Ausgabe vom 30.10.2009

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Unten links

Das hätte noch gefehlt – fast wäre die schwarz-gelbe Bundesregierung gleich zu Beginn im Dreck versunken. Was für eine Symbolik: Minister hinter schmierigen Fenstern, die Kanzlerin auf vermüllten Fluren, Guido Westerwelle neben ungeleerten Papiercontainern voller misslungener Briefkopfentwürfe. Nur gut, dass die Gebäudereiniger sich mit ihren Arbeitgebern noch rechtzeitig geeinigt und ihren ...

ndPlusGünter Frech

Tarifeinigung bei Gebäudereinigern

Tarifdurchbruch bei den Gebäudereinigern: Der Bundesinnungsverband des Gebäudereinigerhandwerks und die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) einigten sich in der Nacht zum Donnerstag in Frankfurt am Main auf eine zweistufige Lohnerhöhung für die rund 860 000 in der Branche Beschäftigten.

Rot-Rot in Brandenburg
Lothar Bisky

Rot-Rot in Brandenburg

Lange hat es gedauert. Schon zweimal wurden rot-rote Sondierungsgespräche abgebrochen. Schwarz-Rot schien sich zum Dauerlutscher zu entwickeln. Jetzt beginnt, was Regine Hildebrandt vor Jahren gefordert hatte. Sie wollte auf sozialpolitischem Gebiet nicht mit den »Luschen« von der CDU zusammenarbeiten und setzte auf Rot-Rot. Stolpe entschied sich anders, Platzeck folgte dem. Nun ein Neuanfang. Ein...

René Heilig

NATO-Deckung für deutschen »Klein-Krieg«

Die Bundeswehr sieht sich durch den geheimen NATO-Bericht zum Luftangriff auf von den Taliban vor rund zwei Monaten entführte Tanklaster entlastet. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, sieht »keinen Grund, daran zu zweifeln«, dass der deutsche Befehlshaber, Oberst Georg Klein, »angesichts der schwierigen Lage in operativer Hinsicht militärisch angemessen« gehandelt habe.

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Basisvotum

Basisvotum

Thomas Nord sitzt im Bundestag und ist Landesvorsitzender der LINKEN in Brandenburg. Mit ihm sprach Jörg Meyer.

Unbeugsame Erfahrungsüberlegenheit
Wolfgang Hübner

Unbeugsame Erfahrungsüberlegenheit

»Super-Illu« und Tiefenpsychologie – das passt zusammen wie Wolfgang Schäuble und Datenschutz. Weil aber die Illustrierte das Wesen der Ostdeutschen erforschen ließ und bald Mauerfall-Jubiläum ist, war die Bude voll beim Pressetermin.

Wilfried Neiße

Leitern für den sozialen Aufstieg

Die neue rot-rote Koalition in Brandenburg stellte gestern ihr Regierungsprogramm vor. Soziale Gerechtigkeit, Bildung und die Konsolidierung des Landeshaushaltes stehen auf der Agenda ganz oben. Leicht wird es nicht werden.

Seite 3

»Eine Hydra mit tausend Köpfen«

Er ist in der Welt zu Hause. Und hat mit den Großen dieser Welt gesprochen. Seine Prophezeiungen trafen oft ein. Und kaum einer kann aktuelle Geschehnisse mit solch profundem Wissen kommentieren wie PETER SCHOLL-LATOUR (Jg. 1924), langjähriger Auslandskorrespondent und Verfasser von über 30 Büchern. Sein jüngstes, »Die Angst des Weißen Mannes« (Propyläen, 24,90 €), stellte er auf der Frankfurter Buchmesse vor. Mit dem Bestsellerautor und Islamexperten sprach KARLEN VESPER.

Seite 4
Christian Klemm

Gestriges Familienbild

Heinz Buschkowsky bringt sich wieder einmal selbst ins Gespräch: Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, für seine derben Sprüche berühmt-berüchtigt, sagte unter anderem, das für 2013 angedachte Betreuungsgeld von 150 Euro werde in den Unterschichten »versoffen«. Folgt man der Logik des SPD-Scharfmachers, so können Bezieher von Arbeitslosengeld-II nicht mit Geld umgehen. Durch diese Pauschal...

Günter Frech

Bleibende Streikfolgen

Gegenüber der letzten Arbeitgeberofferte im Tarifstreit in der Gebäudereinigung ist das Ergebnis so schlecht nicht. Doch ist es auch ein Erfolg? Ja und Nein. Ja, weil ein prozentual abgestuftes Tarifergebnis erzielt wurde – im Osten gibt es geringfügig mehr Prozente. Die Lohnschere klafft statt 1,57 Euro jetzt »nur« noch 1,55 Euro auseinander. Nein, weil die »Gerechtigkeitslücke« bleibt. Vie...

ndPlusOlaf Standke

Armutszeichen

Was wurde in den vergangenen Monaten in Washington nicht um Rüstungsprojekte und Truppenstärken gefeilscht. Barack Obama sagte der militärischen Verschwendung den Kampf an, das Pentagon strich Hightech-Programme zusammen. Das Kampfflugzeug F-22 etwa, Spitzname Raubvogel, kostet pro Stück 351 Millionen Dollar. Und nun hat der Präsident den Verteidigungshaushalt für das neue Fiskaljahr in Kraft und ...

ndPlusAert van Riel

Der Aufbauer

Die Zuständigkeiten für den »Aufbau Ost« wechseln seit Jahren von einem bundespolitischen Ressort zum anderen. Bis vor kurzem lag die Verantwortung noch beim Verkehrsministerium, zuvor im Kanzleramt und nun im Innenministerium. Der dort zuständige Minister, Thomas de Maizière, wird den »Aufbau Ost« wesentlich an seinen Staatssekretär Christoph Bergner übertragen. Der CDU-Politiker war bisher Beauf...

Investitionsstau
Robert Kurz

Investitionsstau

Das Prinzip Hoffnung regiert nicht nur in Berlin. Der größte Einbruch der Weltwirtschaft in der Nachkriegsgeschichte soll auch der kürzeste gewesen sein. Als Licht am Ende des Tunnels gelten positive Zahlen im Promillebereich für das Sommerquartal, die schon wieder hochgerechnet werden. Zwar bleibt im laufenden Jahr unterm Strich hierzulande ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von fünf Prozent....

ND braucht neue Abonnenten

ND braucht neue Abonnenten

Liebe Leserinnen und Leser, als wir vor vier Wochen unsere Wahlabo-Aktion abgeschlossen hatten, konnten wir ein sehr gutes Ergebnis bei den Bemühungen um Stabilisierung unserer Auflage vermelden. Das hat uns in unserer Überzeugung gestärkt, die enormen wirtschaftlichen Probleme, vor denen diese Zeitung steht, auch mit Ihrer Hilfe zu bewältigen. Erfreulicherweise hat sich der positive Trend in den ...

Seite 5

Paritätischer kritisiert Gutscheine

Berlin (dpa/ND). Bildungsgutscheine statt Bargeld für die Kinder von ALG-II-Empfängern – dieser Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt beim Paritätischen Wohlfahrtsverband nicht gut an. Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider sprach von einer »bisher beispiellosen Diskriminierung einkommensschwacher Eltern«. Die neue Bundesregierung müsse vielmehr »endlich die Kinderregelsätze bei H...

Familie fordert Schmerzensgeld

Dresden (dpa/ND). Die Familie der im Dresdner Landgericht getöteten Ägypterin Marwa El-Sherbini fordert Schmerzensgeld vom Freistaat Sachsen. In Gesprächen mit dem Justizministerium gehe es um Ansprüche der Familie der Getöteten sowie der Familie ihres Mannes, sagte der Berliner Rechtsanwalt Oliver Wallasch am Donnerstag am Rande des Mordprozesses. Wallasch vertritt den Bruder der Getöteten. Er is...

Carsten Hübner

Die NPD trifft der Schlag

Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Jürgen Rieger wird sich von seinem Schlaganfall wohl nicht mehr erholen. In Parteikreisen hieß es, der 63-Jährige sei hirntot. Die rechtsextreme Partei verliert damit einen wichtigen Finanzier und Verbindungsmann in die militante Szene. Zuletzt schockierte er in mehreren Orten Deutschlands mit der Ankündigung, dort Immobilien erwerben zu wollen.

Seite 6

Rehabilitation für zu unrecht verurteilte Deutsche

Dresden (dpa/ND). Russland hat mehrere Tausend Deutsche rehabilitiert, die nach 1945 von sowjetischen Militärgerichten aus politischen Gründen verurteilt worden waren. Teilweise wüssten die noch lebenden Betroffenen davon aber nichts, bestätigte die Stiftung »Sächsische Gedenkstätten« in Dresden am Donnerstag einen Bericht der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Betroffen seien 10 091 Menschen, deren Urteile von der Moskauer Militärstaatsanwaltschaft überprüft wurden, sagte Gedenkstättenleiter Klaus-Dieter Müller. Die Suche nach Betroffenen sei jetzt Sache der Dresdner Stiftung. Sie wolle die Namen ins Internet stellen.

ndPlusUlrich W. Sahm, Jerusalem

Israelische Drohnen für die Bundeswehr

Die deutsche Luftwaffe habe israelische militärische Drohnen im Wert von »Dutzenden Millionen Euro« bestellt. Das meldete am Donnerstag der israelische Rundfunk. Die Drohnen sollen in fünf Monaten ausgeliefert werden. Die Bundesluftwaffe wolle sie in Afghanistan einsetzen.

Kurzarbeit federt Krise ab

Nürnberg (dpa/ND). Der hunderttausendfache Einsatz von Kurzarbeit verhindert weiterhin Massenentlassungen und federt so die Auswirkungen der Wirtschaftskrise ab. Flankiert vom saisonüblichen Herbstaufschwung ging deshalb die Arbeitslosigkeit im Oktober überraschend stark zurück. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Oktober 3 229 000 Männer und Frauen als arbeitslos registriert &...

Seite 7

Iran will Kooperation

Teheran (AFP/ND). Im Atomstreit mit dem Westen ist nach den Worten des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad die Zeit reif für eine internationale Zusammenarbeit. Da das Ausland seine Politik »von Konfrontation in Kooperation« umgewandelt habe, sei er zu einem Abkommen bereit, sagte Ahmadinedschad am Donnerstag. Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) legte Iran unterdessen seine Antw...

Mehr Druck auf Obama

Washington/Kabul (AFP/ND). Nach den jüngsten schweren Anschlägen in Afghanistan und Pakistan wächst der Druck auf US-Präsident Barack Obama, eine Entscheidung über seine neue Militärstrategie zu treffen. »Wir sehen, wie sich die Lage immer weiter verschlechtert, während der immer wieder verlängerte Entscheidungsprozess sich hinzieht«, sagte der Republikaner John McCain dem Sender CBS. Die Verbünde...

Leo Burghardt, Havanna

UNO-Vollversammlung watscht die USA ab

Als Sieg feierten Kubas Medien am Mittwoch die Entscheidung der UN-Vollversammlung, das USA-Embargo gegen Kuba zu verurteilen. 187 der 192 Mitgliedstaaten billigten eine Resolution, die an alle Staaten appelliert, das Embargo der US-Amerikaner zu ignorieren und freien Handel mit Kuba zu treiben.

ndPlusMarko Winter

Bosnien – ein Protektorat im Weltsicherheitsrat?

Fast 14 Jahre nach Unterzeichnung des Dayton-Abkommens ist Bosnien und Herzegowina noch immer ein Protektorat, in dem ein »Hoher Repräsentant« der internationalen Gemeinschaft die Macht ausübt. Ein Beitritt zu NATO und EU ist damit nicht vereinbar.

Seite 8

Nun auch Primus bei Vermögensverwaltung

Frankfurt am Main (dpa/ND). Die Deutsche Bank mutiert immer mehr zum Gewinner der Finanzkrise. Nach dem Kauf der Privatbank Sal. Oppenheim legte der hiesige Branchenprimus am Freitag im dritten Quartal in Folge einen hohen Gewinn vor. Von Juli bis September betrug dieser knapp 1,4 Milliarden Euro. Zu dem guten Ergebnis trugen alle Geschäftsbereiche bei. Der heimische Branchenprimus profitierte wie...

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Banken auf der Anklagebank

Auch in Frankreich haben sich zahlreiche Kommunen mit hochriskanten Kreditgeschäften verspekuliert. Eine Stadt folgt nun dem Vorbild mehrerer deutscher Gemeinden und klagt gegen die Deutsche Bank.

Seite 9

Wirtschaft in den USA wächst

Washington (dpa/ND). Es war ein langer, harter Konjunkturwinter für die USA – vier Quartale nacheinander Schrumpf-Wirtschaft, um die acht Millionen Jobs gingen verloren. Nun meldet die größte Volkswirtschaft der Welt ein solides Wachstumsplus von aufs Jahr gerechnet 3,5 Prozent im dritten Quartal. Aber der Jubel fällt vorerst verhalten aus. Die Erholung steht auf wackeligen Beinen, und bis a...

Behördenchef König vor Entmachtung?
Reimar Paul

Behördenchef König vor Entmachtung?

Nach ihren im Koalitionsvertrag vereinbarten Weichenstellungen in der Energiepolitik suchen Union und FDP dafür nun anderes Personal. So wurden bereits Forderungen laut, dass der Grüne Wolfram König seinen Posten als Chef des wichtigen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) räumt.

Hermannus Pfeiffer

Sparer im Stich gelassen

Heute ist Weltspartag: Verbraucherschützer kritisieren aus diesem Anlass die neue Bundesregierung und weisen auf Lücken im Koalitionsvertrag hin. Die von Schwarz-Gelb geplante neue Finanzaufsicht unter dem Dach der Bundesbank lässt Sparer und Geldanleger im Stich, kritisiert Deutschlands oberster Verbraucherschützer Gerd Billen. »Die überfällige Kompetenzerweiterung in Richtung Verbraucherschutz f...

Seite 10
ndPlusBarbara Reitter

Auf den Kopf gestellt

Joseph Beuys Versprechen »Jeder ist ein Künstler« – es wird wahr in der neuesten Schau des Lenbachhauses. Denn wer die große Erwin Wurm Retrospektive betritt, kommt sich vor wie in einem edlen, strahlend hellen Show-Room und muss selbst auf ein Podest steigen, um die Exponate zu besichtigen. Hell gelackt, bedeckt es etwa die Hälfte der Ausstellungshalle über der U-Bahn und lässt die Ausstell...

Seite 11

Atempause in Worms

Die Wormser Nibelungenfestspiele fallen im kommenden Jahr aus. Das hat der Wormser Stadtrat mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Grund ist die angesichts der Wirtschaftskrise noch schwieriger gewordene Finanzierung. Im kommenden Jahr soll es nur ein Kulturprogramm geben, keine Inszenierung. 2011 will man dann eine Inszenierung im Saal ausrichten, erst für 2012 ist wieder eine Aufführung unter...

ndPlusAlexander U. Martens

Grün

K lar, alle wollen immer nur unser Bestes: unser Geld. Das darf man natürlich nicht einfach so zu erkennen geben. Muss man ja auch nicht; schließlich gibt es die Werbung, die auf immer neue, den jeweiligen Zeitgeist bedienende Einfälle sinnt, um den Weg zu diesem unserem Besten zu finden.Der derzeit herrschende Zeitgeist ist unübersehbar grün. Umwelt schonen, Energie einsparen und die politisch ve...

Werner Wolf

Gera, gut!

Es bedarf offensichtlich der Jubiläen, um fast vergessene Kunstwerke wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. So beflügelte Friedrich Schillers 250. Geburtstag (10. November) das Theater Altenburg-Gera, die 1937 in Wien uraufgeführte Oper »Wallenstein« des tschechisch-jüdischen Komponisten Jaromir Weinberger in der Fassung von Max Brod zur – deutschen Erstaufführung! Eine Tat, die unbe...

Seite 14

Hinterherreiter

Die FIFA führt den Blutpass ein. Na, das ist mal ein Ding. Der Fußball-Weltverband gilt nicht gerade als großer Antidoping-Kämpfer, und nun diese überraschende Nachricht seines Präsidenten Joseph Blatter. Wirklicher Sinneswandel? Wohl kaum. Blatter kündigt diese »Offensive« just an dem Tag an, bevor er sich mit Abgesandten der Welt-Anti-Doping-Agentur trifft, mit denen er bislang auf Kriegsfuß sta...

Oliver Händler

Derby mal ganz ohne Feindschaft

Steht im Fußball ein Derby an, fallen üblicherweise nicht Worte wie »Respekt« oder gar »Hochachtung«. In der Bundesliga der Frauen ist das anders. Wenn am Sonntag (14 Uhr, Uni-Sportzentrum) Turbine Potsdam zum USV Jena anreist, weist Meistertrainer Bernd Schröder alle Gedanken an eine eventuelle Feindschaft von sich. »Warum sollten wir verfeindet sein? Wir haben ähnliche Philosophien, arbeiten vie...

Gerd Münster

Schalke spielt Finanzsorgen weg

Keine Kohle, aber der Fußball lebt. Der finanziellen Schräglage zum Trotz ist der FC Schalke 04 sportlich auf Erfolgskurs. Nach dem souveränen 3:0-Sieg im Achtelfinale des DFB-Pokals beim TSV 1860 München lobte Trainer Felix Magath die professionelle Einstellung seiner Mannschaft. Unruhe und Existenzängste haben die Spieler des Revierklubs nicht aus der Bahn geworfen. Vielmehr ist Schalke als Tabe...

Seite 15
ndPlusBernd Kammer

Erster Pieks

Ganz tapfer war am Montag Gesundheitsstaatssekretär Benjamin Hoff (LINKE): Er ließ sich als offiziell erster Berliner gegen H1N1 impfen, auch bekannt als Schweinegrippe. Natürlich konnte er gar nicht hinschauen, als sich die Kanüle seinem Oberarm näherte, zuckte aber kein bisschen und ließ die versammelte Medienmeute anschließend wissen: »Ein Indianerherz kennt keinen Schmerz.« Auch in den Tagen d...

Marina Mai

Zivilcourage kostet 750 Euro Strafe

Zivilcourage kann teuer zu stehen kommen. Das musste jetzt Lich-tenbergs Bürgermeisterin Christina Emmrich (LINKE) erfahren. Dieser Tage flatterte ihr ein Schreiben der Staatsanwaltschaft ins Haus. Ein Strafverfahren gegen sie wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und wegen Nötigung werde eingestellt, wenn sie eine Geldbuße in Höhe von 750 Euro zahle.Vor diese Alternative wurde die Be...

Ein Hafen für Notleidende
Stefan Otto

Ein Hafen für Notleidende

Die Jebenstraße ist verwaist an diesem Vormittag. Nicht einmal Autos parken hier, so dass der alte Wohnwagen alleine vor der Bahnhofsmission steht. Hier holen sich die Verkäufer des Obdachlosenmagazins »Strassenfeger« ihre Exemplare ab – für 90 Cent pro Stück, das sie für 1,50 Euro verkaufen. Die Spanne ist der Verdienst. Natürlich gibt es noch Spenden, aber unterm Strich ist das nicht mehr ...

Seite 16
Lucía Tirado

Suche nach dem Ort zum Glück

Von der Ausstattung, mit der Anne Swoboda vom Theater 7 Schuh arbeitet, kann mancher Puppenspieler nur träumen. Mit der könnte sie problemlos um die ganze Welt reisen. Für das Stück »Ein Ort zum Glück« nach dem Hörspiel von Peter Stamm bringt sie einen Holzkoffer mit auf die Bühne, aus dem sie eine Welt herausholen kann. Er lässt sich zu verschiedenen Ebenen aufklappen. Auch aus seinem Rand zieht ...

ndPlusWilfried Mommert, dpa

Aras Ören wird 70

Der in Berlin lebende türkischstämmige Schriftsteller Aras Ören, der an diesem Sonntag 70 Jahre alt wird, gehörte zur ersten Generation der in die Bundesrepublik gekommenen Türken und stellte in seinen Büchern schon früh die Fragen, die nicht erst seit dem unsäglichen Interview von Thilo Sarrazin wieder in aller Munde sind. »Eine Großstadt ist kein Völkerkundemuseum«, sagte Ören einmal in einer La...

ndPlusTom Mustroph

Dunkelkammern der Seele

Anton Tschechow ist ein moderner Autor. Jedenfalls hat der russische Arzt und Dramatiker schon zu seiner Zeit erkannt, wie stark Kommunikation das Dasein bestimmt. Und vor allem, welchen entscheidenden Einfluss missglückte Kommunikation auf das Leben selbst nehmen kann. Zu besichtigen sind diese Einsichten des Dichters in der vergnüglichen Inszenierung zweier Einakter im Stadtbad Steglitz. »Der He...

Seite 17
Barbara Mack, dpa

Blindgänger mit Zündstoff

Auf den Äckern um Giebelstadt liegen ungewöhnlich viele Kriegs-Blindgänger. Für die Suche danach sollen die Bauern selbst aufkommen.

Kampfansage an die Staatskanzlei

Das Parteilogo ist noch in Arbeit, das Parteiprogramm dagegen bereits unter Dach und Fach – mit der »Partei für Franken« wollen sich unzufriedene Franken künftig mehr politisches Gewicht in Bayern verschaffen.

Kaffeedose wird Turmkugel
ndPlusSteffi Bey

Kaffeedose wird Turmkugel

Was einst im Großen geplant und umgesetzt wurde, ist im Kleinen noch einmal entstanden: Hobbybastler vom Verein für Berlin-Brandenburgische Stadtbahngeschichte Weinbergsweg haben die Anlage der S-Bahn zwischen den Stationen Ostbahnhof und Hackescher Markt nachgebaut. Gesägt, geschraubt, geklebt und gelötet wird an dem Modell eigentlich seit mehr als 40 Jahren. »Mein Vater gehörte schon zu den Vere...

Velten Schäfer

Abschiebepapiere gegen Bargeld

Wer abgeschoben werden soll, braucht Ausweispapiere. Für Guinea sind die leicht zu besorgen, aber teuer. In Niedersachsen wollen Grüne und SPD prüfen, ob hier Geld in die Korruption fließt.

Seite 18

Speer kündigt Widerstand gegen Steuerpläne an

Berlin (AFP). Die Kritik aus den Bundesländern an den Steuersenkungsvorhaben der neuen Bundesregierung reißt nicht ab: »Brandenburg wird bei den Bundesländern für breiten Widerstand gegen die Steuersenkungspläne der neuen schwarz-gelben Bundesregierung werben«, sagte der scheidende Finanzminister des Landes, Rainer Speer (SPD), am Donnerstag im RBB-Inforadio. Die im Koalitionsvertrag von Union und...

Lautenklang zu Pastinaken
Antje Rößler, Wittenberg

Lautenklang zu Pastinaken

Wittenberg bereitet sich bereits auf das große Reformationsjubiläum 2017 vor. Das Renaissance Musikfestival soll darauf einstimmen.

ndPlusAlexander Lang, epd

Im Hexenhemd zum Verhör geschleift

Im Historischen Museum der Pfalz widmet sich eine neue kulturhistorische Schau bis 2. Mai 2010 der Geschichte der Hexenverfolgung in Deutschland und Europa.

Martin Kröger

Zwischen Bangen und Hoffen

Exakt 55 Seiten ist die Koalitionsvereinbarung der rot-roten Koalition lang – im Internet kann man den politischen Leittext für die kommende Legislaturperiode in Brandenburg jetzt nachlesen. Viele Verbände, Parteien und Initiativen haben sich inzwischen ein Urteil zum geplanten Programm gebildet, ihre Meinungen dazu fallen allerdings durchaus unterschiedlich aus. Besonders kritisch äußerten ...

Der große Autonomie-Betrug
Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Der große Autonomie-Betrug

Gegen eine schleichende Privatisierung der Technischen Universität in Darmstadt (TUD) protestierten am Donnerstag Beschäftigte der Hochschule vor dem Landtag in der Landeshauptstadt Wiesbaden, wo eine Anhörung des Wissenschaftsausschusses zum Thema stattfand.

Seite 19
Bückware oder Ladenhüter?
ndPlusChristina Matte

Bückware oder Ladenhüter?

Nach dem Untergang der DDR wird die Marxsche Utopie in Museen archiviert. Der reale Sozialismus: museumsreif. Immerhin nicht entsorgt auf den Müll der Geschichte. Es gibt heute mehrere Museen, die sich dem Alltag der DDR widmen, jenes SED-geführten Staates, der diesen Alltag aus »guten« Gründen, die letztlich schlechte Gründe waren, kaum öffentlich reflektierte. Als junge Reporterin, die es Anfang...

Seite 20

Flucht zu sich selbst?

Hans-Dieter Schütt hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Gesprächsbücher mit Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR veröffentlicht, in denen es seine klugen, behutsamen und ungemein gut vorbereiteten Fragen den Partnern ermöglichten, sich dem eigenen Werden und Sein zu stellen. Wunderbare, anregende, aufschlussreiche Bücher sind so entstanden. Nun, »glücklich beschädigt«, befragt der ehemalige...

Seite 21

Alles, was entsteht, geht auch zugrunde

CHRISTOPH HEIN wurde 1944 als Sohn eines evangelischen Geistlichen mit vielen Kindern in Schlesien geboren. Seine Jugend wurde überschattet vom Verlust der Heimat. Wo immer er nach der Aussiedlung aus Schlesien auch hinkam, stets wurde er abschätzig als »Pfaffe« diffamiert. In der DDR bekam er keinen Platz an der Erweiterten Oberschule. Er ging nach Westberlin, um sein Abitur zu machen. Nach dem 13. August 1961 war ihm ein Weiterbesuch der Schule in Westberlin verwehrt. Ehe er zur Abendschule in der DDR zugelassen wurde, dauerte es zwei Jahre. Als er an der Filmhochschule studieren wollte, wurde er nach einer Woche wieder exmatrikuliert, »weil ein Minister etwas dagegen hatte«. 1967 begann er an der Universität Leipzig ein Studium der Philosophie und Logik, das er 1971 in Berlin abschloss. Schon mit zwölf Jahren hatte er angefangen zu schreiben. Seit 1979 ist er freier Schriftsteller und zählt mit seinen Romanen und Theaterstücken heute zu den wichtigsten deutschen Autoren der Gegenwart. Im Wendeherbst stand er auf Seiten der Bürgerrechtler, forderte am 4. November auf dem Berliner Alexanderplatz »einen Sozialismus, der dieses Wort nicht zur Karikatur macht«, obwohl dieser Traum, wie er einmal erklärte, für ihn schon 1968 begraben war. Die bundesrepublikanische Gesellschaftsform als nunmehr gesamtdeutsche begrüßte er nicht. »Unverwendbar für ideologische Zwecke – wer so war, der bleibt das auch«, konnte man anlässlich seines 65. Geburtstages in der Presse lesen. Das Gespräch mit Christoph Hein führte ADELBERT REIF.

Seite 22

WochenChronik

28. Oktober 1869: Der russische Chemiker Dimitri Mendelejew veröffentlicht sein Periodensystem der Elemente; zeitgleich und unabhängig von ihm hat sein deutscher Kollege Julius Lothar Meyer die Periodizität der Atomgewichte chemischer Elemente entdeckt. 28. Oktober 1919: Der US-Kongress erlässt das Prohibitionsgesetz, das in der Folge zu massenhafter Schwarzbrennerei und Alkoholschmuggel führt und...

Leyte 1944
Horst Diere

Leyte 1944

Seit dem amerikanischen Sieg über die japanische Flotte in der See-Luft-Schlacht bei den Midway-Inseln im Zentralpazifik im Juni 1942 war die Initiative auf dem pazifischen Kriegsschauplatz an die USA übergegangen. Mit der Strategie des »Inselspringens« konnten die US-amerikanischen Verbände gegen hartnäckigen japanischen Widerstand Eiland für Eiland erobern. Im September 1944 näherten sie sich de...

ndPlusKlaus Müller

Aber nicht um jeden Preis

In der Chemnitzer Adelsbergstraße 45 klingelt am Mittwoch, dem 18. Oktober 1944, ein Gestapobeamter. Er überbringt der Hausfrau Gertrud Enge die Nachricht, dass ihr Mann Ernst tags zuvor im Polizeigefängnis Hartmannstraße verstorben ist. Die im dritten Monat Schwangere hat sich noch so weit in Gewalt, dass sie fragt: »Ist mein Mann eines natürlichen Todes gestorben?« Für eine Sekunde ist der Beamt...

Reformator in diplomatischer Mission
Joachim Heise

Reformator in diplomatischer Mission

Rechtzeitig vor dem Reformationstag eröffnete der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz, in der Lutherstadt Wittenberg das neue Informations- und Dokumentationszentrum »Luther in der DDR«. Getragen wird diese neue Einrichtung vom Verein PFLUG e.V., der auch das Haus der Geschichte in Wittenberg betreibt, und dem Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung, das sich ...

Seite 23

Rotkehlchen sehen Erdmagnetfeld

Rotkehlchen können die Ausrichtung des Magnetfeldes sehen. Das haben Oldenburger Forscher herausgefunden. Verantwortlich dafür sei ein Teil des Sehzentrums im Hirn, teilte die Universität Oldenburg am Mittwoch mit. Unter der Leitung des Biologen Henrik Mouritsen hatte ein Team untersucht, wie Rotkehlchen sich auf ihrem Zug in südliche Länder und zurück am Magnetfeld orientieren. Ein Teil des Vogel...

ndPlusWalter Willems

Kulturelle Unterschiede bei Schimpansen

Die Fähigkeit zur Kultur wird gewöhnlich ausschließlich dem Menschen zugeschrieben. Aber auch unter wild lebenden Schimpansen, den engsten Verwandten des Homo sapiens, bestehen bei benachbarten Gruppen verschiedene Verhaltensmuster nebeneinander, die weder angeboren sind noch durch Versuch und Irrtum erworben wurden. Stattdessen werden diese Gewohnheiten innerhalb sozialer Verbände erlernt und wei...

Farbenblinde gen-kuriert
Reinhard Renneberg, Hongkong

Farbenblinde gen-kuriert

Die Aufregung über steigende oder sinkende rote, grüne, gelbe, schwarze und violette Farbbalken vor ein paar Wochen war auch bis zu den deutschen Wählern in Hongkong vorgedrungen. Aber ob jeder die Farben auf dem Monitor auch richtig wahrnahm? Immerhin sind neun bis zehn Prozent aller Männer rot-grün-farben- blind … Für das Sehen sind spezielle Pigmente notwendig, die man Opsine nennt. Der ...

ndPlusJacqueline Myrrhe

Flug ohne Rückfahrkarte

Mond war gestern. Mars oder nicht Mars – das ist heute die Frage. Angefeuert wurden die neu erwachten Träume vom Flug zum Nachbarplaneten nicht nur durch den Abschlussbericht der Kommission zur Revision der US-amerikanischen Pläne für die bemannte Raumfahrt. Dort war vergangene Woche zu lesen, es scheine attraktiver, den Mars oder einen seiner beiden Monde ins Visier zu nehmen, anstatt wie g...

Seite 24

Streitfrage: Brauchen wir eine Massenimpfung gegen Schweinegrippe?

Es debattieren: Dr. Martina Bunge, Jahrgang 1951, seit 2005 Mitglied des Bundestages für die Linkspartei und Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit, habilitierte Sozialwissenschaftlerin; und Jörg Schaaber, Jahrgang 1953, Gesundheitswissenschaftler, tätig für die Pharma-Kampagne der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), die sich seit über 25 Jahren kritisch mit der Pharmaindustrie ausei...

Grobe Fehler bei der Pandemievorsorge
ndPlusMartina Bunge

Grobe Fehler bei der Pandemievorsorge

Es steht außer Frage: Gegen eine Pandemie, die große Teile der Bevölkerung betreffen und schwere gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann, ist es sinnvoll, einen Impfstoff zu entwickeln und allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Auf Grund der vorliegenden Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der nationalen Institute war es geboten, bei der Neuen Grippe, der sogenannten S...

Gute Geschäfte für die Pharmakonzerne
Jörg Schaaber

Gute Geschäfte für die Pharmakonzerne

Glaubt man den Schlagzeilen, steht uns eine höchst gefährliche Pandemie bevor. Die Neue Grippe könnte viele Todesopfer fordern, wird suggeriert. Der Chef des für die der Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) rechtfertigt eine schnelle Zulassung des Impfstoffs gegen die Neue Grippe: »Wenn wir lange testen, riskieren wir viele Tote.« Auch das von Staats wegen zuständige Robert-Koch-Ins...

Seite 25
Martin Weiß

Abends um 19 Uhr ins Bett

Arbeitsagentur Berlin-Neukölln: Es ist Donnerstag, 3.30 Uhr. Noch ist niemand da und die Büros sind verwaist. Vereinzelt fahren Autos vorbei und ein Fußgänger schreitet auf die Bushaltestelle zu. Glücklichweise befindet sich am Haupteingang gerade ein Zeitungsausträger. Der deutet auf den Hintereingang. Dort angekommen, brennt im Erdgeschoss zwar Licht in einem Büro, doch auch hier ist die Tür ver...

»Da müssen wir doch helfen!«
ndPlusKnut Henkel

»Da müssen wir doch helfen!«

Aufmerksam mustert Rogerio Macaña de la Cruz die Maschine. Mit geübtem Blick nimmt er die Reifenrohlinge in Augenschein. Sauber müssen Gummi und Metall mitein-ander verbunden sein. »Das ist entscheidend für die Sicherheit«, sagt der Mann mit den kurzen lockigen Haaren. Seit zwölf Jahren malocht der Mittvierziger im Reifenwerk von El Salto. Überaus konzentrierter wirkt er neben dem Kollegen am Moni...

Seite 26
Gute Laune bis zum letzten Meter
Gabi Kotlenko

Gute Laune bis zum letzten Meter

Für »Herbergsvater« Dreschl in der Radstadter »Gewürzmühle« im Salzburger Land beginnt der Tag bestens. »Wenn sich die Wolken und meine Frau verzogen haben, kann es ein schöner Tag werden«, meint er grinsend. Aber so richtig genießen konnte er seine Freiheit wohl nicht, das hätten ihm die Gäste der Gewürzmühle dann wohl doch übel genommen. Der Koch ist nun mal des Hotels gute Seele. Auch Tochter A...

Seite 27
Picknick mit den verstorbenen Verwandten
ndPlusHeidi Diehl

Picknick mit den verstorbenen Verwandten

Alljährlich am 2. November herrscht in Calderon, rund zehn Kilometer von der ecuadorianischen Hauptstadt Quito entfernt, der Ausnahmezustand. Viele Straßen der 105 000 Einwohner zählenden Stadt sind gesperrt, ein Durchkommen ist nur zu Fuß möglich. Es ist Allerseelen, in Ecuador ein gesetzlicher Feiertag, an dem sich traditionell die gesamte Familie auf dem Friedhof versammelt, um der Verstorbenen...

Seite 28
Kinderspiel
ndPlusUdo Bartsch

Kinderspiel

Die Geißlein sind allein zu Haus. Als es dumpf an der Türe pocht, kann dies eigentlich nur einer sein: der Wolf. Geschwind verstecken alle Kinder ihre Figuren in dem Spielzimmer aus Pappe, das sie zuvor auf den Fußboden oder auf den Tisch ausgebreitet haben. Der Wolf-Spieler schaut dabei weg und stülpt sich anschließend seine bedrohliche Fingerpuppe über. An allen Möbeln schnüffelt er herum, doch ...

Kinderbuch
Udo Bartsch

Kinderbuch

Mit Essen spielt man nicht! Aber es gibt Ausnahmen. Beim Gemüseschnippeln fiel dem Illustratoren Christian Hückstädt auf, wie leicht sich Blumenkohl zu einem Schaf arrangieren lässt. Oder zu einem Pudel. Meist genügt nur ein Schnitt für den Mund und ein Augenloch, und schon ergeben Bananenschalen verspielte Delphine Aus rund 20 Obst- und Gemüsesorten komponiert Hückstädt 26 Tiere und präsentiert s...

Testspiel: Wissen, lernen und gewinnen!

Wer schrieb es? Man könnte die menschlichen Tätigkeiten nach der Zahl der Worte einteilen, die sie nötig haben; je mehr von diesen, desto schlechter ist es um ihren Charakter bestellt. Wer war es? Welcher Historiker, der 1902 auch erster deutscher Literaturnobelpreisträger war, starb am 1. November 1903? Was war es? Was begann in Deutschland am 3. November 1918? Wo war es? Wo führten die Brüder Ma...

FIDE-Grand Prix nach dem Babyjahr
Carlos García Hernández, Schachlehrer

FIDE-Grand Prix nach dem Babyjahr

Seit über drei Jahren haben wir nicht mehr von Xu Hua berichtet (»Chinas langer Marsch« ND 8./9. April 2006). Damals war die Chinesin 20 Jahre alt und gewann die Frauenweltmeisterschaft in Jekaterinenburg (Russland). Zu jener Zeit haben wir Xu zusammen mit Zhu Chen (23; die heute für Katar spielt) in die Elite des chinesischen Frauen-Schachs gestellt. Als sie Weltmeisterin wurde, war sie schwanger...

Zeit für wilde Schönheiten
ndPlusBrigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Zeit für wilde Schönheiten

Herbst, die Zeit der Früchte und des Erntens, dafür liebe ich ihn. Und dafür, dass er uns zudem immer wieder mit einem faszinierenden Farbenrausch beglückt; sowohl bei Blättern als auch bei Früchten. Und wer mit der Pflege wenig zu tun haben will, pflanzt wilde Schönheiten. Auch viel Getier wird das begeistern. Wildgehölze bieten Lebensraum und Nahrung für Vögel, Insekten, Schmetterlinge, Haselmau...