Ausgabe vom 25.07.2007

Leasing: Wie kommt man aus dem Vertrag heraus?

Mein Mann ist im Alter von 62 Jahren plötzlich verstorben. Er hatte vorher in meiner Vertretung auf meinen Namen einen PKW-Leasingvertrag geschlossen für ein Fahrzeug, das er nur selber nutzen sollte. Wie komme ich aus dem Vertrag heraus? Monika K. Neuenhagen Der Leasingvertrag ist im Gesetz nicht geregelt. Er wird jedoch im Prinzip wie ein Mietvertrag behandelt. Unter anderem, weil er gegenüber d...

Dauerkarte versteigern?

Ein Fußballverein darf einem Käufer Dauerkarten verweigern, wenn der die Tickets später im Internet versteigert. Das entschied das Landgericht Mainz. Nach Meinung der Richter hat ein Verein ein berechtigtes Interesse daran, aus Sicherheitsgründen den Verkauf von Dauerkarten zu kontrollieren. Das sei bei einer Weitergabe der Tickets - etwa per Internetauktion - unmöglich (Urteil vom 20.6.2007, Az.:...

Endlos-Streit um Pumuckls Freundin

Schon seit geraumer Zeit versucht Ellis Kaut - Schöpferin des Pumuckl - die Aktivitäten der Zeichnerin des Kobolds zu bremsen: Diese möchte die Geschichten fortspinnen und um die Figur einer Freundin erweitern. Ellis Kaut ist dagegen der Ansicht, das passe nie und nimmer zur Figur eines Kobolds. Letztes Kapitel des Streits: Im März 2007 berichtete der Lokalsender »München Live TV« über den Kinder-...

Steuererklärung: Gute Chancen auf Rückerstattung durch künftige Rechtsprechung

Plus 31 Prozent: Solche Wachstumsraten sind im Anlagedepot gern gesehen. Doch das stattliche Wachstum im Jahre 2006 gegenüber 2005, das die deutschen Finanzämter in Sachen Einsprüchen verbuchen, ist wahrlich kein Ruhmesblatt. Denn innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Einsprüche gegen Steuerbescheide von 4,5 auf 5,9 Millionen. Einer der Gründe: Immer mehr Bürger sind sich der Chancen bewusst, ...

Sozialhilfe: Vergeblich billigere Wohnung gesucht

Eine Frau erhielt Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung, früher: Sozialhilfe). Für ihre 48 Quadratmeter große 2-Zimmer-Wohnung in Hannover zahlte sie pro Monat 300 Euro Kaltmiete, 50 Euro Nebenkosten plus Heizkosten. Das fand der Sozialhilfeträger unangemessen: Sie müsse die Kosten auf 300 Euro plus Heizkosten senken, schrieb er der Hil-feempfängerin. Ansonsten werde man nicht me...

Klimaanlage

Baut ein Wohnungseigentümer eine Klimaanlage ein, wofür im Außenmauerwerk Kernbohrungen durchzuführen sind, ein weißer Kunststoffkanal auf der weiß verputzten Außenwand der Loggia des Eigentümers angebracht und ein von außen sichtbares Gerät auf der Loggia aufgestellt werden muss, ist für diese bauliche Veränderung nicht die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich, weil sie keinerlei Nach...

Wenn der Rollladen den Dienst versagt

Ein Bauherr beauftragte ein Handwerksunternehmen, Dachfenster und elektrische Außenrollläden in einem Gebäude einzubauen. Den Werklohn von fast 27 000 Euro blieb der Auftraggeber anschließend schuldig, weil die Arbeiten seiner Meinung nach mangelhaft ausgeführt wurden. Im Winter seien die Lamellen eingefroren und blockierten, beanstandete der Bauherr, während der Elektromotor weiterlief. Deshalb s...

Zum Selbstbauen geeignet?

Ein Ehepaar erwarb einen Komplettbausatz einer Solarheizungsanlage zur Selbstmontage auf dem Flachdach ihres Eigenheims. Der Händler betonte, die Anlage könne auch von Laien montiert werden. In der Montageanleitung hieß es jedoch, Fachkenntnisse entsprechend einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Installationshandwerker seien nötig. Die Käufer fochten den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschun...

Offene Rechnung

Die Eigentümergemeinschaft konnte sich nicht auf einen Verwalter einigen. Ein vom Gericht bestellter Verwalter schloss mit einem Energielieferanten einen Liefervertrag über Erdgas ab. Der wurde von der Eigentümergemeinschaft nicht genehmigt, weil ein Teil der Eigentümer den Verwalter ablehnte. Diese weigerten sich, die Gasrechnung zu begleichen. Der Energieversorger lieferte daher nur einen Winter...

Stromgeld veruntreut, wer zahlt?

Bei den Stadtwerken München liefen für eine Wohnanlage immer mehr Forderungen auf. Nur sehr sporadisch zahlte die Wohnungseigentümergemeinschaft 2001 bis Ende 2004 für Strom, Gas und Wasser. Schließlich klagte die Lieferantin die ausstehenden Beträge ein und erfuhr vor Gericht den Grund für die Versäumnisse. Der Hausverwalter hätte die Rechnungen vom Wohngeld begleichen sollen, verteidigte sich di...

Teilzeitbeschäftigter will länger arbeiten

Eine Zeitlang fand es der Disponent in der Pannenhilfe eines Automobilklubs ja ganz gut, nur 20 Stunden die Woche zu arbeiten. Irgendwann aber wollte er den Job doch wieder Vollzeit machen. Laut Tarifvertrag bedeutete dies 36 Stunden die Woche, auf Wunsch des Arbeitnehmers auch 40 Stunden. Deswegen meldete sich der Mann sofort, als sein Arbeitgeber vier neue Disponenten-Stellen in Vollzeit ausschr...

Wenn das Berufsleben endet: Rente mit 67 - was ändert sich bei der Altersversorgung?

Im März 2007 wurde das »Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz)« - besser bekannt als »Rente mit 67« - beschlossen. Es soll die Grundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung zukunftsfest gestalten. Doch was verbirgt sich hinter dem Schlagwort »Rent...

Abfindung: Wer hat Anspruch, wenn der Arbeitnehmer stirbt?

Wenn ein gekündigter Arbeitnehmer stirbt - vor Ende der Kündigungsfrist. Haben die Erben dann einen Anspruch auf die Abfindung? Mit dieser Frage hat sich kürzlich erneut das Bundesarbeitsgericht beschäftigt. Fast 25 Jahre hatte der Mann in dem Betrieb gearbeitet, dann wurde ihm im Oktober 2004 gekündigt. Der Arbeitgeber bot ihm eine Abfindung von 30 000 Euro an, falls er auf eine Kündigungsklage v...

Gartenabfälle gehören nicht hinein

In die Müllbehälter unseres Mehrfamilienhauses entsorgen Mieter große Mengen Gartenabfälle, wie z. B. Rasenschnitt. Dadurch müssen die Behälter in den Sommermonaten öfter als sonst entleert werden, was die Kosten für alle Mieter bis auf das Dreifache erhöht. Wie kann das Problem gelöst werden? Helmut G. Nuthetal Hier könnte man sinngemäß mit Brecht sagen: Es ist das Einfache, das so schwer zu mach...

Vermieter fordert Abriss aller Tapeten

Der Vermieter fordert, dass ausziehende Mieter die Wohnung ohne Tapeten und ohne Fußbodenbelag zurückzugeben hätten. Die Forderung wird mit dem Mietvertrag begründet, wonach bei Renovierungen nur mit Zustimmung des Vermieters von der bisherigen Ausführungsart abgewichen werden darf. Der BGH hatte kürzlich entschieden, dass bei derartigen Klauseln die Renovierungspflicht ganz entfällt. Aber der Ver...

Unrenovierte Wohnungen

Darf eine Genossenschaft, der auf Grund von DDR-Mietverträgen Wohnungen von ausgezogenen Mietern nur besenrein zurückgegeben wurden, diese nun wieder unrenoviert vermieten? Angeblich fehlen Mittel für die Renovierung. Barbara H., Berlin Dafür gibt es keine verbindliche Regelung. Der § 535 BGB verpflichtet Vermieter lediglich, die Mietsache »dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeignet...

Schönheitschirurgie: Operation mit tödlichen Folgen

Ein Schönheitschirurg aus Halle, der wegen ärztlicher Kunstfehler mit tödlichen Folgen zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, muss mit einer härteren Strafe rechnen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob kürzlich das auf fahrlässige Tötung lautende Urteil auf und ordnete einen neuen Prozess beim Landgericht Halle an. Die haarsträubenden Fehler des Chirurgen bei einer Schönheitsop...

Berufsunfähigkeit: Fischwirt wird Verkäufer

Ein Fischwirt besaß Meisterbrief und Kapitänspatent für kleine Hochsee- und Küstenfischerei und arbeitete als Krabbenfischer. Durch einen Band-scheibenvorfall 1995 wurde er als Fischer zu 100 Prozent berufsunfähig. Nun forderte er Leistungen vom Versicherungsunternehmen, bei dem er sieben Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen abgeschlossen hatte. Da der Fischer von 1997 bis 1999 eine Ausbildung ...

Pflegekosten & Steuern: Wer sich auskennt, kann die Belastungen verringern

In Deutschland sind rund zwei Millionen Menschen auf eine ambulante oder stationäre Hilfe angewiesen. Aus Pflegebedürftigkeit erwachsen oftmals hohe finanzielle Belastungen. Umso wichtiger ist es, alle Hilfsquellen zu kennen. Neben Leistungen aus der Pflegeversicherung gibt es auch steuerliche Entlastungen. Um die verschiedenen steuerlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können, empfiehlt es sich, kompetente steuerliche Berater hinzuziehen. u Pflegepauschale - wann wird sie gewährt ?

Berufsunfähigkeit: Fischwirt wird Verkäufer

Ein Fischwirt besaß Meisterbrief und Kapitänspatent für kleine Hochsee- und Küstenfischerei und arbeitete als Krabbenfischer. Durch einen Band-scheibenvorfall 1995 wurde er als Fischer zu 100 Prozent berufsunfähig. Nun forderte er Leistungen vom Versicherungsunternehmen, bei dem er sieben Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen abgeschlossen hatte. Da der Fischer von 1997 bis 1999 eine Ausbildung ...

Ines Wallrodt

Die Blüten der 60er

Es war so einfach, im Osten zu provozieren: lange Haare, zottelige Kleider, enthemmter Tanz und man konnte sich der energischen Abwehr von braven Bürgern und wachsamer Staatsmacht sicher sein. Während sich die Hippiebewegung im Westen Mitte der siebziger Jahre schon totgelaufen hatte - man konnte jetzt die geblümte Schlaghose samt Perlenkette bei Karstadt kaufen -, hielt sich das Phänomen in Osteu...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Gänseblümchen, Sonnenblume

Das Wort vom Regietheater geht um. Es meint so viele und so vieles, ihn meinte es nicht. Nie. Es betraf ihn einfach nicht. Er war in dieser Hinsicht der große Außerirdische. Er kam von woanders her, er ging woanders hin. Man hörte ihn zuletzt gern von Gott sprechen, und das erlaubte einem das kleine kindische Vergnügen, sich den Herrn eben doch so vorzustellen - wie diesen George Tabori. Das wäre ...

Mark Wolter

Mangel an Naturschutz

Alarmierende Berichte, der Dokumentarfilm von Al Gore, Live-Earth-Konzerte und ein milder Winter - die Klimadebatte ist in aller Munde. Dennoch bemängelt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bei der Vorstellung seines Jahresberichtes 2006 fehlende politische Maßnahmen.

ndPlusAndré Anwar, Stockholm

Ford sucht Käufer für Volvo

Der angeschlagene US-Autokonzern Ford braucht Geld und sucht daher offenbar einen Käufer für die schwedische Edelmarke Volvo.

William Hiscott

Kräftemessen in US-Autoindustrie

Mit einem traditionellen Händeschütteln vor den Kameras begannen dieser Tage offiziell die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die kriselnde US-Autoindustrie. Der seit 2003 gültige Vertrag läuft am 14. September aus.

Wird Murat Ülke erneut inhaftiert?

Der türkische Kriegsdienstverweigerer Osman Murat Ülke ist erneut von Haft bedroht. Zwischen 1996 und 1998 war er bereits acht Mal verurteilt worden und insgesamt 701 Tage inhaftiert. Nun wurde er abermals aufgefordert, eine Haftstrafe anzutreten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte die Türkei am 24. Januar 2006 verurteilt, da sie im Fall Ülke gegen Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen habe. ND befragte Murat Ülke.

Kartin Leukefeld, Beirut

»Hisbollah kontrolliert jede Ameise«

Ein Jahr nach dem verheerenden Sommerkrieg 2006 geht der Wiederaufbau in Südlibanon allmählich voran. Der Libanon-Mission UNIFIL II begegnet die Bevölkerung mit gemischten Gefühlen.

Kosovo-Politiker suchen Hilfe der USA

Washington (AFP/ND). Die serbische Provinz Kosovo wird nach Angaben ihres Präsidenten Fatmir Sejdiu nicht einseitig die Unabhängigkeit ausrufen. Der Prozess solle »in enger Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft, vornehmlich den USA und der EU«, weitergeführt werden, sagte Sejdiu nach einem Gespräch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice in Washington. Kosovo dürfe aber nicht »Geisel...

Gábor Kerényi, Budapest

Eine Epidemie nimmt ihren Lauf

Volksabstimmungen sind eine zutiefst demokratische Institution. Doch Ungarn rutschte in den vergangenen Monaten langsam, aber unaufhaltsam in einen Volksabstimmungswahn.

ndPlusOliver Eberhardt, Jerusalem

Was will der lächelnde Mann in Nahost?

Der neue Unterhändler des Nahost-Quartetts, Tony Blair, ist in der Region eingetroffen. Hier wird er sich auf harte Zeiten einstellen müssen: Vor allem die palästinensische Seite ist von seiner Ernennung nicht begeistert - weil er USA-Präsident George Bush zu nahe steht.

Untypisch?

Ein Vertrauter des neuen albanischen Präsidenten bezeichnete Bamir Topi als »untypischen Albaner«. Der sei nämlich nicht nur eine »ausgewogene Persönlichkeit, ein rationaler Politiker«, sondern auch zu Kompromissen fähig. Wenn dies für Albaner tatsächlich untypisch sein sollte, muss die Wahl des neuen Staatsoberhaupts typisch albanisch verlaufen sein. Ursprünglich für den 20. Juni vorgesehen, war ...

ndPlusMichael Müller

Zocken mit München

München soll sich um Winterolympia 2018 bewerben. Dafür stellte das DOSB-Präsidium unter Thomas Bach, der auch IOC-Vizepräsident ist, gestern eine wichtige Weiche. Weshalb München beim IOC auch reale Chancen haben soll, bleibt indes weitgehend offen. Zweifellos böte Deutschland glänzende finanzielle Gewähr. Exemplarisch wäre auf die Fußball-WM 2006 zu verweisen. Auch auf andere Milliardenprojekte,...

Uwe Sattler

Befreiungs-Schläge

In Washington hat man sich noch nie sonderlich um die Souveränität anderer Staaten geschert. Fran Townsend, Bushs Anti-Terror-Beauftragter, macht da keine Ausnahme. Am Wochenende kündigte er forsch Militärschläge auf pakistanischem Boden gegen die Al Qaida an. Natürlich handele es sich nur um ein Unterstützungsangebot, bemühten sich gestern Weißes Haus und Pentagon angesichts der Proteste aus Isla...

ndPlusUwe Kalbe

Katastrophe reift

Eine Katastrophe ist für den Fall eines Abzuges aus Afghanistan angekündigt - für Afghanistan, die NATO und womöglich, was das Allerschlimmste wäre, den Bestand der Großen Koalition. Doch katastrophale Folgen sind es auch, die der NATO-Einsatz in Afghanistan hat; die Bundeswehr ist nur Teil davon und nicht etwa der bessere. Die Wahrscheinlichkeit von Geiseldramen wie dem aktuellen sowie von Anschl...

Jochen Reinert

Von Manipur ins UNO-Hauptquartier

Ob in New York, Colombo oder Bonn - die indische Friedensaktivistin Binalakshmi Nepram wirbt vielerorts für eine rigorose Kontrolle des internationalen Waffentransfers.

Warum wird Energie so teuer?

ND: Seit 1. Juli müssen sich auch die märkischen Stromversorger höhere Preise nicht mehr vom Wirtschaftsministerium genehmigen lassen. Viele Versorger erhöhten die Preise oder kündigten das an. Wie können sich Kunden wehren? Adolph: Verbraucherschützer empfehlen, bei einer Erhöhung der Energiepreise Widerspruch einzulegen und dabei darauf hinzuweisen, dass man ja nicht mehr Strom oder Gas verbrauc...

Unten links

Die Zahl der streunenden Hunde nimmt zu. Deswegen wollen die Berliner Grünen allen Hunden einen Chip einpflanzen lassen. Wenn sich das bewährt, so ihr Plan, könne die Chip-Pflicht auch auf andere Haustiere ausgeweitet werden. Das ist verantwortungsvoll, aber entschieden zu kurz gedacht. Wieso nur auf alle Haustiere ausweiten? Kommen nicht auch andere Lebewesen achtlos oder absichtlich abhanden? An...

ndPlusKurt Stenger

Vize-Minister für Wirtschaft

Wolfgang Tiefensee macht Dampf in Sachen Bahnprivatisierung. Trotz Kritik aus den Koalitionsfraktionen sowie von mehreren Landesregierungen hat der Bundesverkehrsminister nach mühseliger Abstimmung mit den Ressortkollegen seinen Gesetzentwurf inmitten der Sommerpause dem Kabinett vorgelegt. Es ist verantwortungslos, ohne gesellschaftlichen Konsens eine derart grundsätzliche verkehrspolitische Ents...

SPD bremst Online-Razzia

Das Bundeskriminalamt muss möglicherweise weiter auf eine Erlaubnis für heimliche Online-Durchsuchungen von Privatcomputern warten. Der Grund: Die SPD will die Computer-Ausforschung aus dem geplanten BKA-Gesetz herausnehmen. Unterdessen warnten Oppositionspolitiker vor einer Dramatisierung von Terrorgefahren und kritisierten, dies solle offenbar nur der Durchsetzung von neuen »Terrorgesetzen« dienen.

Für Osteuropäer schon vor 2009 Freizügigkeit?

Berlin (AFP/ND). »Wenn es mit dem Arbeitskräftemangel in Deutschland so weiter geht, wäre es denkbar, die Beschränkungen für osteuropäische Arbeitnehmer schon vor dem Jahr 2009 aufzuheben«, sagte Gerd Andres, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung«. Lockerungen müssten aber an die Bedingung geknüpft werden, dass Mindestlöhne nach dem Entsendegesetz verei...

Anke Engelmann

Schaltjahr reduzierte ALG II

Der Gregorianische Kalender ist schuld an einem ALG-II-Berechnungsfehler durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach sind die ALG-II-Bescheide für den Februar des Schaltjahres 2008 zum Teil fehlerhaft, räumte die Behörde jetzt ein.

ndPlusVelten Schäfer, Slupsk

Die Ruhe vor dem Boom

Erneuerbare Energien spielen in Polen noch eine sehr geringe Rolle; Ökologie und Klimaschutz gelten als Wachstumsbremse. Auf dem Vormarsch ist Öko-Energie trotzdem: Immer mehr Bauern produzieren schwarz ihren eigenen Biodiesel - während die Windenergiebranche durch ein Megaprojekt bei Slupsk den entscheidenden Impuls erhalten könnte.

Merkel schwört auf Koenigs-Weg

Während der UN-Sonderbeauftragte Tom Koenigs von Deutschland am Dienstag ein langfristiges und verstärktes Engagement in Afghanistan gefordert hat, ging der Nervenkrieg um den seit einer Woche im Süden des Landes entführten deutschen Ingenieur weiter.

ndPlusKurt Stenger

Neuer Anlauf von Horst Seehofer

Die Große Koalition hat sich auf Änderungen im Gentechnikgesetz geeinigt. Am 8. August soll das Kabinett die Novelle von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) verabschieden.

Bildung kann gefährlich sein

Um Lehrer in Kolumbien zu werden, braucht es eine gehörige Portion Mut, vielleicht auch Todesverachtung. Das Land gilt für Gewerkschafter als eines der gefährlichsten in der Welt: Allein 2006 fielen in dem südamerikanischen Land 33 Lehrer Mordanschlägen zum Opfer, viele davon Anschlägen paramilitärischer Einheiten; das letzte Opfer von Gewalt gegen Lehrer starb im Juni bei einem Anschlag.

ndPlusJürgen Amendt

Lernen in einer ungerechten Welt

Seit Montag treffen sich Pädagogen aus aller Welt auf dem 5. Kongress der Bildungsinternationale in Berlin. Thema ist u.a. das Recht auf Bildung. Im Mittelpunkt stand dabei der Auftritt des UN-Menschenrechtsbeauftragten Vernor Muñoz, der auf dem Kongress einen Zwischenbericht über das UN-Millenniumsziel gab, nach dem bis 2015 weltweit allen Kindern eine gebührenfreie und gute Grundbildung garantiert werden soll.

Merkel schwört auf Koenigs-Weg

Während der UN-Sonderbeauftragte Tom Koenigs von Deutschland am Dienstag ein langfristiges und verstärktes Engagement in Afghanistan gefordert hat, ging der Nervenkrieg um den seit einer Woche im Süden des Landes entführten deutschen Ingenieur weiter.

Es fährt kein Zug nach Irgendwo

Begleitet von neuen Protesten, hat das Kabinett den mehrfach überarbeiteten Gesetzentwurf zur Bahnprivatisierung beschlossen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

Thomas Frahm, Sofia

Poker um Freilassung beendet

Dienstagmorgen 9.51 Uhr bulgarischer Zeit landeten die fünf bulgarischen Krankenschwestern und der palästinensiche Arzt - inzwischen ebenfalls bulgarischer Staatsbürger - endlich mit dem Flugzeug des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, ungeduldig erwartet von ihren Angehörigen, die die ganze Nacht am Flughafen verbracht hatten.

ndPlusMatthias Koch

Geflüster beim DFB

Der Deutsche Fußball-Bund schien auf einem guten Weg zu sein, als er am 11. Juli per Pressemitteilung zu einem Anti-Doping-Symposium am 25. Juli nach Stuttgart einlud. Mit Medizinern, sonstigen Experten und natürlich Funktionären. Wie sich bald danach aber herausstellte, galt die Einladung nicht für alle. Auch den Medien nicht. Sie werden heute erst am späten Nachmittag über das Geflüster im Sympo...

Die neuen Wagenburgler

Die Prioritäten haben sich geändert, die Verhältnisse verwandelt. Glich an einem Ruhetag bei der Tour de France das Lager von T-Mobile einer gut befestigten, aber auch stark belagerten Wagenburg, aus der nur einige Verteidiger mit fest geschlossenem Visier heraustraten, um einige wenige verbale Schüsse auf von ihnen offensichtlich nur als Störung empfundenen Fragen der Journalisten abzugeben, so ü...

ndPlusErik Eggers

Keine Grundsatzdebatte erwünscht

Nicht lange her, dass die deutschen Handballer frenetisch bejubelt wurden. Nach dem Triumph der Weltmeisterschaft im Februar, den Bundespräsident Horst Köhler in der kochenden Kölnarena und vor den Fernsehern knapp 21 Millionen Zuschauer bewundert hatten, wurde allenthalben Geschlossenheit und Kampfgeist der Mannschaft gerühmt. Außerdem Dynamik, Athletik, hohes Tempo und Spannung der Sportart. Nun...

Wilfried Neiße

NPD strebt in den Landtag

Die rechtsextreme NPD betrachtet inzwischen auch Brandenburg als ihr Aufmarschgebiet. Wie der Landtagsabgeordnete Andreas Bernig (LINKE) gestern informierte, ist der so genannte Deutschland-Pakt mit der DVU derzeit offenbar hinfällig. In diesem Pakt hatten die beiden rechtsextremen Parteien vereinbart, Brandenburg der DVU zu überlassen. Die NPD hat sich in den vergangenen Jahren vor allem kommunal...

ndPlusIngrid Feix

Landei wird zum Großstadtkriminaler

Horst Bosetzky, der schon als Student in den 60er Jahren Krimiheftchen schrieb und unter dem Kürzel »ky« bekannt wurde, hat für sich und den Jaron Verlag das Serienprinzip wiederentdeckt. Unter der Überschrift »Es geschah in Berlin« komplettiert durch eine Jahreszahl, 1910, 1912, 1914 , hat der Verlag nun die ersten drei Teile eines groß angelegten »Kettenromans« herausgebracht. Eine Leiche ist al...

Jochen Reinert

Applaus für Indiens letzten Kaiser

Indiens letzter Großmogul Bahadur Shah Zafar hat viele Bewunderer - auch der Berliner Schriftsteller Arif Naqvi, Vorsitzender des Urdu-Fördervereins Berlin, zählt dazu. Der Delhier Herrscher war selbst ein bedeutender Urdu-Dichter, ein großer säkularer Humanist, erläutert Naqvi. Der Shah ist bis heute eine der populärsten Figuren des ersten indischen Unabhängigkeitskampfes. Als die Aufständischen ...

Miniaturen statt Sport

(ND). Das Ernst-Thälmann-Stadion in der Wuhlheide wird seit zwei Jahren nicht mehr genutzt, gestern hat der Senat die gesetzliche »Aufgabe« des Sportplatzes beschlossen. Stimmt das Abgeordnetenhaus zu, kann der Bezirk Treptow-Köpenick einen Nutzungsvertrag mit einem freien Träger abschließen, der dort die sozial orientierte Freizeiteinrichtung eines Modell- und Miniaturparks verwirklichen will. La...

Andreas Heinz

Wohnen in einem Weltkulturerbe

Alles hängt nun von der UNESCO ab. Falls die sich für Berlin entscheidet, leben die Bewohner von sechs Siedlungen in zwei Jahren in einem Weltkulturerbe. Zu den Aufgaben der internationalen Organisation gehört »die Verwaltung des Welterbes der Menschheit«. Die ausgewählten sechs Wohnsiedlungen (siehe auch Kasten) seien ein herausragendes Beispiel für modernes Wohnen mit viel Licht und Luft in den ...

ndPlusKlaus Teßmann

Millionen für das Marzahner Freizeitforum

Im Marzahner Freizeitforum können nun endlich die lange geplanten Baumaßnahmen beginnen. Jugendstadträtin Dr. Manuela Schmidt bekam jetzt von der Senatsverwaltung für Finanzen die Nachricht, dass »nunmehr dem zügigen Baubeginn nichts mehr im Wege steht«. Der Weg dahin war lang. Er begann bereits Anfang der 90er Jahre mit der Fertigstellung des Freizeitforums. Nach DDR-Maßstäben geplant und gebaut,...

Martin Kröger

Zusätzliche Sprachförderung ohne mehr Personal

Der rot-rote Senat plant die Ausweitung der Sprachförderung für Kinder im Vorschulalter. »Bisher war es so, dass im Dezember eine so genannte Sprachstandsfeststellung vorgenommen wurde, bei Bedarf gingen die Kinder dann ein halbes Jahr zum Sprachförderunterricht«, erläuterte gestern Bildungsstaatssekretär Eckart R. Schlemm (SPD) im Roten Rathaus. In dieser Form wurden nach der Einführung des Schul...

ndPlusKarin Nölte

Lernfähiger Senat

Mit welch' heißer Nadel das Ladenöffnungsgesetz im November 2006 gestrickt wurde, zeigt das schon jetzt vorliegende Erste Änderungsgesetz. Andersherum als ursprünglich festgelegt, können, dürfen oder sollen an Doppelfeiertagen Bäcker und Blumenhändler nun am ersten Tag öffnen und am zweiten schließen. Und getrödelt werden kann an vier zusätzlichen Feiertagen. Bei der ersten Gesetzesfassung war der...

Neue Regeln für Ladenöffnung

(ND). Der Verkauf von Back- und Konditorwaren sowie Blumen soll demnächst am Oster- und Pfingstsonntag sowie ersten Weihnachtsfeiertag zugelassen werden. Dafür sollen diese Geschäfte bei diesen Doppelfeiertagen am zweiten Tag geschlossen bleiben. Das sieht der Entwurf des Ersten Gesetzes zur Änderung des Berliner Ladenöffnungsgesetzes vor, den Senatorin Katrin Lompscher (Linke) gestern dem Senat v...

ndPlusKarin Nölte

Hunderttausende leiden unter Straßenlärm

Hunderttausende Berliner sind von Lärm durch Straßenverkehr betroffen. Nach der so genannten Berliner Straßenlärmkarte sind 236 000 Anwohner von Hauptverkehrsstraßen einem Lärmpegel von über 65 Dezibel (A) am Tag ausgesetzt und 305 000 Anwohner einem Lärmpegel von über 55 dB(A) in der Nacht. Besonders die Anwohner der Leipziger Straße in Mitte, der Edisonstraße in Oberschöneweide und von Alt-Biesd...

Peter Kirschey

Dorado für städtische Hindernisläufe

Dieser nicht mehr ganz taufrische »Witz des Tages« ist auf der Internetseite »berlin.de« zu finden: »Auf dem Arbeitsamt ruft ein Sachbearbeiter erregt: Zehn Baustellen habe ich Ihnen schon angeboten, auf keiner haben Sie angefangen! ... Ich will ja, aber überall stand "Betreten verboten"«. Dies scheint für viele Straßenbaustellen zu gelten, die zur Zeit die Stadt wie ein Spinnennetz über...

Berlin-TIPPS

Kinder »Franz Hohler: Der Riese und die Erdbeerkonfitüre« - Lesung in der Reihe »Mer läse vor - Geschichten in den Sprachen der Schweiz« am 26.7., 16 Uhr, in der Jerusalem-Jugendbibliothek, Schulstraße 99 (Wedding). »Kleine Maus ganz groß« - Vorstellung mit »Frank' Märchentheater« am 28.7., 16 Uhr, und 29.7., 11 Uhr, im Pankower Theater »Zimmer 16 - camera dell' arte«, Florastraße 16. »Lillebi und...

Baufinanzierung: Gefährliche Schulden in fremder Währung

Immer wieder werden von manchen Baukreditanbietern Baufinanzierungen offeriert, bei denen es sich um Kredite in Schweizer Franken oder Japanischem Yen anstatt in Euro handelt. Verlockend sind dabei die Zinsen, die oftmals weit unterhalb des hierzulande üblichen Niveaus liegen. Doch mit solchen Kreditmodellen gehen Bauherren gleich in mehrfacher Hinsicht Risiken ein. So handelt es sich meist um var...

Finanzagenten tappen in die Falle: Banken warnen vor dubiosen Job-Angeboten im Internet

Die Gauner kommen übers Internet. In letzter Zeit sprechen Kriminelle gezielt per E-Mail oder direkt auf Internetseiten Kunden von Banken und Sparkassen an, um sie für eine Tätigkeit als »Finanzagenten« zu gewinnen. Die Finanzagenten sollen Zahlungen auf ihr Konto entgegen nehmen und das Geld dann per Bargeldversand an einen der Täter ins Ausland überweisen. Dafür winkt eine fette Provision. Doch ...

In der Urlaubszeit haben Diebe Hochkonjunktur

Alle zwei bis drei Minuten wird in Deutschland im Schnitt eingebrochen – und gerade in der Urlaubszeit haben Diebe Hochkonjunktur. Da sie meist gezielt leerstehende Objekte ausspähen, raten Polizei und Sicherheitsexperten zu Vorsichtsmaßnahmen während der Sommerreisezeit: