Ausgabe vom 10.12.2007

Seite 1

Klimaschützer setzten Zeichen für Bali

Berlin (Agenturen/ND). Weltweit setzten sich am Samstag Menschen für einen besseren Klimaschutz ein. Zum Weltklimatag waren Kundgebungen in mehr als 80 Ländern geplant. In Deutschland hatten sich tagsüber in Berlin nach Veranstalterangaben rund 5000 Umweltschützer vor dem Brandenburger Tor versammelt. Rund 3000 Menschen protestierten in Grevenbroich-Neurath bei Düsseldorf gegen den Bau von Braunko...

Banco del Sur soll Wachstum ankurbeln

Buenos Aires (Agenturen/ND). Sieben südamerikanische Staaten haben am Sonntagabend in Buenos Aires die Bank des Südens gegründet. An der Banco del Sur beteiligen sich Brasilien, Argentinien, Venezuela, Bolivien, Ecuador, Paraguay und Uruguay. Mit der regionalen Entwicklungsbank wollen sie eine größere Unabhängigkeit, vor allem von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), erreichen...

Unten links

Leider ist ein putziger Versuch zur Klimarettung missglückt: Die Licht-aus-Aktion, die ja eigentlich das Ziel hatte, durch massenweises gleichzeitiges Abschalten das Stromnetz zum Zusammenbruch zu bringen, um so gewaltig Energie zu sparen, fand zu wenige Anhänger. Das Problem: Man hätte etwas tun, sich also aus dem Sessel erheben müssen. Deshalb muss die nächste Sparkampagne zur Bequemlichkeit der...

Rainer Funke

Hörvideo

Was im Grundgesetz an Bürgerrechten festgeschrieben ist, muss der Polizeiobrigkeit dauer-schlaflose Nächte bereiten. Denn es mehren sich Versuche, Freiheitsrechte umgehen, aushöhlen, einschränken, beiseite schieben zu wollen. Nicht anders ist es zu verstehen, wenn sich zum Großen Lauschangriff jetzt auch noch der Große Spähangriff gesellen soll. Dass bei der Begründung für denselben ein kaum nachz...

BKA mutiert zu Horch und Guck

Der »große Lauschangriff« soll durch einen »großen Spähangriff« gesetzlich ergänzt werden. Die Spitzen von Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalämtern fordern laut »Spiegel« in einem vertraulichen Bericht zur Terrorabwehr jetzt auch die Videoüberwachung von Wohnungen.

Seite 2
Leo Burghardt, Havanna

Fidel Castros Versprechen

Die Wahlen in Kuba werfen ihre Schatten voraus: Fidel Castro tritt als Kandidat für das kubanische Parlament an. Ein weiterer Grund, weshalb Castro eisern an seiner Genesung arbeitet: Die von ihm vor sechs Jahren versprochene Rückkehr der Cuban Five ist noch unerfüllt.

ndPlusMax Böhnel, New York

Sisyphusarbeit Solidarität

Eine Solidaritätsbewegung für die Miami Five in den USA aufzubauen, ist ein schwieriges Unterfangen. Die Medien berichten kaum über den Fall – schon gar nicht kritisch.

Jeder kann sich einsetzen

Jeder kann sich einsetzen

ND: Wie ist es am Tag der Menschenrechte 2007 um diese bestellt? Lochbihler: Wir als Menschenrechtsorganisation dokumentieren in 150 Ländern der Welt Menschenrechtsverletzungen. Es gibt Verbesserungen und es gibt Verschlechterungen. Wo gibt es Verbesserungen? Dort wo die Regierungen sich wirklich daran machen, die Völkerrechtskonventionen, die sie ratifiziert haben, auch umzusetzen. Wenn man zum B...

Seite 3
ndPlusLutz Debus

Pinguine und Eisbären im Rheinland

Pinguine und Eisbären tanzten zu karibischen Klängen. Auf den ersten Blick glaubte man sich auf einem Karnevalsumzug und nicht auf einer Kundgebung. Am Samstagnachmittag fanden sich etwa 3000 Demonstranten vor der größten Kraftwerksbaustelle Europas in Grevenbroich-Neurath bei Düsseldorf ein, um gegen den im Jahr 2010 ans Netz gehenden 2200 Megawatt-Block zu protestieren.

Hermannus Pfeiffer

Superhafen mit trübem Fahrwasser

Ein Tiefseehafen in der niedersächsischen Provinz soll Hamburg und Bremen in einigen Jahren Konkurrenz machen. Das Milliardenprojekt könnte sich für die Landesregierung im Wahlkampf als Bumerang erweisen.

Seite 5

Zweifel am Verbot von Scientology

Berlin (AFP/ND). Nach der Innenministerkonferenz sind am Wochenende erhebliche Zweifel an der Durchsetzbarkeit eines Scientology-Verbots lautgeworden. Die Verfassungsschutzbehörden der Länder sehen derzeit keine Chancen für ein Verbot der Organisation, berichtet der »Spiegel«. Auch Politiker von CDU, SPD, FDP, Grünen und LINKEN äußerten Bedenken. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte dennoc...

Hans-Gerd Öfinger

Eigener Regelsatz für Kinder

Mit einem neuen Positionspapier für einen eigenständigen Kinderregelsatz im Sozialleistungsbezug will die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI) offensiv gegen Kinderarmut vorgehen. Bei einer Bundesfachkonferenz in Bingen am Rhein verabschiedete die BAG-SHI eine entsprechende Resolution.

Seite 6
Jürgen Amendt

Super-GAU für Schavan?

Manchmal möchte man Mäuschen sein. Zum Beispiel in der Runde jener Juroren, die zu entscheiden haben, welche Schulen in diesem Jahr einen der fünf deutschen Schulpreise erhalten. Man wolle ein Zeichen setzen, dass in Deutschland trotz unbefriedigender PISA-Ergebnisse eine vorbildhaft gute Schule machbar sei, heißt es in der Ausschreibung. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) wird die Gew...

Olaf Standke

Was nicht sein darf

Einen »Quasi-Putsch« nannte der frühere UN-Botschafter John Bolton jetzt den jüngsten Geheimdienstreport zum iranischen Nuklearprogramm. Eine Atombombe konnten die Schlapphüte weit und breit nicht einmal in Ansätzen ausmachen, was auch dem Erkenntnisstand der Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde entspricht. Dabei hatte Präsident Bush unlängst Teheran noch vorgeworfen, heimlich an der...

ndPlusSilvia Ottow

Drohung mit Hintergrund

Wie wäre es, wenn den Bürgermeistern der großen Städte in Fällen von Kindesmisshandlung oder -verwahrlosung das Gehalt halbiert würde? Tragen sie nicht eine entscheidende Verantwortung dafür, dass die von ihnen angeleiteten Behörden wie die Jugendämter mit ausreichendem und gut qualifiziertem Personal ihrer Pflicht nachkommen? Wer fordert die Diäten der Abgeordneten zurück, wenn sich die von ihnen...

Hans-Gerd Öfinger

Der Aufsteiger

Mit Übernahme des Ruhr-Sieg-Netzes zwischen Essen und Siegen am Sonntag hat die Essener Privatbahn Abellio Rail ihren Vormarsch im nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehr fortgesetzt. In wenigen Jahren hat sich Abellio landesweit zur Nummer Zwei entwickelt und verdrängt zunehmend die DB-Regio im Ausschreibungswettbewerb. Abellio-Chef Wolfgang Meyer lässt sich gerne als neuer Eisenbahn-S...

ndPlusBärbel Grygier

Fernsehen ist noch keine Weitsicht

»Wer dem Publikum nachläuft, sieht nur dessen Hinterteil.« So plastisch hat es Birgit Breuel einmal ausgedrückt. Fernsehmacher, so sagen und meinen viele, laufen ihrem Publikum ständig hinterher. Und manche sagen, so komme alles Mögliche, nur kein Qualitätsfernsehen raus. Gerade wenn es um öffentlich-rechtliche Fernsehprogramme geht, schlagen die Wellen bei Diskussionen hoch. »Und das alles von me...

Auch Sozialisten verherrlichen die Arbeit

Franz Segbers gehört zu den profiliertesten Theologen und Sozialethikern in Deutschland. Auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Meißen sprach er sich erneut für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Michael Bartsch sprach für ND mit dem Wissenschaftler.

Seite 7
Tommy Ramm, Bogotá

Uribe bietet »Gesprächszone« an

Nachdem Venezuelas Präsident Chávez und die französische Regierung immer mehr ins Zentrum bei den Verhandlungen um eine Geiselfreilassung in Kolumbien rückten, scheint Präsident Uribe das Zepter wieder in die Hand nehmen zu wollen. Völlig überraschend bot er am Freitag der FARC-Guerilla direkte Gespräche an – zum zweiten Mal in seiner Amtszeit.

ndPlusRalf Streck

Streit um Mugabe beherrschte den Gipfel

»Ohne Tabus« müsse beim EU-Afrika-Gipfel gesprochen werden, hatte der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates in seiner Eröffnungsrede am Samstag betont. Zwei Tage hatten in Lissabon 27 Vertreter der EU und 53 Delegationen der Afrikanischen Union (AU) beraten, um eine »strategische Partnerschaft« und einen »Aktionsplan« zu beschließen.

Seite 8
ndPlusRalf Klingsieck, Paris

NATO nicht mehr »à la Carte«

Unter den 1100 Militärs im Strategischen Oberkommando des Nordatlantik-Paktes im belgischen Mons befinden sich seit 2003 wieder Franzosen, allerdings nur 15. Das soll sich aber bald ändern, denn Präsident Nicolas Sarkozy will Frankreich wieder voll in die NATO-Militärorganisation integrieren.

Seite 9

VCD-Kritik

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die Fahrpreiserhöhung bei der DB AG. Der Konzern brüste sich mit Rekordeinnahmen, halte stur an dem Ziel der Börsentauglichkeit fest und ziehe die Preisschraube immer weiter an. »Es ist allzu verständlich, wenn sich die Bahnkunden über die Preispolitik der Bahn aufregen«, erklärt der VCD-Chef Michael Gehrmann. ND...

Peter Nowak

Gewerkschafter vor Gericht

Am 20. Dezember befasst sich das Fuldaer Landgericht erneut mit einer umstrittenen Aktion des DGB.

ndPlusErich Preuß

Drei neue Strecken für Veolia

Seit gestern gilt bei der Bahn der Winterfahrplan und wieder steigen die Fahrpreise, diesmal im Schnitt um drei Prozent. Dehalb steigen Fahrgäste häufiger auf Privatbahnen um.

ndPlusSimone Schmollack

Keine Zeit und kein Geld

Am kommenden Freitag soll im Bundestag über die Pflegereform beraten werden, deren Inkrafttreten für den 1. Juli 2008 geplant ist. Vorab diskutierten Experten auf einer Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung über Opferbereitschaft, Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie Gewalt in der Pflege.

Seite 10
Steffen Schmidt

Neue Studie – alter Streit

Das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken nimmt nach einer Studie zu, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk liegt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Auftraggeber der Studie mitteilt. Die Studie hatte ergeben, dass im Fünf-Kilometer-Umkreis der 16 deutschen Kernkraftwerke 37 Kinder im Untersuchungszeitraum von 1980 bis 2003 neu an Leukämie erkrankt sind. Im statistischen Durchschnitt wären nach Darstellung der Wissenschaftler nur 17 Fälle zu erwarten gewesen. Etwa 20 Neuerkrankungen seien also allein auf das Wohnen in diesem Umkreis zurückzuführen. Soweit deckt sich der Befund mit den alten Vorwürfen der Atomkraftwerksgegner.

ndPlusSimon Poelchau

Die nachhaltige Stadt

Angesichts leerer Kassen und ökologischer Herausforderungen wird Nachhaltigkeit ein immer wichtigeres Thema für Städte und Kommunen.

ndPlusSteffen Schmidt

Sahara-Sonne für Europa?

Egal wie die Klimaverhandlungen auf Bali ausgehen – die Weltwirtschaft braucht in absehbarer Zukunft neue Energiequellen. Selbst die traditionell eher optimistische Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe erwartet für 2020 den Höhepunkt der Ölförderung. Eine Option stellte Ende November der frühere Präsident des »Club of Rome«, Prinz Hassan Ibn Talal von Jordanien, in Brüssel vor: Desertec – die Installation riesiger solarthermischer Kraftwerke in der Sahara und den arabischen Wüsten.

Michael Lenz, Nusa Dua

Bäume sollen Geld bringen

Die Entwaldung der Welt geht mit Riesenschritten voran. In Südamerika müssen jährlich 4,5 Millionen Hektar Wald Platz machen für Weideland, Sojabohnenfelder und Straßen. Am schlimmsten betroffen ist das Amazonasgebiet.

Seite 11
Karin Schmidt-Feister

Was hält Allah von Schwulen?

Der britische Regisseur und Choreograf Lloyd Newson – vor zwei Jahren mit seiner DV8 Company und ihrem intelligent-doppelbödigem »Just for Show« um Schein und Sein in Berlin zu erleben – stellte jetzt sein neues Stück als Welturaufführung (in Koproduktion mit dem Haus der Berliner Festspiele) vor. Basierend auf 85 Original-Interviews mit Homosexuellen aus London entwickelte er mit sein...

ndPlusKlaus Bellin

Der Geruch von Freiheit

Frankreich bebte. Die Bastille war gestürmt und die Königsfamilie aus Versailles vertrieben, als im Januar 1791 Johann Heinrich Merck, Schriftsteller, Kritiker und Darmstädter Kriegsrat, im Auftrag des Landgrafen nach Paris aufbrach, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Die revolutionäre Stimmung riss ihn gleich mit. Man könne sich unmöglich vorstellen, meldete er seiner Frau, »bis zu wel...

Seite 12

Für Zivilität

Der Generalsekretär des russischen P.E.N. und langjähriges Präsidiumsmitglied des internationalen P.E.N. Alexander Tkachenko ist verstorben, wie Johano Strasser, Präsident des deutschen Verbandes, der Presse gestern mitteilte. »Wir haben ihn als einen mutigen und eindrucksvollen Streiter für die Freiheit des Wortes, für verfolgte Autoren, für Zivilität und für Menschlichkeit kennen gelernt. Sein g...

ndPlusElla Klein

Pionier

Einer der bedeutendsten Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts ist nicht mehr«, sagte Komponist Udo Zimmermann auf die Nachricht vom Tod von Karlheinz Stockhausen (Foto: dpa). »Alle seine 362 Werke sind jedes für sich genommen von singulärer Bedeutung«, betonte Zimmermann. Vor allem Stockhausens 29-stündiger Musiktheaterzyklus »Licht« sei grandios. Wie erst am Freitagabend bekannt wurde, ist Kar...

Zusammen fließt es

ND: Was ist das Thema Ihres musikalischen Abends »Briefe an Herrn Johann Sebastian Bach«? Sitson: Es geht darum, wie ein Afrikaner die Musik von Bach versteht. Kontrapunktik und Polyphonie findet man auch in der traditionellen afrikanischen Musik. In Europa ist es zwar anders, aber man kann trotzdem eine Verbindung zwischen beiden finden. Insofern geht es auch um Völkerverständigung. Sie verarbeit...

ndPlusStefan Otto

Trotz Tabakqualm und Staub

Der Wirtschaftshistoriker Jürgen Kuczynski war ein Sammler. Regelmäßig klingelte Bertolt Brecht bei Kuczynski an der Haustür, um schwer erschwingliche Zigarren gegen Krimis zu tauschen. Beide hatten eine Leidenschaft für Detektivromane. Mehr als 6000 Krimis befinden sich in Kuczynskis Bibliothek, die mit etwa 70 000 Büchern zu den größten deutschen Privatbibliotheken gehört. Im Sommer 2002, fünf J...

Seite 13

»Jetzt quitt«

ND: Herr Jones, wegen Ihnen gab es erhebliche Unruhe im Vorfeld des Spiels. Die Fans waren immer noch sauer, weil Sie als gebürtiger Frankfurter die Eintracht vor der Saison in Richtung Schalke verlassen hatten ... Jones: Das war mir ziemlich egal. Ich habe mir mal in Youtube angeschaut, was die Eintracht-Fans heute so vorhatten. Im Vergleich dazu ging es recht ruhig zu. Hatten Sie mal erwogen, he...

Gymnasiast lässt Jena weiter hoffen

Hochstimmung in Mainz, Vorfreude in Gladbach: Nach dem kollektiven Patzer der Verfolgerschar am 16. Spieltag wachsen bei den Favoriten der 2. Fußball-Bundesliga die Hoffnungen auf die direkte Rückkehr ins Oberhaus. Nach dem 1. FC Köln mussten am Sonntag auch die SpVgg Greuther Fürth mit dem 0:3 beim FC Augsburg und der TSV 1860 München beim 0:3 beim VfL Osnabrück herbe Pleiten hinnehmen und verlie...

Daniel Meuren, Michael Müller und Reimar Paul

Bremer Fans feiern Hannover 96

»Das wäre respektlos gegenüber Cottbus.« So beantwortete HSV-Trainer Huub Stevens die sicher nicht unberechtigte ND-Frage, ob er denn den verlorenen zwei Punkten nun ganz besonders nachtrauere, wo man doch sonst an München und Bremen im Spitzenkampf völlig dran gewesen wäre. Wirklich fair und sachlich, der Mann. So wie schon vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten aus Cottbus: »Die drei Punkte hab...

Seite 14

Graf rückt zur Elite auf

Eigentlich wollte Daniel Graf »längst was Gescheites studieren«, jetzt ist er plötzlich Weltspitze im Biathlon. Nach dem Überraschungs-Coup mit Platz drei beim Weltcup in Hochfilzen ändern sich die Zukunftspläne des bereits als ewiges Talent abgeschriebenen früheren Junioren-Weltmeisters.»Jetzt denke ich daran, im Februar zur WM nach Östersund zu fahren«, sagte der 26-Jährige nach dem unverhofften...

Alexandra Fischer

Deutsches Team vorzeitig im Viertelfinale

Die deutschen Handballerinnen gaben bei der WM in Frankreich den ersten Punkt ab, schafften aber dennoch die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale. Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich kam gegen den WM-Dritten Ungarn in einem hart umkämpften Spiel in Dijon zu einem 30:30 (14:17) und profitierte am Abend von der 19:32-Niederlage der Spanier gegen den WM-Zweiten Rumänien.Während di...

Seite 15
Rainer Funke

KHK Hund

... will das Polizeihundewesen vereinen.

ndPlusMichael Müller, Hamburg

DOSB kürt Angela Merkel zur Zuschauerin des Jahres

Die Professionalität trennt von der Farce letztendlich ein ebenso winziger Schritt, wie die Ernsthaftigkeit von der Komik. In jedem Fall muss allerdings zuvor ein gehöriges Potenzial dramaturgischer Energie angehäuft werden. Das braucht gar keinen stringenten Regiewillen. Eilfertigkeit, Selbstverleugnung und die nötige Prise Zynismus schaffen das von ganz allein. Wie das funktioniert, war am Sonna...

ndPlusRainer Funke

Wieder Warnstreik im Senatsdienst

Einen weiteren Warnstreik soll es am Mittwoch in den Ämtern und Behörden des Senates geben. Man trifft sich um 7.30 Uhr am Ostbahnhof / Holzmarktstraße und zugleich auch an der Friedrichstraße / Unter den Linden, um dann zugleich zum Roten Rathaus zu demonstrieren.Hier werden Vertreter der Tarifgemeinschaft aus ver.di sowie den Gewerkschaften der Polizei (GdP), Erziehung und Wissenschaft (GEW) sow...

In der Nachspielzeit ging Union die Puste aus

Der 1. FC Union Berlin hat in letzter Minute seinen zehnten Saisonsieg am letzten Spieltag der Regionalliga Nord vor der Winterpause gegen Ahlen mit einem 4:4 verspielt. Die Gastgeber legten zwar durch Spork (4.) einen Blitzstart hin, aber der Ahlener Glöden (23.) glich aus. Doch Patschinski (24.) und Mattuschka (38.) sorgten für ein Zwei-Tore-Polster, ehe Großkreutz (49./53.) die Gäste wieder her...

Seite 16
In Handschellen ins Krankenhaus
ndPlusBirgit von Criegern

In Handschellen ins Krankenhaus

Um die Ausreise zu erzwingen, hat die Bundesregierung die Inhaftierung im Abschiebeknast erdacht. Hygienische und medizinische Umstände sind in vielen solcher Haftanstalten menschenunwürdig, so etwa im nordrhein-westfälischen Büren, wo Flüchtlinge im September mit Hungerstreik protestierten. Und auch im Abschiebeknast Köpenick.Am 21. November wurde in einem Strafverfahren gegen einen Sanitäter vor...

Seite 17

»Charly M.« in Konkurrenz zum Reichstag

(ND). »Charly M.« hat in der Karl-Marx-Allee 133, direkt neben dem ehemaligen Kino »Kosmos«, geöffnet. Noch ein politisches Kabarett? »Es ist sogar bitter nötig«, sagt der Mitbegründer und langjährige Intendant des Kabaretts Kartoon, Peter Tepper, der auch die künstlerische Leitung bei »Charly M.« übernimmt. »Man kann doch das Kabarett nicht ganz den Politikern überlassen! Zumal der Konkurrenzdruc...

Tom Mustroph

Die Schüler brillieren in Wettbewerben

Der Gegensatz könnte kaum größer sein: Inmitten der einstigen Besetzerhochburg Rigaer Straße in Friedrichshain liegt mit der Heinrich-Hertz-Oberschule eines der Vorzeige-Gymnasien Deutschlands. Die Fassade des 100-jährigen Schulgebäudes ist wie die der umliegenden Häuser mit bunten Graffiti zugewuchert. Doch damit hören die nachbarschaftlichen Gemeinsamkeiten auch schon auf. Wenn man mit Besetzer-...

Seite 18
ndPlusAndreas Fritsche

Wasser von A bis Z

Als er noch Kronprinz war, badete der spätere König Friedrich Wilhelm IV. an der Halbinsel Tornow in der Havel. Leibarzt Hufeland hatte ihm dazu geraten. Das Baden im Fluss sollte gegen die Leibesfülle des Kronprinzen helfen. Kathrin Boron, die in Potsdam trainiert, gewann viermal olympisches Gold und gilt als erfolgreichste Ruderin aller Zeiten. 1983 entstand an der Neustädtischen Havelbucht das ...

Klaus Muche

Klinkenputzen gegen das Kohlenutzen

Sie haben sich die Straßen aufgeteilt. Hartmut Hoffmann radelt in die Dollenchener Straße und steigt erst am Zaun von Bernd Noack ab. Viel muss Hoffmann dem selbstständigen Schuhmachermeister nicht erklären. In Sallgast wissen sie alle, warum wieder Unterschriften gesammelt werden. Seit bekannt wurde mit welcher Hingabe die Landesregierung nach neuen Tagebaufeldern für den Energiekonzern Vattenfal...