Seite 1

Unten links

Biber, Büffel, Dingo, Fennek, Fuchs, Gepard, Leguan, Leopard, Marder, Mungo, Panther, Puma, Wiesel ... man weiß es ja: Die Bundeswehr liebt Tiere. Und sie sorgt sich nicht nur um ihre eigenen, die gepanzerten. »Naturschutz und Landesverteidigung schließen sich nicht aus«, sagte Christian Schmidt, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, gestern bei der Unterzeichnung eines Vertrags zum Schutz v...

Bartsch bleibt bis Mai Bundesgeschäftsführer

Dietmar Bartsch wird auf dem Parteitag der LINKEN am 15. /16. Mai in Rostock nicht wieder für das Amt des Bundesgeschäftsführers kandidieren. Das teilte er am gestrigen Freitag in einer schriftlichen Erklärung mit.

Tore und Selbsttore
Gesine Lötzsch

Tore und Selbsttore

Ich interessiere mich nicht für Fußball. Deshalb will ich auch nicht Kanzlerin werden. Da muss man sich zu Spielergebnissen äußern, obwohl man keine Ahnung hat. Doch in der Nacht nach unserer Fraktionsklausur, hatte ich diesen Fußballtraum: Energie Cottbus und Rot-Weiß Oberhausen wollten aus der 2. Liga in die Bundesliga. Eine fast unlösbare Aufgabe, wenn man nicht einen Sponsor hat und die Sportr...

Harald Neuber und Raimundo López (Prensa Latina)

Verzweifelte Lage im Erdbebengebiet

Die Lage in Haiti bleibt unübersichtlich. Haitianische und internationale Medien schildern immer gleiche Szenarien: Tausende Menschen bevölkern die Straßen, sich selbst überlassen, ohne Hilfe. Wichtige Nothelfer sind Hunderte kubanische Ärzte.

Seite 2

Echo auf den Rückzug

Nach der Ankündigung Dietmar Bartschs, nicht mehr als Bundesgeschäftsführer zu kandidieren, zollten ihm zahlreiche Linksparteipolitiker Respekt.

Keine erneute Kandidatur als Bundesgeschäftsführer

Auf dem ersten Bundesparteitag der Partei DIE LINKE in Cottbus wurde ich mit einem überzeugenden Wahlergebnis als Bundesgeschäftsführer gewählt. Diese Aufgabe werde ich für die gesamte Amtszeit wahrnehmen und unter anderem den 2. Bundesparteitag in Rostock vorbereiten. Das entspricht meinem Verständnis von Verantwortung für die Partei.

Nie wieder leichtfertig auf dem Weg der Gewissheit

Nie wieder leichtfertig auf dem Weg der Gewissheit

Heinz Vietze war jahrelang PDS-Landtagsabgeordneter in Brandenburg und parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion in Potsdam. Inzwischen ist der Gesellschaftswissenschaftler Vorstandsvorsitzender der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung. Mit dem 62-Jährigen sprach gestern Gabriele Oertel in Berlin.

Seite 3
Verlassen und vergessen
ndPlusSarah Liebigt

Verlassen und vergessen

Wer hier einen Arzttermin hatte, musste dem Pförtner einen Ausweis zeigen, bevor er durch die Flure zum jeweiligen Fachbereich gehen konnte. Der flache Klappausweis aus mit blauem Kunststoff bezogenem Karton zeigte innen ein Passfoto, Name und Anschrift sowie kleine Stempel, einen pro Jahr. Auch Ärzte und Personal mussten einen entsprechenden Ausweis vorzeigen. Außen stand in goldener Prägung »DDR...

Seite 4
ndPlusIngolf Bossenz

Tod in Tirol

Lebende Schweine werden in Schneemassen begraben, in denen sie langsam ersticken respektive erfrieren – beobachtet von Wissenschaftlern, die daraus Informationen über Todesumstände in Lawinen gewinnen wollen. Keine Frage, der Missbrauch von Tieren durch Menschen hat längst nicht alle Tiefen des Abscheulichen ausgelotet. Immerhin wurde das Experiment im Tiroler Ötztal nach Massenprotesten in ...

ndPlusWolfgang Hübner

Keine Courage

Der Eiertanz der Thüringer SPD-Chefs Christoph Matschie ist in bester Erinnerung: Er wolle die CDU-Regierung ablösen, schließe eine rot-rote Koalition nicht aus – aber Zweiter hinter einem Ministerpräsidenten von der LINKEN, das komme nicht in Frage. Am Ende landete Matschie als Stellvertreter der Regierungs-CDU. Jetzt gelangt die Klamotte in Magdeburg zur Wiederaufführung. Jens Bullerjahn, ...

Christian Klemm

Nur auf den ersten Blick

So werden politische Debatten herbeigedichtet: »Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat sich für eine Migrantenquote im öffentlichen Dienst ausgesprochen«, meldete die Nachrichtenagentur dpa Donnerstag früh. Das ist so nicht ganz richtig. Denn in einem Interview mit der »Rheinischen Post« hatte die CDU-Politikerin lediglich mehr Menschen mit Migrationshintergrund für den...

ndPlusAert van Riel

GM-hörig

Im März vergangenen Jahres übte sich der damalige Opel-Chef Hans Demant trotz Wirtschaftskrise und massiver Verluste in Durchhalteparolen. »Opel wird noch in 100 Jahren in Deutschland Autos bauen«, prophezeite er in einem Gespräch mit der »Deutschen Welle«. Künftig wird der, seit über einem Jahr andauernde Überlebenskampf des Rüsselsheimer Autobauers mit einem neuen Vorstandsvorsitzenden fortgefüh...

Ein Lehrstück in Loyalität
Jürgen Reents

Ein Lehrstück in Loyalität

Dietmar Bartsch hatte nach dem gegen ihn erhobenen Vorwurf drei Optionen. Er konnte um sein Amt als Bundesgeschäftsführer kämpfen, er konnte mit sofortigem Rücktritt reagieren, und er konnte das tun, was er gestern tat: seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur im Mai und die Erfüllung seiner Aufgaben bis dahin erklären. Er hat diese dritte Option gewählt, weil offenbar nicht stimmt, was ihm vorgeworfen wird: dass er illoyal sei. Die beiden anderen Optionen hätten die überhitzte Atmosphäre in der LINKEN kaum abgekühlt.

Seite 5

EKD: Gewalt im Notfall unverzichtbar

Hannover (dpa/ND). Trotz ihrer Kritik am Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hält die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) militärische Gewalt im Notfall für unverzichtbar. Trotz des Gebotes, nicht zu töten, gebe es auch aus christlicher Perspektive Situationen, in denen Gewalt angedroht und ausgeführt werden müsse, sagte der EKD-Militärbischof Martin Dutzmann. In Afghanistan könne zwar nicht e...

Grüne für radikalen Umbau der Wirtschaft

Weimar (dpa/ND). Die Grünen wollen sich mit radikalen Konzepten für einen Umbau der Wirtschaft als Alternative zur schwarz-gelben Koalition empfehlen. »Wir wissen, dass wir dieses Land umbauen müssen«, sagte Fraktionschefin Renate Künast zum Abschluss der Fraktionsklausur am Freitag in Weimar. »Wir wollen Schwarz-Gelb beenden«, betonte Co-Fraktionschef Jürgen Trittin. Eine ökologische Neuausrichtu...

SPD will die Partei der Arbeit sein

Berlin (AFP/ND). Die SPD sieht die Schaffung neuer Arbeitsplätze als ihr Schwerpunktthema für das Jahr 2010. »Die SPD bleibt die Partei der Arbeit in Deutschland«, sagte Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier am Freitag in Berlin nach der Klausur der SPD-Abgeordneten zum Jahresauftakt. Parteichef Sigmar Gabriel kritisierte die Steuer- und Finanzpolitik von Schwarz-Gelb und sagte: »Wir werden nicht ...

Velten Schäfer, Schwerin

Knappe Niederlage für Gegner von Ernst Moritz Arndt

49 gegen 43 Prozent – unter den Studierenden der Greifswalder Uni hat sich keine Mehrheit gegen den Namenspatron Ernst Moritz Arndt ergeben. Die Debatte geht aber weiter – und letztlich entscheidet der Senat der Universität.

Fabian Lambeck

Merkel träumt von der »Volkspartei für jeden«

Zum Abschluss ihrer Klausurtagung verabschiedete die CDU-Spitze mit der »Berliner Erklärung« ein Strategie-Papier für die kommenden Monate. Außer unverbindlichen Floskeln enthält das Papier nichts Substanzielles. Selbst das von vielen erwartete Bekenntnis zu weiteren Steuersenkungen steht unter Vorbehalt.

Seite 6

Schüsse auf Zivilisten

Während deutsche Soldaten einen afghanischen Zivilisten durch Schüsse verletzten, kritisierte der Gouverneur von Kundus den bisherigen Einsatz der Bundeswehr als »wirkungslos«.

Jens Holst

Pinochets Erbe Piñera schwächelt im Endspurt

An diesem Sonntag entscheiden die Chilenen, wer am 11. März die Nachfolge von Präsidentin Michelle Bachelet antreten wird. Bei der Stichwahl stehen sich der christdemokratische Expräsident Eduardo Frei und Sebastián Piñera als Kandidat des rechten Parteienbündnisses »Koalition für den Wechsel« gegenüber.

Seite 7
ndPlusManfred Schünemann

Wer schafft es in die zweite Runde?

Am Sonntag sind etwa 36,5 Millionen Wahlberechtigte in der Ukraine aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Um das Amt bewerben sich 18 Kandidaten, darunter Amtsinhaber Viktor Juschtschenko, Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und Oppositionsführer Viktor Janukowitsch, die in den vergangenen gut fünf Jahren abwechselnd miteinander verbündet und verfeindet waren.

Seite 8
Bundesregierung lässt Banken ihre Gewinne

Bundesregierung lässt Banken ihre Gewinne

Berlin/New York (dpa/ND). Die Bundesregierung hält sich nach dem Vorstoß von US-Präsident Barack Obama bedeckt über eine Sonderabgabe von Banken zur Beteiligung an den Krisenlasten. Es gebe »keine Pläne, eine solche Sonderabgabe zu erheben«, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag. Man wolle die internationalen Beratungen abwarten, obwohl mit den USA und Großbritannien zwei wichtige F...

AKW: Erste Gespräche zu Laufzeiten

Hamburg (AFP/ND). Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat erste Gespräche mit den Chefs von Energiekonzernen zur Verlängerung der Atomlaufzeiten geführt. Diese hätten Anfang Januar begonnen, sagte eine Ministeriumssprecherin der »Financial Times Deutschland« vom Freitag. Über den Inhalt der informellen Treffen sei Stillschweigen vereinbart worden. Röttgen war von Wirtschaftspolitikern in der Unio...

ndPlusPeter Nowak

Helfer des Apartheidregimes?

Fast zwei Jahrzehnte ist das Apartheidregime in Südafrika Vergangenheit. Über die engen Kontakte, die Wirtschaftsunternehmen zahlreicher Länder mit dem von der UNO geächteten Regime unterhielten, wird bis heute gern geschwiegen. Doch mehrere Konzerne könnten noch von der Geschichte eingeholt werden.

Reimar Paul, Hannover

Asse-Müll wird geborgen

Die für die Asse-Schließung zuständige Behörde hat am Freitag das weitere Vorgehen skizziert. Bei Parteien und Verbänden stoßen die Pläne überwiegend auf Zustimmung.

Hermannus Pfeiffer

Neue Pole in der Aktienwelt

Von den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt kommen nur noch vier aus Deutschland. Firmen aus Brasilien, Spanien und der Schweiz haben an der Börse mittlerweile mehr Gewicht.

Seite 9
ndPlusBurkhard Ilschner

Der Kapitalismus als Blechschaden

Eigentlich ist es ja nur Blech. Stahlblech, 6,058 Meter lang, rund 2,5 Meter breit und ebenso hoch: Der 20-Fuß-Container ist als international standardisierte Einheit zur Norm des Frachtgeschäfts geworden. Aber diese schnöde Blechbox hat in den gut 50 Jahren ihrer Geschichte nicht nur die Transportwelt verändert, sondern unseren gesamten Alltag – und dabei uns alle manipuliert. »Transportein...

WestLB steht vor tiefem Umbruch
Volker Danisch, dpa

WestLB steht vor tiefem Umbruch

In der drittgrößten deutsche Landesbank WestLB bleibt 2010 kein Stein auf dem anderen. Auf dem Programm stehen sowohl die deutliche Verkleinerung der nordrhein-westfälischen Landesbank als auch weitreichende Veränderungen im Eigentümerkreis. Das wäre der größte Einschnitt in der Geschichte des Bankkonzerns.

Seite 10
ndPlusMartin Hatzius

Das Künftige dichtend vollbringen

Ein Roman ist kein Gedicht. Eine Rezension schon gar nicht. Aus diesen Gründen müsste der Rezensent vor Dietmar Daths Roman »Sämmtliche Gedichte« eigentlich kapitulieren. Mit Maßstäben der Literaturkritik ist diesem Buch, das er nicht verstanden hat, aber sehr bewundert, schwerlich beizukommen. Ich bitte Sie also, von diesem Text weder eine detaillierte Inhaltsangabe, noch ein ausgewogenes Urteil ...

Seite 11

Ein Preis zum 10.

Am heutigen Sonnabend wird zum zehnten Mal der Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen (RLS) verliehen. Er geht diesmal Dr. Gregor Kritidis. Damit wird seine Arbeit »Linkssozialistische Opposition in der Ära Adenauer« gewürdigt, die eine wenig untersuchte Periode der Geschichte der Linken in der alten Bundesrepublik beleuchtet.Seit 1996 verleiht die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen d...

Das Beste, was ich hab'

Dem Staatlichen Museum Schwerin steht eine großzügige Schenkung in Aussicht – wenn es denn gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern seine Hausaufgaben macht. Der Berliner Kunstsammler Christoph Müller will dem Museum rund 150 Gemälde niederländischer Meister des 16. bis 18. Jahrhunderts schenken, weil diese »wie angegossen« zur vorhandenen Schweriner Sammlung passen, wie er sagt. In Sch...

PLATTENBAU
Michael Saager

PLATTENBAU

Pop ist ein undankbares Geschäft. Ein Geschäft auf jeden Fall. Wenn es nicht um Erfolg oder Ruhm geht, ist es gar kein Pop. Je größer dieses Geschäft, desto mehr Köche können den Brei verderben, weil es mehr Schaltzentralen gibt, die alle meinen, dass sie Wichtiges zu sagen haben. Ist der Brei erst verdorben, findet man das möglicherweise tragisch. Schwer verhunzte Alben nicht weniger Bands erzähl...

Liesel Markowski

Glanzzeit am Gänsemarkt

Sie zeichnen sich gleichermaßen durch musikantischen Esprit wie durch kreative Sicht auf Historisches aus: die Musiker der Berliner Akademie für Alte Musik. Mehr als 25 Jahre in Aktion, haben sie sich zu einem der besten Ensembles ihrer Art entwickelt und einem wachsenden Publikum nicht selten Vergessenes von einst geöffnet. Dabei geht es den in ihrem Metier jeweils vorzüglichen Instrumentalisten ...

»Es sind Druckfehler drin«
Klaus Bellin

»Es sind Druckfehler drin«

Einmal, berichtet Maxim Gorki, konnte der alte Lew Tolstoi seine Begeisterung kaum zügeln. Aufgeregt, mit Tränen in den Augen sprach er über eine Geschichte Anton Tschechows, der ganz still blieb und aufmerksam zuhörte. Das sei wie Spitze, geklöppelt von einem keuschen Mädchen, erklärte Tolstoi, um dann von den Klöpplerinnen zu erzählen, die ihr ganzes Leben, ihre Träume vom Glück, ihre Liebe in d...

Seite 14

Gastgeber Angola vor Einzug ins Viertelfinale

Gastgeber Angola steht beim Afrika-Cup vor dem Einzug in das Viertelfinale. Die heimischen Kicker kamen am Donnerstag in ihrem zweiten Spiel der Gruppe A zum ersten Sieg. In der Hauptstadt Luanda setzten sie sich gegen Malawi mit 2:0 (0:0) durch. Torjäger Flavio (Al-Shabab Riad/Saudi Arabien), der später verletzt ausschied, brachte in der 48. Minute mit seinem dritten Turniertreffer sein Team in F...

Mark Wolter

Hertha rechnet den Abstieg weg

»28 Punkte. Das ist die klare Zielvorgabe«, sagt Friedhelm Funkel. So habe er es mit Herthas Manager Michael Preetz festgelegt. Mit 28 Punkten in der Rückrunde will sich das abgeschlagene Schlusslicht der Fußball-Bundesliga noch aus der Abstiegszone rechnen – das wären beinahe sechsmal so viele Zähler wie aus den ersten 17 Saisonspielen. Von solchen Vergleichen lässt sich der Berliner Traine...

ndPlusOliver Händler

Wolf als einzige Goldhoffnung

In den kommenden vier Wochen stellt ND die olympischen Sportarten von Vancouver näher vor. Den Anfang machen die Kufenflitzer im Eisschnelllauf und Shorttrack. Während sich letztere in einer Woche bei der EM in Dresden auf Olympia einstimmen, versammeln sich erstere ab heute in Japan bei der Sprint-WM zum letzten Kräftemessen.

Seite 15

Wegen S-Bahn sollen weitere Köpfe rollen

(ND-Kammer). Angesichts der immer dramatischeren Situation bei der S-Bahn mehren sich die Rufe nach weiteren personellen Konsequenzen. Die Grünen forderten gestern neben der Ablösung von S-Bahn-Aufsichtsratschef Hermann Graf von der Schulenburg auch die des Vorstands Personenverkehr der Deutsche Bahn, Ulrich Homburg. Er trage Mitverantwortung für die Sparvorgaben, mit denen er die S-Bahn »zunächst...

60 Plätze für die Nacht

(ND). Neben weiteren 30 Plätzen in einem Nachtcafé der Berliner Stadtmission in Moabit wird die GEBEWO-Soziale Dienste am Montag eine Notübernachtung mit ebenfalls 30 Plätzen im Stadtteil Friedrichshain eröffnen, teilte gestern die Sozialverwaltung mit. Damit stünden in Berlin weitere 60 Plätze zur Verfügung, damit wohnungslose Menschen im Warmen übernachten können. Einen besonderen Dank richtete ...

Tatkraft
ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Tatkraft

Am vergangenen Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses: Die Debatte tobt zur Bedeutung von Sprachkenntnissen für die Integration von Migranten. Da fragt der LINKE-Abgeordnete Giyasettin Sayan den CDU-Abgeordneten Kurt Wansner, der aus den Kreisverband Kreuzberg der Christdemokraten kommt – eine Gegend, wo jeder Zweite Türkisch spricht. »Haben Sie in den letzten Jahren zwei Wörter Tür...

Martin Kröger

Ausnahmezustand am Sozialgericht

Die Flut kommt immer morgens. Um sie zu bewältigen, setzen sich jeden Tag im Berliner Sozialgericht vier Justizwachtmeister an einen großen weißen Tisch und sortieren die Tagespost: Durch Berge von 3000 Briefen, Sendungen und Paketen müssen sich die Gerichtsmitarbeiter täglich kämpfen...

Seite 16
Cranach lockt Besucher an

Cranach lockt Besucher an

(ND). Bis zum Jahreswechsel konnte die Ausstellung im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg bereits mehr als 20 000 Besucher verzeichnen. Das Interesse an Cranachs Werken und dem aufstrebenden Berlin im 16. Jahrhundert scheint ungebrochen, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten am Freitag mit. »Die Besucher staunen über die Fülle prächtiger Originale und begeben sich mit großer Ne...

ndPlusVolkmar Draeger

Androgynes Idol, weißer Engel

Er träume »von Amerika, Mexiko oder Irland«, liest man 1974 in seinem Tagebuch. »Und immer wieder von Roger«, folgt bekennend mit feiner Schrift sowie »Und ich hatte Angst«. Da war Rio Reiser 24. In diesem Monat wäre er 60 geworden. Das Schwule Museum ehrt ihn mit einer Kabinettausstellung, die auf engstem Raum rund ein halbes Hundert Exponate zeigt, konzentriert wie sein kurzes Leben. Nach abgebr...

Seite 17

Vorwürfe an das Land Brandenburg

Potsdam (dpa/ND). DIe Eisenbahner-Gewerkschaften Transnet und GDBA haben dem Land Brandenburg Lohndumping vorgeworfen. Sie erklärten die Gespräche zu einem sogenannten Fairness-Abkommen – es soll die Belange der Beschäftigten bei künftigen Ausschreibungen zum Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) schützen – für gescheitert, teilten beide Gewerkschaften am Freitag mit. Anlass sei die gepla...

Andreas Hummel, dpa

Porzellan zum Kuscheln

2010 ist in Thüringen und Europa das Jahr des Porzellans. Doch nicht allen Herstellern ist zum Feiern zumute.

ndPlusBarbara Martin, Stuttgart

Redeverbot für Betriebsräte

Betriebsratsmitglied Günther Albrecht wurde gekündigt, weil er gegenüber Journalisten über Probleme in der Firma gesprochen hatte. Wäre die Kündigung rechtens, hätte die Öffentlichkeit kaum noch Chancen, betriebliche und wirtschaftliche Wahrheiten aus Arbeitnehmersicht zu erfahren.

Überraschung im Japanischen Garten
ndPlusSteffi Bey

Überraschung im Japanischen Garten

Wie überstehen die »Gärten der Welt« eigentlich den Winter? Was passiert mit den Palmen und welche Überraschungen bietet zu dieser Jahreszeit der Japanische Garten? Ein vom Verein » Freunde der Gärten der Welt« organisierter Winterspaziergang soll diese Fragen klären. Es ist das erste Mal, dass so eine geführte Wanderung stattfindet. Und es ist die erste Veranstaltung, die der Ende vergangenen Jah...

Seite 18

Bullerjahn gegen Regierungschef der LINKEN

Magdeburg (dpa/ND). 14 Monate vor der Landtagswahl in Sachsen- Anhalt hat sich der designierte SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn gegen einen linken Ministerpräsidenten ausgesprochen und will einen solchen auch nicht mitwählen.»Ich schließe es für mich aus, unter einem Ministerpräsidenten der LINKEN zu wirken. Für diesen Kurs werde ich auch in der SPD werben«, sagte Bullerjahn in einem Interview ...

Bianca Kühnel, dpa

Geheimnisvolle Bergwerke

Oft erinnern sich nur noch wenige ältere Einheimische an die alten Stollen im Altmühltal. Arthur Rosenbauer recherchiert seit Jahren in dieser Sache.

ndPlusRonald Bahlburg, dpa

Speer: Bürger werden nichts merken

Die geplante Polizeireform in Brandenburg wird nach Darstellung von Innenminister Rainer Speer (SPD) die Sicherheit für die Bürger nicht beeinträchtigen. Bis Mitte Juli werde eine zwölfköpfige Expertenkommission einen Bericht darüber vorlegen, wie die Polizei sich in den nächsten zehn Jahren entwickeln sollte, sagte Speer gestern. Leiter ist der frühere Staatssekretär im Schweriner Innenministeriu...

Peter Nowak

Der verdächtige Link

Idyllisch liegt das Babelsberger Projektehaus am Griebnitzsee. Auf dem Areal leben seit fünf Jahren Menschen aus mehreren Ländern und Generationen zusammen. Sie haben das Haus selbst nach ökologischen Grundsätzen renoviert. Beim Töpferkurs sitzt schon mal die Mutter aus dem Schlaatzer Wohnblock mit der Mutter aus der Babelsberger Villa an einem Tisch. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte, wi...

ndPlusBirgit Gärtner, Hamburg

Der Irrtum mit dem Speck im Tee

Das Eiland Spiekeroog, nur 18,25 Quadratkilometer groß, ist eine der ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer. In jedem Jahr kommen weit mehr als 100 000 Urlauber und Tagesgäste dorthin. Ein originelles Kochbuch beschreibt die Eigentümlichkeiten der Küche auf der jahrhundertelang sehr armen Insel.

ndPlusEllen Großhans, epd

»Wie ein ganz normales Pärchen«

Rund 70 Paare hat die Partnervermittlung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg bisher erfolgreich zusammengebracht. Es war deutschlandweit die erste Partnervermittlung für geistig Behinderte.

Seite 19
Der Asket in seiner Behausung
Thomas Bruhn

Der Asket in seiner Behausung

Am Rande der Stadt, in unmittelbarer Nähe zur Spree, in einem ehemaligen Gebäude des Textilkombinates, in dem heutzutage eine bunte Melange aus allen möglichen Nutzern sich tummelt, befindet sich ein Atelier. Ein Vorraum, in dem Maschinen einer längst vergangenen Zeit ihr Dasein fristen...

Seite 20
Eine Liebe in Kurland
Klaus Bellin

Eine Liebe in Kurland

Er, Kurt Tucholsky, hatte viele Frauen. Für Mary Gerold, die nach 1945 ganz allein und mit beeindruckender Energie das Tucholsky-Archiv aufbaute, gab es nur einen Mann: ihn. Sie lernten sich 1917 kennen, heirateten 1924 und trennten sich vier Jahre danach. 1933 wurde die Ehe geschieden. Ihre Beziehung ist reich an Verstörungen und Krisen, ein Auf und Ab aus Glück und Entfremdung. Klaus Bellin erzählt in seinem Buch »Es war wie Glas zwischen uns. Die Geschichte von Mary und Kurt Tucholsky«, das im März im Verlag für Berlin-Brandenburg erscheinen wird, von einer Liebe, die nicht gelebt werden konnte und trotzdem nicht starb.

Seite 21
»Es hätte nur mal jemand mit mir reden müssen«
ndPlusJürgen Amendt

»Es hätte nur mal jemand mit mir reden müssen«

Mitte September vergangenen Jahres stürmte im fränkischen Ansbach (Bayern) ein 17-Jähriger das Gymnasium Carolinum. Bewaffnet u.a. mit einer Axt und Brandbomben wollte der Abiturient ein Blutbad an seiner Schule anrichten. Bilanz der Tat: Ein verletzter Lehrer, acht verletzte Schüler, darunter zwei schwer. Gestoppt wurde der Amokläufer durch die Polizei. Auch er überlebte nur knapp schwer verletzt...

Seite 22

WochenChronik

13. Januar 1920: Bei einer Massendemonstration in Berlin gegen das neue Rätegesetz, das die Räte auf die Betriebe beschränkt, kommt es zum gewaltsamen Einschreiten der Polizei; 42 Tote sind zu beklagen. 16. Januar 1920: In den USA wird mit dem Alkoholverbot die Prohibition eingeleitet (Foto: Archiv). 16. Januar 1895: Der deutsche Automobilkonstrukteur Carl Benz stellt den ersten deutschen Omnibus ...

ndPlusMartin Stolzenau

Sophie Kunert

Die vor 50 Jahren, am 18. Januar 1960, verstorbene Theologin Sophie Kunert-Benfey verdient in vielerlei Hinsicht Bewunderung. Sie begriff ihren Beruf vor allem als soziales Amt, setzte sich gegen härtesten männlichen Widerstand durch und zeigte im Unterschied zu ihren Vorgesetzten gegenüber dem NS-Regime Zivilcourage. Volle Gleichstellung mit ihren männlichen Kollegen hat sie nicht erreicht; der W...

Mahnung eines besorgten Sorben
Peter Kroh

Mahnung eines besorgten Sorben

Am 19. Januar 1945 flüchteten fast alle Deutschen in Namslau vor der anrückenden Sowjetarmee. Der sorbische Antifaschist Jan Skala blieb. Er wollte mit polnischen Freunden rasch ein Leben ohne NSDAP und Gestapo in Gang bringen. Doch drei Tage später, am 22. Januar, trafen ihn im schlesischen Dörfchen Dziedzice die tödlichen Schüsse eines betrunkenen Sowjetsoldaten. Einer unter vielen tragischen Vo...

Schröter und die Bergpredigt
ndPlusDieter Mechtel

Schröter und die Bergpredigt

Wer ihn anruft, wird von ihm aufmunternd hören: »Hier ist Schröter.« Das heißt so viel wie: Ich bin da, ich stehe zur Verfügung, was immer Sie auf dem Herzen haben. »Hier ist Schröter« – das ist nicht nur ein Satz, das ist Lebensphilosophie. Geboren im Juni 1939 in Berlin in einer Pfarrerfamilie hat Ulrich Schröter noch Erinnerungen an den Krieg; das Kind sah den Feuerschein am Horizont &nda...

Seite 23

Neandertalers Schminkdose

Bis vor rund zehn Jahren dominierte vom Neandertaler die Vorstellung eines robusten Kraftprotzes, der nicht allzu helle war. Selbst die dem wenig später in Afrika entstandenen Homo sapiens zugestandene Fähigkeit zur Sprache wurde bei unserem entfernten Verwandten in Zweifel gezogen. Doch so manche Funde lassen dieses Bild wanken. So fand man in mehreren europäischen Höhlen, die einst von Neanderta...

Eckart Roloff

Erste Hilfe aus der Luft

Katastrophen können sich dadurch noch verschlimmern, dass nicht rasch genug bekannt wird, was genau geschehen ist. Wo liegen Schwerverletzte, die gerettet werden könnten, welche Straßen und Brücken sind noch offen, was ist wo zerstört? Nach dem Erdbeben in Haitis Hauptstadt sind viele dieser Fragen offen.Da lohnt es sich nachzudenken, ob für bebengefährdete Gebiete ein System in Frage kommt, an de...

»Erst bitter, dann süß!«
ndPlusReinhard Renneberg, Hongkong

»Erst bitter, dann süß!«

Dieses chinesische Sprichwort lernte ich gerade in Hongkong kennen; es hat etwas Tröstendes. Es erinnert mich an russische Hochzeiten meiner Studentenzeit. Da riefen wir »Gorko!« (russ.: bitter) vor dem obligatorischen Kuss der Braut. Für uns »Langnasen« heißen die grundlegenden Geschmacksrichtungen bitter, süß, sauer, salzig. Die Japaner kennen dazu noch »umami« (herzhaft, würzig), den Glutaminge...

Martin Koch

Abschied von der Geometrie Euklids

In einer Ebene gibt es durch jeden Punkt, der außerhalb einer Geraden g liegt, genau eine Gerade h, die g nicht schneidet. Die Geraden g und h werden als Parallelen bezeichnet. Schon der griechische Mathematiker Euklid hatte eine äquivalente Formulierung dieses Satzes als fünftes Postulat in sein Hauptwerk »Die Elemente« aufgenommen.Dennoch versuchten Mathematiker fast 2000 Jahre lang, das Paralle...

Seite 25
1001 Säulen im »Pompeji des Nahen Ostens«
Gabriela Greess

1001 Säulen im »Pompeji des Nahen Ostens«

Ein unscheinbares kleines Kamel aus Ton erzählt vom regen Handel, der einst auf Jordaniens Karawanenrouten herrschte: Über 2000 Jahre lag es nahe der römischen Stadtmauer von Jerash begraben – beladen mit Mini-Amphoren im Stil von Rhodos. Britische Archäologen entdeckten die antike Dekorationsfigur zu Beginn des jetzigen Millenniums. Sie zeugt von Jerash als einem Schmelztiegel griechisch-rö...

Ein Einzelzimmer für den Ministerpräsidenten
ndPlusDieter Hanisch

Ein Einzelzimmer für den Ministerpräsidenten

14 Stufen geht es hinab, dann steht man vor der Stahltür. Erst nach einer Dekontamination in der Eingangsschleuse ist der Weg frei in ein rechteckig angeordnetes Gängesystem. Darüber sind dann knapp 100 Räume erreichbar. Es riecht leicht muffig. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein, wenn man im Fernmeldetrakt auf die an der Wand befestigten großen Landkarten mit deutsch-deutscher Grenze blick...

Seite 26
Flugstunde in der Schneeschüssel
ndPlusMark Wolter

Flugstunde in der Schneeschüssel

Je mehr Schnee desto besser. Das sieht jeder passionierte Skifahrer so – und auch Tony Ully ist angetan von der weißen Decke auf dem Plateau vor ihm. »Ausreichend. Und der Wind stimmt auch. Packen wir's«, sagt der große, athletische Österreicher und stapft los. Ihm folgend versinkt einer nach dem anderen knietief in den klebrigen Flocken und schleppt sich mühsam zur kleinen Holzhütte am Rande d...

Seite 27
Winterbereifte Hufe und Räucherfischpralinen
Heidi Diehl

Winterbereifte Hufe und Räucherfischpralinen

Vito und Vagabund lassen sich weder vom Eis noch vom Wind beeindrucken. Mit stoischer Ruhe traben sie durch die verschneiten Straßen Ahlbecks, derweil sich ihre Chefin den Gästen zuwendet, die es sich im beheizten Kremser beim Glühwein gemütlich gemacht haben. »Keine Bange, die haben Winterreifen unter den Hufen. So schnell, wie die Autos hinter uns, kommen die mit ihren Spikes nicht ins Rutschen....

Seite 28

Computerspiel

Der französische Software-Ingenieur und Computerfreak Fabrice Bellard beansprucht den neuen Weltrekord für die Berechnung der Kreiszahlkonstanten Pi (Verhältnis des Kreisumfangs zum Durchmesser). Sie beginnt mit 3,14159... und ist wohl unendlich. Bellard teilte in Paris mit, er habe die Zahl auf 2,7 Billionen Dezimalstellen genau ermittelt. Dies seien 123 Milliarden Stellen mehr als der bisherige ...

Brettspiel
ndPlusMonika Salz

Brettspiel

Ist ein Spiel einigermaßen erfolgreich, lässt eine neue Variation des Spielthemas heute nicht lange auf sich warten. Und wenn »Einfach Genial« vielleicht nicht genial, sondern nur ganz schön war, war es trotzdem so erfolgreich, dass der Kosmos-Verlag es nun auch mit »Genial Spezial« versucht. Das Neue ist die dritte Dimension. Will heißen: Die Türmchen bewegen sich nicht nur auf dem flachen Spielp...

Testspielauflösung vom 16./17. Dezember

Preisfrage: Wer war es? – Pierre-Joseph Proudhon (15. Januar 1809 - 19. Januar 1865). Die drei Gewinner der ND-Überraschung, die unter allen richtigen Einsendungen ausgelost wurden: Wolfgang Möller, Bergen, Rita Gansleweit, Neuzelle, Olaf Teichert, Ratzeburg. Wer schrieb es? – Karel Capek (9. Januar 1890 - 25. Dezember 1938). Wie heißt sie? – Joan Baez. Wie lautete der? – »...

Testspiel: Wissen, lernen und gewinnen!

Testspiel: Wissen, lernen und gewinnen!

Preisfrage heute: Wo war sie? Am 19. Januar 1902 hatte Heinrich Zille (10. Januar 1858 - 9. August 1929) seine erste Ausstellung. Wo war sie? Wer schrieb es? Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen und weise sein muss. Wie hieß er? Wie hieß der römische Kaiser (11. Januar 347 - 17. Januar 395), der das Christentum zur Staatsreligion machte? Woher rüh...

Remisduell der alten Recken
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Remisduell der alten Recken

Boris Spasski ist 72 und Viktor Kortschnoi ist 78 Jahre alt – insgesamt ein legendäres Schachwissen von 150 Jahren. Spasski, in Leningrad (St. Petersburg) geboren, inzwischen eingebürgerter Franzose, wurde 1969 zum 10. Schachweltmeister, als er Tigran Petrosjan (UdSSR; 1929 - 1984) schlug. Kortschnoi, sechs Jahre älter als Spasski, aber viel aktiver, stammt auch aus der Sowjetunion und spiel...

Winter genießen, Pläne schmieden
ndPlusBrigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Winter genießen, Pläne schmieden

Wer nicht zu den Leuten gehört, die bei wenig mehr als gar keinem Schnee gleich von Chaos reden, hat es gut: Wir genießen einfach den Winter und staunen, wie dieser mit nur einer Farbe Licht in die Welt bringt, dabei die Landschaft gestaltet und verblüffende Figuren schafft. Und natürlich basteln wir auch schon wieder in Gedanken oder auf dem Papier daran, was wir Neues säen und pflanzen wollen. D...

Wo die Wiege von Schach und »Mensch-ärgere-Dich-nicht« stand

Wo die Wiege von Schach und »Mensch-ärgere-Dich-nicht« stand

Einmal nicht bloß durch Tempel pilgern oder meditieren an Goas Stränden: Die »Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie« veranstaltet vom 20. Februar bis 5. März 2010 eine Studienreise durch Südindien, während der vor allem kräftig gespielt werden soll. Viele freundschaftliche Partien Pachisi und Carrom werden den Teilnehmern über das reine Brettgeschehen hinaus Gelegenheit geben, von ihren Gastgebern mehr zu erfahren über große Sorgen und kleine Fluchten in einer Region unter den Bedingungen der Globalisierung. ND-Autor RENÉ GRALLA sprach mit Mitorganisator UDO SCHMITZ (52), Chef des Bereichs FamilyGames im Dresdner Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung.