Ausgabe vom 22.06.2004

Sport treiben mit »heiler Haut«

Bei Sportlern stellt sich nicht selten ein, was im Volksmund als »Wolf« bezeichnet wird. Dieses Wundsein, die »Dermatitis«, entsteht, wenn sich zwei Hautflächen aneinander scheuern, etwa unter den Armen, zwischen den Beinen und in Hautfalten. Falsche Kleidung kann das begünstigen. Dies führt sehr schnell zu Hautreizungen oder sogar zu Abschürfungen. Wenn dann noch Schweiß in die angegriffenen Haut...

ndPlusHeidi Diehl

Die Rezension Entdeckungen, die keine mehr sind

»Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Berlin und Brandenburg« nennen Ronald Glomb und Erhard Pansegrau ihr kürzlich erschienenes Buch. Es ist eher enttäuschend, und das gleich aus mehreren Gründen. Sieht man mal ab von recht guten Farbfotos, so macht es genau das, was andere Bücher vor diesem - mal mehr, mal weniger gut - auch schon taten. Es wirbt für die einzelnen Häuser, und als nette Beiga...

Dr. med. Barbara Voll-Peters

Wenn Masern den Urlaub verderben

Obwohl die Weltgesundheitsorganisation das Ziel gesetzt hat, die Masern in Europa bis 2007 auszurotten, sind die meisten europäischen Länder davon weit entfernt. Die Ursache sind niedrige Impfraten. Allein im vergangenen Jahr gab es Masern-Epidemien in Südostspanien, Süditalien und im Schweizer Kanton Wallis, bei denen jeweils zwischen 80 und 1200 Personen erkrankten. Viele von ihnen waren junge ...

ndPlusMichael Lenz, Singapur

Goldene Öle für wunde Nasen

In kleinen bunten Döschen bekommt man in zig Ländern der Welt eine scharfe Salbe verkauft, die vor allem gegen Husten und Schnupfen, aber auch gegen einige andere Beschwerden hilfreich sein kann: Tigerbalm.

Passion für Salbei und Co.

Die Bombastus-Werke AG in Freital nahe Dresden mixen seit Jahrzehnten eine wohlriechende Mischung ätherischer Öle für den stabilen Kreislauf. Der Betrieb setzt seit seiner Gründung vor 100 Jahren auf Naturarznei - vor allem zur Prophylaxe von Krankheiten. Rund 900 verschiedene Produkte aus Heilpflanzen und Mineralien kommen aus den Bombastus-Werken in Freital, deren Stammhaus 1906 erbaut wurde. S...

Kirschen senken den Harnsäurespiegel

Oft wird die Gicht als Wohlstandskrankheit bezeichnet, weil der übermäßige Fleischkonsum als eine ihrer wesentlichsten Ursachen gilt. Für Betroffene gibt es offenbar keinen Genuss mehr ohne Reue, ihre Lebensqualität ist erheblich eingeschränkt. Beachtet man jedoch einige Grundregeln, muss auf ein kleines Stück Fleisch ab und zu nicht verzichtet werden.

Werner Wolf

Unverbesserlich meisterlich

Es gibt noch Opernregisseure, die ein Werk ohne Veränderung der Handlung höchst spannungsreich zu gestalten vermögen. Zu ihnen gehört im östlichen Deutschland neben dem Dessauer Intendanten Johannes Felsenstein der Chemnitzer Operndirektor Michael Heinicke. Im Bunde mit dem Chefdirigenten Niksa Bareza, dem Bühnenbildner Reinhart Zimmermann und dem Kostümgestalter Joachim Herzog zeichnet er für die...

ndPlusKlaus Klingbeil

Mehr für Auge und Ohr

Hörner erschallen, Kutschen fahren vorüber, Pferde werden geritten, Kanonen feuern. Vielfalt der Kostüme, Uniformen und Livreen. Das Auge kann sich kaum satt sehen an der Vielfalt, die im Neustrelitzer Schlosspark - einst auch mitgestaltet von Lenné - geboten wird bei Deutschlands größten Operettenfestspielen. 2600 Zuschauer am ausverkauften Premierenabend auch in Anwesenheit von Mecklenburg-Vorpo...

Stefan Amzoll

Die Show unterm Kreuz

Wann hat es das schon mal gegeben? Die Jubelfeier findet unterm Kreuz mit dem angenagelten Jesus statt. Das ist der Tiefpunkt dieser »Oper«, einer Mischung aus Rockmusik und Symphonismus, die in den frühen 70er Jahren mit viel Businessbegleitmusik auf die Bühne kam und die Zerstreuungswelt beglückte. Fragt sich, was die Leute vom Staatstheater Cottbus angetrieben hat, diese Webber-Klamotte neu auf...

Vom Anstand

Eine britische Studie stellt »heftig nachlassender Anständigkeit« unter Arbeitslosen fest. Auf den Sozialämtern häuften sich »unhöfliches Benehmen, Ausfälle gegen Mitarbeiter, grobes Verhalten«. Bewerbertraining müsse daher künftig gekoppelt werden mit mahnender Beratung, »sich auch unter komplizierten persönlichen Bedingungen allgemeinen Anstandsregeln« zu unterwerfen. Vieles geschieht zwischen ...

Gitta Düperthal

Bilanz des Elends

Themenabend »Eine Handvoll Euros - Arbeitsmigranten in der EU« auf arte: Es ist eine Bilanz des Elends, die Rolf Pflücke in seinem Film »Europas neue Sklaven« dokumentiert. »Wir sind wie zerschnitten, die Seele ist in Marokko, der Körper hier«, sagt ein Marokkaner, der sich illegal in den Treibhäusern Spaniens, »El Ejido«, verdingt. Er ist einer von rund 17000 Saisonarbeitern, die meist ohne Papie...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Der Langsam-Geher

Mir fällt zuerst das Wort Nachtwache ein. Es hätte aber auch Rebstock oder Lichtschwalben sein können. Oder Schwesternwort. Nachtwache also: »Das Bedeutendste, was man einem Menschen mitgeben kann, wenn er auf Nachtwache geht, ist nicht das Gewehr, es ist der Schlüssel, der ihm die Tür zu anderen Menschen öffnet. Überall dort sollten wir Nachtwache stehn, wo der Mensch in Gefahr ist, wo man ihn au...

Karten

Rote Karten (1): Russland (Owtschinnikow) 1. Gelb-Rote Karten (5): Schweiz (Haas, Vogel) 2, Bulgarien (Petrow), Niederlande (Heitinga), Russland (Scharonow) je 1. Gelbe Karten (90): Russland 12, Bulgarien, Griechenland, Kroatien je 9, Spanien 8, Italien 7, Portugal 6, Deutschland (Friedrich, Hamann, Kuranyi, Ballack, Frings) 5, Dänemark, England, Frankreich, Schweden je 4, Niederlande, Schweiz j...

Torschützen

2 Tore: Rooney (England), Zidane (Frankreich), van Nistelrooy (Niederlande), Larsson, Ibrahimovic (beide Schweden), Baros (Tschechien). 1 Tor: Grønkjær, Tomasson (Dänemark), Frings (Deutschland), Lampard, Gerrard (beide England), Trezeguet (Frankreich), Basinas, Charisteas, Karagounis, Vrizas (alle Griechenland), Cassano (Italien), Prso, Rapaic (beide Kroatien), Verpakovskis (Lettland), Bouma (N...

Jubeln wie vor 30 Jahren

»Sparwasser... Sparwasser... Tor!« - heute vor 30 Jahren konnte Reporter Heinz Florian Oertel das wohl wichtigste Tor in der ostdeutschen Fußball-Geschichte feiern. Das 1:0 Jürgen Sparwassers machte die DDR-Mannschaft zum Gruppensieger vor dem späteren Weltmeister BRD. Der Treffer im einzigen innerdeutschen Duell 1974 in Hamburg wurde Legende, nicht nur wegen der politischen Dimension des Spiels,...

ndPlusMatthias Koch

Opium für das Volk

Sorry, liebe Spanier. Aber das musste sein. Ihr werdet das Ausscheiden schon irgendwie verkraften, darin habt ihr ja in den letzten Jahren reichlich Erfahrung gesammelt. Die Gastgeber-Nation Portugal hätte ein vorzeitiges Scheitern wohl traumatisiert. Als ich am Montag in der Nähe des Stadions kurz vor Mitternacht - fast zwei Stunden nach dem Abpfiff - immer noch portugiesische Anhänger mit Müllf...

Peter Ducke, 68-facher DDR-Nationalspieler

Ronaldo - ein exzellenter Stoßstürmer

Ich habe mir zunächst für ein paar Minuten im TV das Spiel Griechenland gegen Russland angesehen, aber eigentlich ging es ja hier um wenig. Die Griechen standen fast schon im Viertelfinale, und die Russen waren raus. So schaltete ich sehr schnell zur Partie Portugal kontra Spanien um. In diesem hochbrisanten Duell trafen zwei Mannschaften mit südländischem Temperament aufeinander. Beide standen m...

ndPlusMatthias Koch, Lissabon

Gastgeber in Feierlaune

Das Drama blieb aus. Gastgeber Portugal kam nach dem 1:0-Erfolg gegen Spanien am Montagabend um den vorzeitigen EM-k.o. herum. Dieser Erfolg löste in ganz Portugal eine unvorstellbare Euphoriewelle aus. In der Hauptstadt Lissabon feierten die Menschen bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen den Sieg über den großen Bruder. Auf den Schnellstraßen und in der City wollte der von einem ohrenbetäub...

Jörg Staude

Dose im Rückzug

Mit leichter Hand hat das Dosenpfand den größten Teil der Büchsen aus den Supermärkten gekehrt - und außer von einigen Großabfüllern und Discountern werden sie von niemandem vermisst. Man trinkt Bier und Brause aus Mehrweg- sowie Säfte aus (noch pfandfreien) Einwegverpackungen. Von einem Einbruch des Getränkehandels ist weit und breit nichts zu sehen. Der Getränkemarkt ist allerdings ökologischer ...

ndPlusFrank Wehner

Geteilter Saddam

In acht Tagen ist Irak souverän, und da davon nicht viel zu spüren sein wird, bekommt das Land wenigstens seinen gestürzten Präsidenten Saddam wieder. Zumindest im Prinzip, denn ordentlich beherbergen können ihn nur US-Amerikaner. Folglich wird der Mann geteilt. Juristisch hat ihn die vor allem von Washington erkorene neue irakische Führung, physisch behalten ihn die USA in Haft. Man sieht: Souve...

Kurt Stenger

Theo Eichel

Man fühlt sich an Theo Waigel erinnert: In dessen letzten Jahren als Finanzminister mutierte der CSU-Mann trotz aller Spar- und Sanierungs-Appelle zum bloßen Verwalter der selbst verursachten Haushaltskrise. Dasselbe Bild bietet jetzt Hans Eichel. Angetreten war der rot-grüne Finanzminister als eiserner Spar-Hans, der den Marsch in den Schuldenstaat verhindern wollte. Doch die brutalen Sozialkürzu...

Berlin-TIPPS

Politisches Vortrag mit Dr. Andreas Prüfer zum Thema »Aufgaben und Spielräume der Wirtschaftsförderung in Berliner Bezirken« heute, 18.30 Uhr, im Speisesaal der 4. Grundschule (Sonnenblumenschule), Radenzer Straße 16, Baumschulenweg. Die nächste Bürgersprechstunde mit Petra Pau findet am 23.6., 10 bis 12 Uhr, im Wahlkreisbüro der PDS, Henny-Porten-Straße 10-12, Kaulsdorf, statt. Forum zur aktuelle...

Michael Klarmann, Aachen

Trecker auf Rapsöl-Basis

Ist Rapsöl eine günstige und gleichzeitig umweltfreundliche Alternative zum Dieselkraftstoff? In Aachen trafen sich am letzten Wochenende Pflanzenölfahrer zu ihrem dritten Deutschland-Treffen.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Kampf um die Kunden

In der Finanzbranche geht es hoch her. Versicherungen wildern im Banken-Revier, und Makler bedrohen das Geschäft der Versicherungen.

Andreas Knudsen

Abschied vom Öl-Abschied

Die aktuellen Streiks in der norwegischen Ölindustrie zeigen, wie einseitig die Wirtschaft des Landes noch immer auf das schwarze Gold ausgerichtet ist.

Nord-Süd - Termine

WASSER - Constanze Berndt berichtet in ihrem Vortrag »Wasser - Kampf um den Quell des Lebens« über Probleme und Lösungsansätze in Zusammenhang mit einer der lebenswichtigsten Ressourcen. Sie nahm am Weltsozialforum in Mumbai teil. 23.Juni: 19 Uhr, Club El Cultrún, Richard-Sorge-Straße64, Berlin-Friedrichshain. Veranstalter: Gesellschaft für Solidarische Entwicklungszusammenarbeit. GLOBALISIERUNG...

ndPlusSusanne Götze

Sichere Mutterschaft in weiter Ferne

Zehn Jahre nach dem Weltbevölkerungsgipfel in Kairo ist die Müttersterblichkeit nur um zehn Prozent zurückgegangen. Die Staaten des Nordens kommen ihren Verpflichtungen nicht nach.

Rückstand Deutschlands bei Hilfe

Berlin (epd/ND). Die UNO-Beauftragte für die Millenniumsziele, Evelin Herfkens, hat Deutschland Versäumnisse in der Entwicklungshilfe vorgeworfen. Im Gegensatz zu fast allen EU-Ländern habe sich Deutschland noch nicht auf verbindliche Zusagen für die Steigerung der staatlichen Entwicklungshilfe festgelegt, kritisierte die Exekutivkoordinatorin am Freitag im Entwicklungsausschuss des Bundestags in ...

»Der Schuldenerlass ist gescheitert«

Ann-Kathrin Schneider, ist Projektreferentin für den Internationalen Währungsfonds (IWF) und Weltbank bei der Nichtregierungsorganisation Weltwirtschaft, Umwelt und Entwicklung (WEED, www.weed-online.org). Über die Bilanz des Schuldenerlassprogramms HIPC sprach mit der Entwicklungswissenschaftlerin für ND Martin Ling.

Darfurs verbrannte Erde

Macht er diesmal Ernst? Sudans Präsident Omar al-Baschir hat angekündigt, die Milizen in der seit Februar 2003 umkämpften Provinz Darfur zu entwaffnen - auch die arabischen Reitermilizen der Janjawid. Dabei hat die Regierung bisher bestritten, Einfluss auf die Janjawid zu haben, die seit Monaten Jagd auf die schwarzafrikanische Zivilbevölkerung machen. Mindestens 10000 Menschen wurden dort im letz...

Julian Bartosz, Wroclaw

Opposition tobt gegen EU-Verfassung

Polens Regierung lobt die EU-Verfassung und ihr eigenes Verhandlungsgeschick. Die Opposition läuft Sturm gegen den Kompromiss von Brüssel.

ndPlusJochen Preußler

Bondevik wirft das Handtuch

Der norwegische Ministerpräsident ist offenbar amtsmüde - bei seiner Kabinettsumbildung etablierte er gleich seinen Nachfolger an der Spitze der Christlichen Volkspartei.

Georg Krase

Weichenstellung in Namibia

Mit dem Verzicht von Präsident Sam Nujoma auf eine erneute Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im November und der Nominierung eines Nachfolgers ist Bewegung in die innenpolitische Landschaft Namibias gekommen.

ndPlusOlaf Standke

Ruf in Irak nach UNO und EU

»Die Welt braucht ein Irak ohne Diktatur und ohne Okkupation, das irakische Volk ein vollständig unabhängiges, freies und demokratisches Land«, erklärte gestern der Europaabgeordnete André Brie, der sich in den vergangenen Tagen im Zweistromland über die Lage informiert hat.

Wolf-Dieter Vogel

Wie Abfall an den Straßenrand geworfen

Die Liste der Opfer ist lang. In den vergangenen drei Jahren wurden in Guatemala 1049 Frauen und Mädchen umgebracht. Die Aufklärungsquote ist gering. Vermutlich auch deshalb, weil Sicherheitskräfte mit diesen Morden in Verbindung gebracht werden.

ndPlusPeter Schäfer, Ramallah

Die Mauer um Al-Ram schließt sich

Die Bewohner des palästinensischen Ortes Al-Ram sind verzweifelt. Viele Bewohner arbeiten im benachbarten Ost-Jerusalem. Doch in Kürze sollen sie fast völlig isoliert sein - was sie nicht so einfach hinnehmen.

Claus Dümde

Unfreiwillige Rochade bei der Südwest-FDP

Als wäre alles lange geplant, hat die FDP in Baden-Württemberg nach dem Rücktritt Walter Dörings von allen Regierungs- und Parteiämtern schon am Tag danach Nachfolger nominiert. Außer ihnen dürfte sich FDP-Chef Guido Westerwelle am meisten über die unfreiwillige Rochade freuen.

ndPlusWolfgang Hübner

»Die Mehrheiten haben sich geändert«

Was wie eine Eskalation aussieht, könnte tatsächlich eine Beruhigung sein: Mit dem Rücktritt zweier Vizevorsitzender dürfte es in der engeren PDS-Führung von Mecklenburg-Vorpommern kaum noch Widerstand gegen die umstrittene Verwaltungs- und Funktionalreform geben.

René Heilig

CDU-Fraktionschef beim SS-Treffen

Heute werden die CDU-Fraktion und der Vorstand der Christdemokraten im Spree-Neiße-Kreis über einen Vorfall beraten, den der Fraktionschef selbst auf dem Kerbholz hat. Er wurde erst jetzt durch einen Brief des SPD-Landrates bekannt. Während in der Normandie jener gedacht wurde, die vor 60 Jahren beim D-Day-Sturm gefallen sind, marschierte Egon Wochatz nach Storkow zu einem zweitägigen Traditionstr...

ndPlusHendrik Lasch, Dresden

Land mit »Kriegsplan« gegen Sachsenring

In der QMF-Förderaffäre gerät Sachsens Regierung in Erklärungsnot. Der Ex-Chef der Sachsenring AG gab ihr die Alleinverantwortung für das zwielichtige Konstrukt. Ein Minister behauptete kürzlich das Gegenteil.

Uwe Kalbe

Weiter so zum Kurswechsel

Die SPD wird gebraucht, dessen ist sich Franz Müntefering sicher. Aber wofür? Das noch schmerzende Wahldesaster ließ den einen oder anderen Sozialdemokraten durchaus zweifeln. Der Widerspruch zwischen dem Anspruch, die soziale Marktwirtschaft retten zu wollen, und dem Preis, der dafür ausgerechnet von den sozial Bedürftigsten abgefordert wird, ist mit optimistischen Zukunftsvoraussagen nicht zu üb...

Der Aufstand der SPD fällt aus

Der in den Tagen nach dem Wahldesaster der SPD vielfach angekündigte Widerstand aus Teilen der Partei gegen den Kurs der Führung verläuft im Sande. Nach Beratungen der Führungsgremien teilte Parteichef Müntefering mit, eine »Kehrtwende« werde es nicht geben.

Detlef D. Pries

Lockungen und Drohungen wider die Abtrünnigen

Adsharien wählte am Sonntag seinen neuen Obersten Rat. Seit dem Sturz ihres eigenwilligen Oberhaupts Aslan Abaschidse im Mai ist die Region wieder unter Kontrolle der Regierung Georgiens. Zug um Zug bemüht sich Präsident Michail Saakaschwili, sein Land vom Ruf des »gescheiterten Staates« zu befreien. Nächstes Ziel ist die »Heimholung« Südossetiens.

ndPlusKlaus Muche

Müllverwerter SVZ hofft auf Investor

Erleichtert konnte der Insolvenzverwalter in den Urlaub fahren: Immerhin 18 von 100 angesprochenen Investoren zeigten sich am SVZ in Schwarze Pumpe interessiert. Allerdings hätte das Interesse am insolventen Müllverwerter aus der Lausitz größer sein können. Die Technologie ist einmalig in der Welt. Die Erfahrungen, die noch aus der Zeit des Gaskombinates stammen, sind abgesichert. Die Technologie...

Wilfried Neiße

Land spaltet sich in Arm und Reich

Die Spaltung Brandenburgs in Arm und Reich, wie sie seit der Wende 1990 zu beobachten ist, hat sich seit dem Jahr 2000 enorm beschleunigt. »Trotz steigender Durchschnittseinkommen im letzten Jahrzehnt beziehen immer mehr Personen in Brandenburg Sozialhilfe«, erklärte Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der PDS. Ihm zufolge hat die Anzahl der S...

ndPlusAnnemarie Görne

Plakate aus Kuba

Sehenswerte Plakate hängen in der Mediengalerie. Zu danken ist dies der Sammelleidenschaft des Schweizers Richard Frick aus Zürich. Aus seinem reichen Fundus hat er für die Ausstellung kubanische Plakate ausgewählt: »El cartel tricontinental de solidaridad - kubanische Solidaritätsplakate für drei Kontinente«. Als Frick 1974 das erste Stück von der Insel bekam, beschloss er zu sammeln und stieß d...

Anouk Meyer

Publikum tanzt bei »Le Bal Moderne«

Es könnte die letzte Möglichkeit sein, durch den Palast der Republik zu wandern, im riesigen Foyer Musik zu hören oder zu tanzen. Vom 20. August bis 31. Oktober wird das symbolträchtige Gebäude, das im nächsten Jahr der Abrissbirne zum Opfer fallen soll, kulturell genutzt. Zahlreiche Veranstaltungen wie Theaterstücke, Konzerte und Filme laden ein, den Rohbau zu besuchen. Den Anstoß zum Projekt »Z...

ndPlusMatthias Nicko

Gymnastikbälle kullern auch im Plattenbau

Gabriele Kasprowski steht im 1. Obergeschoss eines Marzahner Neubaus und malt mit ihren Armen Kreise in die Luft. »Das tut gut«, sagt sie. Kein Wunder, schließlich schmerzt die unterkühlte Schulter. Weniger entspannend empfindet sie danach das Beugen der Beine. »Aber das gibt im Sommer einen schicken Popo«, motiviert Übungsleiterin Monika Schmidt ihren Schützling und die elf anderen Teilnehmerinne...

Wasser soll noch teurer werden

(ddp). Schlechte Nachricht für alle Privathaushalte in der Hauptstadt: Die Verbraucher müssen sich 2005 auf weiter steigende Wasserkosten einstellen. Die zu 50 Prozent landeseigenen Berliner Wasserbetriebe (BWB) planen für nächstes Jahr ein neues Tarifmodell, das Großkunden in der Industrie entlasten soll. Dabei sei die Einführung eines Grundpreises vorgesehen, sagte gestern BWB-Vorstand Jörg Simo...

ndPlusHans-Jürgen Neßnau

Werkstatt für interkulturelle Brücken

Ein interkulturelles Fest für Kinder und die ganze Familie wird in Lichtenberg für den 18. September am Fennpfuhl vorbereitet. Das Netzwerk »besser leben« - Bürger, Vereine, Unternehmen, Verwaltungen, Politiker und Religionsgemeinschaften - schuf für die Teilnahme der Kinder und Jugendlichen an der Vorbereitung und Aufführung eines attraktiven Festprogramms die interkulturelle Werkstatt »Kinder EI...

Peter Kirschey

Sommer-Panik

Das Wehklagen ist groß: verregneter Sommer, erste Bäder schließen, Feste fallen ins Wasser. Täglich schreien die Morgenmoderatoren nach »Sonne satt« und malen den Tag in den schwärzesten Farben, wenn sie nicht »satt« scheint. Sie treten im 30-Minuten-Takt auf die geschundenen Hörer-Seelen, bis sich auch beim letzten Gutwilligen Depression einschleicht. Dabei sind es nur ein paar Wolken am Himmel, ...

PDS ruft zum sozialen Wettbewerb

(ddp). Die vom neuen SPD-Landeschef Michael Müller angekündigten neuen Akzente in der rot-roten Regierungspolitik sind auf ein unterschiedliches Echo gestoßen. Müller hatte betont, künftig müsse jenseits der Sparpolitik deutlich werden, wofür die Koalition stehe. Schwerpunkte seien die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Bildung und der soziale Bereich. PDS-Landeschef Stefan Liebich bot der SPD ein...

Anke Engelmann

Hauptstadt hat Wachstumspotenzial

Das Wort »gemeinsam« spielte gestern eine große Rolle, als Vertreter von Wirtschafts- und Unternehmerverbänden sowie PDS-Wirtschaftssenator Harald Wolf die Wachstumsinitiative »Berlin 2004-2014« unterzeichneten. Die Initiative will schlummernde Potenziale der Hauptstadt wecken und fördern sowie das ramponierte Image Berlins aufpolieren. »Wir schauen, wo Berlin stark ist und wie wir diese Stärken f...

ndPlusAndreas Heinz

Die besten Bürgerämter sind im Osten

Die Kundenfreundlichkeit der 55 Bürgerämter nahm eine Arbeitsgruppe der PDS-Fraktion unter die Lupe. Das Ergebnis wurde gestern vom Verwaltungsreform-Fachmann der Partei, Peter-Rudolf Zotl, vorgestellt. »Die besten Bürgerämter sind im Osten«, konnte das Mitglied des Abgeordnetenhauses als Fazit mitteilen. Die Arbeitsgruppe wollte zum Beispiel wissen: Wo lassen Wartezeiten und Freundlichkeit noch z...