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Ausgabe vom 06.11.2004

Testspiel

Wer sagte es? Es ist schon ein großer Trost bei Wahlen, dass von mehreren Kandidaten immer nur einer gewählt werden kann! Wie heißt es? Am 7. November 1963 wurden in einer niedersächsischen Kleinstadt zwei Wochen nach einem Grubenunglück 11 Bergleute lebend geborgen. Unter welchem Begriff ist dieses Ereignis bekannt geworden? Wer war es? Welcher englische Astronom deutscher Abstammung entdeckte im...

ndPlusJochen Fischer

120 begeisterte Mitsinger

Mehr als 120 sangesinteressierte Berliner waren am vergangenen Dienstag der Einladung des Ernst-Busch-Chores zu einer öffentlichen Chorprobe im Klubhaus Karlshorst gefolgt. Sie erlebten, mit welcher Begeisterung die 75 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 61 und 84 Jahren ihre Lieder interpretieren. Nicht immer ein leichtes Unterfangen, denn immerhin gehören weit über 200 Titel zum Repertoire ...

Tom Mustroph

Im Hunsrück

Flughäfen sind Symbole der globalisierten Gesellschaft. Menschen werden umgeschlagen wie Informationen, von Bangkok nach Berlin, von Bangalore nach Buenos Aires, von Birmingham nach Brazzaville. Schnell, und immer billiger. Gänzlich ortlos ist der Flugverkehr. Die gläsernen Gebäude gleichen sich, Tower und Terminals sind wie von einer Hand gezeichnet. Ununterscheidbar, ob man sich am Zuckerhut, am...

Tolstois Schachweisheiten

Am morgigen Sonntag jährt sich der Todestag von Lew Nikolajewitsch Tolstoi (20. August 1828 - 7. November 1910). Der weltberühmte Schriftsteller, der Klassiker wie »Anna Karenina« oder »Krieg und Frieden« schuf, war auch ein hervorragender Schachspieler. Ein glänzendes Beispiel für Tolstois Schach-Fertigkeiten ist die Partie, die wir Ihnen heute vorstellen. Tolstois Gegner war sein Freund, der Übe...

Van Helsing vs. Dracula

Nasskaltes Nieselwetter, düstere Hinterhöfe, finstere Gestalten: Dieses Zweipersonenspiel, das uns ins London des Viktorianischen Zeitalters versetzen will, verbreitet nicht gerade Urlaubsstimmung. Aber so muss es wohl sein, schließlich treffen in den spärlich beleuchteten Gassen Graf Dracula und der Vampirjäger van Helsing aufeinander. Ein Spieler übernimmt dabei die Rolle van Helsings und fahnde...

Blüten von A bis Z...

...können in Gärten, die bislang von frostigen Nächten verschont geblieben sind, mit dem bunten Laub und den Fruchtständen (Pfaffenhütchen, Cotoneaster oder Feuerdorn) an Bäumen und Sträuchern in Farbenpracht wetteifern. Ich war ganz überrascht, wie viele Blüten noch und schon (sogar am Winterjasmin!) zu entdecken sind: Von A wie die duftende Acidanthera (Foto: B. Müller), auch Abessinische oder...

Ludwig Miehe

Erinnerungen an ein spanisches Dorf

Vor Morgengrauen noch wurdest du vom Getrappel der Hufe geweckt: Bauern und Tagelöhner, die auf Eseln und Maultieren in die Berge ritten, zur Weinlese. Gegen Mittag, vor der schlimmsten Hitze, würden sie zurückkehren, staubbedeckt und ausgedörrt, und du würdest ein Glas mit ihnen in der Dorfkneipe trinken. Die Kneipe hieß Pájaro Azul, zum Blauen Vogel, und der Wein war eiskalt und mit Limonade ges...

ndPlusHanno Harnisch

Auf nach Tallinnchen

Für sechsundzwanzig Euro von Berlin nach Tallinn? Oder nach Riga? Unmöglich! Und doch wahr. Und nicht nur dorthin. Osteuropa boomt mittlerweile, und das hat sich auch bis zu den Fluggesellschaften rumgesprochen. Seit einem halben Jahr hat die britische Easy-Jet Schönefeld schon für sich entdeckt und ihre Schnäppchen in Orange machen den alten Teuerlinien ordentlich Konkurrenz. Seit vergangener Woc...

Heidrun Lange

Geheimnisvolle Schriften und Legenden

Vor hunderten von Jahren zog der Einsiedlermönch Emilanius durchs Land und fand Zuflucht in den Bergen im Norden Spaniens. Seine Wohnstätte fand er in einer Naturhöhle. Immer mehr Anhänger folgten ihm und lebten arm und abgeschieden in den Bergenklaven. Die später erbauten Klöster sind heute für Besucher der spanischen Provinz La Rioja offen. Es sind Orte, wo man Ruhe und Einsamkeit spüren kann, w...

ndPlusHeidi Diehl

Märchenhafte Offerten

Erstmals präsentiert sich der Berliner Reisemarkt in der arena Treptow. 400 Aussteller aus 25 Ländern wollen die Besucher von ihren besonderen Angeboten überzeugen. Und an manchem Stand geht es dabei märchenhaft zu. Jedes Kind kennt »Des Kaisers neue Kleider« und die Abenteuer vom »Hässlichen Entlein«. Aufgeschrieben hat sie der dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen. Anlässlich seines 2...

Gabi Kotlenko

Grachtige Schönheit an der Amstel

Hier ist immer schönes Wetter - das jedenfalls behaupten die Amsterdamer. Unser skeptischer Blick an den wolkenverhangenen Herbsthimmel lässt Stadtführerin Irene schelmisch lächelnd erklären: Über den Sommer, meint sie, brauchen wir nicht zu reden. Wir sitzen im Boot und schippern gemütlich durch die Grachten. Im Winter laufen wir Schlittschuh - auf den Grachten. Im Frühling und Herbst spazieren w...

ndPlusMarkus Bickel, Sarajevo

Muezzin-Rufe statt Rapper-Rhythmen

Mahmud senkt den Blick. Erst als die beiden jungen Frauen vorbeigegangen sind, schaut der kleine, kräftig gebaute Bosnier wieder auf und fährt sich mit der Hand durch den dichten Bart. »Im Koran steht: Du sollst nur deiner eigenen Frau ins Gesicht sehen«, sagt er. »Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein anderer Mann sie haben will.« Vor der König-Fahd-Moschee am Stadtrand von Sarajevo hat ...

Marina Mai

Den Blick aufs Pult gerichtet

Bevor die Gäste das Schulgebäude betreten, sollen sie ihre Füße fein abkratzen und einen Knicks oder einen Diener machen, erläutert Marianne Dengler den Neuankömmlingen. Aber ihr Name interessiere nicht, fügt die Pensionärin hinzu. »Für euch bin ich nur das Fräulein Lehrerin.« Die 20 Gäste einer Geburtstagsgesellschaft im Alter zwischen 8 und 70 Jahren wollen im Schulmuseum im Dorf Reckahn in Bra...

ndPlusReinhard Renneberg, Hongkong

Zauberkugeln gegen Krebs?

Wer kennt sie nicht, die Zauberkugeln des Jägerburschen Max, gegossen in der Wolfsschlucht des »Freischütz« von Carl Maria von Weber? Unbeirrbar suchen und finden sie ihr Ziel. Dieses Prinzip faszinierte auch den deutschen Mediziner Paul Ehrlich (1854-1915). Er träumte davon, dass der Einsatz von Antikörpern die Grundlage für eine völlig neue Generation von hochselektiven Medikamenten schaffen wür...

Besser fernsehen mit Nanoröhrchen

Hannover (ND). Mit Bildschirmen auf Nanotechnologie-Basis will der südkoreanische Konzern Samsung bessere Fernseher und Computermonitore bauen. 2006 sollen die ersten Produkte auf den Markt kommen, schreibt das Technologiemagazin »Technology Review« in der aktuellen Ausgabe (Heft 11/04). Südkoreanische Technologieunternehmen gelten selten als führend bei der Entwicklung neuer Technologien - sie w...

ndPlusLucian Haas

Fiel Bayern einst der Himmel auf den Kopf?

Manchmal kommen wissenschaftliche Entdeckungen auf Abwegen daher: Da begeben sich bayerische Heimatforscher im Chiemgau auf die Suche nach Spuren der Kelten und Römer. Knöpfe und Spangen aus Bronze wollen sie aufspüren. Eines Tages im Februar 2000 piepsen ihre Metalldetektoren verdächtig. Doch was beim Graben aus 40 Zentimeter Tiefe zu Tage kommt, sind nur kleine metallische Bröckchen. »Wir kennen...

WochenChronik

4. November 1879: Der Ladeninhaber James Ritty aus Dayton (Ohio) meldet das Patent für die von ihm entwickelte Registrierkasse an, die Diebstählen vorbeugen soll und Tageseinnahmen besser kontrollieren lässt. 7. November 1944: Als erster Präsident der USA - und als Ausnahme wegen des Zweiten Weltkriegs - wird Franklin D. Roosevelt zum dritten Mal im Amt bestätigt; er stirbt jedoch bereits am 12. A...

ndPlusKarlen Vesper

Politische Morde

Von 25 Schüssen getroffen, sinkt Indira Gandhi im Garten ihrer Residenz zu Boden. Ihr sonnengelber Sari färbt sich rot. An diesem 31. Oktober 1984 hat sie darauf verzichtet, die kugelsichere Weste anzulegen. Ihr erschien dies unpassend zum geplanten BBC-Fernsehinterview. Geboren am 19. November 1917 in Allahabad als einziges Kind von Kamla and Jawaharlal Nehru, hat Indira nach dem Abitur die von ...

Manfred Behrend

Marxistischer Aufklärer

Seit 1902 hat er sich Trotzki genannt. Geboren wurde er als Lew Dawidowitsch Bronstein am 7. November 1879 in Janowka (Region Cherson in der Ukraine) als Sohn eines jüdischen Gutsherrn. In seiner Jugend erst zunächst mit den Volkstümlern verbunden, stieß er schließlich zu den Marxisten und avancierte zu einem der bekanntesten und bedeutendsten Revolutionäre Russlands und des Erdballs. 1940 fiel er...

ndPlusJörg Roesler

Gerade mal noch fünf Pfennige wert

Der Mauerfall am 9. November 1989 eröffnete für die Mehrheit der DDR-Bürger erstmals den Weg in die Warenwelt des Westens. Die war all denjenigen, die nicht an Forum-Schecks für einen Einkauf im Intershop herankamen, vorher nicht zugänglich gewesen. Milka Schokolade oder Levis Jeans waren ihnen aber keineswegs unbekannt. Erste Studien über das Markenbewusstsein der DDR-Bürger ergaben, dass die »Os...

Markus Wolf

Der Meisterspion - über jeden Verdacht erhaben

Am 7. November 1944 - am Jahrestag der Oktoberrevolution - wurde das von der Justiz des kaiserlichen Japans verhängte Todesurteil gegen Richard Sorge und seinen engsten Kampfgefährten Hozumi Ozaki vollstreckt.

ndPlusReiner Oschmann

Amerikas Kulturrevolution - ein großes Erwachen

Wim Wenders-Freunde in Deutschland können sich vielleicht auf einen Heimkehrer freuen. Sollte George W. Bush wieder gewählt werden, hatte der Filmemacher vor der Wahl bei Sabine Christiansen klar gestellt, werde er seinen Wohnsitz in Los Angeles verlassen. Die Vereinigten Staaten seien unter ihrem 43. Präsidenten, der nun auch der 44. werden wird, nicht nur in den Krieg, sondern für viele Amerikan...

Gret Hofmann

85 und kein bisschen weise

Ich kenne ihn vor allem als Querdenker und Provokateur: Wer Texte von ihm veröffentlicht, kann mit Zustimmung, aber auch mit Widerspruch rechnen, denn er überprüft seine Erinnerungen und Wahrheiten selten und besticht durch Eigensinn. So hat er es ein Leben lang gehalten: Gleichgültig, ob es ihm nützt. Schon als junger Soldat bei Hitler konnte er den Mund nicht halten, und hatte fürs Überleben gr...

Rechts, links und andere ungeordnete Erinnerungen

»Ich hätte Gottfried Benn, er ich sein können.« Johannes R. Becher Es hatte an der Wohnungstür geklingelt, und er hörte auf zu schmökern. Die Mutter kam aus der Küche, und der Bettler kriegte, über die Türkette hinweg, ein Schmalzbrot. »Wir geben dem armen Manne was, wir sind ja reich!« Aber oft fand sich, eine Etage tiefer, das Almosen verschmäht am Flurfenster. Mein Vater, aus einer Familie mit ...

Nino Ketschagmadse

Sparsamkeit ist schwer zu lehren

twa zwei Millionen Minderjährige leben heute in Deutschland in Armut. Von einer viel höheren Dunkelziffer gehen Familienforscher aus. Am häufigsten betroffen sind noch immer Nachkommen allein erziehender Mütter und kinderreicher Familien. Hilfswerke, wie »Die Arche« in Berlin-Hellerdorf unterstützen sie und versuchen, ihnen und ihren Eltern wenigstens ein bisschen verlorenes Selbstwertgefühl zurück zu geben.

Lernen von der Sowjetunion

Heiß ist es im Sommer im südlichen Turkestan. Das peinigt den Menschen und es freut die Stechmücke, die sich im Sumpf rasend schnell vermehrt und sich dann Opfer sucht. Denen sie das Blut absaugt und das Fieber bringt. So schreibt es jedenfalls Bertolt Brecht, als er von den Teppichwebern aus Kujan-Bulak berichtet. Und er erzählt weiter, dass die Teppichweber, arme Leute, den verstorbenen Genosse...

Startenor

Die großen Bühnen und Festivals - wie in vergangenen Jahrzehnten - sind es nicht mehr: Mailänder Scala, Covent Garden London, Brüssel, München, Paris, Dresden, Budapest, Moskau, Hamburg, Madrid, Salzburg, Wien... Kein Singen in Oper und Konzert unter Bernstein, Karajan, Tennstedt, Sawallisch, Suitner, Roshdeswenski, Fricke, Stein... Kein Tamino, Belmonte, Lenski, Lohengrin, Parsifal... Kammersäng...

PLATTENBAU

Der Nachdruck, mit dem große Teile der US-amerikanischen Bevölkerung ihren Glauben zum Ausdruck bringen, stößt in unseren Breiten oft auf wenig Verständnis - vor allem, wenn das Glaubensbekenntnis Eingang in politische Entscheidungen hält. Ganz anders sieht es aus, wenn christlicher Glaube mitreißend musikalisch umgesetzt wird, etwa in den tief empfundenen, heißen und sehnsüchtigen Interpretatione...

ndPlusTom Mustroph

Die Wahrheit vom Hass

Bilder von gestern, die Bilder von heute sind und vielleicht, vielleicht auf ein Morgen verweisen, machen die 90 Minuten der Filmdokumentation »Resist!« über das New Yorker »Living Theatre« aus. Der Film beginnt mit Großaufnahmen von Gesichtern, später von verschlungenen menschlichen Leibern, die in einem monochromen roten Farbfeld aufgelöst sind. Es ist dies eine Traumsequenz, eine verfremdete Er...

Gunnar Decker

Seher und Déjà-vu

Peymann im lockeren Pullover das Ehepaar Wolf zu den Plätzen geleitend, signalisiert Arbeitsatmosphäre. Premiere? Seltsames Wiedererinnern an ein Buch, das 1983 (erschienen im Aufbau Verlag) bis dahin selbstverständlich Scheinendes in einen irren Taumel der Fragwürdigkeit versetzte. Prolog eines Untergangs. Das Starre, das nicht beweglich werden konnte und also zersplittern, zerbröckeln musste. Im...

ndPlusManfred Wieczorek

Opel ohne Schnickschnack

Wer an Bochum denkt, hat in diesen Tagen sofort die Zukunftsängste des Opelwerkes im Hinterkopf. Auch in der ortsansässigen Ruhruniversität wurde dieser Tage darüber debattiert.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Wahl-Sieg Bushs beeinflusst Aktienmarkt

»Politische Börsen haben kurze Beine«, lautet ein geflügeltes Wort auf dem Börsenparkett. Dennoch könnten sich für Anleger nach der US-Präsidentenwahl langfristig interessante Investmentchancen ergeben.

Knigge für Olympiastars von morgen

Leichtathletik ist nach Fußball die liebste Sportart der Deutschen - genauer der deutschen Fernsehzuschauer. Die Leistungsbilanz aber zeigt von 1992 Barcelona (10 Medaillen), über Atlanta (7) und Sydney (5) bis Athen (2) steil nach unten. Nun aber verwirklicht der Deutsche Leichtathletik-Verband die Prophezeiung der Satiriker: Vom Großsponsor ReiseBank finanziert, will man zunächst sechs ausgewäh...

»Leipzig war kein Ruhmesblatt«

Gute Nachrichten für alle Olympia-Fans: Nach Leipzigs Pleite bei der Bewerbung für die Sommerspiele wird 2008 in Dresden um Medaillen gekämpft. Mit großer Mehrheit hat der Kongress des Weltschachbundes FIDE auf Mallorca der Sachsen-Metropole den Zuschlag gegeben, in vier Jahren die Schacholympiade auszurichten. 70 Prozent der Delegierten stimmten für Dresden und gegen das konkurrierende Tallinn. Wie Dresdens Oberbürgermeister Ingolf Roßberg und sein Team es geschafft haben, die Denkspiele nach Deutschland zu holen, das hat sich ND-Mitarbeiter René Gralla erläutern lassen.

Jürgen Holz

Ringer-Verein aus dem Osten will an die Spitze

Luckenwalde - das war zu DDR-Zeiten der Inbegriff des Ringkampfsports. Dahinter stand die SG Dynamo Luckenwalde. Männer wie Klaus Pohl, Hans-Dieter Brüchert, Harald Büttner, Roland Gehrke, Karsten Polky und Heiko Balz waren als Welt- oder Europameister oder Olympiamedaillengewinner zu unterschiedlichen Zeiten die Dynamo-Aushängeschilder. Nach den Wendewirren wieder auf festem Sockel Diese Erfolgsä...

12. Spieltag

Heute: Mainz 05 - Gladbach, Bayern - Hannover, Bochum - Kaiserslautern, Bielefeld - Dortmund, Leverkusen - Freiburg, Hertha - Bremen, Nürnberg - Wolfsburg. Sonntag: Hamburg - Schalke, Stuttgart - Rostock. 1. VfL Wolfsburg  11|20:14|24 2. FC Schalke 04  11|16:15|21 3. VfB Stuttgart  11|20:12|20 4. Hannover 96  11|19:11|20 5. Bayern München  11|16:12|20 6. Werder Bremen ...

Matthias Koch

Minimalisten unter sich

Willst du Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt und Dynamo Dresden oben sehen, musst du die Tabelle drehen. Dieser uralte Schüttelreim ist für das Zweitligatrio derzeit bittere Realität. Zwei von ihnen - der Zwölfte Cottbus und der Sechzehnte Erfurt - treffen am Sonntag in der Lausitz aufeinander. Im Stadion der Freundschaft ist Kampf angesagt - und ein eher torarmes Spielchen. Denn Energie und Rot-Wei...

ndPlusJirka Grahl

Nicht auf gleicher Augenhöhe

In vielen Ländern wäre es wohl das Top-Spiel des Tages: Der Meister trifft auf den Hauptstadtklub, in dem Stadion, das für 240 Millionen Euro für das WM-Finale 2006 fitgemacht wurde. Doch wenn heute Hertha BSC Berlin den SV Werder Bremen im heimischen Olympiastadion empfängt, ist es eher ein Spiel der Gegensätze denn eines auf gleicher Augenhöhe: Der Fast-Absteiger gegen den Champions-League-Teiln...

Jörg Staude

Ein Tag reicht nicht

Eingetreten ist, was die meisten Konjunkturforscher voraus sagten, die rot-grüne Regierung so aber nicht wahrhaben wollte: Das inländische Wachstum schwächt sich schon in diesem Herbst ab, weil die Weltwirtschaft ihre größte Boomphase bereits hinter sich hat. Die deutsche Konjunktur ging sogar überraschend stark zurück. Grund: Zu der bekannten Schwäche bei der Binnennachfrage kam noch ein Sonderfa...

ndPlusClaus Dümde

Selbstbestimmt leben!

Als »Katastrophe« wertet Bioethik-Experte Dr. Wodarg die Pläne von Bundesjustizministerin Zypries zur gesetzlichen Verankerung der Patientenverfügung. Weil - nicht nur ihm - die darin vorgesehene »Stärkung des Selbstbestimmungsrechts« von Patienten zu weit geht. Denn sogar ein nur mündlich geäußerter Wunsch, lebenserhaltende Behandlungen wie Beatmung, künstliche Ernährung oder Chemotherapie zu unt...

Martin Ling

Fehlende Legitimität

Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel ist optimistisch: Mit dem erwarteten Tod von Arafat verschwindet »das größte Hindernis für den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern«. Viel spricht nicht für diesen Optimismus. Sicher, die USA und Israel, die Arafat die letzten Jahre als Verhandlungspartner kategorisch ablehnten, sind jetzt im Zugzwang. Sie haben kein billiges Argument mehr gegen eine...

Berlin-TIPPS

Politisches Ehrung für Richard Sorge anlässlich des 60. Jahrestages seiner Hinrichtung am 7.11., 10.30 Uhr, Richard-Sorge-Straße 8/Ecke Weidenweg (Friedrichshain). Gedenkveranstaltung für die Opfer der faschistischen Pogromnacht mit Dr. Andreas Nachama am 7.11., 11 Uhr, im Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4. »Deutsch-deutsche Grenzerfahrungen am 9. November 1989« - Veranstaltung zum 15. Jahrestag d...

ndPlusLeo Burghardt, Havanna

Bush-Sieg beunruhigt die Kubaner

Die Kubaner, obgleich darauf trainiert, immer mit der schlimmsten Variante zu rechnen (Fidel Castro), sind beunruhigt über die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in den USA.

Markus Bickel, Sarajevo

Abkommen von Ohrid im Bewährungstest

In Mazedonien findet am Sonntag eine Volksabstimmung statt, die den vor drei Jahren unterzeichneten Friedensvertrag von Ohrid zu Fall bringen könnte.

ndPlusAnke Engelmann

»Verheerender Rückschlag« in Irak

Ein halbes Jahr nach Abu Ghoreib soll Folter als Thema nicht wieder in der Versenkung verschwinden, meinen die Organisationen »Internationale Ärzte gegen den Atomkrieg« und Amnesty International.

Unauffällig

Vom Minister zum Kommissar - der Skifahrer liebt steile Pisten und ebensolche Karrieren.

In Irak wird weiter gefoltert

Berlin (ND-Engelmann). Die Situation in den von den USA-Truppen kontrollierten irakischen Gefängnissen hat sich auch nach Abu Ghoreib nicht wesentlich verändert. Immer noch werde gefoltert, erklärten gestern in Berlin irakische Ärzte. Insbesondere werde die psychologische Folter weiterhin praktiziert, so Dr. Maysem M. Abdul-Wahab, Ärztin im derzeit einzigen Behandlungszentrum für Folteropfer in Ir...

Claus Dümde

Zählt »Selbstbestimmung« mehr als Schutz des Lebens?

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will Patientenverfügungen gesetzlich regeln. Als wesentliche Ziele nannte sie »Stärkung des Selbstbestimmungsrechts und Erhöhung der Rechtssicherheit«. Ein Referentenentwurf stieß bereits auf scharfe Kritik.

ndPlusHendrik Lasch, Dresden

Wettrennen um magerere Diäten

Die NPD will in Sachsens Landtag die Diäten kürzen. Auf der Tagesordnung kommt ihr bei dem Thema jedoch die PDS zuvor. Diese sucht bei anderen Demokraten nach Unterstützung.

Lorenz Matzat

Neonazis versuchen es mit schlagenden Argumenten

Die NPD will heute in Eisleben protestieren. Der Stadtrat der Lutherstadt fordert zum »Boykott« der Demonstration auf. Anfang der Woche haben in Magdeburg Neonazis Antifaschisten angegriffen.

Von Luftfracht um den Schlaf gebracht

Sachsen hofft, dass der aus Brüssel vertriebene Luftfrachtriese DHL in Leipzig landet und 3000 Stellen mitbringt. Der Ausbau des Flughafens wird im Eiltempo genehmigt. Doch auch hier fürchten Anwohner um ihren Schlaf.

Wird jetzt der 1. Mai gestrichen?

Die Bundesregierung ist nach nur 24 Stunden mit ihrem Vorhaben gescheitert, den Tag der deutschen Einheit vom 3. Oktober auf den ersten Sonntag im Oktober zu verlegen.

ndPlusPeter Schäfer, Ramallah

»Keiner hat das Format Yassers«

Während Yasser Arafat in seinem Pariser Krankenhaus zwischen Leben und Tod schwebt, ist die Lage in den besetzten Gebieten weitgehend ruhig.

Nahost fürchtet Eskalation

Der Palästinenserpräsident rang auch am Freitag mit dem Tod. Die Palästinenser beteten für ihn, und deren Führung dachte bereits über eine Zukunft ohne Arafat nach. Eine Hauptsorge Israels ist es, dass er nicht in Jerusalem beerdigt wird.

ndPlusBernd Baumann

Kaum noch Geld für den Straßenbau

Auch 15 Jahre nach der Wende gleichen zahlreiche Straßen in Brandenburg noch immer Buckelpisten. Schlaglöcher zwingen die Autofahrer dazu, das Tempo erheblich zu drosseln. Trotz des Einsatzes von Milliardensummen ist die angestrebte vollständige Sanierung längst noch nicht geschafft. Da das nötige Geld fehle, könnten nicht mehr alle Landesstraßen ausgebaut werden, verkündete Verkehrsminister Fran...

Wilfried Neiße

»Viele Fälle, wenig Zeit«

Die Brandenburger werden die Trennungsgeldaffäre in der Landesverwaltung auf absehbare Zeit nicht los. Die Landesregierung denkt nicht daran, ihre Ankündigung einer Reduzierung dieser Ansprüche wahr zu machen. Jetzt soll erst der Landesrechnungshof einen Prüfbericht abliefern. Staatskanzleichef Clemens Appel (SPD) sagte dazu, er könne angesichts der umfänglichen Untersuchungen »keine Aussage über...

ndPlusRobert Meyer

Ein Prinz ist zu erlösen

Die Inszenierung hat Kraft, ist mit viel Aufwand und Liebe gemacht und bietet einen beeindruckenden Bühnenaufbau. Regisseurin Anemone Poland inszenierte im Theaterforum Kreuzberg in der Eisenbahnstraße »Das blaue Ungeheuer« von Carlo Gozzi als temporeiches, spannendes und buntes Spiel um Wahrheit und Lüge. Gozzi (1720-1806), der als italienischer Shakespeare gilt, bot mit dem Stück die Vorlage fü...

Klaus Pfützner

Farbpoesie berührt

Kunst aus der DDR wird wohl gegenwärtig nirgends so zielgerecht und kompetent vorgestellt wie in der GBM-Galerie Lichtenberg. Willi Sitte, Heidrun Hegewald, Rudolf Grüttner, Ronald Paris, Willi Neubert, Walter Womacka, um nur einige zu nennen, wurden in den Räumen der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) ausgestellt. Die Galerie ist arm, doch rührig. Der Sympathie der K...

ndPlusSteffi Bey

Sinnopolis - eine Stadt der Sinne

Anton macht sich ganz klein. Der Zehnjährige kauert in einem Drehstuhl, der sich dreht und dreht und dreht. Immer schneller, bis er plötzlich angehalten wird: Anton steht auf und soll versuchen, auf der Matte zu laufen und dabei genau den weißen Strich zu treffen. Aber es gelingt ihm nicht. Er torkelt und trottelt - und die anderen Kinder lachen. Später, wenn sie selbst fast vom Stuhl fallen, sieh...

Rainer Funke

Beinahe wie im Märchen

»Sechzehn auf einen Streich« - alle Bundesländer stellen sich dieser Tage mit Mythen, Sagen und Volksweisheiten vor. Bis 21. November sind Märchentage in Berlin, ein schöner Brauch. Gleichwohl stehen Politiker nicht unbegründet in Verdacht und Verruf, das gesamte Jahr über trefflich das Genre des Märchenerzählens zu pflegen. Warum das so ist, erläuterte Bürgermeisterin Karin Schubert (SPD) in ihre...

ndPlusKarin Nölte

»Ort des Gedenkens und der Freude«

Auf dem Gelände »um das Brandenburger Tor« soll eine Gedenkstätte »als zentraler Ort des Erinnerns an die Berliner Mauer, des Gedenkens an ihre Opfer und der Freude über die Überwindung der deutschen Teilung« entstehen. Das fordern vier Bundestagsabgeordnete in einem fraktionsübergreifenden Gruppenantrag. Bundestag, Bundesregierung und Land Berlin sollen diese Idee umsetzen. Carl-Ludwig Thieme (F...

Oliver Eberhardt, Jerusalem

Israels Regierung ohne Antworten

Arafats Abschied von der Macht hat eine neue Realität im Nahostkonflikt geschaffen. Noch hat Israels Regierung keine Antwort darauf gefunden.

ndPlusPeter Liebers

Arbeitslose als Billig-Angestellte

Gegen skandalöse Arbeitsbedingungen in thüringischen Unternehmen, die ihre Beschäftigten mit Billiglöhnen abspeisen, protestiert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Klaus Bellin

Zwischen Bewunderung und Entsetzen

Für Carl Sternheim gibt es Anfang 1917 gar keinen Zweifel: Er, Heinrich Mann und Gottfried Benn werden die neue Literatur schaffen und die »bourgeoisen Ambitionen« überwinden. Am häufigsten ist in der schlossartigen Villa in La Hulpe, wo die Sternheims auf großem Fuß leben, von Benn die Rede. Thea, die Frau des Schriftstellers, meint, da gehe tatsächlich etwas Eigentümliches vor: »Neue Worte blühe...

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Ärzteschaft gedenkt jüdischer Kollegen

»Eine Mitzwa, die wir erfüllen«, die Befolgung einer religiösen Pflicht, nannte gestern vor Journalisten Roman Skoblo, Vorsitzender des Landesverbandes Jüdischer Ärzte und Psychologen i.G., die Erinnerung an die ermordeten, vertriebenen und diskriminierten jüdischen Ärzte Berlins. Im Jahre 1933 habe es 3000 jüdische Ärzte in Berlin gegeben, 1938 nur noch 279. Diesen Opfern ist eine Feierstunde an...