Ausgabe vom 16.08.2008

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Unten links

Mistress McCain kann einem leid tun. Die Frau des US-Präsidentschaftsbewerbers hat sich an der Hand verletzt. Das ist zwar nicht so schlimm wie das, was ihr Mann mit den Feinden des Landes vorhat, aber immerhin. Einen Arm zieht man auch nicht schneller aus der Schlinge als einen Kopf. Tröstlich mag für Cindy sein, dass die verursachende Attacke wahrscheinlich gar nicht ihr galt. Denn endloses Händ...

OSZE muss Konflikt lösen
ndPlusMonika Knoche

OSZE muss Konflikt lösen

Als der Konflikt in Südossetien heiß wurde, als der georgische Staatspräsident die Kriegshandlungen eröffnete und Russland massiv militärisch darauf antwortete, war eines klar: Die Bevölkerungen beider Seiten mussten mit Toten, Verletzten und mit Flucht den Preis für eine falsche Politik zahlen. Das schmerzt besonders, wenn man das Herannahen eines militärischen Schlagabtausches um territoriale An...

Jürgen Elsässer

Merkel bei gutem Wetter in Sotschi

Bei ihrem Zusammentreffen am Freitag mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew überraschte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ausgewogener Kritik.

Seite 2
ndPlusJürgen Elsässer

Vertragstreu

Entgegen des Geschreis in der westlichen Presse entspricht die fortwährende Präsenz russischer Truppen auf georgischem Staatsgebiet den Bestimmungen des Waffenstillstandsvertrages, der in den Morgenstunden des vergangenen Mittwoch unter Vermittlung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zwischen dem russischen Staatschef Dmitri Medwedjew und seinem georgischen Amtskollegen Michail Saakaschw...

ndPlusRené Heilig

Kalter Krieg im Hinterhof

Was passiert da im Kaukasus, fragt man im NATO-Hauptquartier und bemüht Vergleiche von 1956 (Ungarn), 1968 (CSSR), 1979 (Afghanistan). Man lässt Erinnerungen an die imperiale Außenpolitik der »Sowjets« aufleben und überlegt hektisch, wie man deren Renaissance 2008 begegnen kann. Und begegnen muss, will man künftige Ausfälle Russlands verhindern. Welch dümmliche Arroganz hat eigentlich dazu geführt...

Irina Wolkowa, Moskau

In Sotschi keine gemeinsame Sprache gefunden

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Arbeitsbesuch mit schönen Fotos werden: Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Dmitri Medwedjew in dessen Sommerresidenz bei Sotschi am Schwarzen Meer, mit Palmen, Oleander und allem, was noch zu einer Idylle gehört. Schnee von gestern. Es würde, so ein russische Regierungssprecher gestern mit dunkel umwölktem Gesicht, nur noch um das Eine gehen – den Konflikt um Südossetien, das nur 300 Kilometer Luftlinie entfernt liegt.

Seite 3
ndPlusHendrik Lasch, Magdeburg

Ein Ranzen, der nicht auffällt

In einer Woche beginnt in Sachsen-Anhalt das neue Schuljahr. Damit manchen der Schulanfänger nicht von vornherein anzusehen ist, dass ihre Eltern wenig Geld haben, hilft die Magdeburger Tafel beim Schulanfang.

Im toten Winkel
Birgit Schmidt

Im toten Winkel

»So langsam macht mich das psychisch fertig. Wenn du immer nur für die nächsten Monate lebst und nicht weißt, ob du eine Zukunft hast ...« Sofia (der Name wurde geändert) stellt zwei Tassen auf den Tisch und schenkt Kaffee ein, türkischen Mokka, wie sie ihn mag und wie man ihn in ihrer Heimat trinkt. Eine Heimat, die als Staat nicht mehr existiert. Als Sofia vor 15 Jahren mit Mann und Kind nach De...

Seite 4
Silvia Ottow

Prüfungsfragen

Bei der Bundesanstalt für Arbeit häufen sich Pleiten, Pech und Pannen, als würde jemand im Hintergrund die Fäden ziehen. Vor ein paar Tagen wurden aus Versehen (der Computer!!) 12 000 Schreiben an die falschen Empfänger geschickt. Nichts Wichtiges, beeilt sich die Agentur zu versichern, nur Einladungen für Arbeitslose zu Vermittlungsgesprächen. Na, wenn's weiter nichts ist ... Jetzt bietet die Age...

Gabriele Oertel

Alarmglocken

Der Aufschrei der Unternehmerschaft ist so laut, als würde demnächst die Sozialistische Republik Hessen ausgerufen. Vergessen wir's! Da ist ja nun wahrlich die gute alte deutsche Sozialdemokratie vor. Rot-Grün hat schließlich sogar im Bund augenscheinlich nachgewiesen, wie wenig Gefahr von einstigen Parteirebellen für herrschende Verhältnisse droht. Ganz abgesehen davon, dass die Warnungen des BDI...

ndPlusNissrine Messaoudi

Euphorie ausgebremst

Organisationen und Verbände, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit engagieren, gibt es in Deutschland en masse. Das ist auch gut so. Noch besser wäre allerdings, wenn sich die Bundesregierung selbst mit mehr Engagement an der Bekämpfung von Rassismus beteiligen würde. Stattdessen delegiert sie das Problem – etwa, weil es keines ist? – auf Randgruppen der Gesellschaft. So scheinen rechte ...

ndPlusHilmar König, Delhi

Der Feurige

»Prachanda« – übersetzt der Feurige, Wilde, oder gar Böse – lautete der Deckname, den sich der Führer des zehn Jahre dauernden »Volkskrieges« in Nepal gegeben hatte. Seinem Namen machte der Chef der KP Nepals (Maoistisch) auch in der Politik alle Ehre – seit Freitag hat er das Amt des ersten Premiers der Republik Nepal inne. Pushpa Kamal Dahal »Prachanda«, so der vollständige Nam...

Erfüllungsgehilfe der Politik?

Erfüllungsgehilfe der Politik?

ND: Das Bundessozialgericht hält die seit 2001 praktizierte Kürzung der Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten für rechtens. Macht sich das Gericht zum Erfüllungsgehilfen der Politik? Niederland: Nach meiner Auffassung ist das eine zutiefst antisoziale Rechtsauffassung des Bundessozialgerichts, und es bestätigt eigentlich seine unsoziale Rechtsprechung der zurückliegenden Jahre mit den entsp...

Seite 5

Bundesagentur bietet illegale Jobs an

Berlin (AFP/ND). Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt einem Zeitungsbericht zufolge illegale Jobs bei Lotto-Call-Centern. In ihrer Jobbörse finden sich rund 50 Inserate mit entsprechender Stellenbeschreibung, wie die Berliner taz in ihrer Freitagsausgabe berichtete.Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte, es sei »überhaupt nicht...

Keine Beugehaft zu Mord an Buback

Gegen die ehemaligen RAF-Terroristen Knut Folkerts, Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar wird keine Beugehaft verhängt. Das entschied am Freitag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

Nissrine Messaoudi

UNO kritisiert Deutschland

Rassismus ist in Deutschland kein Randproblem– auch wenn das die Bundesregierung anders sieht. Der Antirassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen (CERD) übte am Freitag in Genf Kritik am Länderbericht Deutschlands zum Thema Rassismus.

Seite 6

Kein Gasabkommen Türkei-Iran vereinbart

Die Türkei und Iran haben sich beim Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad nicht wie geplant auf ein umfangreiches Erdgasabkommen geeinigt.

Die Wirtschaft schreit Zeter und Mordio

Die Wirtschaft schreit Zeter und Mordio

Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat ihren Weg zu einem möglichen Linksbündnis gegen Kritik aus der Bundesspitze ihrer Partei verteidigt. Derweil warnten führende Wirtschaftsvertreter vor einer Zusammenarbeit mit der LINKEN. Und die wiederum macht klar, dass sie nicht zu allem Ja und Amen sagen wird.

Seite 7

Libyen und USA vereinbarten Zahlungen

Nach zähen Verhandlungen haben sich Libyen und die USA auf Kompensationszahlungen für die Terrorismus- bzw. Bombenopfer beider Länder geeinigt und eine weitere Verbesserung der Beziehungen angekündigt.

Leo Burghardt, Havanna

Fidel Castro feiert mit seinen Kolumnen

AmMittwoch ist Fidel Castro 82 Jahre alt geworden. Auf seine Staats- und Regierungsämter hat er inzwischen verzichtet. Still um ihn ist es dennoch nicht geworden: Dafür sorgen die regelmäßigen Kolumnen »Reflexionen des Genossen Fidel«.

Seite 8

Unterschriften gegen Armut

Berlin (ND). Die Unzufriedenheit über den Sozialabbau in Deutschland wächst. Das zeigt erneut eine Unterschriftenaktion unter dem Titel »Sozialabbau stoppen. Sozialstaat stärken«, die der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Volkssolidarität (VS) im Februar starteten. Über 116 000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bislang daran beteiligt, teilten die Organisatoren am Freitag in Berlin mit.Kern...

ndPlusReimar Paul

Asse unter Wasser

Scheibchenweise kommt das Ausmaß der Störfälle, Schlampereien und Vertuschungsversuche im niedersächsischen Atommüllendlager Asse II ans Licht. Ein Ende der Pannen ist nicht in Sicht.Erst kürzlich räumte der Asse-Betreiber, das Helmholtz-Zentrum München, erstmals ein, dass in die Kammern des Salzbergwerks bereits vor Beginn der Einlagerung von Atommüll 1967 salzhaltige Lauge geflossen ist. Das hät...

ndPlusEva Glauber, Frankfurt

»Türkis«-Alarm bei Traditionsbörsen

Die europäischen Traditionsbörsen bekommen Konkurrenz. Als wichtigster neuer Mitspieler im Aktienhandel ging gestern die elektronische Handelsplattform »Turquoise« (Türkis) an den Start. Daran sind unter anderem die UBS, die Crédit Suisse und die Deutsche Bank beteiligt.

Thomas Nitz

Geiz nicht geil, sondern teuer

Manche Elektrogeräte tarnen sich häufig als Schnäppchen und erweisen sich später als enorme Energiefresser. Am Ende zahlt der Verbraucher drauf.

Seite 9

Top ... und Flop

Drei auf einen Streich. So lautet die stolze Ausbeute von Bogenschützin Zhang Juan Juan (Foto: AFP). Auf dem Weg zur Goldmedaille stach die nur an Nummer 27 gesetzte Chinesin gleich drei südkoreanische Favoritinnen aus. Ein wahrhaft historischer Moment. Seit 1984 hatten Südkoreas Bogenschützinnen alle Olympiasiegerinnen im Einzel gestellt. Bis zum Finale in Peking. Mit 110:109 Ringen holte Zhang J...

Abendessen
Jirka Grahl

Abendessen

Neulich wollte ich des Nachts noch etwas essen. Es war schon elf, für Olympiareporter eine normale Abendbrotzeit. Oft isst man gleich im Pressezentrum, im »Media Food Court«. Er misst ein paar hundert Quadratmeter und liegt im Keller des Gebäudes. Die Auswahl dort ist groß. Chinesische Küche hier, mediterrane Küche dort. Geröstete Ente in Teigfladen hier, gegrillte Lammspieße dort. Lachs mit Zucke...

Jirka Grahl, Peking

Rank 1, Lane 7, Steffen

Auf Bahn 7 hätte Britta Steffen gerne noch einen Moment die Zeit angehalten. Dort, wo normalerweise die Außenseiter eines solchen 100-Meter-Freistil-Finales ihre Bahn ziehen. Sie hatte eben angeschlagen, und das – so viel war ihr klar – wahrscheinlich sogar vor Australiens Weltrekordlerin Lisbeth Trickett, die neben ihr auf der Außenbahn geschwommen war.So eine Handbreit Vorsprung vor ...

Seite 10

Majewski holt Gold mit Kugel

Die Leichtathleten hatten ihren ersten olympischen Finalauftritt mit dem Kugelstoßen der Männer und dem 10 000-m-Lauf der Frauen. Die Überraschung lieferte dabei der polnische Kugelstoßer Tomasz Majewski. Der 26-Jährige setzte sich vor 91 000 Zuschauern im ausverkauften Nationalstadion unerwartet mit 21,51 m durch, womit er seine Saisonbestweite um 54 Zentimeter übertraf. Silber holte der mitfavor...

ndPlusJürgen Holz

Was spricht für wen?

Kaum eine olympische Finalentscheidung ist im Vorfeld von Peking mit soviel Spekulationen bedacht worden wie der 100-m-Sprint der Männer heute Nachmittag im Nationalstadion. Die drei Protagonisten sind Weltrekordler Usain Bolt (Jamaika), der am 31. Mai 2008 in New York im Duell mit Weltmeister Tyson Gay (USA) den bis dahin bestehenden Weltrekord seines Landsmannes Asafa Powell um zwei Hundertstels...

»Mich stört's nicht, Favorit zu sein«

Das 100-m-Sprintfinale am Sonnabend um 16.30 Uhr (MESZ) ist einer der Höhepunkte der Olympischen Spiele. Vor seinem ersten Start gestern in den Vorläufen stand US-Sprinter Tyson Gay, Weltmeister über 100 m, 200 m und mit der Sprintstaffel, den Reportern Rede und Antwort.

Seite 11
»Dritte Kraft in Berlin«

»Dritte Kraft in Berlin«

Türkiyemspor Berlin startet heute im Aufsteiger-Duell bei Hansa Rostock II in die Regionalliga Nord. Als Favoriten gelten 1. FC Magdeburg, Holstein Kiel und Chemnitzer FC. Ziel für Türkiyemspors neuen Trainer Uwe Erkenbrecher (53, Foto: dpa) ist der Klassenerhalt. ND hatte Gelegenheit zu einem Gespräch.

DFB-Frauen dürfen weiter träumen

Die deutschen Fußball-Weltmeisterinnen dürfen weiter von ihrer ersten olympischen Goldmedaille träumen. Die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid bezwang Schweden im Viertelfinale in Shenyang 2:0 (0:0, 1:0) nach Verlängerung. Dort treffen die DFB-Frauen am Montag in Shanghai in der Neuauflage des WM-Endspiels von 2007 auf Brasilien. Kerstin Garefrekes traf in der 104. Minute per Kopf nach Eckball v...

Trendsetter
Thomas Wieczorek

Trendsetter

In ihrem pausenlosen aufopferungsvollen Einsatz für die vom Aussterben bedrohten Sitten und Gebräuche setzen die Deutschen gerade ein neues imposantes Zeichen. Keine Olympiamannschaft bemüht sich so um die Arterhaltung der Randsportarten wie unser Team. Während wir uns in den populären Disziplinen wie Schwimmen, Boxen, Ringen und Radfahren vornehm zurückhalten und den USA oder China großmütig den ...

Alexander Ludewig

Anpfiff zu neuen Wundern

Gestern hatte der neue Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann im Eröffnungsspiel der 1. Bundesliga gegen den Hamburger SV die komplette Aufmerksamkeit für sein Debüt an der Linie auf seiner Seite. Die volle Packung Erstligafußball der Saison 2008 / 2009 gibt es heute mit sechs weiteren Partien und morgen mit den zwei üblichen Sonntagsspielen. Auch hier stehen einige Trainer mehr im Fokus als ihr kickende...

Seite 12
Martin Koch

Keine Spur von Psi

»Glauben Sie, dass es Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten gibt?« wurden 4000 Bundesbürger vom Online-Meinungsportal »Sozioland« gefragt. Mit Ja antworteten 42 Prozent, mit Nein 14 Prozent. Die Anderen waren sich mehr oder weniger unschlüssig.Erstaunliche Zahlen, wenn man bedenkt, dass die Naturgesetze keinen Raum für übersinnliche Phänomene lassen. Wer solche Phänomene dennoch nachweisen würde...

ndPlusGabi Kotlenko

Kein Menschenblut an Ötzis Axt?

In regelmäßigen Abständen gelingt es ihm, mit spektakulären Meldungen in die Schlagzeilen zu kommen. Doch Ötzi ist nicht irgendein Promi unter vielen, nein, der 5300 Jahre alte Gletschermann ist immerhin der älteste Mensch, der es jemals auf die Titelseite des USA-Nachrichtenmagazins »Time« schaffte. Im Herbst des Jahres 1992 stand in eisblauen Lettern auf der Titelseite »The Iceman's Secret«. Zu ...

Seite 13
Hans-Dieter Schütt

Blühen, abseits jedes Blicks

Im Dunklen sei alles vorstellbar, heißt es in einem Roman des Österreichers Robert Menasse. Vielleicht ist Literatur ein blindes Sehen: Die Welt zeigt sich, weil ein Mensch nur tastet nach ihr. Die Unsicherheit nimmt das Zutrauen an die Hand und ordnet nichts ein, bevor nicht Berührung stattfand.Reiner Kunze tastet. Konsequente Geduld mit den unbestimmbaren Rationen der Erleuchtung schufen ein sch...

Seite 14
PLATTENBAU
Erik Brandt-Höge

PLATTENBAU

Jack Johnson, Donavon Frankenreiter und G. Love – drei Freunde, die mit ihrem jeweiligen Musikstil vor allem eins wollen: sich und andere entspannen. Vorneweg surft Jack Johnson, der kommerziell am erfolgreichsten ist und mit seinem familienfreundlichen Lagerfeuerpop von Hawaii aus die Welt eroberte. Der fleischgewordene endlose Sommer wurde vor neun Jahren quasi über Nacht berühmt. G. Love,...

ndPlusMartina Jammers

Der Spötter als Zeichner

Sein »eingebildeter Kranker« von 1841 ist bis heute hochaktuell. Ein sauertöpfisch dreinschauender Herr mit Zylinder und hohlen Wangen fühlt hysterisch seinen Puls. Honoré Daumier versieht dieses Blatt aus seiner Serie »Eigenbrödler« mit beißendem Spott: »Diese Spezies der Mitbürger ist der Segen des medizinischen Berufsstandes und Balsam für die Pharmazie.« Köstlich aber auch sein »Tierfreund«. E...

Seite 15

Senat hält Kita-Begehren für unzulässig

(dpa/ND). Der Senat wird das Volksbegehren für eine bessere Betreuung in Kindertagesstätten voraussichtlich nicht zulassen. Die Prüfung sei zwar noch nicht abgeschlossen, bereits jetzt sei aber klar, dass wesentliche Punkte nicht mit der Berliner Verfassung vereinbar seien, bestätigte die Sprecherin von Innensenator Ehrhart Körting (SPD), Isabelle Kalbitzer, am Freitag Zeitungsberichte.Die zentral...

Lohnarbeit vom hohen Ross holen
Stefan Otto

Lohnarbeit vom hohen Ross holen

Das Problem sei überall das gleiche, meint Arbeitssenatorin Heidi Knake-Werner (LINKE): »Die einen schuften bis zum Umfallen. Die anderen haben keinen Zutritt. Und wir in dieser Gesellschaft sind offenbar nicht in der Lage, das anders zu organisieren.« Nur für wenige sei Arbeit auch Selbstverwirklichung, für viele dagegen ein Joch, heißt es in ihrem verlesenen Grußwort für die Auftaktveranstaltung...

ndPlusHorst Brix

Mit dem Steckenpferd durch die Antike

»Da sind tatsächlich Würstchen dran!«, wundert sich Elke. Die Zahnärztin macht Urlaub am Bafasee an der türkischen Ägäis und steht staunend vor einem Maulbeerbaum. Mit anderen streift sie durch die markanten Altertümer zwischen den türkischen Orten Efesus und Bodrum, um sich an den Zeugen der Geschichte zu erfreuen. Aber ihre Leidenschaft, die Botanik, darf dabei nicht zu kurz kommen. So erfährt s...

Bernd Kammer

Richtungsweisend

Braun gebrannt und gut erholt ist der Regierende Bürgermeister aus dem Urlaub zurück. Und zeigte den Berlinern gleich, wo es lang geht. Als Klaus Wowereit (SPD) vom einstigen Haus des Reisens nicht sehr wohlwollend die Baustellen am Alex inspizierte, wurde er von den Fotografen aufgefordert, doch auch mal nach rechts zu sehen. »Ich schaue immer nur nach links«, gab Wowereit zurück. * Bei seiner St...

Tigertomate und Igelittäschlein
Silvia Ottow

Tigertomate und Igelittäschlein

Noch immer zeugen schwarze Brandspuren an einigen Häusern der Camden High Street kurz vor der Camden Brigde im gleichnamigen Stadtteil von London vom verheerenden Brand, der hier im Februar wütete. Er verschonte auch den Kultpub Hawley Arms nicht. So wird leider die Chance des Touristen geringer, auf dem Weg zum Camden Market Prominente wie Amy Winehouse, Pete Doherty oder Kate Moss zu treffen. Ab...

Gemeinsam nachdenken im Knast
ndPlusKarin Nölte

Gemeinsam nachdenken im Knast

Jugendliche Häftlinge kennen selten ein Museum von innen – weder vor noch nach der Knastzeit gehört ein solcher Besuch gewöhnlich zu ihrer Lebenswelt. Umso beeindruckter waren Mitarbeiter des Jüdischen Museums Berlin (JMB), als sie in dieser Woche ihren Bus mit einer mobilen Ausstellung und Workshop-Angeboten in die Jugendstrafanstalt Plötzensee lenkten. Von Montag bis Freitag boten sie neun...

Seite 16
Geschichte(n) am Wegesrand
ndPlusHeidi Diehl

Geschichte(n) am Wegesrand

Als 21-jähriger Sprachschüler besuchte Rob Gifford erstmals China, kehrte später als Korrespondent für einen amerikanischen Radiosender zurück und blieb bis 2005. Bevor er aus beruflichen Gründen nach London umzog, erfüllte sich Gifford einen Traum und reiste quer durchs Land auf der Route 312, die über 5000 Kilometer von Shanghai bis nach Kasachstan führt. Wie in einem Spiegel zeigte sich ihm Ver...

ND-Tour in Richtung »Kuhle Wampe«
ndPlusAndreas Fritsche

ND-Tour in Richtung »Kuhle Wampe«

Der Fußweg schlängelt sich zwischen Bäumen am Ufer der Großen Krampe entlang. Ab und zu ankern Boote. Ein Pärchen sonnt sich nackt. Hinten sind die ersten Zelte zu erkennen. Der Campingplatz »Kuhle Wampe« liegt sehr idyllisch im Wald südlich von Müggelheim. Ich marschiere weiter, fast unweigerlich im Takt des von Hanns Eisler komponierten Solidaritätsliedes: »Beim Hungern und beim Essen, vorwärts ...

»Flusskreuzfahrt« per Rad
Stephan Brünjes

»Flusskreuzfahrt« per Rad

Nanu, kenn' ich den Radler im roten Pulli? Ein Kollege vielleicht? Oder der neue Nachbar? Kaum ist diese Frage angegrübelt, stellt sie sich erneut – diesmal bei einer blonden Drahteselreiterin. Denn auch sie ruft uns im Vorbeifahren ein fröhliches »Moin« zu. Bei Nummer drei, ein paar Meter weiter, kapieren wir schließlich – das machen hier alle so. Und zwar nicht nur in der Früh, sonde...

Seite 17

Hochschule für Design sucht Investor

(ND). Die Berliner Fachhochschule für Licht und Design in Adlershof steht nach der Insolvenz ihres Hauptgesellschafters vor dem Aus. Durch den Wegfall von finanzieller Unterstützung und Bürgschaften würden dem Unternehmen wichtige Grundlagen zur erfolgreichen Aufnahme des Studienbetriebs im Herbst fehlen, wie die Hochschule mitteilte. Erste Gespräche mit Interessenten aus der Wirtschaft seien bere...

Die Kombüse brennt
ndPlusLucía Tirado

Die Kombüse brennt

James nimmt allzu forsch den Kontakt zum Publikum auf. Doch das vergibt man ihm schnell, wenn das Spiel beginnt. Der alte Butler ist ja arg geplagt. Jedes Jahr das gleiche Theater um Miss Sophies 90. Geburtstag. Da muss er vier Gäste der alten Dame mit bewirten, die eigentlich längst nicht mehr zu greifen sind. Aber für Miss Sophie sind sie eben am Tisch. Also muss James für die Herren mit trinken...

Geisterwelten und Landarbeit
Tom Mustroph

Geisterwelten und Landarbeit

Einen ganzen Monat lang dominieren Ansichten auf Sardinien das Museum Europäischer Kulturen. Im ersten Stock des Bruno-Paul-Baus in Dahlem werden bis Ende August fotografische Blicke von drinnen und draußen auf die vom Tourismus noch nicht überrannte, zweitgrößte italienische Insel vorgestellt. Die Ausstellung wird durch Vorträge, Filmabende und Lesungen ergänzt. Und wer vollkommen fasziniert ist ...

Guten Morgen, Frau Loos
Conny Höflich

Guten Morgen, Frau Loos

Frau Loos ist seit anderthalb Jahren Sonderschullehrerin an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt »Lernen« in Berlin-Moabit. Sie war mir dort aufgefallen, weil sie weder größer noch wesentlich älter wirkte als einige ihrer Schüler und sie (dennoch) geachtet und gemocht zu werden schien. Bevor ich sie das erste Mal in ihre Klasse begleiten durfte, um Antwort auf meine Frage zu erhalten, wie man mi...

Seite 18
Internet
Bernd Zeller

Internet

Internet Heute prüfen wir die in dieser Woche aufgestellte Behauptung, es sei das Internet, das dumm mache. Relativ leicht lässt sich nachweisen, dass das Internet unsportlich macht. In China ist das Internet weitgehend gesperrt, und wer räumt bei Olympia am meisten ab? Genau, die Chinesen. Schwieriger wird es bei der Beurteilung ihrer intellektuellen Leistungen. Dieser Wettbewerb findet auf dem W...

Bernd Baumann

Gut 300 ausländische Firmen kamen

Der Wirtschaftsstandort Brandenburg gewinnt internationales Profil. Durch die intensive Werbung der Wirtschaftsfördergesellschaft Zukunftsagentur (ZAB) kommen inzwischen immer mehr ausländischen Unternehmen in die Mark. Sie sorgten für zahlreiche neue Arbeitsplätze, sagte der Vorsitzende der ZAB-Geschäftsführung, Detlef Stronk, gestern in Potsdam.Heute gebe es 308 ausländische Firmen mit 338 Betri...

ndPlusWilfried Neiße

Euro-Schieflagen am Kirchsteigfeld

Die Verluste des Landes aus der finanziellen Schieflage des Potsdamer Neu-Stadtteils Kirchsteigfeld betragen fünf Millionen Euro. Zumindest die hat Bauminister Reinhold Dellmann (SPD) jetzt schriftlich eingeräumt. Die Linke geht von weit höheren Verlusten aus.Anfang der 90er Jahre wurde mit dem Kirchsteigfeld ein komplett neuer Stadtteil aus dem Boden gestampft, um der drückenden Wohnungsnot in Po...

ndPlusHendrik Lasch

Am Boden des Luftmeeres

Am 26. Mai 1626 wurde es in der Region um Stuttgart bitterkalt. Zunächst kam ein eisiger Wind auf, in der folgenden Nacht gab es derart harten Frost, dass die Weiher mit Eis bedeckt waren, Blätter an den Bäumen schwarz wurden und die Rebstöcke erfroren. Die Menschen, zunächst starr vor Schreck, traten dem Übel entschlossen entgegen: Sie gingen auf Hexenjagd. Wie hieß es schließlich im 1486 erschie...

Seite 19
Hans Bentzien

Des Menschen Einmaligkeit

Erst auf den letzen Seiten des Erzählbändchens erfährt man, was es mit dieser Silvesterfeier auf sich hat. Als der Band zum ersten Mal 1977 bei Aufbau erschien, war sein Autor als Filmschriftsteller bekannt, ja berühmt, als Erzähler von Prosa allerdings noch nicht ausgewiesen. Nun liegt eine Neuausgabe in einem anderen Verlag vor, und das alte Lesevergnügen stellt sich in weit höherem Maße ein. Li...

Die Mauer wird fallen

Die Mauer wird fallen

20 Prozent der Bevölkerung Israels sind arabischer Nationalität. Ein arabischer Israeli ist Mohammed Saif-Alden Wattad. Der Anwalt und Rechtswissenschaftler (Internationales und Verfassungsrecht) setzt sich in vielen seiner Publikationen vor allem mit der Nationalitätenproblematik und Ideologien auseinander. Mit Dr. Wattad sprach Karlen Vesper.

Seite 20

WochenChronik

14. August 1893: In Paris verordnet die Polizei die erste Fahrprüfung; um ein Automobil steuern zu dürfen, muss man mindestens 21 Jahre alt sein und selbstständig kleinere Reparaturen ausführen können. 15. August 1248: In Köln wird der Grundstein für den Dom gelegt; 1560 werden die Bauarbeiten wegen Geldmangel abgebrochen. Der Bau wird erst 1840 bis 1880 vollendet. 17. August 1943: US-amerikanisch...

Ronald Sprafke

Babylon

Alles Große hat einmal klein angefangen – Millionäre waren einst Tellerwäscher, Riesenkonzerne starteten in Garagen, aus Dörfern erwuchsen Megastädte. So auch Babylon, die Metropole am Euphrat, deren Anfänge weitgehend im Dunkeln der Geschichte liegen – exakter: mehrere Meter unter dem Grundwasserspiegel und damit für die Ausgräber nicht erreichbar. Das erste Mal greif- und lesbar wird...

Klaus Hemmo

Die Argonauten, Berija und Georg

Schon Anfang der 90er Jahre tobte ein Krieg um Abchasien. Die Autonome Republik hatte sich von Georgien losgesagt, zu einem unabhängigen Staat erklärt. Drei Jahre währten die erbitterten Auseinandersetzungen, die mit Georgiens Niederlage endeten. Waffenruhe wurde vereinbart, zu einem Friedensschluss kam es nicht. Um Religion (bei anderen ethnischen Konflikten oft Ursache oder Auslöser) ging es bei...

Seite 21

Tierische Messung

Wissenschaftler setzen in der Antarktis See-Elefanten ein, um sich ein Bild von den Auswirkungen des Klimawandels unter der Eisdecke zu machen. Die Meerestiere tragen nach Auskunft von Steve Rintoul vom australischen Forschungszentrum für Klima und Ökosystem der Antarktis Sensoren für Salzgehalt und Wasserdruck (Tauchtiefe) sowie ein Thermometer zusammen mit einem Sender.Da die Tiere bis zu 65 Kil...

Walter Willems

Wichtigster Erbfaktor für Darmkrebs entdeckt

Darmkrebs zählt mit rund einer Million Neuerkrankungen pro Jahr weltweit zu den häufigsten Tumorleiden. Als Ursache gilt eine Kombination von Umweltfaktoren, Ernährung und Erbanlagen. Die bisher gefundenen Gene, die zu Darmtumoren beitragen, sind für weniger als fünf Prozent der Erkrankungen verantwortlich. Da das Karzinom aber bei rund 30 Prozent der Patienten familiär gehäuft auftritt, sind verm...

ndPlusWalter Schmidt

Druck auf den Ohren

Er ist ein feuriger Geselle. Der Schwarze Kiefernprachtkäfer (Melanophila acuminata) fliegt buchstäblich auf Waldbrände. Wo immer Bäume brennen, stellen sich bald schon Männchen wie Weibchen des Insekts ein und kopulieren miteinander. Kurz darauf legt das Weibchen die befruchteten Eier in oder unter die verkohlte Rinde. Dort kann sich die Larve ungestört entwickeln, denn viele andere Insektenarten...

ndPlusMartin Koch

Strahlen aus dem Atomkern

Seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gilt sein Name vielen als Synonym für die radioaktive Gefahr. Denn als im April 1986 eine nuklear verseuchte Wolke über Europa hinwegzog, wurde die jeweilige Strahlenaktivität in »Becquerel« (Bq) angegeben. 1970 eingeführt, ist diese SI-Maßeinheit wie folgt definiert: Eine Substanz hat eine Radioaktivität von 1 Bq, wenn darin pro Sekunde ein Atom zerfäll...

Seite 22

Wenn Autobauer und Umweltschützer das gegenseitige Beschimpfen ließen ...

Mit dem Anspruch, der neoliberalen Globalisierung mit einer »Globalisierung der sozialen Rechte« zu begegnen, zielt die seit 2007 bestehende Initiative für globale soziale Rechte »auf einen spektrenübergreifenden Verständigungsprozess«. Im großen Ziel sind sich der Antirassismus-Aktivist Hagen Kopp (Netzwerk »kein mensch ist illegal«), der Gewerkschafter Axel Gerntke (IG Metall-Vorstand, Ressort Allgemeine Sozialpolitik) und der Umweltschützer Jürgen Knirsch (Mitarbeiter von Greenpeace) noch einigermaßen einig. In der Praxis passen die Forderungen der einen aber oft genug nicht zu denen der anderen. So stehen Umweltschützer vor einer Braunkohlezeche im Saarland und fordern die Schließung, während die Kohlekumpel um den Erhalt ihrer zwar umweltverschmutzenden, aber Existenz sichernden Arbeitsplätze kämpfen. Wie können diese Widersprüche aufgelöst werden? Der Initiativkreis sucht nach gemeinsamen Ansätzen. Wie weit ist die Diskussion nach einem Jahr? Mit den drei Aktivisten sprach Jürgen Weber.

Seite 23
»Der Kinderfreund« – geschrieben vom Kinderfreund
Rosi Blaschke

»Der Kinderfreund« – geschrieben vom Kinderfreund

Es ist Ferienzeit. Da sind Gedanken an Schule und Lernen bei Kindern und Eltern erst einmal weit weggeschoben. Doch was, wenn man sich auf sehr anregende und amüsante Weise mit dem Schulalltag beschäftigen kann, wenn man erleben kann, wie moderne Pädagogik vor über 200 Jahren auf dem flachen Brandenburger Land geboren wurde? Pestalozzi kennen die meisten. Fröbel sehr viele. Doch wer weiß etwas übe...

In Indien unter Palmen begraben
ndPlusHilmar König, Delhi

In Indien unter Palmen begraben

Die Palmenwipfel rascheln im Wind, der vom Meer – nur ein paar hundert Meter entfernt – herüberweht. Die Bäume umgeben die Neu-Jerusalem-Kirche in Tarangambadi, dem »Dorf der singenden Wellen« an der Südostküste Indiens. Die Kirche, nach dem Tsu-nami von 2004 mit saniertem Fundament, ist das Werk Bartholomäus Ziegenbalgs, eines aus Sachsen stammenden evangelischen Missionars. Hier lieg...

Seite 24

Testspiel

Wer schrieb es? Die Gefühle für Gerechtigkeit, Anständigkeit und Treue, welche sich auf anerkannte Gleichheit der Rechte gründen, verlieren in Bürgerkriegen ihre Kraft, wo jeder Theil in dem andern einen Verbrecher sieht, und sich selbst das Strafamt über ihn zueignet. Was tat er? Was tat der oberste Personalmanager von VW am 16. August 2002? Welcher war es? Nach welchem achtjährigen Krieg gab es ...

Udo Bartsch

Kinderbuch

Was uns an Wissen über die Zeit vor 65 Millionen Jahren fehlt, gleicht Kenneth Oppel durch Fantasie wieder aus. In »Nachtflügel« erzählt er die Geschichte der Chiropter, den flugunfähigen Urahnen der Fledermäuse. Dämmer ist einer von ihnen und ein Sonderling: Er kann mit seiner Flughaut flattern. Statt wie seine Artgenossen mühsam Baumstämme hochzukraxeln und anschließend aus großer Höhe zum Insek...

Mächtige Verwandtschaft

Mächtige Verwandtschaft

Die Zeit mongolischer Fremdherrschaft in China ist vorbei. Jetzt herrscht die »Ming Dynastie« über das Land. Als kaiserliche Prinzen entsenden wir Verwandte in die Provinzen und Bezirke des Reiches, um unseren Einfluss im aufstrebenden Staat zu verstärken. Dabei ist planerisches Geschick genauso wichtig wie Glück, sind wir doch darauf angewiesen, zur rechten Zeit am rechten Ort die richtigen Karte...

Konzentration weg
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Konzentration weg

Der 5. North Urals Cup ist als »hochkarätigstes« Frauen-Schachturnier der Welt beworben worden. Wahrscheinlich zu Recht, denn acht der weltbesten Spielerinnen mit einem ELO-Durchschnitt von 2522 Punkten hatten sich in Krasnoturinsk getroffen. Favoritin war die 21-jährige Inderin GM Humpy Koneru (ELO 2622), gewonnen hatte am 3. August aber letztlich die bulgarische Ex-Weltmeisterin Antoaneta Stefan...

Spielen ist Weltsprache

Spielen ist Weltsprache

Ausländische Firmen, die ihre Produkte ganz gezielt in Deutschland herstellen – diese frohe Kunde erreicht uns aus der Spielebranche. Dass Globalisierung keine Einbahnstraße sein muss, darüber spricht ND-Autor ART KOHR mit dem Gründer des Verlages »Drei Magier«, JOHANN RÜTTINGER (61; Foto: privat) aus dem bayerischen Uehlfeld.