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Ausgabe vom 13.01.2009

Seite 1

Unten links

Der Merkwürdigkeiten in deutschen Landen gibt es wahrlich viele. Kanzlerin Angela Merkel hat wieder einmal vor einem Vergessen der »SED-Diktatur« gewarnt. Verständlich, verdankt sie dieser doch die Cleverness und intellektuelle Reife, die sie ins höchste deutsche Regierungsamt katapultierten. Anderen Bürgern hat die DDR nicht solch reiche Mitgift in die Vereinigung gegeben. Vom Verdacht eines rech...

ndPlusOlaf Standke

Bush auf der Anklagebank

Ab ins heimische Texas, wo eine neue Villa in Dallas wartet, raus aus dem Scheinwerferlicht, natürlich ein bisschen Imagepflege und nachträgliche Rechtfertigung seiner Amtszeit in Form von Memoiren – so hatte sich George W. Bush die Zeit nach dem Weißen Haus vorgestellt. »Ich möchte als Präsident in Erinnerung bleiben, der 50 Millionen Menschen befreit und Frieden erreicht hat«, schallte es ...

Kurzarbeit statt Konjunktur

Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise rollt in Deutschland eine Welle der Kurzarbeit an. Das Bundeskabinett beriet am Montagabend über ein zweites Konjunkturpaket, mit dem die Krise gedämpft werden soll.

Seite 2
Kollektivbestrafung eines Volkes
Karin Leukefeld

Kollektivbestrafung eines Volkes

»Schweigen ist keine Option«, sagte Richard Falk (Foto), der UN-Sonderbeauftragte für die seit 1967 von Israel besetzten palästinensischen Gebiete, schon am 9. Dezember und wies auf die verzweifelte Lage der Einwohner des Gaza-Streifens hin, die unter der anhaltenden Belagerung Israels zu leiden hatten. »Kollektive Bestrafung« sei das und eine massive Verletzung des Völkerrechts und der 4. Genfer ...

Munition für den Gaza-Krieg
ndPlusOlaf Standke

Munition für den Gaza-Krieg

Die Kämpfe im Gaza-Streifen gehen auch nach rund 900 Todesopfern in der dritten Woche mit unverminderter Härte weiter. »Wir nähern uns den selbst gesteckten Zielen», erklärte Israels Regierungschef Ehud Olmert. Eines ist die Unterbrechung des Waffenflusses für die Hamas. Um die eigene Rüstung muss sich Israel nicht sorgen, dafür sorgen vor allem die USA.

ndPlusStephan Stracke

Solidarisch mit Israel

Auf Einladung der jüdischen Gemeinde zu Berlin versammelten sich am Sonntag über 2000 Menschen hinter der Gedächtniskirche in Berlin. Das Motto der Demonstration lautete: »Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas«.

Seite 3
Volker Stahl

»Nur Wasserwerfer machen wacher«

Vom Problemviertel zum Szenequartier – das sanierte Hamburger Schanzenviertel hat sein Schmuddel-Image abgestreift und übt einen immer stärker werden Reiz auf Touristen, Partygänger und Betuchte aus. Mit Folgen: Die Spannungen zwischen eingesessenen Alternativen und Zugezogenen wachsen, die Mieten steigen – und jetzt kommt auch noch McDonald’s ...

Seite 4

Konzept gegen Neonazis

München (dpa/ND). Bayern will den Kampf gegen Neonazis mit besserem Schutz für Polizisten, mehr Aufklärung an Schulen und stärkerem Strafdruck auf die rechtsextreme Szene verschärfen. Die CSU/FDP-Regierung beschloss am Montag in München ein entsprechendes Konzept. Auch ein Verbot von Propaganda-Bands und Auflagen für Skinhead-Konzerte sollen geprüft werden.Die Regierung werde unabhängig von den Er...

ndPlusJürgen Amendt

Geld ist kein Allheilmittel

Union und SPD haben gestern Abend im Koalitionsausschuss über das Konjunkturpaket II beraten. Ein Großteil der geplanten Investitionen von rund 50 Milliarden Euro soll dabei in die Instandsetzung von Schulgebäuden und in die technische Ausstattung der Einrichtungen fließen.

ndPlusVelten Schäfer, Schwerin

Zwischen Weltkrise und Kleinkram

Die ersten Monate des neuen Nordost-Regierenden brachten viele Überraschungen. Doch Erwin Sellering ist in einer guten Position.

Seite 5
ndPlusJoachim Schucht

Hessen wird zum Stimmungstest

Die politische Prominenz schwärmt in diesen Tagen erneut nach Hessen aus, um die lokalen Matadore zu unterstützen. Hinter CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel, dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier liegen Klausurtagungen, in denen Weichen für das äußerst spannende Wahljahr 2009 gestellt wurden. Für alle gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Hans-Gerd Öfinger

»Nutzt die letzte Woche«

Der Wahlkampf in Hessen geht in die Zielgerade. Am Sonntagabend trafen sich Linke in Wiesbaden.

Seite 6
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Julian Bartosz, Wroclaw

Zwist bei Polens Sozialdemokraten

Polens Bündnis der Demokratischen Linken (SLD) hat an einer Gabelung seines Weges – nach links oder in die Mitte – eine Verschnaufpause eingelegt.

ndPlusTommy Ramm, Bogotá

Stille Beobachter des Armeeterrors

US-amerikanische Geheimdienstberichte belegen, dass Washington seit vielen Jahren über Menschenrechtsverletzungen der kolumbianischen Armee informiert ist.

Ralf Klingsieck, Paris

Sarkozy nimmt sich die Justiz vor

Nicolas Sarkozy will die Institution der Untersuchungsrichter wegrationalisieren. Dabei geht es keineswegs nur um eine effizientere Justiz.

Seite 8
Hans-Dieter Schütt

Die B-Player

Möchte man gern ein B-Player sein? Oder, wie es bei Sportlern heißt, ein Wasserträger? Verstärkt berichten Wirtschaftsreportagen und Berufsbild-Beilagen über jene Zweitreiher, die doch das Rückgrat jeder Firma seien. Ein merkwürdiger Widerspruch. Diese Unauffälligen, Ehrgeizlosen, Desinteressierten an der Karriere, jene also, die über kein »High Potential« verfügen – sie werden gelobt, gleic...

Fabian Lambeck

Vergebliche Hoffnung

Nun ist es raus: Das derzeitige Lieblingsprojekt der Union – der umstrittene Deutschlandfonds – wurde von einer namhaften Wirtschaftsberatung entwickelt. Bislang präsentierte sich Nordrhein-Westfalens CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers als Vater dieses milliardenschweren Fonds. Doch offensichtlich hat die deutsche Wirtschaft dieses Hilfspaket in Eigenregie entwickelt und es über den...

ndPlusSilvia Ottow

Appelle statt Hilfe

Wie wenig es nutzt, ein Gesetz zu verabschieden und dann zu hoffen, dass sich die Realität demselben anpasst, zeigt die jüngste Gesundheitsreform gleich mehrfach. So war der Neuregelung, dass freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige von 2009 an einen Extratarif abschließen müssen, wenn sie noch Krankengeld bekommen wollen, eine kurze Lebensdauer beschieden. Die Krankenkassen hatten so unve...

ndPlusReiner Oschmann

Der Pudel

Manche Auszeichnungen brennen mehr als Prügel. Tony Blair, Großbritanniens Premier von 1997 bis 2007, wird es spätestens am heutigen Dienstag bestätigen können. Dann erhält er in Washington vom scheidenden US-Präsidenten George Bush für seine Rolle als standhafter USA-Vasall die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten, die Freiheitsmedaille. Bushs Pressesprecherin Perino teilte mit, da...

Die Rolle der Massen
ndPlusMathias Wedel

Die Rolle der Massen

Die Massen verhalten sich in gemütlichen Zeiten eher unauffällig. Jeder macht seins – als Kleinsparer, Kleingärtner, Kleinwagenfahrer. Jeder wähnt sich auf der Seidenstraße ins Paradies, und zwar zum Schnäppchen-Tarif. Dass die Leute vereinzelt werden, daran besteht ordnungspolitisches Interesse. Deshalb lautet das oberste Gebot im Ausbeutungsverhältnis: Du sollst nicht dein Gehalt nennen! L...

Seite 9
Der Multifunktionsheld
Jan Freitag

Der Multifunktionsheld

Wenn Guido Knopp Reichsdeutsche rein wäscht, tut er das am liebsten mit dem populärsten aller Gegner Hitlers: Stauffenberg. Nun erzählt das ZDF heute und am 20. Januar, jeweils um 20.15 Uhr, »Die wahre Geschichte«.Schön wie der Tag, hart wie Kruppstahl, prinzipientreu bis aufs Schafott und dann dieser Name: Stauffenberg, ein Klang wie Donnerhall, Inbegriff deutscher Anständigkeit, heroisch durch u...

ndPlusHans-Dieter Schütt

»Totgeglaubte Herzkönigin«

Müller-Texte in der Akademie der Künste, ein Müller-Film auf 3sat, Müller-Texte in den Kammerspielen des Deutschen Theaters: Umzingelung durch Interpretation. Das ist wie Aufenthalt in einer Druckkammer, in die man freiwillig den Kopf schiebt, um ihn frei zu bekommen. Aber es findet Belastung statt, Bedrängung; irgend ein Idealismus, der in Dunkelecken des Gehirns beklommen zu überwintern trachtet...

Seite 10
Lachen und Erschrecken
Volker Trauth

Lachen und Erschrecken

Einer der größten Theatererfolge zu Beginn der 90er Jahre war das von den beiden bekannten österreichischen Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer geschriebene Stück mit dem seltsamen Titel »Indien«. Deren Verdienst war es, die Formensprache des Kabaretts erweitert zu haben: von der Nummerndramaturgie hin zu einer in sich geschlossenen Geschichte, die mit dramaturgischen Mitteln zusammengehal...

ndPlusKlaus Bellin

Sinnliche Impressionen

Eigentlich erwarteten alle einen neuen Roman. Der Roman lag gewissermaßen in der Luft, alles glaubte, dass er bald käme, der Verlag, die Kritik und auch eine Koeppen-geneigte Leserschaft, aber der Autor schwieg. Nach drei großartigen, kontrovers diskutierten, gelobten und verdammten Büchern (»Tauben im Gras«, »Das Treibhaus«, »Der Tod in Rom«) war der Faden gerissen, auch wenn es an Ideen und Plän...

Seite 11
ndPlusDieter Hanisch, Kiel

Schutzschirm für Sparkassen

Die Schutzschirmpolitik zugunsten der Kreditinstitute wird regionalisiert. Die CDU/SPD-Landesregierung in Schleswig-Holstein hat jetzt ihren 15 kommunalen Sparkassen im Lande Garantiezusagen signalisiert. Die bundesweit bisher erste Stützung für Sparkassen bringt wiederum die Genossenschaftskonkurrenz auf die Palme.

Fabian Lambeck

Vater des Deutschlandfonds

Jürgen Rüttgers gilt als begnadeter Populist. Der nordrhein-westfälische CDU-Ministerpräsident macht immer wieder mit spektakulären Forderungen von sich reden. Derzeit wird der von ihm angeregte »Deutschlandfonds« innerhalb der Großen Koalition heftig diskutiert. Allerdings sind mittlerweile ernsthafte Zweifel an Rüttgers Urheberschaft aufgetaucht.

ndPlusAndreas Knobloch

Hilfen vor allem für Unternehmen

Auch Mexiko will mit staatlichen Konjunkturprogrammen den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise begegnen. Opposition und Wirtschaft kritisieren, die Maßnahmen gingen nicht weit genug.

Seite 12
Andreas Knudsen

Vorzeigeobjekt wird Sorgenkind

Während sich der Neubau eines AKW in Finnland weiter verzögert, fordert die linke Opposition einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien.

ndPlusRosi Blaschke

Muss das Dorf »rentabel« sein?

Mit der bevorstehenden größten Nahrungsgütermesse Grüne Woche rückt die Agrarwirtschaft erneut mehr ins Blickfeld von Bürger und Politik. Die weltweite Ernährungskrise und steigende Nahrungsmittelpreise haben viele Menschen dafür sensibilisiert. Kann linke Agrarpolitik zur Lösung der Probleme beitragen?

Seite 13

Nord-Süd - Tipps

HEUTE IN BERLIN – »Der Rohstoffboom. Segen oder Fluch für Afrika?« Referent: Tim Bittiger (Extractive Industries Transparency Initative). 18-20 Uhr, Hörsaal 21A, Ihnestr. 21, Berlin-Dahlem.GENTECHNIK – »Monsanto – Mit Gift und Genen« Genetisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Hersteller-Firmen. Marie-Monique Robins brillante Recherche über den Biotechnologie-Kon...

Südamerika am Ende des Booms
Martin Ling

Südamerika am Ende des Booms

Der Wirtschaftsboom in Lateinamerika ist vorbei. Seit 2003 haben viele lateinamerikanische Länder von hohen Rohstoffpreisen profitiert und Wachstumsraten erzielt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Für 2009 rechnet die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) nur noch mit 1,9 Prozent.Alle Länder haben in den letzten Jahren vor allem auf Rohstoffexporte gebaut. Das wird im Zu...

ndPlusZahira Kharsany, Johannesburg

Umdenken im Aids-Zeitalter

Auch wenn die Bevölkerung in Afrika weiterhin weltweit am schlimmsten unter der Verbreitung von HIV/Aids leidet, spricht das UN-Aidsprogramm (UNAIDS) in seinem jüngsten Bericht von ermutigenden Trends in einigen der am schwersten betroffenen Länder. So etwa führt die Organisation den Rückgang der Neuinfektionen in Ruanda und Simbabwe auf ein verändertes problembewusstes Sexualverhalten zurück.Alle...

David Cronin, Brüssel

Konjunkturplan für die Menschenrechte

Die Länder im Afrika südlich der Sahara stehen nach Ansicht einer internationalen Nichtregierungsorganisation vor weiteren 200 Jahren der extremen Armut, wenn die Weltgemeinschaft nicht kategorisch umdenkt.

Wandel unter Lugo steht aus

Wandel unter Lugo steht aus

In Paraguay kämpft die indigene Gemeinschaft der Sawhoyamaxa seit 1991 um ihr angestammtes Land im Chaco-Gebiet. Mit Hinweis auf das deutsch-paraguayische Investitionsschutzabkommen wird ihnen das Recht darauf abgesprochen, denn das Land gehört einem deutschen Großgrundbesitzer. Mit Eriberto Ayala, einem Delegierten der Sawhoyamaxa, der auf Einladung der Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung FIAN in Deutschland war, sprach für ND Tobias Lambert.

Seite 14
Die Rezension - Arzt belauscht

Die Rezension - Arzt belauscht

Fachchinesisch, belehrende Monologe und das Erheben der Stimme gehören zum Instrumentarium der Machtausübung im Sprechzimmer. Wie Ärzte ihre Patienten von der eigenen Therapiewahl überzeugen und oft aus Zeitmangel die kooperative Entscheidungsfindung im Keim ersticken, untersuchte der Sprachforscher Tim Peters von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) auf der Basis aufgezeichneter Arzt-Patienten-Gespr...

Elfi Schramm

Anrufe ergänzen Arztbesuch

Depressionen gehören zu den häufigsten Krankheiten in der westlichen Welt. In Deutschland ist jeder zehnte Erwachsene betroffen, doch nur wenige erhalten eine effektive Therapie. Telefonische Betreuung soll die Situation verbessern.

Nachrichten

Fettreiche Ernährung erhöht Brustkrebs-Gefahr Eine fettreiche Ernährung erhöht offenbar das Risiko für Brustkrebs. Essen Frauen viel Butter, Margarine, verarbeitetes Fleisch und Fisch und meiden sie Brot und Fruchtsäfte, so steigt die Gefährdung um fast das Doppelte, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) nach einer Studie mit mehr als 15 000 Teiln...

ndPlusRosemarie Kappler

Training macht Zellen fit

Studien der letzten Jahre haben selbst Ärzte in Staunen versetzt. Sport beugt nicht nur Krebs vor, sondern verbessert nachweislich auch die Heilungschancen der Erkrankung.

Seite 15
Tom Mustroph

Glamour fürs Altenheim

Fürs erste Jubelfoto hat der Coverboy bereits gesorgt. Sogar Klubboss Silvio Berlusconi gab sich überrascht, dass David Beckham zu seinem Pflichtspieldebüt beim AC Mailand gegen den AS Rom bereits ab der ersten Minute auflief, ohne dabei im Kombinationsspiel der Rot-Schwarzen sonderlich aufzufallen. Immerhin orientierte Beckham sich soweit nach vorn, dass er nach dem ersten Treffer des Doppeltorsc...

Niederlage im Gepäck

Mit einer herben Niederlage im Gepäck reisen die deutschen Handballer zur WM nach Kroatien. Knapp eine Woche vor dem Auftaktspiel gegen Russland am 17. Januar verabschiedeten sich die Weltmeister mit einem 17:28 (8:15) gegen Gastgeber Spanien vom Vier-Länder-Turnier in Algeciras und haben noch einige Arbeit bis zur Bestform vor sich. »Das war schade, denn das Ergebnis spiegelt nicht den wahren Spi...

Jürgen Holz

Der WM-Feinschliff kommt erst noch

»Das war eine fantastische Woche, und der Sieg war die absolute Krönung«, strahlte Kati Wilhelm nach ihrem Erfolg im 12,5-km-Massenstartrennen beim Biathlon-Weltcup in Oberhof. Zuvor war sie ein tolles Staffelrennen gelaufen und im 7,5-km-Sprint Sechste geworden. Für die 32-jährige dreifache Olympiasiegerin vom SC Motor Zella-Mehlis war es der erste Weltcupsieg in dieser Saison und zugleich der 19...

Seite 17
Drei Porträts im Park
Hans-Rüdiger Merten

Drei Porträts im Park

In der Alten Jakobstraße in Mitte stand zwischen Sebastian- und Stallschreiberstraße bis zu ihrer Kriegszerstörung im Februar 1945 die Luisenstädtische Kirche. Der zu ihr gehörende Friedhof wurde bereits 1851 in einen Park umgewandelt. Heute erinnert in einer kleinen Grünanlage ein Gedenkstein mit seinen Portraitreliefs an die Kirche und drei der bedeutenden Männer, die hier begraben wurden. Der f...

Spielräume ausnutzen

Im Vergleich zu anderen Bundesländern macht Berlins Härtefallkommission einen guten Job: Das Gremium, dem Mitglieder des Senats, der Kirchen und von Flüchtlingsorganisationen angehören, interveniert auf Antrag von Migranten, die versuchen, ihre beschlossene Abschiebung zu verhindern. Mit 140 solcher Begehren setzte sich die Kommission im vergangenen Jahr auseinander – fast nur noch die Hälft...

Lehrer lachen manchmal mit
ndPlusSarah Liebigt

Lehrer lachen manchmal mit

Schwul-lesbische Vereine begrüßten in der gestrigen Anhörung im Abgeordnetenhaus den Aktionsplan gegen Homophobie, wiesen jedoch darauf hin, dass ehrenamtliches Engagement allein nicht ausreiche, Präventionsmaßnahmen, Opferbetreuung und gezielte Öffentlichkeitsarbeit an Schulen durchzuführen. Geladen waren neben Mitarbeitern Berliner Vereine Kriminalhauptkommissar Uwe Löher und Eren Ünsal von der ...

ndPlusBernd Kammer

Ausstellung zur Ausstellung

Ab Mitte des Jahres sollen die Berliner eine Vorstellung bekommen, was sie im künftigen Humboldt-Forum am Schloßplatz erwartet. Am 9. Juli will die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gemeinsam mit den anderen Forum-Nutzern Zentral- und Landesbibliothek sowie Humboldt-Universität im Alten Museum gewissermaßen eine Ausstellung über die Ausstellung zeigen, wie Stiftungspräsident Hermann Parzinger gest...

Seite 18
Wolfgang Weiß

Bürger gestalten aktiv mit

Im Treptow-Köpenicker Ortsteil Johannisthal hat ein neues Gremium seine Arbeit aufgenommen. Das Bürgerforum, dem Angehörige unterschiedlicher Berufe und verschiedener Altersgruppen angehören, versteht sich als Schnitt- und Anlaufstelle für alle Einwohner, denen die Entwicklung von Johannisthal am Herzen liegt und die diese aktiv mitgestalten wollen. Dazu soll eine Homepage für Johannisthal entwick...

ndPlusJörg Meyer

Anrufen statt einwerfen

Parken soll bequemer werden. Seit Montag können Autofahrer bei sechs verschiedenen Betreibern ihre Parkgebühren per Telefon bezahlen, statt wie bisher bei nur zweien. Damit werde das »Handy-Parken« günstiger, hieß es bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Industrie- und Handelskammer (IHK), Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und Handwerkskammer. Ein Pilotprojekt »Handy-Parken« lief bereits s...

Wer tötete den Säugling Santino?
ndPlusPeter Kirschey

Wer tötete den Säugling Santino?

Der Tod des sechsmonatigen Säuglings Santino, der am 16. November 2006 gegen 12 Uhr schwerstverletzt unter einem parkenden Pkw in der Niederschöneweider Brückenstraße gefunden wurde, wird seit gestern zum zweiten Mal vor dem Berliner Landgericht verhandelt. Angeklagt ist erneut die Mutter des Babys, Sabrina R., inzwischen 25 Jahre alt. Sie war am 10. Dezember 2007 vom Vorwurf des Totschlags freige...

Seite 19
Junge Wilde aus Asien

Junge Wilde aus Asien

(ND). Ein Festival des zeitgenössischen asiatischen Films gibt es im Kino Babylon. Bei der diesjährigen zweiten Ausgabe wurden über 50 aktuelle Produktionen aus 18 Ländern ausgewählt, die Schwerpunkte liegen laut Veranstalter auf Indonesien und dem Todestag Gandhis, der sich am 30. Januar zum 60. Male jährt. Ergänzt wird das Programm durch Diskussionen, die die im Film behandelten Themen vertiefen...

Provokant, weiblich, ungeschönt
Volkmar Draeger

Provokant, weiblich, ungeschönt

Spätestens ab dem Jahr des Aufruhrs 1968 gingen in Ost und West auch die Frauen auf die Straße, an die Öffentlichkeit. Viele Künstlerinnen erfanden mit, nutzten und perfektionierten ein neues interdisziplinäres Ausdrucksmittel: die Performance als prozessorientierte Kunstform, die den Körper und seine Handlungen zum Medium der Kunst erheben. So liest man eingangs auf einer der Texttafeln zur Ausst...

Seite 20
Probelauf für den Massenmord
Wilfried Neiße

Probelauf für den Massenmord

Als letzter der insgesamt sechs Schauplätze für die »Euthanasie« Verbrechen der Nazis wird die Stadt Brandenburg/Havel eine Gedenkstätte erhalten. Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) erklärte gestern, dass sie am kommenden Sonntag eingeweiht wird. Die Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz haben aus Stahlbeton die »grauen Busse« geschaffen, die nicht mobil sind, aber doch beweglich. Damit wi...