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Ausgabe vom 19.10.2007

Seite 1

Unten links

Matthias Platzeck möchte, dass der Großflughafen Berlin-Schönefeld Willy Brandts Namen trägt. Dabei ist doch nicht der Kanzler, sondern Guillaume aufgeflogen. Namensgebung bleibt Glücksache. Wo man fast alles nach Politikern benennt, da missversteht man irgendwann »Becks' Bier« als Synonym für einen Alleingang des SPD-Vorsitzenden in besonders trinkenden Fragen. Süßwasserfische nennt der Friese sc...

Sozialforum in Cottbus hat begonnen

Berlin (ND). In Cottbus hat am Donnerstagabend das zweite deutsche Sozialforum begonnen. Erwartete 1500 Teilnehmer wollen in den kommenden Tagen über Alternativen zu Neoliberalismus und Krieg beraten. Das Treffen steht nach den Worten der Organisatoren allen offen, die sich »auf die Suche nach einer gerechten, friedlichen und ökologischen Gesellschaft machen wollen«. Zum Auftakt des Sozialforums f...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Ehre und Amt

Ein Bundespräsident unterscheidet sich in seinen Wirklichkeitsberührungen nur dadurch vom Papst, dass er den Boden nicht küsst. Obwohl auch Bundespräsidenten die Realität jedes Mal mit einem Blick betreten, als seien sie gerade im fernsten Ausland angekommen. Herr Köhler staunt schöner denn all seine Vorgänger. Nun ruft er die Deutschen auf, sich ehrenamtlich zu engagieren – die Gemeinschaft...

Ina Beyer

Lokführer stehen »wie eine Eins«

Die Lokführergewerkschaft GDL zog am Donnerstag eine positive Bilanz ihres bislang dritten Streiktags im Oktober. Neue Gespräche mit dem Bahnkonzern zeichneten sich jedoch auch gestern nicht ab.

Seite 2
Martin Ling

Die Schwestern von Bretton Woods kränkeln

Neue Gesichter an der Spitze der beiden Bretton-Woods-Institutionen sowie alte und neue Probleme stehen im Mittelpunkt der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank am kommenden Wochenende in Washington.

ndPlusHans Peter Gansner, Genf

Mit Rassismus auf Stimmenfang

Der Schweizer Wahlkampf ist so ausländerfeindlich und angeheizt wie nie. Dafür verantwortlich sind Bundesrat Christoph Blocher und die Schweizerische Volkspartei (SVP).

Seite 3
Hermannus Pfeiffer, Hamburg

Flottenprogramm für die Weltmeere

Die neuen Kriegsschiffe der Marine erden auch weltweit vor jeder Küste aufkreuzen. Und ihre gerade in Auftrag gegebenen Nachfolger werden die teuersten Waffensysteme in der deutschen Geschichte.

ndPlusOliver Eberhardt, Jerusalem

Die Stars fliegen den Militärs davon

Fernsehstars sind normalerweise nicht für politischen Aktivismus bekannt. Doch in Israel haben sie jetzt dafür gesorgt, dass der obligatorische Wehrdienst künftig etwas weniger verpflichtend sein wird.

Seite 4

Um die Deutungshoheit

Der Streit um die Bewertung der DDR-Staatssicherheit wird heute nicht zuletzt publizistisch geführt. Ehemalige Mitarbeiter des MfS haben sich als eifrige Autoren erwiesen. Das freut einige Verleger und eine treue Leserschar. Andere sehen in den Veröffentlichungen unkritische Rechtfertigungsschriften. All das ist Teil der Auseinandersetzung um die DDR-Geschichte.Zwei dieser Bücher waren am Mittwoch...

Hendrik Lasch, Dresden

Blockade ohne Beispiel

Sachsens Regierung verletzt mit ihrer Blockade der »Sumpf«-Aufklärung alle parlamentarischen Spielregeln, sagt Linksfraktionschef André Hahn, der eine Klage für unausweichlich hält.

ndPlusInes Wallrodt

»Dann zählt man einfach die Publikationen«

Ist Albert Scharenberg zu links für die Freie Universität Berlin? Seine Berufung als Juniorprofessor wird seit Monaten vom FU-Präsidium verzögert. Am Mittwoch stellte sich die Vizepräsidentin erstmals der Diskussion.

Seite 5

»In Energiefragen zukunftsorientiert denken«

ND: Vattenfall will weitere 700 Millionen Tonnen Braunkohle in der Lausitz abbauen. Wie beurteilen Sie die Umweltverträglichkeit? Sie ist minimal, selbst wenn die angewandte Technologie hoch entwickelt ist. Aus den Kraftwerken wird weiterhin viel CO2 ausgestoßen. Das Abtrennen von CO2 aus den Abgasen ist bisher wenig erforscht, deren Verflüssigen und Ableiten in den Boden nicht vollständig geklärt...

ndPlusTom Strohschneider

Wirbel um Wagners Worte

Die Bewertung der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977 als »aus heutiger Sicht richtig« durch das frühere RAF-Mitglied Rolf Clemens Wagner hat für Empörung gesorgt.Die Daimler AG hat gestern mit einer Traueranzeige des Todestages ihres früheren Vorstandsmitgliedes Hanns Martin Schleyer gedacht. Der einstige SS-Offizier und spätere Arbeitgeberpräsident habe »da...

Jürgen Seidel, Schwerin

Prüfauftrag: NPD-Verbot

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat am Donnerstag die Landesregierung aufgefordert »zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein Verbot der NPD erfüllt sind und gemeinsam mit den anderen Bundesländern etwaige Hindernisse, die im Jahr 2003 zur Einstellung des damaligen Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht führten, zu beseitigen«.

Seite 6
ndPlusOlaf Standke

Bhutto polarisiert

Eine traditionelle Tunika in grün, dazu weiße Hosen und weißer Schal – auch im Äußeren wollte Benazir Bhutto gestern die Bedeutung ihrer Rückkehr nach selbst gewähltem achtjährigen Exil unterstreichen. Die 58-Jährige präsentierte sich ihren 250 000 Anhängern in den Landesfarben. Doch nicht alle im Lande teilen deren Begeisterung für die Chefin der Pakistanischen Volkspartei (PPP), auch wenn ...

ndPlusRené Heilig

Kurzer Dienstweg

SIS, VIS, ZIS, EURODAC – als Comedy-Zuschauer mag man an eine humorvolle Anpreisung von Reinigungsmitteln denken und über den Blödsinn lachen. Doch spätestens wenn die Abkürzungen in Zusammenhang mit Europol, ATLAS oder Frontex geraten und wenn bei alledem die Geheimdienst-Community mitwirkt, wird einem das Lachen vergehen. Man ahnt: Da geht es um die weitere Europäisierung der Innenpolitik....

Dieter Janke

Bergab, aber robust

Die Botschaften des Herbstgutachtens der Wirtschaftsforschungsinstitute sind ebenso deutlich wie unspektakulär: Die Konjunktur hat ihre beste Zeit mit dem laufenden Jahr hinter sich, es geht wieder bergab. Und: Finger weg von den vermeintlichen Arbeitsmarktreformen, fordert die Mehrzahl der Experten. Das sei angesichts der kaum beeinflussbaren globalen Faktoren das, was die Bundesregierung tun müs...

Ina Beyer

Scharfe Zunge

Nachdem der Chef der Lokführergewerkschaft, Manfred Schell, am Mittwoch seine Koffer gepackt und für die Öffentlichkeit überraschend eine dreiwöchige Kur angetreten hat, übernimmt nun sein Vize Claus Weselsky vorübergehend die Amtsgeschäfte. Der »Ossi« Weselsky mag nicht so aufbrausend sein wie sein Chef, dass er ebenso scharfe Töne wie dieser anschlagen kann – wenn nicht sogar noch schärfer...

Die Hartz-IV-Knute
Rudolf Hickel

Die Hartz-IV-Knute

Die Nachricht hat selbst die Gesundbeter der real existierenden Marktwirtschaft aufgescheucht: Von 1991 bis 2006 stagnierte praktisch der Betrag, der real im Portemonnaie der abhängig Beschäftigten verbleibt. In den Jahren 2005 und 2006 sind die Bruttolöhne nach Abzug der Abgaben sowie der Berücksichtigung der Inflation sogar um 1,0 bzw. 1,7 Prozent gesunken. Dagegen konnten die Einkommen aus Unte...

Seite 7
ndPlusStephan Lutter

Ein blaues Wunder?

Rechnet man die umgebenden Meere hinzu, ist Europa zum größten Teil von Wasser bedeckt und bis zu 4000 Meter tief. Wir leben auf einem blauen Kontinent. Für das politische Europa gilt das spätestens seit dem Jahr 1986. Seitdem gehören die wichtigsten Meeresanrainer Europas der EU an. Nimmt es da nicht Wunder, dass die Europäische Kommission erst am 10. Oktober 2007 ihr »Blaubuch« mit Visionen und ...

Ian King, London

London in Turbulenzen

Sir Menzies Campbell, Chef der britischen Liberaldemokraten, nahm dieser Tage seinen Hut, Labour-Premier Gordon Brown schwächelt und Tory-Vorsitzender David Cameron frohlockt: Die politische Landschaft Großbritanniens bebt und die Auswirkungen spürt man auch auf dem EU-Gipfel.

Holger Elias, Luxemburg

EU-Gericht hat kein Problem mit Zwangsverrentung

Eine Entscheidung mit unabsehbaren Folgen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in dieser Woche gefällt. In einem sogenannten Vorabentscheidungsersuchen wollte ein spanisches Sozialgericht vom Gerichtshof wissen, ob das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Alters einer nationalen Vorschrift entgegensteht, welche die Aufnahme von Klauseln in Tarifverträgen über die Zwangsversetzung in den Ruhestand gestattet.

Seite 8
Karin Leukefeld

UNO appelliert an Europa

Iraks Nacbarstaaten können die große Zahl von Kriegsflüchtlingen aus dem Zweistromland kaum noch aufnehmen. Auch Europa müsse »die Türen offen halten«, fordert die UNO.

ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Putin stellte sich den Fragen der Nation

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag seine letzte Bürgersprechstunde per Fernsehen gegeben. Auch mit einer Prise Selbstkritik sparte er dabei nicht.

Seite 9

Wird Scania MAN schlucken?

Stockholm/München (dpa/ND). Volkswagen und die schwedische Finanzgruppe Wallenberg haben sich nach Stockholmer Zeitungsangaben auf die Übernahme des Münchner Nutzfahrzeugherstellers MAN durch seinen Konkurrenten Scania geeinigt. Wie die Stockholmer Wirtschaftstageszeitung »Dagens Industri« am Donnerstag ohne Nennung von Quellen weiter berichtete, soll die Wallenberg-Finanzholding Investor danach i...

Hilmar König, Delhi

Über Kooperation zu Entwicklung

Der 2. Gipfel des Indien-Brasilien-Südafrika-Forums (IBSA) ging am Mittwoch mit der Annahme einer gemeinsamen Deklaration zu Ende. Da-rin verpflichten sich die drei Staaten, »energisch die Vertiefung der Süd-Süd-Kooperation voranzutreiben«.

Cezary Kowanda, Warschau

Schatten auf dem Wirtschaftswunder

Am Sonntag finden in Polen vorgezogene Parlamentswahlen statt. Zwar wird die Wirtschaftslage allgemein als sehr gut bezeichnet, aber immer noch trüben die hohe Arbeitslosigkeit, die desolate Infrastruktur und der Exodus der Arbeitskräfte das Bild.

Seite 10
ndPlusJoachim Bischoff

Mindestlohn für alle!

Mit der Aufnahme der BriefdienstleisterInnen in das Entsendegesetz ist ein weiterer Schritt zur Durchsetzung eines Mindestlohns erreicht. Allerdings ist der Kompromiss von 9,80 Euro Mindestlohn auf die BriefträgerInnen begrenzt, andere Zustellarbeiten sind ausgenommen. Gegen den Mindestlohn auf dem Briefmarkt gibt es aber nach wie vor hartnäckigen Widerstand. Grundlage ist eine Vereinbarung zwisch...

»Die ganze Gründungsgeschichte ist dubios«

»Die ganze Gründungsgeschichte ist dubios«

Der 37-jährige Benedikt Frank ist Fachsekretär für die neuen Briefdienste beim ver.di-Landesverband Berlin-Brandenburg. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann beschäftigt sich seit nunmehr drei Jahren mit dem Thema. Mit dem in Berlin Geborenen sprach Ina Beyer.

Seite 11
ndPlusF.-B. Habel

Schmonzette in Moll

Siebzehn Millionen Suchanfragen nach Menschen, die im Krieg »verloren gingen«, wurden bis 1955 an das Deutsche Rote Kreuz gestellt. Der Rundfunk brachte Suchsendungen, auch die DEFA-Wochenschau »Augenzeuge« half. Die Hamburger Programm-Illustrierte »Hör zu« rief eine Suchaktion ins Leben, begleitet von einem Fortsetzungsroman, den der Chefredakteur unter seinem Pseudonym Hans-Ulrich Horster selbst...

Michael Saager

Geboren aus Frustration

Was für ein Ziegelstein! Wie viel Arbeit in diesem Buch stecken muss! 128 Interviews hat Simon Reynolds geführt und sich durch Hunderte von Platten gehört. Mindestens. Der 1963 in London geborene Musikjournalist lebt seit 1994 in New York und arbeitet unter anderem für die »New York Times«, »Wire« und »The Guardian«. Und er weiß, wie man über Musik schreibt: in griffigen Thesen, anspruchsvoll, sin...

Klaus Hammer

Lebensgleichnisse

In dem schlichten, weiß gestrichenen Kirchenraum wirken die zum stillen Betrachten einladenden monochromen Arbeiten Michael Morgners, als gehörten sie zum ständigen Inventar. Durch ihre Dichte und Mehrschichtigkeit schlagen seine Malerei und Grafik eine Brücke zur Bildhauerei, vor allem zum Relief, und diese wiederum kann mit dem Lineament der Zeichnungen in Beziehung gesetzt werden. Bei dem in Ei...

Seite 12

Bildungssplitter

Kopftuchstreitin Spanien entbranntMadrid/Ceuta (epd/ND). In Spanien ist mit Beginn des neuen Schuljahrs im Oktober eine Kopftuchdebatte entbrannt. Das Erziehungsministerium in Madrid ordnete die Wiederzulassung zweier muslimischer Mädchen an einer öffentlichen Schule in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta an, wie die Tageszeitung »El País« kürzlich berichtete. Die Mädchen hatten sich geweigert...

Quergelesesen

Einer der zentralen Sätze in diesem Buch lautet: »Aber vor allem muss ich meinen Unterricht so attraktiv machen, dass kein Kind sich verweigern will, und ich muss mich um jedes Kind kümmern.« Das schreibt eine Lehrerin. Eigentlich sollte dies selbstverständlich für einen Pädagogen sein. Doch Fee Czisch weiß auch, dass dem nicht so ist. In ihrem Buch »Kinder können mehr – Anders lernen in der...

ndPlusJürgen Amendt

Erzieher und Lokführer

Ein kleines Gedankenspiel: Was wäre, wenn das Interesse von jungen Männern am Erzieherberuf plötzlich sprunghaft ansteigen würde und demnächst Zehntausende von Erziehern die Kitas, die Schülerhorte und andere pädagogische Einrichtungen bevölkern würden? Nehmen wir an, der Männeranteil in dem Beruf würde von heute drei Prozent auf 20, 30 oder gar mehr als 50 Prozent steigen. Das würde nicht nur zu ...

ndPlusJens Wernicke

Berlin und Bremen zahlen, Bayern schmarotzt

An der Frage der Zuständigkeit für die Bildungspolitik wäre die Föderalismusreform beinahe gescheitert. Derzeit berät die Föderalismuskommission den zweiten Teil der Föderalismusreform: die Föderalismusreform II. Hierbei soll es um die Finanzbeziehungen von Bund und Ländern gehen. Ein Gutachen der Linksfraktion im Bundestag kommt zu dem Ergebnis, dass die bildungspolitische Kleinstaaterei einer effektiven Bildungsfinanzierung hinderlich ist.

Auf dem Weg ins duale System?
Jochen Reinert

Auf dem Weg ins duale System?

Obwohl Schweden und Deutschland bei der Berufsbildung völlig andere Wege gehen, produzieren beide Systeme allzu viele junge Arbeitslose. Fachleute beider Länder suchen derzeit nach Auswegen.

Seite 13

Antifa-Daten auf NPD-Site

(ND). Die Namen und Adressen von vermeintlichen Antifaschisten, die der NPD-Ortsverband Erfurt/ Sömmerda kurze Zeit auf seiner Homepage veröffentlicht hatte, stammen aus polizeilichen Ermittlungsakten, vermutet die Erfurter Antifa. Zuvor waren bei einer Antifa-Demo gegen die Eröffnung eines NPD-Bürgerbüros in Erfurt 14 Personen festgenommen worden, die die Polizei im Stadtgebiet »willkürlich aufge...

ndPlusJörg Meyer

Der Paragraf 129a lässt bitten

Die Bundesanwaltschaft (BAW) lässt bitten: Über zehn Personen haben seit letzten Mittwoch Vorladungen bekommen. Sie sollen als ZeugInnen im Ermittlungsverfahren gegen die »militante gruppe« (mg) aussagen. Das gab die ZeugInnengruppe/Ermittlungsausschuss (EA) Berlin kürzlich bekannt.

Bewegungsmelder

Solidemo für türkischen Linken (ND-Nowak). Zu einer Demo für die Freilassung von Binali Yildrim ruft die Soligruppe Binali Yildrim für Samstag, 13 Uhr, vor der Justizvollzugsanstalt Moabit in Berlin auf. Der türkische Linke hatte nach jahrelanger Isolationshaft und einer schweren Erkrankung in Deutschland Asyl, heißt es in dem Aufruf der Gruppe. Bei einen Kurzurlaub in Mallorca sei Yildrim auf Gru...

ndPlusJörg Meyer

Wie geht es eigentlich Anna und Arthur?

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ermittlungsverfahren nach Paragraf 129a kommt die Diskussion um Aussageverweigerung und Knast in der linken Szene wieder ins Rollen. Neu ist sie indes nicht.

Seite 14

Thema: Brauchen wir ein Ehrenmal für Soldaten?

Es debattieren: Reinhold Robbe, 1954 in Bunde geboren, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages und Monty Schädel, Jahrgang 1969, seit Januar 2007 politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Koordinator des Rostocker Bündnisses gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm....

Reinhold Robbe

Anspruch auf Anerkennung der Leistungen

Im September 2005 reiste ich zu einem Truppenbesuch nach Afghanistan. Am Flughafen Kabul nahm mich ein Oberstleutnant der Reserve in Empfang. Ein umsichtiger Soldat, engagiert und einsatzerfahren. Er war zu meiner Unterstützung abgestellt und wich mir nur selten von der Seite. Wenige Wochen später stand ich wieder am Flughafen. Dieses Mal in Köln-Wahn, in einem schlicht ausstaffierten Hangar &ndas...

Die Deserteure und die Opfer ehren
ndPlusMonty Schädel

Die Deserteure und die Opfer ehren

Als ob es nicht bereits in fast jedem brandenburgischen Dorf und an vielen anderen Stellen Möglichkeiten zum Gedenken der »Helden« angezettelter Kriege gibt, soll jetzt ein weiterer Ort zum Beweinen von aus dem Ausland in Zinksärgen zurück gekommener Soldaten errichtet werden. Der deutsche Kriegsminister ist nicht nur Dienstherr für Soldaten in Kriegseinsätzen weltweit, sondern tritt auch dafür ei...

Seite 15
Peter Kirschey

Kein Spaß

...ärgert sich über rücksichtslose Raser.

Mit der Freude vor dem Zaun geblieben
Klaus Joachim Herrmann

Mit der Freude vor dem Zaun geblieben

»Wunderbar«, freute sich Carsten Joost vom Initiativkreis »Mediaspree Versenken!« gestern. »Die Leute rennen uns die Bude ein, und sie sind gut informiert.« In der Spreeufer-Initiative gegen den Verkauf landeseigener Grundstücke in Friedrichshain-Kreuzberg wurden bereits über 1700 Unterschriften gesammelt. Als Rekord vermeldete die Initiative, dass es auf dem Boxhagener Platz 460 Unterschriften in...

Streik beschert Bahn Einbußen in Millionenhöhe
ndPlusBernd Kammer

Streik beschert Bahn Einbußen in Millionenhöhe

Kommt die Bahn, oder kommt sie nicht? Wer sich gestern auf einem S-Bahnhof diese Frage stellte, wurde in einem von drei Fällen enttäuscht. Ein Drittel der Züge sei während des Lokführerstreiks zwischen vier und elf Uhr ausgefallen, hatte die S-Bahn-Geschäftsleitung jedenfalls ausgerechnet.In den Morgenstunden standen die Chancen für die Fahrgäste aber wesentlich schlechter, da fuhren die S-Bahnen ...

ndPlusMartin Kröger

Gewerbe im Visier der Rechten

Unzählige Male rief Resit Özer die Polizei. In acht Fällen erstattete er Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung oder Sachbeschädigung. Dem 38-jährigen Dönerbesitzer aus dem Weitlingkiez in Lichtenberg konnten die Ordnungshüter letztendlich nicht helfen. Denn die ausländerfeindlichen Attacken auf seinen Imbiss nahmen trotz der Strafanzeigen kein Ende.Jetzt steht der erste dieser A...

Seite 16
Oliver Händler

Füchse ohne Torriecher

Die Aufsteiger Füchse Berlin bekommen in der Handballbundesliga weiter ihre Grenzen aufgezeigt, und Trainer Jörn-Uwe Lommel gewöhnt sich langsam daran, dass seine Mannschaft über zehn Minuten lang unfähig ist, das Tor zu treffen. Jedenfalls schien er nach der deutlichen 21:29 (5:15)-Heimniederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt nicht wirklich enttäuscht, als er bilanzierte: »Das war schon deutli...

Kein Topfavorit

Die Pfiffe trafen die Nationalspieler empfindlich, das 0:3 deuteten Bundestrainer Joachim Löw und sein von den Tschechen demontiertes Team dagegen nur als lehrreichen Warnschuss. »Dieses Spiel wird uns mit Sicherheit nicht aus der Bahn werfen«, kommentierte Löw nach der ersten sportlichen Blamage in seiner Amtszeit. Einfach abhaken will der 47-Jährige die höchste Niederlage einer deutschen Mannsch...

ndPlusPeter Nowak

Mieter sind unverkäuflich

Die Reichenberger Straße 114 liegt im tiefsten Kreuzberg. Plakate und gesprühte Parolen in der Umgebung sind stumme Zeugen jener bewegten Zeiten, als der Stadtteil für Protest stand. Daran wollen die Mieter des Hauses jetzt anknüpfen.Die Reichenberger Straße war im Jahr 1988 besetzt worden, und die Bewohner haben damals schnell Verträge mit Mietpreisbindung erhalten. Ein Teil des Hauses war sanier...

Jan Schapira

Der kurze Traum von Reformen im Sozialismus

Als die Bürger der DDR begannen, für demokratische Reformen zu demonstrieren, war der Anschluss an den kapitalistischen Westen noch kein ausgemachtes Ziel. Die gerade im Haus der Demokratie eröffnete Ausstellung »Der kurze Herbst der Utopie – Berlin 1989« handelt von der turbulenten Wendezeit, in der vieles noch möglich schien. Im Sommer 1989 gingen Gruppierungen wie das Neue Forum, der Demo...

ndPlusOliver Händler

Tontechniker beim Beachvolleyball

Wo kommt man am besten an die Handynummer von Rapper Smudo von den Fantastischen Vier? Auf einem Beachvolleyballplatz in der Soltauer Straße. Leider braucht man mindestens 11 000 Euro, um auf dem Platz spielen zu dürfen, da er bald zum neuen Campus des Medieninstituts School of Audio Engineering (SAE) gehört. SAE verlagerte seine Ausbildungsstätte aus dem Wedding auf ein 5000 Quadratmeter großes G...

ndPlusUlrike Weinrich

6 von 16 stehen fest

Griechen und Rumänen im siebten Himmel, Engländer und Schotten vor dem Gang in die Hölle: Die Zielgerade auf dem Weg zur Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2008 ist zu einem Boulevard der Emotionen geworden. Siebeneinhalb Monate vor dem Anpfiff der EURO haben 6 von insgesamt 16 Teilnehmern ihr Ticket für das Turnier in Österreich und der Schweiz sicher.Neben den Gastgebern Schweiz (...

Seite 17
Walter Kaufmann

Weg zum Erfolg war rau und steinig

Eine Diva – das sagt sich so. Helen Schneiders Weg zum Erfolg war rau. Mit siebzehn sagte sie Brooklyn ade und vagabundierte mit einer Rockband quer durch Amerika, träumte von Las Vegas und davon, ein Rockstar zu werden und in Musicals zu brillieren. Sie trat in Spelunken auf, gastierte in Kleinstädten, in Casinos, obskuren Music-Halls, kämpfte sich durch und nach oben – in den Staaten...

ndPlusPeter Kirschey

Kabarett bei »Charly M.«

Die Wehen haben schon eingesetzt, am 1. Dezember soll das neue Kabarett-Kind das Licht der Welt erblicken. »Es ist soweit, wir trauen uns«, heißt es in einer Mitteilung der Kabarett-Macher. Es wird den Namen »Charly M.« tragen, angelehnt an den Ort der Straße in Friedrichshain, in dem sich die Bühne angesiedelt hat: in der Karl-Marx-Allee, direkt neben dem »Kosmos«.Zu DDR-Zeiten befand sich dort e...

Seite 18
Bernd Baumann

Export als Motor des Wachstums

Die Exportwirtschaft in der Hauptstadtregion befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr seien Waren im Wert von 20,2 Milliarden Euro ausgeführt worden, sagten Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) und Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (LINKE) gestern in Potsdam. Im Vergleich zu 2005 bedeutet das eine Steigerung um mehr als ein Fünftel. »Der positive Trend se...

ndPlusWilfried Neiße

Ganztagsschulen nur halbe Sache

Das beabsichtigte Netz der Ganztagsschulen in Brandenburg ist jetzt im Wesentlichen geknüpft. Noch 35 finanzielle Zuschläge für den Ganztagsbetrieb kann Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) verteilen. Bei Ganztagsschulen wird das Lernen idealerweise über einen größeren Zeitraum verteilt. Es findet nicht nur vormittags statt. Der pädagogische Vorteil ist, dass der Unterricht nicht um die Mittags...