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Ausgabe vom 03.03.2008

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Unten links

Edmund Stoiber? War das nicht dieser Staatsratsvorsitzende aus Bayern? Nein, was Neues gibts von dem nicht. Aber man wird sich ja noch erinnern dürfen. Immerhin sorgte der einst dafür, dass Bayern als intelligente Teile der Bevölkerung eingestuft wurden, vor allem im Vergleich zum Osten. Heute hat sein Nachfolger nichts Besseres zu tun, als diesen Ruf durch den Vorschlag zu ramponieren, in München...

ndPlusUwe Sattler

Standpunkt

Die Worte Ban Ki Moons waren ungewöhnlich deutlich: Israel müsse die »überzogene Gewaltanwendung« im Gaza-Streifen sofort beenden. Damit hob sich der UN-Generalsekretär klar von seinem Vorgänger in der Chefetage der Weltorganisation ab. Kofi Annan hatte sich – gewollt oder gezwungen – mehr als Verwalter des Nahostkonflikts denn als Initiator von Lösungsvorschlägen erwiesen.Allerdings: ...

Israel setzt Gaza unter Feuer

Israel will seinen Militäreinsatz im Gazastreifen trotz aller internationalen Aufrufe zu einem Gewaltverzicht weiter fortsetzen. Auch militante Palästinenser beschossen am Sonntag wieder israelische Grenzstädte mit Raketen und Mörsergranaten. Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat in New York die Konfliktparteien vergeblich aufgefordert, die Kämpfe zu beenden.

Seite 2
ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Neuschnee und ein mürrischer Präsident

Rund 109 Millionen Stimmberechtigte waren gestern an die Urnen gerufen, um Russlands neuen Präsidenten zu wählen. Es galt als sicher, dass Dmitri Medwedjew, der Kandidat der Kremlpartei »Einiges Russland«, die bei den Parlamentswahlen im Dezember die Zweidrittelmehrheit in der Duma souverän verteidigen konnte, bereits im ersten Wahlgang das Rennen macht.

Hans-Gerd Öfinger

Ohne Beck kein Bahn-Beschluss

Bei der heutigen SPD-Parteiratssitzung sollte auch über das geplante Holding-Modell debattiert werden. Weil SPD-Chef Kurt Beck weiter krank ist, sind die Pläne nun vertagt. Teile der Basis drängen indes die SPD, sich eindeutig gegen den Verkauf der Bahn an Großinvestoren auszusprechen.

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Das wahre Gold der Goldküste
Susanne Götze

Das wahre Gold der Goldküste

Die Überfischung der Meere trifft in erster Linie kleine Fischerdörfer im Süden. »Schwimmende Fischfabriken« aus Asien und Europa entziehen vielen Einheimischen in Entwicklungsländern ihre Einnahme- und Nahrungsquellen. Im westafrikanischen Ghana haben sich viele Fischer schon mit ihrem Schicksal abgefunden und suchen nach Alternativen.

Seite 4
ndPlusJürgen Amendt

Unwürdiger Abgang

Im Parteienspektrum der Bundesrepublik spielte die Partei »Die Grauen« nie eine besonders bedeutsame Rolle; allenfalls für einige Achtungserfolge bei Landtagswahlen reichte es. Erst jetzt, knapp zwei Jahre nachdem die Gruppierung bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin mit 3,8 Prozent ihr bestes Ergebnis eingefahren hatte, da die ehemals als Interessenvertretung für Senioren angetretene Part...

ndPlusKarin Nölte

LINKER Aufbruch

Rot-Rot könne ein »politischer Exportschlager« werden, gibt die Berliner Linkspartei Bestnoten an die eigene Adresse. Das bezeugt einen Aufbruch zu neuem Selbstbewusstsein. Nach sechs Jahren in Regierungsverantwortung scheint die Zeit dafür endlich gekommen. Davor war der Argwohn der Bundespartei auszuhalten, war in der Hauptstadt von Misswirtschaft, Filz und Altwestberliner wie Altostberliner Nos...

Jörg Staude

Steuer runter, netto rauf?

Die Wirtschaft macht sich Sorgen. Der private Konsum kommt nicht in Schwung. Mehr Netto vom Brutto(-Lohn und -Gehalt) muss her, ruft die Wirtschaft also der Kanzlerin zu. Die dahinter stehende Losung – nicht die Löhne sind zu niedrig, sondern die Steuern zu hoch – übersieht zweierlei: Zum einen zahlen Niedrigverdiener in der Regel so wenig Steuern, dass sie hier von Entlastungen überha...

Bärbel Grygier

600 Minuten täglich

Die Psychologin ist für die Fraktion der LINKEN im Abgeordnetenhaus von Berlin im Rundfunkrat des RBB.

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ndPlusMatthias Gärtner, Leipzig

Protest gegen Neonazis

Nachdem es in den letzten Monaten in Leipzig wiederholt zu rechtextremen Übergriffen und Aufmärschen kam, zeigten am Samstag fast 1000 Leipziger Zivilcourage gegen Rechtsextremismus. Anlass der Demonstration waren verstärkte Aktivitäten organisierter Neonazis der so genannten »Freien Kräfte Leipzig« , insbesondere im Stadtteil Reudnitz.

ndPlusFolke Havekost

Kusch schmeißt hin

Die Hamburger Bürgerschaftswahlen haben am rechten politischen Rand ihr erstes Opfer gefunden. Der 2006 von Bürgermeister Ole von Beust entlassene Justizsenator Roger Kusch kündigte seinen Rückzug aus der Politik an.

Karin Nölte

Rot-Rot als Exportschlager

Die Fraktion der Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus beriet am Wochenende in Klausur zu »Jedem Kind die besten Chancen – Strategien gegen Armut in Berlin«. Sie beschloss einen umfangreichen Maßnahmekatalog. Und zeigte sich wieder ungewohnt selbstbewusst.

Susann Witt-Stahl

»Fordert uns – seid kritisch!«

Die LINKE in Hamburg will nach dem Einzug in die Bürgerschaft der Hansestadt den Dialog mit außerparlamentarischen Gruppierungen fortsetzen. Dies betonten Parteivertreter auf einer Tagung am Wochenende.

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ndPlusHolger Reile, Konstanz

Nazi-Dichter jetzt ohne Grabstein

An den Nazi-Dichter Wilhelm von Scholz wird in Konstanz künftig kein Grabstein erinnern. Der Konstanzer Gemeinderat entschied sich dafür, das Grab des 1969 gestorbenen Schriftstellers einzuebnen. Um diese Entscheidung hatte es in den letzten Monaten eine heftige Debatte gegeben, nachdem sich der Dramatiker Rolf Hochhuth gegen eine Einebnung des Grabes ausgesprochen hatte.

Graue beschlossen die Selbstauflösung

Wuppertal (dpa/ND). Fast 20 Jahre nach ihrer Gründung steht die Seniorenpartei Die Grauen vor der Auflösung. Bei einem Sonderparteitag in Wuppertal sprachen sich am Samstag 42 von 57 stimmberechtigten Delegierten für eine Auflösung aus, zwölf stimmten dagegen. Mit dem radikalen Schnitt will sich die Partei nach einem Spendenskandal ihrer millionenschweren Schuldenlast gegenüber der Bundestagsverwa...

Nokia hinterlässt Wut und Hilflosigkeit

Bochum (ND). Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Samstag auf Einladung der Linksfraktion im Bundestag zur Nokia-Konferenz im Bochumer IG Metall-Haus. Die Veranstaltung stand unter dem Titel »Nokia ist überall«. Die Organisatoren hatten vermutlich selbst nicht damit gerechnet, dass das Motto so schnell derart aktuell sein würde. Allein Telekom, BMW, Siemens/SEN und Henkel haben angekün...

ndPlusAnke Engelmann, Erfurt

Grünes Licht für »Optopol«

Vergangene Woche beschloss der Thüringer Landtag die umstrittene Polizeireform »Optopol«. Polizeigewerkschaft und Opposition fürchten, dass mit dem Gesetz die Polizeistruktur geschwächt und damit die innere Sicherheit gefährdet wird.

Seite 7

Bush fordert mehr NATO-Truppen

Washington/Berlin (dpa/ND). US-Präsident George W. Bush hat erstmals unmissverständlich deutlich gemacht, dass die NATO-Verbündeten mehr Truppen nach Afghanistan schicken sollen. Eine entsprechende Forderung an die Alliierten werde er beim NATO-Gipfel in Bukarest (2.-4. April) stellen, sagte Bush nach einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen am Sonnabend auf seiner...

Oliver Eberhardt, Jerusalem

Über 100 Opfer bei Eskalation in Gaza

Mehr als 100 Tote und unzählige Verletzte: Das ist die vorläufige Bilanz der israelischen Militäroperationen im Gazastreifen – und ein Ende ist nicht in Sicht: Mitte der Woche will das Kabinett über weitere Schritte beraten. Eine Bodenoffensive steht bevor.

Tommy Ramm, Bogotá

Nummer Zwei der FARC-Guerilla getötet

Die kolumbianische Armee hat mit der Ermordung von FARC-Sprecher Raúl Reyes der Guerilla einen schweren Verlust zugefügt. Die Aussichten für einen Gefangenenaustausch und ein humanitäres Abkommen werden damit immer geringer.

Seite 8
Karin Leukefeld, Damaskus

Washingtoner Kanonenbootpolitik

Die Stationierung US-amerikanischer Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer wird in der arabischen Welt als offene Kriegsdrohung verstanden. Washington bezeichnet die Maßnahme als »Unterstützung der regionalen Stabilität«. Unterdessen wird die Forderung nach einem Dialog mit Syrien stärker.

»Unabhängiges Baskenland passt nicht ins System«

»Unabhängiges Baskenland passt nicht ins System«

Am 9. März finden in Spanien Parlamentswahlen statt. Die baskische Partei Batasuna (Einheit) ist bereits seit 2003 verboten. Nun wurden zwei weitere Parteien aus dem Baskenland von den Wahlen ausgeschlossen, weil Madrid in ihnen »Tarnorganisationen« Batasunas sieht. Mit dem Batasuna-Führungsmitglied Haispea Abrisketa sprach für ND Ralf Streck.

ndPlusWolf H. Wagner, Florenz

Schatten auf der Biografie

Eineinhalb Monate vor den italienischen Parlamentswahlen bemühen sich die politischen Lager des Landes, ihre Kräfte zu sammeln. Nicht alle Kandidaten, die die Parteien aufbieten, haben eine saubere Weste.

Seite 9

Airbus landet Riesencoup

Der EADS-Konzern hat überraschend den Erzrivalen Boeing ausgestochen und einen Großauftrag für Airbus über rund 40 Milliarden Dollar von der US-Luftwaffe gewonnen. Auch die Airbus- Werke in Europa sollen davon profitieren. Abgeordnete des US-Kongresses reagierten empört, Boing zeigt sich enttäuscht.

Thomas Nitz

Südafrika: »Opfer des eigenen Erfolgs«

Dem Wirtschaftsmotor des afrikanischen Kontinents, der Republik Südafrika, geht die Energie aus. Schuld daran sei der eigene Erfolg, meint Alec Erwin, Minister für öffentliche Unternehmen in Pretoria.

ndPlusReimar Paul

Internet für die Hosentasche

In Zeiten des Klimawandels kommt keine Branche am Umweltschutz vorbei – auch nicht die größte Computermesse CeBIT, die am 4. Februar für fünf Tage Hannover dominieren wird.

Seite 10

Lexikon

Arktischer RatDer arktische Rat (Arctic Council) ist ein zwischenstaatliches Forum der Anrainerstaaten des Polarmeers. Mitglieder des 1996 gegründeten Forums sind Dänemark (Grönland), Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden und die USA. Daneben sind verschiedene Organisationen der Urbevölkerung der Polargebiete ständige Teilnehmer. Beschlüsse sind nur im Konsens aller Mitglieder mög...

ndPlusSteffen Schmidt

Selbst ist der Mangel

Die deutschen Energieriesen haben uns in der vergangenen Woche mit allerlei seltsamen Mitteilungen unterhalten. Zuerst kündigte RWE-Chef Jürgen Großmann für den nächsten heißen Sommer eine Versorgungslücke bei Elektroenergie an, wenn, ja wenn man nicht die Atomkraftwerke länger laufen lässt und ein paar große Kohlekraftwerke zubaut. Und dann kam E.on mit seinem tollen Angebot, sein Stromnetz zu ve...

Schutz der Arktis aufgeschoben
ndPlusAndreas Knudsen

Schutz der Arktis aufgeschoben

Der Wettlauf um die Reichtümer der Arktis hat längst begonnen, doch weite Gebiete unterliegen keinem staatlichen Schutz. Dieser Aufgabe hat sich der Arktische Rat verschrieben, doch sein Einfluss hängt vom guten Willen seiner Mitglieder, der Anrainerstaaten der Arktis, ab. Dies zeigte sich kürzlich wieder auf einer Konferenz im norwegischen Tromsø, wo Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie diskutiert – und erst einmal wieder in die Schublade gelegt wurden.

ndPlusKnut Henkel

Nachhaltige Wirtschaft in Kuba

Ökologisches Wirtschaften ist alles andere als einfach. Das belegen vielfältige Beispiele aus aller Welt. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift »Ecological Economics« kommt allerdings zu dem überraschenden Ergebnis, dass es einzig Kuba gelang, neben einem zufriedenstellenden Entwicklungs- auch ein vertretbares Umweltbelastungsniveau zu erreichen.

Walter Schmidt

Legal, illegal, ganz egal

Nach der jüngsten Entscheidung der südafrikanischen Regierung, den Abschuss von »überzähligen« Elefanten in den Nationalparks zuzulassen, befürchten Artenschützer auch eine Zunahme illegaler Abschüsse, da zugleich Pläne bestehen, für legales Elfenbein aus dem südlichen Afrika China als Importeur zuzulassen. Zündstoff auch für die UNO-Konferenz zur Biodiversität Mitte Mai in Bonn.

Seite 11
Einmal Portowa und zurück
ndPlusRoberto Becker

Einmal Portowa und zurück

Die Operettenlandkarte ist so eine Sache für sich. Diese Länder werden meistens von mittlerem Hochadel mehr schlecht als recht regiert und sind oft kurz vor der Pleite. Sie liegen alle irgendwo im Süden, zumindest da, wo es schön ist, wo man gerne tanzt und radebrechend Süßholz raspelt, wo man von Herzen gerne intrigiert und natürlich mit viel Leidenschaft liebt. Einer dieser Staaten heißt Ponteve...

Lilian-Astrid Geese

Wer den Mut hat zu lesen, der lese

Jonathan Littell wurde 1967 als Sohn einer osteuropäischen jüdischen Familie in New York geboren, ging in Frankreich zur Schule und studierte in Yale. Er übersetzte Genet und de Sade ins Englische und hielt sich als Mitarbeiter der humanitären Aktion gegen den Hunger in Bosnien, Tschetschenien, Afghanistan und Ruanda auf. Für »Die Wohlgesinnten« erhielt er den Prix Goncourt. Wenig interessiert am Medienrummel, zog er mit Frau und Kindern nach Barcelona. Zu seinen Lieblingsautoren zählen Bataille, Beckett, Kafka und Flaubert.

Seite 12

Gespräch in der Küche

Die DEFA-Filmküche im Kulturcafé Quchnia am Berliner Gendarmenmarkt erwartet am heutigen Montagabend einen besonderen Gast. Die Schauspielerin Angelica Domröse, die als Paula in dem erfolgreichen Kultfilm »Die Legende von Paul und Paula« (1973, Regie: Heiner Carow) an der Seite von Winfried Glatzeder in ganz Deutschland bekannt und zum Vorbild von Frauen verschiedener Altersgruppen wurde, kommt zu...

ndPlusBarbara Reitter

Baden in Farbe

Ein Farbbad kann man in der einstigen Ehrenhalle des Hauses der Kunst in München nehmen: eintauchen in sattes Rot, das sich bei langem Betrachten immer wieder verändert, ja selbst versteckte Blauwerte ahnen lässt. Doch vorher heißt es, Schuhe ausziehen, denn die »Rote Trombe« ist nur barfuß zu betreten. Im Inneren des zeltartigen Objekts kann man sich auf einer Matratze niederlassen, um in einen H...

ndPlusMartin Arnold

Die Schweiz zu Gast bei Freunden

Alpine Landschaften, uriges und karges Bergleben; so stellt man sich hierzulande doch die Schweiz und auch ihre Filme vor. Tatsächlich hat der Nachbar im Süden eine lange Tradition ruraler Bilderkunst und ob nun Dokumentation oder Spielfilm, der Berg ruft auch heute noch. Dies stimmt natürlich nur teilweise; und eines der Anliegen der aktuellen Filmreihe »Kinematographie heute: Schweiz« des Berlin...

Tom Mustroph

Werbung wider Wohnkultur

Über Architektur wird in Berlin heutzutage wenig gesprochen. Über Sinn und Zweck von Architektur wird nicht diskutiert. Die Regierungsstadt, selbst noch Objekt des städtebaulichen Diskurses, wenngleich bereits weniger als der Innenstadtumbau in den frühen 90er Jahren, ist vollendet. Gebaut wird weiterhin. Gedankenlos werden Lücken geschlossen, Gelder in Stein und Glas angelegt, auf dass die Wandzw...

Seite 13

Schöner Treffer

Hansa-Youngster Fin Bartels sorgte nur zwei Minuten nach dem Rostocker Rückstand gegen Bielefeld per Fallrückzieher für den am Ende verdienten Ausgleich. ND sprach mit dem 20jährigen Mittelfeldspieler.

»Aufstiegsgefahr« in Hoffenheim

Klassenneuling 1899 Hoffenheim ist in die Mannschaft der Stunde. Am 22. Spieltag setzte der Dorfclub mit dem 3:0 beim VfL Osnabrück seinen Höhenflug fort und übernahm erstmals hinter Mönchengladbach und Fürth einen Aufstiegsplatz. Freiburg oder Mainz können heute die Mannschaft aus der nordbadischen Provinz vom dritten Platz verdrängen, doch Trainer Ralf Rangnick will den Durchmarsch in die Bundes...

ndPlusJirka Grahl, Dirk Harten und Gabi Kotlenko

Windige Punkteteilung in Rostock

Keinen Sieger gab es im Duell zwischen Hansa Rostock und seinem unmittelbaren Verfolger Arminia Bielefeld. Da jedoch niemand aus dem Schlusstrio punkten konnte, reichte beiden der Punkt sogar, um den Vorsprung auf die Abstiegsränge zu vergrößern. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sah Bielefelds Coach Michael Frontzeck sein Schicksalspiel in Rostock: »Wir hatten neben dem Elfmeter noch m...

Seite 14

Im 20. Weltcuprennen keinen Podestplatz

Die beinahe schon unglaubliche Erfolgsserie der deutschen Biathletinnen ist im 20. Weltcuprennen gerissen. In Pyeongchang (Südkorea) gab es vor der Pleite am Sonntag mit Platz acht in der Mixed-Staffel erstmals in diesem Winter für die »Golden Girls« von Bundestrainer Uwe Müssiggang keinen Podestplatz. Obendrein verlor Doppel-Weltmeisterin Andrea Henkel (Großbreitenbach) ihre Führung im Gesamt-Wel...

Lobinger und Schwanitz fit für WM

Eine Woche vor den Hallen-WM in Valencia (Spanien) haben sich Stabhochspringer Tim Lobinger und Kugelstoßerin Christina Schwanitz als Medaillenkandidaten empfohlen. »Das war der sechste Sieg in Serie. Das ist gerade meine Saison«, freute sich Lobinger nach dem 99. Wettbewerb seiner Karriere über 5,80 m beim Erdgas-Meeting in Chemnitz. Christina Schwanitz (Neckarsulm) stieß mit 19,68 m so weit wie ...

Ackermann holt Kristallkugel

Ein kurzes Schulterklopfen der Teamkollegen, dann gönnte sich Kombinierer Ronny Ackermann eine »persönliche Feierstunde« im Wald. »Ich verarbeite Erfolge immer mit Verzögerung. Ich muss erst mal abschalten«, so der Gesamtweltcup-Gewinner zum Jogging-Ausflug. Danach gab es am Wachscontainer eine kleine Feier. Nachdem der Sprint in Lahti wegen zu starken Windes abgesagt werden musste, stand der drit...

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Zug der Erinnerung hält in Berlin

(ND-Kröger). Die gute Nachricht zuerst: »Der Zug der Erinnerung«, eine in historischen Waggons untergebrachte mobile Ausstellung, mit der an die Deportation Hunderttausender Kinder durch die Nazis gedacht wird, macht vom 13. April bis 22. April Station in Berlin. Die schlechte Nachricht: Trotz großen Einsatzes ist es der Berliner Initiative, die den Stopp organisiert, nicht gelungen, die notwendig...

Zwei weitere Olympiatickets

Mit Bantamgewichtler Rustam Rahimow (Velbert) und Federgewichtler Wilhelm Gratschow (Gifhorn) haben zwei weitere deutsche Amateurboxer die Olympiatickets erkämpft. Beide belegten bei der europäischen Olympiaqualifikation in Roseto Degli Abruzzi (Italien) in ihren Limits dritte Ränge. Rahimow, Vizeweltmeister von 2005 und Olympiadritter von 2004, bezwang im Kampf um Platz drei den Ukrainer Maksim T...

Martin Krögerwarnt vor Verallgemeinerungen

Meine Sicht

»Hier schaden einige religiöse Fanatiker dem Ansehen vieler Moslems.« Urheber dieses Zitats ist der Berliner Liberalen-Chef Markus Löning, der am Wochenende – ebenso wie die CDU davor – kritisierte, dass die Galerie Nord ihre Kunstausstellung der dänischen Künstlergruppe Surrend freiwillig geschlossen hatte. Der Grund: Eine Gruppe von 30 aufgebrachten Muslimen hatte am Dienstagabend da...

Woche der Streiks

(dpa). Die Berliner müssen sich in dieser Woche auf erhebliche Einschränkungen durch Streiks und Warnstreiks einstellen. »Es wird in Berlin sichtbare und hörbare und fühlbare Aktionen geben«, kündigte die Gewerkschaft ver.di an. Die Schwerpunkte sollen von Dienstag bis Donnerstag gesetzt werden, teilten die Gewerkschaften ver.di und GEW mit.Am Mittwoch soll der unbefristete Ausstand bei den Berlin...

ndPlusKarin Nölte

Rot-Rot als »Exportschlager«

Einen umfangreichen Maßnahmekatalog zur Bekämpfung der Kinderarmut hat die Fraktion der Linkspartei im Abgeordnetenhaus auf einer Klausurtagung am Wochenende im brandenburgischen Templin beschlossen. Die Beratungen standen unter dem Titel »Jedem Kind die besten Chancen – Strategien gegen Armut in Berlin«.Bis Ende dieses Jahres soll der bereits im Koalitionsvertrag mit der SPD verabredete Soz...

Magdeburg mit vierter Heimpleite in Serie

Handball-Bundesligist SC Magdeburg verlor trotz einer kämpferisch starken Leistung und permanenter Führung mit der Schlusssirene sein Heimspiel gegen die HSG Nordhorn. Durch einen Nachwurf von Peter Kukucka in der Schlusssekunde musste sich der EHF-Pokalsieger mit 29:30 (17:14) geschlagen geben, kassierte die 13. Saisonniederlage und die vierte Heimpleite in Serie. Damit verpassten die Magdeburger...

Union schnuppert immer kräftiger am Aufstieg

Ist das eng! Keiner der Berliner Unioner konnte am Freitagabend nach dem glatten 3:0-Auswärtssieg bei der Wolfsburger Bundesliga-Reserve darauf hoffen, auch am Sonnabend noch auf Tabellenplatz 1 der Regionalliga Nord zu stehen. Heißester Kandidat für den ersten Rang war die Dynamo-Elf aus Dresden, die bei den achtmal in Folge sieglosen Lübeckern anzutreten hatte. Ein Sieg der Geyer-Truppe war fest...

Seite 16

Ein Festspielhaus der Wissenschaften

ND: Heute vor 120 Jahren wurde die Urania gegründet . Wie viele Geburtstage des Hauses haben Sie als Chef mitgefeiert? Ulrich Bleyer: Seit 1995 bin ich Direktor, also im zwölften Jahr meiner Einarbeitung. Aber schon von 1991 an arbeitete ich als Referent. Welche einschneidenden Veränderungen gab es in dieser Zeit? Es vollzog sich eine grundlegende Wandlung. Zum Beispiel wurde das Programm vielfält...

Seite 17
ndPlusHanno Harnisch

Ovationen für »Miami Nights« im Admiralspalast

Die Geschichte ist ebenso einfach wie genial. Sie nimmt uns mit ins Miami der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts (wie fern das klingt). Der Turnier-Tänzer Jimmy (Felix Maximilian) gewinnt zwar mit seiner etwas zickigen und ganz schön intriganten Partnerin Jessica (Natascha Soozie Boon) den Vorentscheid zum großen Wettbewerb der Tanzschulen. Er kann – und will – aber nicht mehr wei...

Tom Mustroph

Von gegenseitigem Respekt geprägt

Die Gedenktafel für den Antifaschisten Franz Mett klebt am Mauerwerk, die Architektur des 1953 fertiggestellten Schulgebäudes atmet den Geist des Bauhauses. Inmitten der hufeisenförmigen Anlage zwischen Weinmeister- und Gormannstraße befindet sich seit dem Jahre 2001 die Waldorfschule Mitte.Drei verschiedene Strömungen, historisch gar nicht so weit entfernt, manifestieren sich in diesem Gebäude an...

Seite 18

»Emma« machte nicht so großen Wirbel

Potsdam (dpa/ND). Das Orkantief »Emma« war in Brandenburg weniger heftig als erwartet, hat aber Feuerwehr und Polizei viel Arbeit beschert. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Stundenkilometern seien keine Menschen verletzt worden, sagte gestern der Leiter des Lagedienstes Brand- und Katastrophenschutz, Hans-Werner Meienberg. Es hat auch keine Meldungen über gravierende Gebäudeschäden gegeben...

ndPlusWilfried Neiße

Mehr Schüler ohne Schulabschluss

Alle Reformen im Bildungswesen haben die Lage nicht verbessert, im Gegenteil. Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) muss zugeben, dass der Anteil der Schulabbrecher in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. Gerätselt wird im Ministerium außerdem, warum auch die Zahl der Schüler zunimmt, die in einer Förderschule unterrichtet werden müssen.Mehr als zehn Prozent aller Jungen und Mädchen verl...

ndPlusAndreas Fritsche

Klassenkampf um Straßennamen abgeblasen

In Königs Wusterhausen soll die Karl-Liebknecht-Straße nicht mehr so heißen. Der Grund: Es gibt in Zeesen noch eine und das sorgt bei Postboten und Kurieren für Verwirrung, seit Zeesen vor ein paar Jahren eingemeindet wurde. Auch in rund 50 ähnlichen Fällen ist die Umbenennung von Straßen vorgesehen. Über den alten Namen Karl-Liebknecht-Straße gibt es deswegen noch keinen Streit. Der fängt erst an...