einem Radiosender. Grund sei die wirtschaftliche Lage des weltweit aktiven Reemtsma-Konzerns. Außerdem gebe es Überkapazitäten. Die Mitarbeiter könnten aber die Möglic...

Martin Höxtermann, Freiburg

Noma - die Krankheit der armen Kinder

Im Noma Children Hospital im nigerianischen Sokoto werden Kinder mit der bei uns weitgehend unbekannten Krankheit »Noma« von deutschen, niederländischen, französischen und österreichischen Ärzten operiert. Die Kosten dafür trägt die Kinderstiftung Allgemeiner Wirtschaftsdienst in Hannover.

Die Schiene braucht fairen Wettbewerb

Die Connex Regiobahn GmbH, Tochter des französischen Mischkonzerns Vivendi, ist das größte private Bahnunternehmen der Bundesrepublik. Jüngst erregte Connex mit dem Angebot Aufsehen, die InterRegios der Deutschen Bahn (DB) zu übernehmen und dafür Inter-Connex-Züge (ICX) zu fahren. Über die ICX und den Wettbewerb auf der Schiene sprach ND-Mitarbeiter Erich Preuss mit Hans Leister, Geschäftsführer der Connex Regiobahn.

Tom Strohschneider

Globalisierungskritiker und IWF an einem Tisch

Der Geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler, traf am Montag mit europäischen Nichtregierungs-Organisationen (NGO) zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der weltweiten Armutsbekämpfung.

ndPlusCaroline M. Buck

Italien sieht lieber Englisches

Der Ausklang war glanzvoll, geziert mit drei Schauspielern, die jeweils einer Generation ihr Gesicht liehen. Jeanne Moreau, Peter Fonda und Johnny Depp waren die Stars der Abschlussgala der 58. Internationalen Filmfestspiele in Venedig. Und zumindest die offizielle Gesamtbilanz fiel positiv aus. Festivalchef Alberto Barbera konnte steigendes Presseinteresse vermelden, mehr verkaufte Tickets und ei...

Ernst Reuß

Immer die gleichen Parolen

Heute wird oft mit wenig Kenntnissen über Ausländer und Zuwanderung heftig diskutiert. Manche tun so, als sei das etwas Neues und zudem eine akute Bedrohung. Da kann die Lektüre des be-reits 1986 erschienenen und jetzt neu aufgelegten und überarbeiteten Buches von Ulrich Herbert dazu beitragen, sich über die spannende und zugleich zwiespältige Geschichte der deutschen Ausländerpolitik zu informier...

ndPlusReimar Paul

Bis das Lachen im Hals stecken bleibt

Auf eine Begrüßung oder auch nur einleitende Worte durch einen Lehrer hat Serdar Somuncu verzichtet. Der türkische Schauspieler kommt gleich zur Sache. »Mein Kampf«, sagt er, »ist eines der schlechtesten Bücher, die ich kenne«. Seine Meinung wird Somuncu in dieser Doppelstunde näher begründen. Rund 150 Schülerinnen und Schülern aus dem 11. Jahrgang der Göttinger Arnoldischule sind zur Lesung gekom...

Christina Matte

»Bitte nicht an Details aufhalten«

Dresscode »Abendgarderobe«, Sicherheitscheck durch das BKA - das Bizarre der Situation ist damit hinreichend beschrieben. Behauptung von Normalität, wo noch lange keine ist: Wie alle jüdischen Einrichtungen in der Bundesrepublik ist auch das Jüdische Museum mit Fenstern aus Panzerglas bestückt. Bei der festlichen Eröffnung blieb das weitgehend ausgeblendet. Nach drei Jahrzehnten von der Idee, ein...

ndPlusPeter H. Feist

Musealisierung des Momentanen

Christo und Jeanne-Claude, das sechsundsechzigjährige bulgarisch-französische Künstlerehepaar aus den USA, muss niemandem mehr vorgestellt werden, der oder die auch nur ein wenig Aufmerksamkeit für die bildende Kunst der letzten Jahrzehnte aufgewandt hat und demzufolge auch mitbekam, dass die Anwendbarkeit des Begriffes »bildende Kunst« so strittig wurde wie wohl nie zuvor. Den meisten der rund 5 ...

Jürgen Amendt

Langeweile als Quotenrenner

Im Zeitalter elektronischer Massenmedien dient das Fernsehen längst nicht mehr dem bloßen Amüsement. Fernsehen erfüllt heute die Funktion, Institution moralischer Integration zu sein. Über das Fernsehen erfahren wir, was gut und was schlecht ist in und an unserer Welt. Wir schauen in die Glotze, um uns kollektiv unseres Wertesystems zu versichern. Bildungsbürger flüchten sich zu Arte, Klatschsücht...

ndPlusWilli Israel, Montevideo

Als Henry Kissinger schwieg und wegsah

Gestern wurde Henry Kissinger von Bundesaußenminister Joseph Fischer mit allen Ehren empfangen. Gleichzeitig sieht sich der einstige Außenminister der USA mit schweren Vorwürfen aus Montevideo konfrontiert.

Andreas Knudsen, Kopenhagen

Zeitungsanzeigen für Ausländer

In einer ganzseitigen Anzeige in der größten dänischen Zeitung »Jyllandsposten« veröffentlichte die rechtsnationale Dänische Volkspartei kürzlich die Namen von 4743 Ausländern, die dieses Jahr die Staatsbürgerschaft erhalten haben. Den Alt-Dänen sollte die Gefahr der Überfremdung drastisch vor Augen geführt werden.

ndPlusBoris B. Behrsing, Sydney

Mit Flüchtlingshatz auf Stimmenfang

Australien hat zwei Gesichter. Bei den Olympischen Spielen vor einem Jahr präsentierte sich das Land als gastfreundlich und sympathisch. Das andere Gesicht bekommen derzeit Flüchtlinge zu sehen und zu spüren.

Marko Winter, Belgrad

Hauskrach unterm DOS-Dach

Seit der Auslieferung von Expräsident Slobodan Milosevic an das Haager Tribunal haben sich die Meinungsverschiedenheiten in der regierenden Demokratischen Opposition Serbiens (DOS) zusehends verschärft. Nur die Furcht vor Neuwahlen verhindert das Auseinanderfallen des 18-Parteien-Bündnisses.

Druck auf Skopje wegen NATO-Präsenz

Skopje (Reuters/ND). Mazedonien scheint dem internationalen Druck nachzugeben und sich mit einer längerfristigen ausländischen Truppenpräsenz abzufinden. »Es ist zu erwarten, dass wir unsere strikte Position gegen eine längere ausländische Militärpräsenz ändern«, sagte ein hochrangiger Informant aus der Regierung der Agentur Reuters. Er wollte nicht genannt werden. Am Vortag hatte er gesagt: »Gege...

Stadtvater

Stöckelschuhe kontra Filzlatschen - so plakatierte die CDU im Hannoveraner OB-Wahlkampf und wollte damit ihre Herausforderin Rita Pawelski von SPD-Amtsinhaber Herbert Schmalstieg abheben. Dabei ist Schmalstieg gerade mal sechs Jahre älter als die Christdemokratin, führt allerdings schon seit 29 Jahren die Geschäfte im Rathaus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Daher präsentierte sich Pawelski...

ndPlusWolfgang Hübner

Peinlich

Die sächsische Landesregierung ist gerade auf dem besten Wege, sich zum Gespött der internationalen Öffentlichkeit zu machen. Die ebenso hartnäckige wie kleinkarierte Weigerung von CDU-Kultusminister Matthias Rößler, sorbische Klassen und Schulen auch angesichts geringerer Schülerzahlen auf gleichbleibendem Niveau zu finanzieren, lässt Politiker in Osteuropa nur noch mit dem Kopf schütteln. Dort v...

Hans Lebrecht, Tel Aviv

Machtspiele

War das ein versuchter Militärputsch? Während auch gestern wieder Opfer der israelisch-palästinensischen Gewalteskalation zu beklagen waren, brannte die Luft zwischen Regierungschef Scharon und Generalstabschef Mofas. Der General wollte am Wochenende kurzerhand befehlen, was im »inneren Kriegskabinett« zwar prinzipiell als möglich bezeichnet, aber noch nicht angeordnet wurde: Pufferzonen gegen Ter...

ndPlusNils Floreck

Pflicht statt Kür

Senioren und Frauen sind offenbar nicht so wichtig. Einen Beirat im Bundesfamilienministerium gibt es für beide nicht. Auch die Anhörung von Seniorenverbänden gehört nicht zur Pflicht, sie kommt höchstens in der Kür vor. Oder eben nicht. Zur Rentenreformdebatte wurden nur bestimmte Verbände eingeladen. Die anderen blieben draußen. Sehr bequem für die Regierung, kritische Stimmen können leichter au...

Claus Dümde

Verwechselbar

»Mir blutet das Herz, wenn ich diese Wahlbeteiligung sehe«, klagte Ministerpräsident Gabriel (SPD). Mit 56,2 Prozent war sie am Sonntag in Niedersachsen niedriger denn je. Und sie signalisiert in der Tat eine »dramatische Erosion der Legitimationsgrundlage für politische Entscheidungen«, wie Gabriel sagte. Um so grotesker, dass er für die erneute Schlappe der SPD sogar die spätpubertären Irrungen ...

ndPlusUwe Kalbe

Scharping fliegt schneller

Die moralapostolische Christengemeinde im Bundestag ist, kaum dass sie ihre Spendenaffäre ein wenig verdrängt hat, in fröhliche Inquisitionslaune geraten. Die Gelegenheit scheint günstig, mal wieder richtig was ins Rollen zu bringen, vielleicht sogar einen gegnerischen Kopf. Rudolf Scharping hat noch nicht gemerkt, dass es ihm tatsächlich an den Kragen geht, lieber spielt er die gekränkte Leberwu...

Hendrik Lasch, Magdeburg

Gebietskarte schafft Kontroversen

Die Zahl der Landkreise in Sachsen-Anhalt soll nach dem Willen der PDS halbiert werden. Wo aber die Grenzen künftig verlaufen sollen, wird auch innerhalb der Partei kontrovers diskutiert.

CDU greift Bundeszentrale an

Berlin (ND-Hübner, Herms). Für Parteienstreit sorgt eine Konferenz, bei der sich am Wochenende in Berlin Teilnehmer aus mehreren Ländern mit Rechtsextremismus, Migration und Geschlechterrollen beschäftigt haben. Veranstalter waren die Bundeszentrale für politische Bildung, ihr niederländisches Gegenstück, das Instituut voor Publiek an Politiek, sowie die PDS-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung. Bereits i...

Dr. Joachim Heise

»...aber die Zeit war nicht verloren«

Unter dem Titel »...aber die Zeit war nicht verloren« erschienen 1993 die Erinnerungen von Altbischof Albrecht Schönherr, der am heutigen 11. September seinen 90. Geburtstag feiert. 1972 wurde er zum Bischof der Ostregion der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg gewählt, nachdem er schon seit 1967 das Amt eines Verwalters des Bischofsamtes ausgeübt hatte. Er war Mitinitiator und Mitbegründer...

ndPlusClaus Dümde

Schily und Kuhn auf Suche nach Kompromiss - noch getrennt

Obwohl CDU und CSU ihre Ablehnung des Entwurfs eines Zuwanderungsgesetzes aus dem Bundesinnenministerium bekräftigten, gibt sich Ressortchef Otto Schily (SPD) optimistisch, eine Einigung mit der Union zu erzielen. Grünen-Parteichef Fritz Kuhn sagte hingegen, er hoffe auf einen Kompromiss mit der SPD.

Tom Mustroph

Das Leben gehört in den Mittelpunkt

Sie waren richtige Geheimniskrämer, die Herren W. Michael Blumenthal und Kenneth Gorbey. Bis zur Stunde der Eröffnung ließen sie niemanden ins Jüdische Museum hereinlugen, keine Presse, keine Politiker, keine Prominenten. Erst Sonntagabend durften 850 geladene Gäste den Ausstellungsparcour betreten. Nach dem großen Galadinner zur Einweihung der Museumshülle von Daniel Libeskind vor drei Jahren ist die jetzige Eröffnung das zweite gesellschaftliche Großereignis, das der weltläufige Neu-Museums-Mann Blumenthal dieser Stadt ausrichtet. Sie - und vor allem ihr Jüdisches Museum - erlangen damit für einen Moment Weltgeltung.

Etat-Entwurf der Koalition in der Kritik

Vor den heute beginnenden Haushaltsberatungen im Bundestag haben die Oppositionsparteien den Etatentwurf der Koalition kritisiert. PDS-Fraktionschef Roland Claus nannte den »Schuldenabbau das einzig übrig gebliebene Image« der Bundesregierung.

Bernd Baumann

Suche nach Job für Polizeipräsidentin

Die im kommenden Jahr aus ihrem Amt scheidende Eberswalder Polizeipräsidentin, Uta Leichsenring, soll voraussichtlich einen neuen Posten innerhalb der Landesregierung als Extremismusbeauftragte erhalten. Es gebe Überlegungen dazu, eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen, bestätigte der stellvertretende Regierungssprecher Manfred Füger. Der Posten müsste neu geschaffen werd...

ndPlusFrieder Müller

Farce um Deichbau entzweit Einwohner

Ruhig fließt die Oder dahin. Am Ufer entlang schlendern einige Spaziergänger zur nahegelegenen Neißemündung. Die Idylle scheint perfekt in der 335-Seelen-Gemeinde Ratzdorf, deren Name seit dem Jahrhunderthochwasser im Sommer 1997 bundesweit bekannt ist. Der südlichste deutsche Oder-Ort war seinerzeit als erster in Deutschland überschwemmt worden. Ein Gedenkstein im Dorf verkündet noch heute den hö...

Wilfried Neiße

Tack: BBF-Vorstellungen sind Luftschlösser

»Mit dem Transrapid und dem unsinnigen Havelausbau ist es nichts geworden, und beim Projekt Großflughafen werden wir uns auch durchsetzen.« Die verkehrspolitische Sprecherin der PDS, Anita Tack, zeigte sich gestern in Potsdam siegesgewiss. Bevor vor zehn Jahren von einem »Luftdrehkreuz« und einem Airport Berlin Brandenburg International die Rede war, hatten die Verantwortlichen den begrenzten Ausb...

ndPlusKira Taszman

Rebellisch in Kreuzberg

»Türkçe Sinema« (türkischsprachiges Kino) wirbt ein Schild neben dem Torbogen, unter dem Schriftzug des Eiszeit-Kinos. Danach geht es durch zwei Höfe, den eigentlichen Eingang und noch eine Treppe hoch bis zum Kino selbst. Auf die zweisprachige Werbung angesprochen, sagt Hans Habiger, der Kinoleiter des Eiszeit: »Wir haben 40 Prozent Türken in Kreuzberg, da ist es normal, dass wir auch türkische F...

Almut Schröter

Fraktionsübergreifend Auskunft gefordert

Der Theaterpädagogische Dienst ist beim Grips Theater untergekommen. Für das HMH-Orchester muss sich noch ein freier Träger finden. Darüber informierte Kulturstaatssekretärin Alice Ströver (Grüne) gestern in der aktuellen Viertelstunde des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus auf eine beide Institutionen betreffende Anfrage der PDS. Noch keine klare Aussage konnte Kultursenatorin Adrienne Goehle...

Statistik ist kein Maß für Sicherheit

ND: Berlin gilt als Hauptstadt der Kriminalität. Was setzen Sie dem entgegen? Kriminalität kann man nur über weite Zeiträume beeinflussen und die Verfolgung durch Polizei und Staatsanwaltschaft kann nicht der alleinige Ansatz sein. So gibt es eine Phase bei vielen Jugendlichen, in der sie sich austesten, Grenzen überschreiten. Das endet dann auch beim Taschendiebstahl oder bei schlimmeren Sachen u...

Steffen Schmidt

Die Welt im Wassereimer

Was macht ein ordinärer Wassereimer auf einer Wissenschaftsausstellung? Zumal wenn er nicht von Forschern für ein Experiment benutzt wird. Das von den Berliner Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen vom 11. bis zum 17. September in den Potsdamer Platz Arkaden veranstaltete »Schaufenster der Wissenschaft« verbindet populärwissenschaftliche Darstellung mit origineller Kunst. Und so ist der ...

ndPlusRainer Funke

Dummdreist

Selbstständiger und vom Staat geprüfter Betriebswirt nennt sich der Mann, führte auch schon mal eine Werbeagentur. Der aktuelle CDU-Wahlkampfchef Volker Liepelt, Überbleibsel aus der alten Diepgen-Landowsky-Truppe, ist also durchaus einer, dem man zutrauen muss, dass er weiß, was er sagt. Deshalb war es gewiss kein Versehen, auch nicht Unbedachtheit oder Unbedarftheit, wenn er im Fernsehen zur jün...

Karin Nölte

Großflughafen Schönefeld muss notlanden

Berlin braucht sehr viel weniger Flughafen, als der alte Senat mit der Chefsache »Großflughafen Schönefeld Berlin-Brandenburg International« (BBI) auf die Piste geschoben hatte. Darüber sind sich die neuen Regierungsfraktionen SPD und Grüne einig, deren verkehrspolitische Sprecher, Christian Gaebler und Michael Cramer, gestern erstmals eine gemeinsame Pressekonferenz gaben. Einig sind sie sich, da...

ndPlusBernd Kammer

Mit dem Palast muss man rechnen

Egal, was die Expertenkommission »Historische Mitte Berlin« Ende des Jahres zum Schloßplatz empfehlen wird: Der Palast der Republik wird der Stadt länger erhalten bleiben, als den Schlossfans in der Kommission lieb ist. Schon deshalb, weil sich die Asbestsanierung noch mehr verzögert. Ursprünglich sollte sie bereits im Mai dieses Jahres abgeschlossen sein, dann wurde Mitte 2002 anvisiert, nun ist ...