Ausgabe vom 01.08.2009

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Unten links

Es ist das sensationellste Comeback des Jahres: Michael »Das Kinn« Schumacher steigt wieder in den Ring. Unbestätigten Gerüchten zufolge wird der Kerpener dort auf einen Mann treffen, der es ebenfalls noch einmal richtig wissen will: Axel »Die Mütze« Schulz. Getreu dem Motto »Axel des Guten statt Achse des Bösen« will der Brandenburger dem Sport die durch Rekordsucht und Dopingskandale zerstörte V...

Das Desaster fiel nicht vom Himmel
ndPlusAxel Troost

Das Desaster fiel nicht vom Himmel

Trotz des umfangreichen Auftrags und der knapp bemessenen Zeit zur Aufarbeitung des Hypo-Real-Estate-Desasters hat der HRE-Untersuchungsausschuss des Bundestages bemerkenswerte Fakten zu Tage gefördert. Klar wurde, dass die Finanzaufsicht die HRE erst ab Januar 2008 genauer in den Blick nahm. Das Problem der HRE bestand allerdings spätestens seit dem Herbst 2007, als sie die irische DEPFA plc. und...

Peter Liebers

CDU-Rückzug an der Bratwurstfront

In Thüringen beginnt heute der heiße Wahlkampf für die Landtagswahl am 30. August. Die Junge Union zeigte schon vorab, wie sie die Aufforderung ihres Landeschefs Dieter Althaus umzusetzen gedenkt, der zu einem fairen Wahlkampf aufgerufen hatte.

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Barrikaden und Traktoren

Der Widerstand im Wendland ist allgegenwärtig. An den Häusern hängen Transparente mit Anti-Atom-Parolen und der lachenden Sonne. Viele Leute haben gelbe Latten zu einem »X« zusammengenagelt und in Vorgärten, an Stalltüren oder einfach am Wegesrand aufgestellt. Die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg organisierte schon 1977 eine erste Demonstration mit 20 000 Teilnehmern. Im März 1...

»Richtig die Ostzonalen ärgern«

Bürgerinitiativen und die Opposition in Niedersachsen drängen auf eine Offenlegung der so genannten »Gorleben-Akten«. Kabinettsprotokolle und andere Unterlagen aus den Jahren 1976 und 1977 könnten belegen, dass Gorleben nicht aus geologischen Gründen als möglicher Standort für ein Endlager ausgewählt wurde. Tatsächlich hatten der Bund und die Energiewirtschaft seinerzeit von insgesamt 300 Salzstöc...

Reimar Paul

Streit um den Salzstock

Dieser Tage wollte auch Annette Schavan mal was zu Gorleben loswerden. Mit dem Salzstock im Wendland sei doch ein geeigneter Endlager-Standort bereits gefunden, redete die Forschungsministerin im Zeitungsinterview drauf los. Bisher »hat niemand glaubhaft darlegen können, dass sich der Salzstock in Gorleben nicht eignet«. Die CDU-Politikerin, das nur zu Erinnerung, trug bis Jahresende Verantwortung...

ndPlusAndré Anwar, Kopenhagen

Dänischer Hardliner für die NATO-Spitze

Mit dem Dänen Anders Fogh Rasmussen tritt heute ein Politiker, der gleichermaßen einigt und spaltet, an die Spitze der NATO. Während er im EU-Erweiterungsprozess Geschick bewiesen hat, gibt es kaum einen anderen europäischen Politiker, der in der islamischen Welt so unpopulär wie Rasmussen ist.

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ndPlusRalf Streck, San Sebastián

ETA in der Kritik von Gründervätern

Seit 50 Jahren gibt es die Untergrundorganisation »Baskenland und Freiheit«, besser bekannt als ETA (Euskadi Ta Askatasuna). Die Anschläge von Burgos und Mallorca in dieser Woche zeigen, dass sie trotz Schwächung immer noch zu tödlichen Anschlägen fähig ist.

Wie weit ist Moskau von Russland entfernt?
Detlef D. Pries

Wie weit ist Moskau von Russland entfernt?

In der Straße Bolschaja Lubjanka, die jahrzehntelang nach Volkskommissar Feliks Dzierzynski hieß, liegt ein Restaurant, das die Zunftzeichen der Nachfolger des »Eisernen Feliks« im Namen trägt: »Schtschit i Metsch« (Schild und Schwert). Allerdings steht hinter der gläsernen Tür geschrieben: »Restoran Schtschit i Metsch sakryt« – geschlossen! Ein Krisenzeichen? Die Konkurrenz nebenan versucht eine Geschäftsidee daraus zu machen. Die Kochfigur in deren Schaufenster wirbt auf einer Tafel mit einem »Antikrisenmenü«.

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Steffen Schmidt

Umwelt im Wahlkampf

Mit dem unerwarteten Ausscheiden des langjährigen Präsidenten des Umweltbundesamtes, des oft genug gerade für die eigene Partei höchst unbequemen CDU-Politikers Andreas Troge, droht dieses wichtige Amt zur bloßen Verschiebemasse im Wahlkampf zu werden. Troge, der sich mit einer Kritik der Atompläne seiner Unionsfreunde verabschiedete, hatte das Umweltbundesamt zur einflussreichen unabhängigen Inst...

Grit Gernhardt

Arbeitswut?

Damit ist sie bewiesen, die Mär von den fleißigen und arbeitswütigen Deutschen: Eine EU-Studie brachte zutage, dass hierzulande durchschnittlich über 41 Stunden arbeitet, wer Arbeit hat. Damit ist aber gleichzeitig das Märchen widerlegt, dass es zu wenig Arbeit für alle gäbe. Das wachsende Heer der Erwerbslosen kann sich nämlich nicht über zu viel, sondern nur über zu wenig Wochenarbeitszeit besch...

ndPlusMartin Ling

Tödliches Politikversagen

Es ist ein Armutszeugnis erster Güte: Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) muss seine Hilfe für die Hungernden dieser Welt einschränken, weil die Geberstaaten ihre Finanzzusagen nicht einhalten. Drei Milliarden Dollar fehlen für einen ausgeglichenen Etat, das ist fast die Hälfte des geplanten Budgets. Die Folgen sind todsicher: Viele der 108 Millionen bedürftigen Menschen, die a...

Gabriele Oertel

Vorsicht Falle!

Auch wenn SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier für sein Kompetenzteam von den anderen Parteien wenig Lob erhält – zumindest, Harald Christ, wird als Lichtgestalt gefeiert. Die einen verweisen auf den steilen Aufstieg des 37-Jährigen vom Arbeiterkind zum Multimillionär. Anderen ist die Offenheit des Firmeninvestors im Umgang mit seiner Homosexualität eine Erwähnung wert. Fest steht, de...

Warum Volkssolidarität?

Warum Volkssolidarität?

ND: Die Volkssolidarität (VS) ist der größte Sozialverband Ostdeutschlands. Im Westen war sie bislang nicht präsent. Ihre VS-Ortsgruppe im nordrhein-westfälischen Ratingen bildet da eine Ausnahme. Warum haben sie sich für die Volkssolidarität entschieden? Evers: Ursprünglich waren viele unserer Mitglieder bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Aber die AWO ist, wie viele andere Verbände auch, entweder p...

Seite 5

Paulis Partei scheitert selbst in Bayern

München (dpa/ND). Gabriele Pauli ist mit ihrer neuen Partei in den Startlöchern zur Bundestagswahl gescheitert. Die Landeswahlausschüsse verweigerten der Freien Union am Freitag reihenweise die Zulassung zur Wahl am 27. September, weil sie nicht die erforderlichen Unterstützer-Unterschriften zusammengebracht hatte. In ihrem Stammland Bayern sorgte Pauli selbst für die Schlappe: Sie hatte notwendig...

Luxusmodernisierung Kampf angesagt
ndPlusSusann Witt-Stahl

Luxusmodernisierung Kampf angesagt

Die Abkürzung des Namens von dem Wohnungsbauprojekt Bernhard-Nocht-Quartier BNQ regt den Appetit vieler St. Paulianer an: »Barbecue statt BNQ«, fordern Stadtteilinitiativen, Anwohner und ansässige Gastronomen, die sich zu der Interessengemeinschaft NoBNQ! zusammengeschlossen haben. Aber ihre Gelüste sind nicht etwa fleischlicher Natur – statt Bratwürsten und Nackensteaks wollen sie lieber »Investorenträume grillen«.

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Merkel muss nicht zu HRE aussagen

Berlin (dpa/ND). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss nicht vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) aussagen. Der Grünen-Antrag, Merkel als Zeugin zu laden, sei am Donnerstagabend im Ausschuss mehrheitlich abgelehnt worden, sagte Grünen-Obmann Gerhard Schick am Freitag in Berlin.    Schick kritisierte, die Große Koalition wolle Merkel vor kritis...

Thomas Schwandt, dpa

»Letzte Schicht« in Wismar

Auf den Trauerflor an der Werfthalle vom Wochenbeginn folgten schwarze Fahnen zum Wochenende: Mit einem Marsch durch die Hansestadt Wismar haben die Mitarbeiter der insolventen Wadan-Werften am Freitag versucht, die Öffentlichkeit angesichts der dramatischen Situation ihres Noch-Arbeitgebers wachzurütteln. Mindestens 1500 Menschen zogen durch die Straßen der Innenstadt. Bereits am Vormittag hatten...

ndPlusFabian Lambeck

Mindestlohn schafft 600 000 neue Stellen

Das in dieser Woche veröffentlichte Gutachten des Instituts Econometrics hat es in sich: Auf 74 Seiten beweist der Ökonom Klaus Bartsch, dass die Einführung eines Mindestlohnes ein wahres Jobwunder zur Folge haben könnte.

Seite 7

Mehr getötete Zivilisten in Afghanistan

Kabul/Berlin (epd/ND). In Afghanistan gibt es nach Angaben der Vereinten Nationen immer mehr zivile Opfer. Seit Anfang dieses Jahres seien 1013 Zivilisten bei Anschlägen und Kämpfen ums Leben gekommen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA). Die Zahl der zivilen Opfer stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel. Die UN mac...

Knüppeleinsatz auf Friedhof

Bei den jüngsten Protesten gegen den umstrittenen Wahlsieg des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Teheran sind 50 Oppositionsanhänger festgenommen worden.

Abida Semouri, Algier

Jubelfeiern für Marokkos Monarchen

Zum zehnjährigen Thronjubiläum des marokkanischen Königs Mohammed VI. hat der Palast im ganzen Reich viertägige Jubelfeiern angesetzt. Bis zum Sonntag dürfen sich die 34,4 Millionen Untertanen bei Reiterspielen, Flugshows und Festen in Lobpreisungen ihres Herrschers ergehen.

Seite 8
ndPlusWerner Birnstiel

Pekings Doktrin betont die Defensive

Alljährlich am 1. August wird Chinas zweithöchster nationaler Feiertag, der Jahrestag der Volksbefreiungsarmee, mit großem Aufwand begangen. Dem Ausland gegenüber treten Chinas Streitkräfte zurückhaltend auf, in der Sache jedoch wirkungsvoll.

»Dies ist ein terroristisches Regime«

»Dies ist ein terroristisches Regime«

Wie beschreiben Sie die gegenwärtige Situation in Honduras?Wir sind bestürzt angesichts dessen, was wir in unserem Land sehen. Das Putschregime verletzt sämtliche demokratische Grundsätze und tritt die Menschenrechte der Honduraner mit Füßen. Die Nationale Menschenrechtskommission negiert dies; sie steht auf Seiten der Putschisten. Ihr Vorsitzender Ramón Custodio hat öffentlich verkündet, in Hondu...

Der Mythos des Warschauer Aufstands
Julian Bartosz, Wroclaw

Der Mythos des Warschauer Aufstands

Der Warschauer Aufstand 1944, dessen Ausbruch sich am 1. August zum 65. Male jährt, ist seit Jahrzehnten Gegenstand eines Streits unter Historikern und »Geschichtspolitikern«. Und der tobt in diesem Jahr besonders heftig. Staatspräsident Lech Kaczynski will den Jahrestag des Aufstandsbeginns gesetzlich zum Nationalen Feiertag erklären lassen und mobilisiert »alle Patrioten« zur Unterstützung dieses Vorschlags.

Seite 9

Lichtblick für US-Wirtschaft

Washington (dpa/ND). Lichtblick für die US-Konjunktur: Die Talfahrt der größten Volkswirtschaft der Welt hat sich im zweiten Quartal deutlich verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte nur noch um ein Prozent, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. In den ersten drei Monaten hatte das Minus noch 6,4 Prozent betragen.Ökonomen hatten für das zweite Quartal ein Minus von rund 1,5 P...

Thomas Cook erwartet Verkauf

London (dpa/ND). Die Gläubigerbanken des insolventen Handels- und Touristikunternehmens Arcandor treiben den Verkauf der an sie verpfändeten Thomas-Cook-Anteile voran. Die Konsortialführer BayernLB, Commerzbank und die Royal Bank of Scotland (RBS) prüften derzeit alle Optionen, teilte Thomas Cook am Donnerstag in der britischen Hauptstadt London mit. Eine Entscheidung, was mit den Anteilen an Euro...

Continental: Chaos um Chefposten

Hannover (dpa/ND). Conti-Chef Karl-Thomas Neumann droht nach weniger als einem Jahr an der Konzernspitze das Aus. In einer dramatischen Nachtsitzung des Aufsichtsrats hat er den Machtkampf mit Großaktionär Schaeffler offensichtlich verloren. Nur der Widerstand der Arbeitnehmerseite verhinderte bislang seine Absetzung. Schaeffler will jemanden aus den eigenen Reihen auf dem Vorstandsessel setzen. I...

John Dyer, Boston

Bonuszahlungen »ohne Sinn und Verstand«

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo legt in einem Bericht die Bonuszahlungen der neun größten US-Banken an ihre Top-Manager offen. Sein Papier trägt den Titel: »Ohne Sinn und Verstand«.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Weder einfach noch gerecht

In Deutschland ist die hitzige Debatte darüber fast wieder in Vergessenheit geraten, in Frankreich beginnt sie gerade – hier soll bald mit einer Ökosteuer das Klima entlastet werden.

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Frank Mebik und Uwe Jentzsch, dpa

Ullrich und Lemme verstehen Urteil nicht

Nach dem Schock durch das Urteil wollen die deutschen Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich heute gemeinsam mit Peter Rauchfuß, dem Schiedsrichterchef des Deutschen Handball-Bundes (DHB), darüber beraten, ob sie Einspruch gegen ihre fünfjährige Sperre einlegen werden. Die beiden Referees halten das Strafmaß für völlig überzogen. »Das trifft uns hart«, sagte Bernd Ullrich. Die Europäische Ha...

Samulskis Silber war Gold wert

Einen Tag nach ihrem großen Finale kam die Freude erst richtig durch. Silber war für Daniela Samulski Gold wert. »Ich bin so stolz«, sagte die Essenerin nach ihrem Rennen mit Europarekord über 50 Meter Rücken bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom. »Ich bin superzufrieden, fünfzig Meter sind immer so knapp.« Den Sieg musste sie der Weltrekord schwimmenden Chinesin Zhao Jing überlassen.Daniela ...

ndPlusMark Wolter

Altes Duell, neue Rollen

Die Fußball-Sommerpause ist vorbei und zum Auftakt gibt es für die Wartenden im Osten ein ganz besonderes Spiel. In der ersten DFB-Pokalrunde trifft der 1. FC Magdeburg im heimischen Stadion auf Energie Cottbus. Ein Duell, das es schon lange nicht mehr gegeben hat. Nach mehr als 15 Jahren treffen beide Klubs heute wieder aufeinander – allerdings in neuer Rollenverteilung: War früher der einz...

Tom Mustroph, Rom

Zwei Königinnen in einem Team

In der gleichen Mannschaft, doch nie gleichzeitig im Becken – Italiens Schwimmsport hat zwei Königinnen. Bei einer tobt das ganze Stadion, bei der anderen gerät nur die Curva Sud außer Rand und Band. »Komm unter die Kurve«, brüllt ein Häuflein Fans nach dem Vorlauf über 800 m Alessia Filippi zu. Die 22-jährige Römerin lacht vergnügt. Sie stammt aus einem eher armen Viertel der Hauptstadt und...

Seite 11
Nakamura siegt im Fischer-Modus
ndPlusDagobert Kohlmeyer, Mainz

Nakamura siegt im Fischer-Modus

Bei den Chess Classic von Mainz, einem Schnellschachturnier auf höchstem Niveau, will der indische Champion Viswanathan Anand seinen Titel verteidigen. Der blitzgescheite Denker hat ihn dort in seiner eigenen Domäne schon achtmal gegen die Besten der Welt erobert. Anand trifft in Mainz seit gestern auf den Weltranglisten-Vierten Levon Aronjan (Armenien), den Russen Jan Nepomniachtschi und den Dort...

Gerd Holzbach, SID

Letzte Fahrkarten nach Berlin

Während die Leichtathletik-WM in Berlin den ersten ausverkauften Wettkampftag meldet, kämpfen noch rund 20 deutsche Athleten am Wochenende in Leverkusen und bei der Gala in Wattenscheid um ihre letzte Startchance. »Ich bin zuversichtlich, dass es über zehn von ihnen schaffen werden und die Mannschaft noch auf rund 85 wächst«, sagt Jürgen Mallow, Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes...

ndPlusOliver Händler

Mit Europas Fahne auf der Wange

Vanessa Herbon bringt nichts so leicht aus der Ruhe. Sie sitzt gelassen in der Sonne und beantwortet geduldig jede Frage, egal ob nach Straßenbelägen, Hotelzimmern oder Bürgermeistern. Doch wenn das Wort »Ryder Cup« fällt, glänzen plötzlich ihre Augen. Sie rückt auf ihrem Stuhl vor und würde am liebsten gar nicht mehr aufhören, von diesem ungewöhnlichen Wettbewerb zu erzählen. »Der Ryder Cup ist d...

Seite 12
Reimar Paul

Drei Litzen, vier Drähte

Ob Fahrstühle, Seilbahnen oder Kräne – nichts davon würde ohne das Drahtseil funktionieren. Erfunden hat es vor 175 Jahren Oberbergrat Wilhelm August Julius Albert in der damaligen Bergbau-Stadt Clausthal im Harz.Bevor es Drahtseile gab, mussten die Bergleute das Erz mit Hanfseilen oder Eisenketten aus den Gruben ans Tageslicht befördern. In größerer Tiefe stießen diese Methoden jedoch an ih...

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» Hab ich ein Pech!«

» Hab ich ein Pech!«

Er war ein Meister der kleinen Rolle – da war ein staunendes Glühen inmitten seiner meisterlichen Winzigkeiten, die er in die Aufführungen trieb, mit Berliner Pfiff und nasespitzer Frechnatur. Dommisch, seit 1961 am Deutschen Theater Berlin, eine Zeitlang an Bessons Volksbühne, wurde für viele Menschen zu einem einzigen Satz: »Hab ich ein Pech!«, im Film »Die Goldene Gans«. Oder zur Synchronsti...

PLATTENBAU
ndPlusAndré de Vos

PLATTENBAU

Immer, wenn ein Zusammenschluss berühmter Musiker zu einer »Supergroup« stilisiert wird, muss man vorsichtig sein. Daran ändert sich auch nichts, wenn sich unter Chickenfoot der Weltklassegitarrist Joe Satriani, Sänger Sammy Hagar und Bassist Michael Anthony (beide Ex-Van Halen) und der Red-Hot-Chili-Peppers-Drummer Chad Smith zusammentun. Joe Satriani hat das virtuose Gitarrenspiel in den letzten...

Blendung und Gnade
ndPlusHorst Nalewski

Blendung und Gnade

Man sieht auf das Foto und sodann, bitte, auf das eingerückte Gedicht; es ist das Gedicht eines im siebzigsten Lebensjahr Stehenden. Die Überschrift verspricht wohl, den Schock der ersten Verse auszulöschen. Dass den Alternden die Vorstellung des Endens überfallen kann, ja muss, ist Lebensgesetz. Doch Gesetz ist auch, schwindende Zeit, wie auch immer geartet, festhalten zu wollen. »Des Lebens Ruf ...

Seite 14
ndPlusLothar Bisky

Ausverkauf der Träume

K ino hatte in seinen besten Zeiten mit Wünschen und Tagträumen der Massen zu tun – moderne Volksmärchen, könnte man meinen. Eines war, geadelt durch die Zuschauer, »Die Legende von Paul und Paula«. Regisseur Heiner Carow drehte viele andere, davon erhielt »Coming out« 1990 den Silbernen Bären bei der Berlinale. Domröse und Glatzeder, Hauptdarsteller in der »Legende«, spielten sich in die He...

Schwer in Ordnung, schwerelos
Hans-Dieter Schütt

Schwer in Ordnung, schwerelos

Es war eine Art Familienfest: Benno Besson gastierte 1998 im Berliner Ensemble, mit seiner Zürcher Brecht-Arbeit »Die heilige Johanna der Schlachthöfe«. Es spielte auf der Bühne alles mit, was Besson hieß oder zu Besson gehörte oder zu ihm gehört hatte – auch des Regisseurs einstige Ehefrau und künstlerische Partnerin Ursula Karusseit. Sie war die Frau Luckerniddle – in wenigen Auftrit...

Seite 15

S-Bahn wieder durch die City

(ND). Ab Montag kehrt die S-Bahn wieder ins Zentrum zurück. Fast alle Streckensperrungen sind aufgehoben, allerdings gilt auf den meisten Linien nur ein 20-Minuten-Takt, zudem sind die Züge meist nur mit sechs oder gar vier Wagen unterwegs. Vom normalen Angebot sei das Unternehmen noch »weit entfernt«, so der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.Auf der Stadtbahn zwischen Zoo und Ostbahnhof fahren p...

ndPlusSarah Liebigt

Schlemmen im Sommerloch

Hand aufs Herz, Schlemmen und edle Weine Schlürfen hebt doch die Stimmung – wenn man nicht selber kochen muss. Im Sommergarten des ICC-Geländes wird noch bis Sonntag der Taste of Berlin, der Geschmack Berlins, gefeiert. Der manifestiert sich anscheinend in lauwarmem Pfifferlingssalat, Pfeffercreme, Pfirsich-Parfait und in den Klängen eines Glasharfenspielers. * Sommerliche Urlaubszeiten brin...

Freiheit für Maxi und Schnute
Andreas Heinz

Freiheit für Maxi und Schnute

Um die Bären-Bleibe im Zwinger gibt's tierischen Streit. Während sich die Mitglieder des Vereins Berliner Bärenfreunde für einen weiteren Aufenthalt der beiden Tiere auf den rund 500 Quadratmetern im Köllnischen Park einsetzen, fordert der Landestierschutzbeauftragte Klaus Lüdcke: Freiheit für Maxi und Schnute.Nach Ansicht des ehemaligen Präsidenten der Berliner Tierärztekammer ist das Areal im Be...

Memory macht Homophobie den Garaus
Katharina Zeiher

Memory macht Homophobie den Garaus

Das Thema Integration ist in aller Munde. Doch wie sieht erfolgreiche Integrationspolitik tatsächlich im Kleinen aus? Dieser Frage geht das ND seit vergangener Woche immer sonnabends an dieser Stelle nach, indem es insgesamt vier sogenannte Tandemprojekte vorstellt, die der rot-rote Senat im Rahmen seines Aktionsprogramms zur Integration fördert. Heute im zweiten Teil der Serie ist es das Projekt ...

Viel Weite – doch wo ist die Goldene Linie?
ndPlusAlexander Richter

Viel Weite – doch wo ist die Goldene Linie?

Wo verläuft hier bloß die Goldene Linie? Kein Hinweis, kein Schild, kein Nichts. Links geht's nach Jever, rechts zur Küste. Plattes Land, weiter Blick, kein Schandfleck aus Beton stört den Idyllenblick. Ein blaugetupfter Himmel, sattes Grün, mehr Kühe und Schafe als Menschen, meint man, wenn man die schmalen friesischen Straßen entlangzuckelt. Wir suchen eine Grenze, die zwar existent ist, für die...

Seite 16
Bettina Markmeyer, epd

Raus aus der Hartz IV-Falle

Denise Link steht, ohne sich anzulehnen, zwischen den Hobelbänken. Sie trägt eine khakifarbene Latzhose, die dunkelblonden Haare hat sie zum Pferdeschwanz zusammengebunden. Sie lächelt. Eben hat die angehende Tischlerin eine Kindergarderobe in Pinguinform aus der Farbvernebelungsanlage geholt. Die Lackierung ist ebenmäßig geworden, sie ist zufrieden. »Für meine Kleine«, sagt sie, »das kommt ins Ki...

Heidi Diehl

Wildromantisches Felsenreich

Micha ist nicht so eine Memme wie ich. Er zieht mit den anderen los, um der »Tante«, einem 15 Meter hohen Felsen, hoch oben in den Schrammsteinen im Elbsandsteingebirge, aufs Dach zu steigen. »Versuch macht klug«, scherzt er, »bis heute Abend dann.« Schon bei dem Gedanken daran, in einer Felsenwand zu hängen, schlägt mein Kreislauf Purzelbäume. Nein danke, klettert mal schön, da schnür ich lieber ...

Seite 17
Die käufliche Sehnsucht
ndPlusManuela Lintl

Die käufliche Sehnsucht

Sechs Künstler aus Asien und der Pazifikregion hat die aus Singapur stammende Kuratorin June Yap zur thematischen Ausstellung »Das Paradies ist anderswo« in die Ifa-Galerie in Mitte eingeladen. Hier wird versucht, verschiedene Aspekte von Paradiesvorstellungen im zeitgenössischen Kontext zu beleuchten. Nicole Andrijevics aus Australien, Jason Wee aus Singapur, Yee I-Lann aus Malaysia, Leung Chi Wo...

Hendrik Lasch

Polytechnik als Passion

Die Jungs treten aufs Gaspedal. »Herr Samuel, wir wollen Traktor fahren!«, rufen sie, kaum dass sie ihre Schultaschen energisch in die Ecke befördert haben. Samuel bremst. Erst, sagt der Lehrer, wird gelötet: kleine Kästchen aus Leiterplatten, aus denen später einmal einfache Funktionsmodelle von Elektromotoren entstehen sollen. Danach kann das robuste Gefährt vor der Tür in Betrieb genommen werde...

Seite 18
Wilfried Neiße

Alt geworden im Gefängnis

Nicht nur die Lehrer werden im Durchschnitt immer älter, auch das Wachpersonal in den Gefängnissen ist von diesem Wandel betroffen. Der Gefangene, der am 20. Juni aus der Rettungsstelle in Brandenburg/Havel seinen Bewachern leichtfüßig entsprang, war 31 Jahre alt und körperlich offenbar fit. Jeder der beiden Strafvollzugsbediensteten, die ihn bewachen und nach der Behandlung wieder ins Gefängnis z...

Das Paradies

Das Paradies

In meiner norddeutschen Heimatstadt gab es einen interessanten Garten. Er lag integriert zwischen alten Leinweberhäusern und dem Lagerhaus einer Obst- und Gemüsehandlung. Das Ganze befand sich an der Straße, in der auch die Familie meiner Mutter wohnte. Ich entsinne mich noch genau an die Aufschrift über dem Tor der Lagerhalle auf weißem Grund. Nachts wurde sie von einer darüber angebrachten Lampe...

Neonazis hier und in Sachsen-Anhalt

Potsdam (epd/ND). Die rechtsextreme Szene in Brandenburg und Sachsen-Anhalt ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes vor allem lokal organisiert und kaum vernetzt. Bei der Bekämpfung der Neonazis seien deshalb besonders Bürgermeister und Kommunen gefordert, sagte Brandenburgs Verfassungsschutzchefin Winfriede Schreiber am Freitag bei der Vorstellung eines gemeinsamen Lagebildes der beiden Bu...

Glatzköpfe

Glatzköpfe

Glatzköpfe, warum, nein, nicht warum, sie glänzten einfach, die Kindheit lang, strahlten, glatt gerieben, womit auch immer, das fragte ich nicht, konnte ich gar nicht fragen, das jemandem, auch dem engsten Freund, mitzuteilen, anklingen zu lassen, kam mir nicht, so unmöglich war es, dass sie mich so anzogen, reizten, drüber zu streichen. Den alten Männern mit ihren quadrigen Köpfen, ringsherum Hau...

Seite 19
Piraten ahoi!

Piraten ahoi!

»Klarmachen zum Ändern!« Die Piratenpartei will mit den Themen Bürgerrechte, Internet und Datenschutz für frischen politischen Wind sorgen und erzeugt mit rasantem Mitgliederzuwachs, Kritik an Internetsperren und der Aufnahme des ehemaligen SPD-Mitglieds Jörg Tauss für Rauschen im Blätterwald. Im Herbst tritt die Partei zur Bundestagswahl an und völlig chancenlos, den Bundestag zu entern, scheint sie nicht zu sein: Laut einer repräsentativen Erhebung unter 1003 Befragten in der August-Ausgabe des Magazins Cicero können sich sechs Prozent »vorstellen«, ihre Stimme den Piraten zu geben. Mit DIRK HILLBRECHT, Spitzenkandidat der Piratenpartei in Niedersachsen, sprach ND-Mitarbeiter MARKUS DRESCHER.

Seite 20

WochenChronik

30. Juli 1419: Anhänger des 1415 als Ketzer verbrannten Jan Hus stürmen das Neustädter Rathaus in Prag und werfen die katholischen Stadträte aus dem Fenster; ihre Empörung hatte die Störung einer hussitischen Prozession entfacht. 31. Juli 1919: Die in Weimar tagende deutsche Nationalversammlung nimmt die neue Reichsverfassung für die im November 1918 proklamierte erste deutsche Republik an. 1. Aug...

ndPlusMarius Starke

GutsMuths

In diesem Jahr wird insbesondere im Harz sowie in Thüringen an Johann Christoph GutsMuths (Foto: Archiv) erinnert. Quedlinburg hat zu dessen 250. Geburtsjahr gar ein GutsMuths-Jahr ausgerufen. Seit Langem findet ihm zu Ehren alljährlich der international berühmte GutsMuths-Rennsteiglauf statt. Johann Christoph GutsMuths entstammte einer alteingesessenen Quedlinburger Rotgerberfamilie. Geboren am 9...

Martin Stolzenau

Diplomatisches Geschick bewiesen

In Weimar erinnert eine große Bronzetafel am Deutschen Nationaltheater an den Besuch von Thomas Mann im Goethejahr 1949. Vom Gerangel hinter den Kulissen, im Vorfeld der Visite, ist kaum mehr etwas bekannt. Heinz Winfried Sabais, dem als Sekretär des Goethe-Ausschusses die Weimarer Planung zum Jubiläumsjahr oblag, hatte die Einladung und Würdigung des von den Nazis ins US-Exil gezwungenen Schrifts...

ndPlusKlaus Huhn

Bären beim Känguruh-Springen?

Vor 60 Jahren wurden die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik gegründet. ND begleitet das Doppeljubiläum monatlich mit einer Artikelserie.

Seite 21

Nanopartikel stören im Hirn

London (dpa/ND). Nanopartikel können die Hirnentwicklung bei Föten beeinflussen. Das haben japanische Forscher bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden. Titandioxid-Partikel stören die Umsetzung von Erbgutinformationen in Proteine, schreiben die Wissenschaftler um Ken Takeda im Fachjournal »Particle and Fibre Toxicology«. Betroffen seien auch Gene, die bei neurologischen Störungen eine Rolle spiele...

Riesenstern beim Schrumpfen beobachtet

Einem internationalen Team von Astronomen um Keiichi Ohnaka vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn ist mit Hilfe des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile die bisher schärfste Darstellung eines sterbenden Riesensterns gelungen (oben rechts). Der rote Überriese Beteigeuze ist der linke »Schulter«-Stern des Orion-Sternbildes. Das Gas in der Atmosphäre von Be...

ndPlusMartin Koch

Einfach zu wenig Leute

Bis heute stellt das Aussterben der Neandertaler für die Wissenschaft ein Rätsel dar. Immerhin waren die robusten Urmenschen recht gut an das raue Leben in Europa angepasst, bevor sie vor ca. 30 000 Jahren gegen die aus Afrika eingewanderten modernen Menschen den Kürzeren zogen. Eine neue Genstudie, deren Ergebnisse jetzt im US-Fachblatt »Science« (Bd. 325, S. 318) veröffentlicht wurden, könnte un...

Dieter B. Herrmann

Kosmologische Eskapaden

Was war vor dem Urknall? Der junge Kosmologe Martin Bojowald vertritt die These, dass es da auch schon ein Universum gegeben hat. Die Standardtheorie des Universums ging bisher immer davon aus, dass es vor dem Urknall weder Zeit noch Raum gegeben habe. In seinem Buch »Zurück vor den Urknall« – eigentlich eine Einführung in die moderne Kosmologie – erläutert der an der Penn State Univer...

ndPlusHermann Feldmeier

Erlahmte HIV-Impfstoffsuche

Auf dem 5. internationalen Aids-Kongress, der gerade in Kapstadt in Südafrika zu Ende gegangen ist, standen Erfolge bei der Behandlung der Immunschwäche im Vordergrund. Neue Erkenntnisse in der Impfstoffforschung waren dagegen rar. Dies erscheint auf den ersten Blick paradox. Denn in Anbetracht der Nachteile der antiviralen Medikamente kann nur eine wirksame Vakzine Aids dort Paroli bieten, wo die...

Seite 22
Die klerikale Okkupation der Moral
ndPlusHubertus Mynarek

Die klerikale Okkupation der Moral

Das Deutsche Polen-Institut Darmstadt widmete diesmal sein Jahrbuch dem Thema Religion*. Dieses finanzkräftige, staatlich geförderte Institut kann es sich viel eher als ein polnischer Verlag leisten, ein solches Jahrbuch mit Beiträgen renommierter polnischer Wissenschaftler, Schriftsteller, Publizisten und Redakteure herauszubringen und die sicher nicht geringen Kosten auch für die Übersetzer der mit zwei Ausnahmen nur polnischen Beiträge zu übernehmen.

Seite 23
Und täglich simst die Lehrerin
ndPlusGabriela Greess

Und täglich simst die Lehrerin

In der zentralchinesischen Provinz Henan leben in Millionenstädten hoch motivierte Menschen, die in der Krise um ihr Auskommen kämpfen und für ihre Kinder dennoch kompromisslos Opfer bringen: Über allem herrscht ein Leistungsprinzip, das bereits in der Schule tagtäglich geübt wird.

Guido Sprügel

Mit dem Paddel durch die Stadt

Für gewöhnlich plant man bei einem Hamburg-Besuch immer einen »Wasserprogrammpunkt« ein. Besonders beliebt ist eine Barkassenfahrt durch den Hafen. Vorbei an großen Schiffen kann man die Luft der großen weiten Welt schnuppern. Doch man kann Hamburgs »Wasserseite« auch ganz anders entdecken. Der Architekt Stefan Rogge bietet mit seinen »Wasserspaziergängen« eine gänzlich neue Art an, Hamburg zu erk...

Seite 24

21 000

21 000 Streichholzschachteln hat Lars Dietrich (29) aus Siebenlehn (Sachsen) in seiner Sammlung. Darunter auch etwa 800 aus DDR-Zeiten, aus der Riesaer Zündholzfabrik....

Testspiel

Testspiel

Wer schrieb es? An nichts glauben die Leute mehr als an das, was sie am wenigsten wissen. Was war es? Welches Experiment gelang dem britischen Naturforscher und Chemiker Joseph Priestley am 1. August 1774? Wozu war es? Wozu ließ sich Napoleon Bonaparte am 2. August 1802 auf Lebenszeit ernennen? Von wo war es? Von wo stach Christoph Kolumbus am 3. August 1492 mit den Schiffen Santa Maria, Nina und ...

Erde, bitte melden!
Udo Bartsch

Erde, bitte melden!

»Ausgezeichnet mit der Goldenen Rakete für das beste Buch im gesamten Universum«, wirbt der Verlag. Hört, hört! Und tatsächlich beginnt »Galaktisch« auch galaktisch gut, hat mittendrin jedoch ein paar Längen, dann ein Superfinale. Der 12-jährige Liam ist für sein Alter zu groß. Ganz erheblich zu groß. Sein Körperbau erinnert gar an eine Aufsichtsperson, obwohl er nur mit Gleichaltrigen unterwegs i...

Zum Fehler gedrängt
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Zum Fehler gedrängt

Ein Turnier mit einem ELO-Durchschnitt von 2682 verdient immer Aufmerksamkeit. Dieses fand im schönen nordspanischen San Sebastián (baskisch: Donostia) statt. Gewonnen hat es der US-Meister aus dem Jahr 2009 Hikaru Nakamura (22). Aber erst musste noch ein Tie-Break gegen Ex-Weltmeister Ruslan Ponomarijow (Ukraine, 26) geschafft werden. Beide hatten zuvor 6,5 von 9 möglichen Punkten. Heute stellen ...

Perseïden leuchten wieder
ndPlusHans-Ulrich Keller

Perseïden leuchten wieder

Die lauen Sommernächte beherrscht am Sternenhimmel der Riesenplanet Jupiter. Nach dem Mond ist Jupiter das weitaus hellste Gestirn, bis am Morgenhimmel Venus erscheint und ihn an Glanz noch übertrifft. Hinzu kommen vom 10. bis 14. August besonders viele Sternschnuppen. Sie gehören zum Strom der Perseïden, da sie dem Sternbild Perseus zu entströmen scheinen. Die Sternschnuppen entstehen durch Rests...