Scharfe Kritik an Sparpaket der Bundesregierung

Potsdam (dpa/bb) - Bis auf CDU und FDP haben alle Fraktionen im brandenburgischen Landtag das Sparpaket der Bundesregierung und seine Folgen für die sozial Schwachen im Land scharf kritisiert. Es verstärke Armut und Ausgrenzung, sagte Sozialminister Günter Baaske (SPD) in der Debatte am Donnerstag. Die Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Ursula Nonnemacher, sprach von einer »katastrophalen Schlagseite« - ein Vorwurf, den der FDP-Politiker Büttner umgehend zurückwies. Der Sozialetat mache mehr...

Studie: Krise kostet Steuerzahler 25 Milliarden

Frankfurt/Main (dpa) - Die Finanzkrise kostet Deutschlands Steuerzahler nach Einschätzung von Experten letztlich bis zu 25 Milliarden Euro. Das haben Volkswirte der Deutschen Bank errechnet. Damit dürften die direkten Kosten der seit Sommer 2007 tobenden Krise zwar »am Ende weit geringer ausfallen als ursprünglich erwartet«, heißt es in einer am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Studie. Allerdings seien die Folgen der Turbulenzen insgesamt alles andere als moderat: »Im Gegenteil, auf zwei...

McAllister für »behutsame« Verlängerung von AKW-Laufzeiten

Hannover (dpa) - Der neue niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat sich gegen eine Laufzeit-Verlängerung für die Atomkraftwerke um jeden Preis ausgesprochen. »Ich selbst bin der Meinung, wir sollten sehr behutsam, falls nötig, die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängern«, sagte er am Donnerstag nach seiner Wahl im Landtag in Hannover. In der Koalition werden Szenarien zwischen zusätzlich 4 und 28 Jahren diskutiert.Niedersachsen übernehme nationale Verantwortung bei der Ents...

Bundesbank-Vize: Lage an Märkten noch fragil

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lage an den Finanzmärkten ist aus Sicht von Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler noch angespannt. »Trotz zwischenzeitlicher Beruhigung ist die Lage weiterhin fragil«, sagte Zeitler am Donnerstag bei einer Tagung der Notenbank in Frankfurt laut Redetext. Der Bundesbank-Vize verwies zum einen auf Risikoaufschläge bei Staatsanleihen und Finanztiteln, zum anderen auf die hohen Einlagen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank (EZB). »Wenn auch der G...

Amnesty: Mehr Transparenz bei Opfer-Entschädigung

Berlin (dpa) - Mehr Transparenz bei der Entschädigung von zivilen Opfern in Afghanistan hat Amnesty International gefordert. Die Bundesregierung dürfe ihre Leistungen nicht allein auf die Opfer des von der Bundeswehr angeordneten Luftschlags in Kundus konzentrieren, verlangte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in Berlin. Die Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Monika Lüke, schlug vor, Kompensationen generell über die unabhängige afghanische Menschenrechtskommission abzuwickeln. ...

Opposition greift Rot-Rot zu A 100 an

Berlin (dpa/ND) - Der äußerst knappe Beschluss der Berliner SPD vom Wochenende für den Weiterbau der umstrittenen Stadtautobahn A 100 schlägt auch im Abgeordnetenhaus hohe Wellen. Die Opposition hatte die Konsequenzen aus dem Beschluss zum Thema der Aktuellen Stunde machen wollen. Die rot-rote Koalition verhinderte dies am Donnerstag in der letzten Sitzung des Landesparlaments vor der Sommerpause mit ihrer Mehrheit. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Volker Ratzmann griff daraufhin scharf den Regie...

Brüderle will Staatshilfen auslaufen lassen

Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will angesichts des Konjunkturaufschwungs die Staatshilfen für Unternehmen beenden. Durch die Krise in Schieflage geratene Firmen könnten nur noch bis zum 31. Dezember Anträge auf Kredite und Bürgschaften aus dem Deutschlandfonds stellen. »Derzeit sehe ich keinen Grund, den Fonds darüber hinaus weiterlaufen zu lassen«, sagte Brüderle am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag.Der in der Finanzkrise aufgelegte Deutschland...

Gauck vertritt »diametral« andere Positionen

(dpa/AFP/ND) SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte das Verhalten der Linkspartei bei der Bundespräsidentenwahl. Sie sprach im ZDF- »Morgenmagazin« von einer vertanen Chance. »Wir müssen mit dem Ergebnis leben. Es ist aber schade, dass es die Linkspartei versäumt hat, erstmals einen Ostdeutschen zum Bundespräsidenten zu wählen.«Ähnlich äußerte sich SPD- Chef Sigmar Gabriel, der der LINKE die Schuld für die Niederlage des rot-grünen Kandidaten gab. Mit Blick auf deren Vorbehalte gegen Gauck...

Seite 1

Unten links

In den letzten Wochen war viel davon die Rede, dass das Amt des Bundespräsidenten beschädigt worden sei. Einige meinten auch nur, es drohe beschädigt zu werden. Niemand wusste es ganz genau, denn niemand konnte nachsehen. Jedenfalls bislang. Horst Köhler, der letzte Mieter im Schloss Bellevue, schweigt. Vielleicht möchte er sich nicht selbst belasten? Er hat sechs Jahre lang in diesem Amt gesessen...

ndPlusJürgen Reents

Gelbe Karten

Das Votum von drei Dutzend Bundesversammelten aus Union und FDP gegen den eigenen Kandidaten im ersten Wahlgang hatte allenfalls vordergründig damit zu tun, dass der eine oder andere Gauck vielleicht tatsächlich für einen besseren Präsidenten hielt. Die aufmüpfigen Stimmzettel waren nicht zu seinen Ehren adressiert, es waren gelbe Karten für Merkel und Westerwelle. Nach allem Zoff in der angeblich...

Uwe Kalbe

Kanzlerdämmerung für Merkel: Wulff nur dritte Wahl

Christian Wulff ist neuer deutscher Bundespräsident. Die sich über neun Stunden hinziehende Entscheidung der Bundesversammlung kam jedoch erst nach drei Anläufen zustande und nahm streckenweise dramatische Züge an. Die Wahl wirft einen langen Schatten auf die Regierungskoalition von Union und FDP, von der Wulff vorgeschlagen worden war.

Seite 2

»Keine Staatskrise«

»Meine Damen und Herren, seit der letzten Bundesversammlung ist gerade ein gutes Jahr vergangen; sie traf sich hier am 23. Mai 2009, auf den Tag genau 60 Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes, der besten Verfassung, die wir Deutschen je hatten. Deshalb war die 13. Bundesversammlung in gewisser Weise auch eine Feierstunde der Demokratie und des Parlamentarismus. Gerade in den vergangenen Woch...

ndPlusGabriele Oertel

Heiß – im wahrsten und übertragenen Sinne

»2:0 für Deutschland«, warf Saarlands CDU-Ministerpräsident Peter Müller am Mittag launig den vor dem Reichstag wartenden Journalisten seine etwas eigenwillige Prognose über den Ausgang der Bundespräsidentenwahl entgegen. »Er habe ein gutes Gefühl«, antwortete Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hanseatisch kurz. FDP-Generalsekretär Christian Lindner hatte da noch eine Steigerung in ...

Seite 3
Der Gott, der Mammon heißt
ndPlusFriedrich Schorlemmer

Der Gott, der Mammon heißt

Ein Staat, der seine Währung aufgibt, gibt seine Souveränität auf. Das zuerst in Leipzig gezeigte Demo-Plakat hat via West-Fernsehen seit Dezember 1989 Geschichte geschrieben: »Kommt die D-Mark, bleiben wir. Kommt sie nicht, gehn wir zu ihr!«

Edelbert Richter

Drei offene Fragen

Im ersten Bonner Entwurf zum Staatsvertrag vom 23. April 1990 brachten unsere Verhandlungspartner ihre Interessen wohl deshalb so unverblümt zum Ausdruck, um besser feilschen zu können. In der Überschrift war nur in bezug auf die Währung von einer »Union« die Rede, im Hinblick auf Wirtschaft und Soziales aber von einer »Gemeinschaft«. Obwohl es spitzfindig erscheinen mochte, haben wir diese einsei...

Seite 4
ndPlusIngolf Bossenz

Machtspiele

Als »vielleicht die größte Gefahr der bisherigen Menschheit« hat Friedrich Nietzsche einmal den Monotheismus bezeichnet. Blickt man auf die Religionskriege, die Verfolgungen, die Unterdrückung, welche über Jahrhunderte im Namen eines angeblich einzigen und wahren Gottes exekutiert wurden, ist dem Philosophen kaum zu widersprechen. Immerhin werden diese Auseinandersetzungen im heutigen Europa nicht...

ndPlusKurt Stenger

Die Euro-Falken

D ie EU-Kommission will den Stabilitätspakt verschärfen. Dies zwar nicht ganz so scharf wie von der deutschen Regierung gewünscht, aber die Vorschläge weisen doch in die falsche Richtung. Seit der Gründung der Europäischen Währungsunion endeten die kontroversen Debatten über die richtige wirtschaftspolitische Strategie immer mit demselben Ergebnis: Die monetaristischen Falken setzen sich durch. Di...

Olaf Standke

Folter-Firnis

Die neue Londoner Regierung will jetzt untersuchen lassen, ob mit Wissen britischer Schlapphüte Terrorverdächtige gefoltert wurden. Die Anschuldigungen richten sich sowohl gegen den Inlandsgeheimdienst MI5 als auch gegen den Auslandsgeheimdienst MI6. Menschenrechtsorganisationen haben wiederholt eine unabhängige Prüfung diverser Vorfälle gefordert. Noch immer, so die Vereinten Nationen gerade in e...

ndPlusAntje Stiebitz

Ombudsmann

Bei Ärger mit der SCHUFA kommt dem Verbraucher künftig Winfried Hassemer zur Hilfe: Ab heute übernimmt mit ihm ein renommierter Strafrechtswissenschaftler die Position des Ombudsmannes der SCHUFA Holding AG. Damit löst er Gernot Bickel ab, der seit 2003 SCHUFA-Vertrauensmann war und Ende Juni in den Ruhestand ging.Der Ombudsmann – oder auch die Ombudsfrau – ist eine kostenlose Anlaufstelle für diejenigen, die sich mit dem SCHUFA-Verbraucherservice nicht einigen können. Bei Meinungsverschiedenhe...

Zu milde Strafe für Hungerlöhne?

Zu milde Strafe für Hungerlöhne?

ND: Am Dienstag verurteilte das Magdeburger Landgericht einen Reinigungsunternehmer wegen Lohndumpings. Er hatte seinen Mitarbeiterinnen statt des geltenden Mindestlohnes von 7,68 Euro maximal 1,79 Euro pro Stunde gezahlt. Das Urteil gilt als wegweisend, weil die Magdeburger Richter erstmals das Unterschreiten des Mindestlohnes als Straftat bewerteten. Trotzdem kam von Ihrer Gewerkschaft Kritik an dem Urteil. Wieso?Schulze: Man muss dieses Urteil von zwei Seiten betrachten. Es ist natürlich ein...

Seite 5

Kindergeld: Keine Gleichheit

München (epd/ND). Die Neuregelungen zum eingeschränkten Kindergeldanspruch für viele in Deutschland lebende Ausländer aus Nicht-EU-Staaten sind verfassungsgemäß. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschieden und damit seine bisherige Rechtsprechung bestätigt. Nach dem Gesetz können geduldete Ausländer oder Personen mit einer Aufenthalts- ode...

Susann Witt-Stahl, Hamburg

Klassenkampf in der Gefahrenzone

Nach einer Massenschlägerei zwischen Jugendlichen und der Polizei im Hamburger Stadtteil Neuwiedenthal, bei der ein Beamter lebensgefährlich verletzt wurde, hat sich der mutmaßliche Haupttäter gestellt. Die Linksfraktion fordert Aufklärung der genauen Umstände und will den Vorfall heute in einer Aktuellen Stunde des Senats thematisieren.

ndPlusGrit Gernhardt

Mehr Schutz für Schuldner – das P-Konto

Wenn die Gläubiger einem im Nacken sitzen, ist die Kontopfändung oft nicht weit. Um wenigstens Geld fürs Überleben zu schützen, mussten bisher lange Rechtswege gegangen werden. Abhilfe schaffen soll nun das P-Konto.

Seite 6

Krise hindert nicht am Geben

Frankfurt am Main (epd/ND). Die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation »medico international« hat im vergangenen Jahr neun Prozent mehr Spenden eingenommen. Das Aufkommen sei im Vergleich zum Vorjahr auf 2,9 Millionen Euro gestiegen, sagte Geschäftsführer Thomas Gebauer am Mittwoch in Frankfurt am Main. Ebenfalls gestiegen seien die Zuschüsse öffentlicher und privater Institutionen auf insgesamt 4,...

Zu wenig Training fürs Töten

Der neue Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, hat dem Verteidigungsministerium in einem ersten Zwischenbericht Mängel bei der Einsatzvorbereitung und Ausrüstung von Soldaten vorgehalten.

ndPlusJürgen Amendt

Mehr Qualität, weniger Bürokratie

Die Lehre an deutschen Hochschulen soll besser werden. Dazu will die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine Lehrakademie ins Leben rufen. Das gab die HRK gestern in Berlin bekannt.

Seite 7

MI5 und MI6 mitschuldig an Folter?

London (AFP/ND). Die britische Regierung wird laut einem Medienbericht bald Einzelheiten zu der geplanten Untersuchung einer möglichen Mitschuld der Geheimdienste an der Folterung von Terrorverdächtigen bekannt geben. Details der von einem Richter geleiteten Untersuchung würden voraussichtlich noch diese Woche mitgeteilt, meldete BBC. Die seit Anfang Mai regierende Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten hatte sich gemäß ihrer Wahlversprechen auf eine solche Untersuchung verständigt. Dabei soll geklärt werden, ob mit Wissen der britischen Geheimdienste Terrorverdächtige gefoltert wurden.

Taliban griffen NATO-Flughafen an

Ein Selbstmordkommando der Taliban hat am Mittwoch einen von der NATO betriebenen Flughafen in der ostafghanischen Provinz Nangarhar angegriffen und dabei vier Sicherheitskräfte verletzt.

Tirkel fordert mehr Befugnisse

Wenige Tage nach Beginn der israelischen Untersuchung der Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte Ende Mai hat der Leiter der Kommission einem Medienbericht zufolge mit Rücktritt gedroht.

»Stumme und passive Symbole«

»Stumme und passive Symbole«

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am Mittwoch erneut geprüft, ob Kruzifixe in öffentlichen Schulen gegen das Erziehungsrecht der Eltern und die Religionsfreiheit verstoßen. Die 17 Richter der Großen Kammer befassten sich mit der Beschwerde einer Mutter gegen Italien. Mit dem Urteil ist erst in einigen Monaten zu rechnen.

Seite 8
ndPlusKarin Leukefeld

»Bürger« oder nur Flüchtlinge?

Seit mehr als 50 Jahren gibt es palästinensische Flüchtlinge in Libanon. Am Sonntag demonstrierten gemeinsam mit Vertretern libanesischer Parteien 5000 von ihnen für mehr Rechte in ihrem Gastland. Die nächste Aktion dieser Art soll am Montag stattfinden.

Marc Engelhardt, Kinshasa

Zwiespältiges Jubiläum in Kongo

Mit einer Militärparade in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, haben am Mittwoch die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Belgien begonnen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Belgiens König Albert II. und zahlreiche afrikanische Staatsoberhäupter verfolgten den Aufmarsch von mehr als 15 000 Soldaten auf dem für diesen Anlass neu gestalteten Triumphboulevard, Tausende Kongolesen säumten die Straße.

Seite 9

Zahltag im Euroraum

Frankfurt am Main (AFP/ND). 171 Banken im Euroraum haben sich am Mittwoch mit Dreimonatsgeld in Höhe von knapp 132 Milliarden Euro bei der Europäischen Zentralbank (EZB) versorgt. Das teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Die Gesamtsumme lag deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die mit bis zu 250 Milliarden Euro gerechnet hatten, da heute 1121 Banken im Euroraum insgesamt 442 Milliarde...

Brüssel präsentiert Folterwerkzeuge

Brüssel (dpa/ND). Die EU-Kommission will Defizitsündern notfalls Zahlungen aus Brüsseler Agrar- oder Regionaltöpfen streichen. Diese Transfers erreichen jedes Jahr Milliardenhöhe. Künftig müsse es eine breite Palette von Sanktionen im Euro-Stabilitätspakt geben, schlug EU-Währungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel vor. Er äußerte sich nicht zur Höhe möglicher neuer Strafen. Landwirte in de...

Arbeitsmarkt auf gutem Weg

Nürnberg (AFP/ND). Dank anziehender Konjunktur entwickelt sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter besser als erwartet. Bereits im Juli könnte die Zahl der Jobsuchenden in Deutschland unter die Dreimillionenmarke sinken, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, am Mittwoch. Im Juni waren 3,153 Millionen Menschen arbeitslos, 88 000 weniger als im Mai. Die Arbeitslosigkeit l...

Knut Henkel

Kriegt der Papiertiger endlich Zähne?

Es gibt einen internationalen Mechanismus, um gegen Menschenrechtsverstöße durch Konzerne vorzugehen. Doch diesem fehlt es bislang an Biss, meinen Kritiker.

Seite 10
STARporträt

STARporträt

Die US-amerikanische Schauspielerin (Foto: dpa) hat ihr Karrieretief offensichtlich überwunden. 2002 war sie wegen Ladendiebstahls festgenommen, zu Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Vergangenes Jahr drehte sie mehrere Filme, darunter »Star Trek« (Mutter von Spock). Jetzt ist sie in Rebecca Millers Verfilmung deren gleichnamigen Romans »Pippa Lee« zu sehen. Geboren am 29. Okto...

Angelika Kettelhack

Mythos Morrison

Selbstverständlich habe ich die Platten von den »Doors« aus den späten Sechzigern mit Songs wie »Light My Fire«, »Riders On The Storm« oder »Hello, I Love You« noch immer. Doch erst der dokumentarische Spielfilm »When You're Strange« von Tom DiCillo machte mir noch einmal bewusst, in welch verrücktem Stück Zeitgeschichte diese US-amerikanische Rockband sich bewegte: »Love and Peace« in einem Umfel...

Gut gebrüllt, Oger
ndPlusCaroline M. Buck

Gut gebrüllt, Oger

Im Land Weit, weit weg ist Kindergeburtstag, und das ist ein Fest für den ganzen Sumpf. Und für das Dorf. Und für Shreks Frau, für seine entzückenden, trompetenohrigen Drillinge und für seine vielen besten Freunde. Nur Shrek ist nicht ganz bei der Sache. Denn der fällt angesichts von Feierlaune und Geburtstagstorte nun vollends in das dunkle, dunkle Loch der Midlife Crisis, die ihn schon etwas län...

ndPlusMarion Pietrzok

Klassisches Dreieck

Intelligente oder raffinierte Erzählstruktur nennt man das wohl, diese Art und Weise, in der Richard Eyre die Geschichte darbietet. Man kann aber auch sagen, er vorenthält dem Zuschauer bis fast zuletzt ein entscheidendes Stück in der Chronologie der Handlung, damit der am Ende um so ordentlicher staunt. Das Staunen ist aber auch jenen Kinobesuchern nicht genommen, die Bernhard Schlinks Erzählungen »Liebesfluchten« gelesen haben. Denn an eine der Kurzgeschichten ist der Film zwar angelehnt, aber...

Seite 11
Momper beendet nach 31 Jahren politische Karriere

Momper beendet nach 31 Jahren politische Karriere

(dpa/ND). Berlins früherer Regierender Bürgermeister Walter Momper (SPD) zieht sich nach 31 Jahren im Abgeordnetenhaus aus der Politik zurück. Er wolle 2011 nicht erneut für das Landesparlament kandidieren, sagte der derzeitige Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses mehreren Medien. Seine Projektentwicklungsfirma will der 65-Jährige aber weiterführen. Über 30 Jahre in der Politik, das sei genug...

Volksbegehren: Rot-Rot plant Verbesserungen

(epd/ND). Das vom rot-roten Senat geplante Spendenverbot gemeinnütziger Organisationen für Volksbegehren ist offenbar vom Tisch. Bei dem neuen Volksabstimmungsgesetz, das am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedet werden soll, habe der Senat an diesem Punkt eingelenkt, teilte die Initiative »Mehr Demokratie« am Mittwoch mit.Nach der ursprünglich geplanten Regelung wäre es neben polit...

Nachgebessert

Was lange währt, wird endlich gut, heißt es. Doch das »gut« relativiert sich in diesem Fall. Der Senat hat zwar lange mit der Bahn um die Nachbesserung des S-Bahn-Vertrages gerungen, aber es ging eben um eine »Nachbesserung«. Denn der Vertrag von 2003 war schlecht ausgehandelt, bei Qualitätsmängeln wie verkürzten Zügen hatte der Senat, obwohl er jährlich über 200 Millionen Euro in das Unternehmen ...

ndPlusAndreas Heinz

Apotheken mischen mangelhaft

In Berlin gibt es von heute an ein neues Gesetz: Das Wohnteilhabegesetz (WTG) ist Ländersache und löst das Bundesheimgesetz ab. Darauf machte gestern der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), aufmerksam. Franz Allert stellte den Jahresbericht 2009 seines Amtes vor Berlin verspricht sich mit diesem Gesetz größere Transparenz.»Während sich das Heimgesetz auf die Kontrolle s...

S-Bahn wird zu Kasse gebeten
ndPlusBernd Kammer

S-Bahn wird zu Kasse gebeten

Es war natürlich Zufall, dass gestern genau zum Ausbruch der S-Bahn-Krise vor einem Jahr Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) verkünden konnte, wie künftig mehr Druck auf die S-Bahn zur Einhaltung der vereinbarten Leistungen ausgeübt werden soll. Darüber verhandelt wurde immerhin rund neun Monate, bereits im Februar sollte ursprünglich ein Ergebnis vorliegen.Die jetzt erreichten Regelungen in Ergänzung des S-Bahn-Vertrags von 2003 ermöglichen den Ländern Berlin und Brandenburg ...

Nicolas Šustr

Linke töten im Allgemeinen nicht

Wenn die Friedrichshain-Kreuzberger CDU zur Diskussion einlädt, dann kann man sich auf etwas gefasst machen. Schließlich ist der Kreisverband mit marginalen Wahlergebnissen im einstelligen Prozentbereich mit den Zuständen im Bezirk höchst unzufrieden. Galionsfigur gegen den linken Mainstream vor Ort ist der gelernte Maurer und Kreisvorsitzende Kurt Wansner (61), der mit seinem immer etwas roten ru...

Seite 12

Grips-Theater

(dpa). »Sinnliches, komödiantisches Theater« will der neue Grips-Chef Stefan Fischer-Fels (46) an der Berliner Kinder- und Jugendbühne zeigen. Der vom Jungen Schauspielhaus Düsseldorf kommende Fischer-Fels löst im Sommer 2011 Volker Ludwig ab. Der 73-jährige Theatergründer Ludwig (»Linie 1«) übergibt den Chefposten damit nach 42 Jahren an eine jüngere Generation. Es sei ihm wichtig zu betonen, das...

ndPlusVolkmar Draeger

Zwischen Satire und Tragik

Klatschmohn umwächst friedlich freundlich das in Restaurierung befindliche Gutshaus Hohenschönhausen, wie es vor hohen Neubauten ziemlich verloren wirkt. Vermutlich nach 1650 wurde es gebaut, seit 1998 bemüht sich ein Förderverein um die denkmalgerechte Erhaltung. Dem längst nicht mehr dörflichen Hohenschönhausen soll so ein vielfältig einsetzbares »Bürgerschloss« erwachsen. Schon kann im sanierte...

Sachlichkeit in Licht und Schatten
ndPlusTom Mustroph

Sachlichkeit in Licht und Schatten

Jung sterben und trotzdem lange leben – dieses Kunststück vollbrachte Marianne Breslauer. Wie der vor 101 Jahr in Berlin geborenen Frau das gelang, zeigt eine bemerkenswerte Ausstellung in der Berlinischen Galerie.Als Fotografin war Marianne Breslauer nur neun Jahre lang aktiv. In dieser Zeit schuf sie ein kleines, aber dennoch gewichtiges Oeuvre über das Berlin der Zwischenkriegszeit. Die von Berlins bekanntester Gesellschaftsfotografin Frieda Riess (ihr galt vor zwei Jahren eine Einzelausstel...

Seite 13
ndPlusSteffi Bey

Doppeltes Jubiläum in Friedrichsfelde

Weil es zwei Jubiläen sind, gibt es auch zwei Bücher: Denn in diesem Jahr wäre der erste Tierparkdirektor Professor Dr. Heinrich Dathe 100 Jahre alt geworden. Außerdem feiert der von ihm gegründete Tierpark Berlin seinen 55. Geburtstag. Aus Anlass der doppelten Feierlichkeiten wurden gestern im Alfred-Brehm-Haus die »Lebenserinnerungen eines leidenschaftlichen Tiergärtners« sowie die Tierpark-Chro...

Dominik Clemens, Köln

Alarm bei Kölns Pyranhas

Gerüchte um die geplante Räumung des Autonomen Zentrums in Kölns Wiersbergstraße führten am Dienstag dazu, dass linke Aktivisten zeitweise das historische Rathaus der Stadt besetzten. Oberbürgermeister Jürgen Roters signalisierte Gesprächsbereitschaft, die Aktivisten wollen nun über die legale Nutzung der Immobilie in der Wiersbergstraße verhandeln.

ndPlusStefan Kruse, dpa

Wider die Zwangsvereinigung

Die Gegner der Gemeindereform in Sachsen-Anhalt lassen nicht locker. Mit Hilfe eines Volksbegehrens, das heute beginnt, wollen sie den Zusammenschluss kleiner Orte zu Einheitsgemeinden rückgängig machen.

Seite 14

Ausweg Doppelspitze

Berlin (AFP/ND). Zur Vermeidung einer Kampfabstimmung haben sich Mitglieder der nordrhein-westfälischen CDU-Fraktion für eine Doppelspitze ausgesprochen. Wenn bei der Wahl des Düsseldorfer CDU-Fraktionschefs die bisherigen Landesminister Karl-Josef Laumann und Armin Laschet »beide zum Zuge kämen, wäre das eine gute Lösung«, sagte Jens Kamieth, CDU-Abgeordneter aus dem Siegerland, der »Berliner Zei...

Jenny Becker

Stolpern und Nachdenken

Seit gestern glänzen in Hohen Neuendorf die ersten Stolpersteine im Gehweg. Zwei dieser Messingwürfel des Kölner Künstlers Gunter Demnig wurden in der Birkenwerderstraße 4 eingesetzt, ein weiterer in der Erdmannstraße 4. Sie erinnern an das jüdische Ehepaar Georg und Ernestine Jacks, die 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden und deren Sohn Hermann, der 1943 in Auschwitz starb.Ermöglicht wurden die Steine von engagierten Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums und vom Kulturkreis Hohen Neuendor...

ndPlusHaiko Prengel, dpa

Rechtsextreme verlieren Rückhalt

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde noch erbittert über ausländerfeindliche No-Go-Areas in Brandenburg debattiert. Jetzt rollt wieder der Ball und die Tabuzonen scheinen verschwunden zu sein. Aufgrund des wachsenden gesellschaftlichen Widerstands verlieren Rechtsextreme an Rückhalt.Es war ein Mahnruf, der großen Wirbel auslöste: Zur Fußball-WM 2006 warnte der ehemalige Sprecher der rot-grünen...

ndPlusUwe Kraus, Magdeburg

»Nicht die Kinder wegsparen«

Sachsen-Anhalt trägt künftig einen Teil der Kosten für künstliche Befruchtungen und unterstützt damit kinderlose Paare mit Nachwuchswunsch. Die Richtlinie dazu stellte Gesundheitsminister Norbert Bischoff (SPD) am Dienstag dem Kabinett in Magdeburg vor. Als erstes Bundesland gewährt Sachsen-Anhalt auch Nichtverheirateten Unterstützung für die künstliche Befruchtung.

Haiko Prengel, dpa

Behörde findet keine No-Go-Areas

Für Rechtsextremisten schwindet in Brandenburg nach Einschätzung des Verfassungsschutzes immer mehr der Rückhalt in der Bevölkerung. Der Widerstand habe sich in der Zivilgesellschaft seit 2006 Jahr für Jahr verstärkt, erklärt die Behörde.

Seite 15

Spannende Geschichte

Der Einfluss des Bauhauses auf Kunst und Architektur in der DDR soll in Dessau genauer erforscht werden. Dazu legt die Stiftung Bauhaus Dessau ein Archiv mit Arbeiten der Berliner Bauhaus-Experten Karin und Heinz Hirdina an. Beide Wissenschaftler haben sich intensiv mit der Wirkungsgeschichte des Bauhauses in der Zeit zwischen 1945 und 1989 beschäftigt. Karin Hirdina war Literatur- und Kulturwisse...

Hans-Tim Zaurit

Einwürfe, Fußnoten

JEDER HAT ES GESEHEN: Nach Frank Lampards Lattenknaller im Achtelfinalspiel zwischen England und Deutschland prallte der Ball einen halben Meter hinter der Linie auf, ehe Manuel Neuer ihn aus dem Tor fischte. Jeder hat es gesehen – mit Ausnahme des Schiedsrichtergespanns. Reguläre, aber nicht anerkannte Tore, gezählte Treffer aus Abseitspositionen, nicht geahndete Handballeinlagen – di...

Zierliches, effektvoll verstärkt
ndPlusSebastian Hennig

Zierliches, effektvoll verstärkt

Zum 300. Jubiläum der europäischen Nacherfindung des Porzellans wurde mit großem Aufwand eine schier unüberschaubare Reihe von Ausstellungen ins Werk gesetzt. Von der Krise umtobt zittert das zerbrechliche Gut nur leise in den Schränken. Zum letzten großen Jubiläum vor fünfzig Jahren führten die Arbeiter der Meißener Manufaktur riesige Nachbildungen von Gefäßen im Festumzug mit. Diese erinnern neben anderen Relikten derzeit im Stadtmuseum an die »Manufakturisten als Bürger der Stadt«.Wenn etwas...

Seite 17

Leseprobe

Im Ergebnis unserer Analyse ... hat sich bis zum Jahr 2000 ein Schuldenberg des Westens gegenüber dem Osten Deutschlands von mehr als sieben Billionen D-Mark angehäuft ... Um diese Schulden abzutragen, müsste der Westen in den Osten 150 Jahre lang die realen Transferleistungen, welche mit maximal 25 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr zu beziffern sind, aufrechterhalten ...In einer Zeit, »wo wir alle sparen müssen«, weil die Staatskassen leerer als leer sind, wo Frau Merkel in der Regierungserkläru...

Sehr deutsch
Harald Loch

Sehr deutsch

Die RAF hat die Bundesrepublik über mehrere Jahrzehnte in Atem gehalten. Seit sie aufgehört hat zu bomben und zu schießen, bewegt sie die Publizistik. Aus der Redaktion des »Spiegels« ist nun ein neues Buch zum Thema erschienen. Michael Sontheimer gelingt eine präzise Zusammenfassung der wichtigsten Fakten aus bald vier Jahrzehnten. Neue Ergebnisse über die großen ungeklärten Fragen nach Täterscha...

Macht- und Cliquenkampf
Kurt Finker

Macht- und Cliquenkampf

Der renommierte ostdeutsche Faschismus-Forscher Kurt Gossweiler hatte nach seiner 1982 erschienenen Untersuchung »Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919-1924« (Akademie-Verlag Berlin) bereits 1983 eine weitere profunde Arbeit vorgelegt: »Die Röhm-Affäre«. Das Buch erschien im westdeutschen Pahl-Rugenstein Verlag mit damaligem Sitz in Köln. Da dieser Titel nicht mehr erhältlich ist, das Interesse an diesem Kapitel deutscher Geschichte aber nach wie vor groß ist, hat nun der Kölner PapyRossa Verlag die Ausgabe von 1983 als Reprint neu herausgegeben.

»Wir waren sprachlos ...«
ndPlusAndreas Herbst

»Wir waren sprachlos ...«

Am 15. Juni 1945 trat der Zentralausschuss der SPD mit dem Aufruf an die Öffentlichkeit, »den Kampf um die Neugestaltung auf dem Boden der organisatorischen Einheit der deutschen Arbeiterklasse« zu führen. Für den 17. Juni lud er zu seiner Gründungsversammlung nach Berlin-Kreuzberg ein. Rund 1500 Berliner Sozialdemokraten trafen sich im »Deutschen Hof« in der Luckauer Straße, um den Aufbau ihrer Partei zu organisieren und die Führungsgremien zu wählen. Ausdrücklich wurde die Führung der KPD ein...

Seite 19
Europa ade!
Oliver Händler

Europa ade!

Ein paar Zahlen zu Beginn: Von fünf gestarteten südamerikanischen Mannschaften sind vier ins Viertelfinale vorgestoßen. Wären Brasilien und Chile nicht direkt aufeinandergetroffen, hätten es gar alle fünf schaffen können. So sind es immer noch 80 Prozent »Überlebende«. Aus Europa schafften es nur drei von 13! Ja, ich weiß: Auch hier gab es drei Direktduelle, und 80 Prozent wären bei nur acht mögli...

ndPlusThomas Nowag und Erik Roos, SID

Ein Sieg für Chava

Nelson Valdez und Lucas Barrios weinten vor Glück und der Staatspräsident gab spontan frei, doch als Paraguays historischer Moment ein klein wenig gesackt war, dachten alle nur an Salvador Cabanas. Der Stürmer hat nach einer Tragödie in Mexiko eine Pistolenkugel im Kopf stecken, er kann vielleicht nie wieder Fußball spielen.»Dies ist für Chava. Salvador, der Sieg gehört von ganzem Herzen dir. Du bist immer bei uns«, sagte der Dortmunder Stürmer Valdez nach dem 5:3 im Elfmeterschießen gegen Japa...

Marco Mader, SID

Die Euphorie ist neu entfacht

Der Chefkritiker ist verstummt. Nach dem beeindruckenden Auftritt Spaniens beim 1:0-Sieg im WM-Achtelfinale gegen Portugal will die »Rote Furie« auch Paraguay in Angst und Schrecken versetzen ? und erstmals seit 60 Jahren wieder in die Top Vier des Weltfußballs vorstoßen. »Wir können den Weg bis zum Ende gehen«, sagte Siegtorschütze David Villa, und Trainer Vicente Del Bosque will jetzt »Geschichte schreiben. Die Jungs sind bereit dafür.« Schließlich wartet im Viertelfinale am Samstag mit Paraguay eine lösbare Aufgabe.

Seite 20

ND-Sportpreis

Mit einem Abschiedsfest im heimischen Steinbach-Hallenberg bedankt sich am Freitag die dreimalige Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm bei langjährigen Weggefährten, Sponsoren und Fans. Die Feier beginnt um 17.30 Uhr auf dem Rathausplatz. Die 33 Jahre alte Skijägerin hatte kurz vor Ende der vergangenen Weltcup-Saison ihr Karriereende bekanntgegeben, will sich aber nicht sang- und klanglos verabsc...

Serena und die drei Unbekannten
ndPlusAndreas Bellinger, dpa

Serena und die drei Unbekannten

Wenn es nur nach den Namen geht, braucht sich Serena Williams um ihren vierten Triumph auf dem Heiligen Rasen keine Sorgen zu machen. Die Titelverteidigerin ist angesichts der Konkurrenz im Halbfinale von Wimbledon so hoch favorisiert, dass sogar die Wettanbieter in London nur ein mildes Lächeln parat haben, wenn tatsächlich jemand auf eine »neue« Siegerin bei den All England Championships tippen ...

ndPlusTom Mustroph

Doppelduell ums Gelbe Trikot

Die am Samstag in Rotterdam startende 97. Tour de France (3. bis 25. Juli) verspricht mehrfache Spannung. Der Zweikampf zwischen den derzeit herausragenden Bergfahrern Alberto Contador und Andy Schleck zählt zum Besten, was dieser Sport gegenwärtig zu bieten hat. Angereichert wird dieses Duell durch die mediale Auseinandersetzung, die der nicht mehr so leistungsstarke Lance Armstrong gegen seinen ...