Seite 1

Unten links

Heute, am Rosenmontag, leisten wir Abbitte. Abbitte für den wohlfeilen Spott, mit dem wir die Karnevalisten überzogen, für die bösartigen Fantasien, mit denen wir sie in die Wüste, auf den Mond oder unter die Erde wünschten. Jetzt, inmitten der weltweiten revolutionären Erschütterungen, erkennen wir das packende Potenzial im Jux der Jecken. Vertreter der dekadenten Klassen werden kleingemacht R...

Hier und jetzt

Es mag die Unionskollegen nicht gefreut haben, dass der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) als erste Amtshandlung die nächste Debatte über den Islam angezettelt hat. Verteidigt werden muss er dennoch gegen den Bundespräsidenten und seine Multi-Kulti-Bande, sind die Argumente auch noch so dümmlich. Denn nach dem, was eine Gesellschaft prägt, ausschließlich in der »Historie« zu suchen, wi...

Massenflucht aus dem umkämpften Libyen

Mit Boden- und Luftangriffen versuchen die Anhänger des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, die Aufständischen zurückzudrängen. Unterdessen geht die Evakuierung von Flüchtlingen weiter.

Union verteidigt das Abendland

Gehört der Islam zu Deutschland? Darüber wird derzeit wieder eifrig diskutiert. Auslöser war eine Äußerung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU). Dieser hatte betont, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Dafür gab es am Wochenende Beifall von den Parteikollegen. Trotz heftiger Kritik nahm Friedrich seine umstrittenen Äußerungen nicht zurück, zeigte sich aber gegenüber Muslimen gesprächsbereit.

Seite 2
ndPlusSteffen Schmidt

Statistische Fallen

Wenn über Krebserkrankungen in der Nähe nuklearer Anlagen gestritten wird, berufen sich die Widersacher in der Regel auf Daten aus epidemiologischen Krebsregistern. Ein bundesweites Krebsregister für alle Neuerkrankungen gibt es in Deutschland allerdings nicht. Trotz Bundeskrebsregistergesetz von 1995 existiert noch nicht einmal in allen Bundesländern ein solches Register. Hessen ist noch ganz ohn...

Andreas Fritsche

Druck aufgebaut gegen CO2-Verpressung

Gegen den Willen der Anwohner soll Kohlendioxid in der Gegend der ostbrandenburgischen Orte Beeskow und Neutrebbin nicht verpresst werden. Das beschloss am Sonnabend ein Landesparteitag der Linkspartei. Der theoretischen Möglichkeit, Grundstücke mit Polizeigewalt für die Erkundung des Untergrundes frei zu machen, erteilten die Delegierten eine Absage. Die Konsequenz: Der Energiekonzern Vattenfall ...

Reinhard Schwarz, Hamburg

Signifikant erhöhte Krebsraten

Die Atomkraftwerke rund um Hamburg sorgen immer wieder für Aufregung. Gab es beim AKW Krümmel jahrelang Streit um Leukämie-Erkrankungen, so kommt nun das AKW Brokdorf ins Gerede. Denn im nahen Dorf Wewelsfleth weist das Krebsregister Schleswig-Holstein gleich für mehrere Krebsarten eine Erkrankungsrate über dem Landesschnitt aus. Anders als Lübecker Epidemiologen sehen Bremer Umweltmediziner einen Zusammenhang zum AKW.

Seite 3
Ralf Klingsieck, Paris

Samthandschuhe für den Ex-Präsidenten

Dass sich ein ehemaliger Staatspräsident vor Gericht für seine Entscheidungen und Taten rechtfertigen muss, ist selten. Schon darum zieht der Prozess, der am heutigen Montag vor einem Pariser Gericht gegen Jacques Chirac beginnt, besonderes Interesse auf sich.

ndPlusPeter Richter

Diener mit Defiziten

Mit vielen Vorschusslorbeeren wird der neue Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bedacht. Die Bilanz seines bisherigen politischen Wirkens ist jedoch allenfalls durchwachsen.

Seite 4
ndPlusSilvia Ottow

Defizit in jeder Hinsicht

Es ist noch kein Jahr her, da lobte der Bundesgesundheitsminister seine Reform der Krankenkassenfinanzierung. Sie ermögliche einen funktionsfähigen Wettbewerb, der für mehr Effizienz und Qualität in der Betreuung der Patienten sorgt. Wie sich immer mehr herausstellt, ist das Gegenteil der Fall. Die Versorgung der Patienten wurde nur unwesentlich besser. Aber immer mehr Krankenkassen geraten in Fin...

ndPlusAndreas Fritsche

CCS noch nicht versenkt

Die Gegner der Verpressung von Kohlendioxid mittels CCS-Technologie können nicht beruhigt nach Hause gehen und ihre Proteste einstellen. Sie müssen weiterhin deutlich zeigen, dass sie mit CO2-Endlagern in Ostbrandenburg nicht einverstanden sind. Aber sie könnten zumindest tief durchatmen, nachdem die LINKE am Wochenende klarstellte, eine Speicherung gegen den Willen der Betroffenen dürfe es nicht ...

Uwe Sattler

Warnschuss

Déjà vu. Im Mai 2002 kam der französische Rechtsextremist Jean-Marie Le Pen in die Stichwahl ums Präsidentenamt, ein »Donnerschlag«, wie Medien kommentierten. Dieser Tage ist in großen Pariser Zeitungen von einem »Warnschuss« zu lesen: Marine Le Pen, derzeitige Führerin der Rechtspartei FN, liegt in einer Umfrage zur Präsidentschaftswahl 2012 deutlich vor Amtsinhaber Sarkozy und Sozialistenchefin ...

ndPlusAert van Riel

Geflüchtet

Vor einigen Monaten wurde Marisol Valles García von der spanischen Tageszeitung »El País« als »die mutigste Frau Mexikos« gelobt, weil sie Courage bewiesen hatte und als jüngste Polizeichefin des Landes angetreten war. Doch nun hat die 20-Jährige Angst um ihr Leben. Sie ist mit zwei Angehörigen, wahrscheinlich mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn, in die USA geflohen, um dort Asyl zu beantragen. »W...

Bildung als »tote Kosten«
Robert Kurz

Bildung als »tote Kosten«

Die kapitalistische Produktionsweise ist reich an inneren Selbstwidersprüchen. Dabei macht auch der Bereich Bildung und Ausbildung keine Ausnahme. Wissen an sich produziert keinen Mehrwert, aber es ist eine sachliche Notwendigkeit für das Kapital unter dem Diktat der Produktivkraftentwicklung. Da jeder Aufwand in der Form des Geldes erscheinen muss, handelt es sich beim Bildungssystem im kapitalis...

Seite 5

Debatte um Biosprit hält an

Berlin (dpa/ND). Auch wenn ein Großteil der Autofahrer das Super-Benzin E10 weiter boykottiert, setzt die Regierung auf die Einsicht der Verbraucher. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) verteidigte in der »Bild am Sonntag« den mit zehn Prozent Ethanol aus Weizen, Zuckerrüben und Mais versetzten Biosprit und betonte: »Die Politik verpflichtet die Industrie lediglich zur Einhaltung einer bestimmten...

Streit um NRW-Haushalt: SPD droht mit Neuwahlen

Der Landeshaushalt 2011 wird zum Knackpunkt für die rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen. Die SPD droht mit Neuwahlen, sollte die CDU dagegen vor den Verfassungsgerichtshof ziehen. Die Christdemokraten wollen sich nicht einschüchtern lassen.

ndPlusHendrik Lasch, Magdeburg

Gefühlter Sieger bei den Themen

Zwei Wochen vor der Wahl bläst die LINKE in Sachsen-Anhalt bei ihrem Landesparteitag in Magdeburg zum Endspurt im Wahlkampf. Dabei macht ihr Frontmann Wulf Gallert der CDU die gesellschaftliche Mitte streitig.

ndPlusRobert D. Meyer

»Wir waren zu wenige«

Rund 450 Rechtsextreme marschierten am Sonnabend durch die Chemnitzer Innenstadt. Die Polizei räumte den NPD-Anhängern ihren Weg zum Teil mit überzogener Härte frei.

Seite 6
ndPlusBarbara Martin, Stuttgart

Wer macht das Rennen auf dem Land?

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in ganz Baden-Württemberg gegen Stuttgart 21 protestiert. Zum »Kein-Stuttgart21-Tag« hatten eine Facebook-Gruppe und das Aktionsbündnis aufgerufen. In allen 70 Wahlkreisen wurde an mehr als 100 Infoständen über das Milliardenprojekt informiert.

»Schluss mit den Doktorspielchen«

Hat Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nur virtuelle Fans? Während sich im Internet angeblich Hunderttausende für den Baron stark machten, gingen am Wochenende nur wenige für ihren Liebling auch tatsächlich auf die Straße. In Hamburg kamen am Samstag lediglich 350 Menschen zu einer groß angekündigten Pro-Guttenberg-Demonstration, und in Berlin entpuppte sich eine vermeintliche Unt...

Dieter Hanisch, Kiel

Traumatisierung kann man erben

Kriegsteilnehmer, ob aktiv oder passiv, tragen ihre Erlebnisse bis an ihr Lebensende mit sich herum und in die in die nächsten Generationen hinein. Traumatisierungen können nicht wie auf Knopfdruck gelöscht und verdrängt werden. Eine Tagung in Kiel mit dem Titel »Immer wieder Krieg« beschäftigte sich mit dem Thema.

Seite 7

Über 191 000 aus Libyen geflohen

Berlin (AFP/dpa/ND). Mehr als 191 000 Menschen sind bisher vor der Gewalt in Libyen außer Landes geflohen. Das teilte das UNO-Büro für humanitäre Angelegenheiten unter Verweis auf Zahlen der Internationalen Organisation für Migration am Wochenende mit. Zur Linderung der Not im libyschen Flüchtlingsdrama haben derweil mehrere Hilfsorganisationen zu Spenden aufgerufen. Einige Spendenkonten: Diakonie...

Marine Le Pen führt in Wahlumfrage

Paris (dpa/ND). Die Vorsitzende der rechtsextremen Partei Front National, Marine Le Pen, würde derzeit aus der ersten Runde der Präsidentenwahl als Siegerin hervorgehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage für die Zeitung »Le Parisien«. Demnach würde die 42-Jährige, die kürzlich ihrem Vater Jean-Marie Le Pen im Amt gefolgt war, mit 23 Prozent der Stimmen abräumen.Präsident Nicolas S...

Vermittlungsmission in der Côte d'Ivoire

Der Präsident der Afrikanischen Union (AU), Jean Ping, hat am Wochenende im Zuge einer Vermittlungsmission in der Côte d'Ivoire nacheinander die beiden Konkurrenten um das Präsidentenamt getroffen.

Sturm auf Staatssicherheit

Erstmals seit dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak vor drei Wochen steht einer seiner früheren Minister vor Gericht. Derweil stürmen Demonstranten Gebäude der Staatssicherheit.

Seite 8

»Das System wird in Frage gestellt«

Mila Mossafer war politische Gefangene in Iran und lebt in Berlin. Sie ist Mitbegründerin des Komitees zur Unterstützung der politischen Gefangenen in Iran-Berlin, dass sich 1997 während des Hungerstreiks oppositioneller Häftlinge in Iran mit dem Ziel gegründet hatte, die Gefangenen zu unterstützen und das für den Sturz des Regimes in Teheran eintritt. Aus Schutz vor Verfolgungen durch iranische Geheimdienste möchte Mila Mossafer nicht fotografiert werden.

ndPlusMartin Lejeune

Die Opposition bleibt königstreu

Tausende Jordanier haben in den vergangenen Tagen erneut in der Hauptstadt Amman für politische Reformen demonstriert. Diese wöchentlichen Proteste halten nun schon seit über einem Monat an.

Seite 9

Arbeitsplätze sollen Euro stärken

Helsinki/Athen (AFP/ND). Die konservativen Staats- und Regierungschefs der EU wollen den Euro stärken. Die Politiker der Europäischen Volkspartei (EVP) verständigten sich am Freitag in Helsinki auf »sofortige Maßnahmen zur Stärkung der Euro-Zone«. Sie unterstützten den im Februar von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy vorgeschlagenen »Pakt für Wettbewerbs...

Mobil gegen Vorkasse
ndPlusUlrike Henning

Mobil gegen Vorkasse

Kürzlich nahm das Europäischen Parlament die Richtlinie über die Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung an. Bevor jedoch ein Patient zur Behandlung ins Ausland fährt, sollte er sich gut informieren.

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Zeitbombe auf Rädern

Vor den Folgen einer neuen Richtlinie der EU-Kommission zur weiteren Deregulierung und Liberalisierung des europäischen Eisenbahnverkehrs warnen Gewerkschaften und europäische Linksfraktion GUE/NGL. Die deutsche Europa-Abgeordnete Sabine Wils (DIE LINKE) hatte Ende letzter Woche zur Anhörung nach Brüssel geladen.

Aktie für Aktie bis zur Übernahme

Die Schlacht um den größten deutschen Baukonzern Hochtief ist noch nicht geschlagen. Nach dem Überschreiten der 30-Prozent-Hürde hat der spanische Angreifer ACS sein Aktienpaket weiter aufgestockt und drückt aufs Tempo.

Seite 10
Steffen Schmidt

Reinfall CCS

Die deutsche Bundesregierung hat bei der umstrittenen Abscheidung und Deponie von CO2 (CCS) immer wieder auf die USA und Norwegen verwiesen, wo CCS eine erfolgreich verfolgte Technologie sei, um Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen klimaneutral zu machen. Das hindert die CDU- und FDP-Parteifreunde in den potenziellen Deponieländern nicht daran, dem Sankt-Florians-Prinzip zu huldigen und sich eine ...

ndPlusDieter Hanisch

Das Innenleben eines Meeres

Sie ist mit rund 415 000 Quadratkilometern nicht unbedingt ein großes Meer. Die Ostsee steckt dennoch voller großer Probleme. Das jedenfalls konstatiert der Berliner Meteorologe Peter Hupfer, der bereits in den 80er Jahren mit einer Dokumentation zum Baltischen Meer aufwartete.

Gert Lange

Umstrittene Offshore-Windräder

Der Streit um den Bau von Windenergieanlagen in der Nord- und Ostsee ist noch nicht ausgestanden. Eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hat ergeben, dass die Offshore-Anlagen in 83 Prozent der Gutachten öffentlicher Institutionen befürwortet werden. Naturschutzverbände sprechen sich genauso dafür aus wie Landesregierungen, Parteien auf Landesebene, Ministerien und die Wirtschaft.

ndPlusBenjamin Beutler

Nachhaltiger Holzraubbau

Mit einem vergangene Woche bekannt gewordenen Dokument sorgt die Enthüllungsplattform Wikileaks auch in Sachen Umwelt für Aufsehen. Vor fünf Jahren kabelte der damalige US-Botschafter in Lima eine Depesche nach Washington, in dem die Forstpolitik des südamerikanischen Landes mehr als schlecht wegkommt.

Seite 11

Linke und Rocker gegen Polizei

(dpa). Bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt hat sich in Schöneberg eine ungewöhnliche Allianz gebildet. Dem Protestmarsch von 300 Mitgliedern der linken Szene schlossen sich am Samstagabend auch 15 »Bandidos«-Rocker an, wie ein Polizeisprecher am Sonntag berichtete. Die Hintergründe für das Erscheinen der Rocker sind unklar. Der Aufzug verlief jedoch ohne Zwischenfälle. Anlass der Demonstra...

Berlin wirbt um Investoren

(dpa/ND). Berlin präsentiert sich auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM im südfranzösischen Cannes mit einem Gemeinschaftsstand. Mit Produkten Berliner Unternehmen wird dort vom 8. bis 11. März für den Industriestandort geworben – vom Motorrad bis zum Solarmodul.»Die Nachnutzung der Flughäfen Tempelhof und Tegel bietet der Industrie hochattraktive, citynahe Wachstumschancen«, meinte ...

Hakenkreuze an Gysis Büro

(dpa/ND). Das Berliner Wahlkreisbüro des LINKEN-Fraktionschefs im Bundestag, Gregor Gysi, ist erneut Ziel rechtsradikaler Übergriffe geworden. Unbekannte beschmierten das Haus in Niederschöneweide in der Nacht zum Sonntag großflächig mit Hakenkreuzen und anderen Nazi-Symbolen. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, später aber wieder auf freiem Fuß gesetzt. Die Gegend um den S-Bahnhof Schöneweid...

Nachfolger für Polizeipräsident im Gespräch

(dpa/ND). Neuer Berliner Polizeipräsident soll nach Medien-Informationen Udo Hansen werden, Ex-Chef des früheren Bundesgrenzschutz-Präsidiums Ost. Zuletzt hatte der 58-Jährige einen Berater-Job in Saudi-Arabien. Seine Bewerbung bestätigte die Sprecherin des Innensenators, Kristina Tschenett. Es gebe mehrere Bewerber, darunter sei auch Hansen, sagte sie. Das Berufungsverfahren laufe aber noch.Poliz...

Discounter statt Biomarkt

»Eine Stadt für Alle«. Das ist für die Berliner Grünen nicht nur ein Slogan, sondern spiegelt auch ein bisschen den neuen Anspruch wieder: Wir sind für alle da. Denn Volkspartei würden die Grünen künftig gerne in Berlin sein, stark im Osten wie im Westen. Deshalb hat sich die Partei auch so breit wie möglich inhaltlich aufgestellt. Ihr Ziel: stärkste Kraft zu werden und den Posten der Regierenden ...

Martin Kröger

Grüne wollen für alle in der Stadt da sein

Die Berliner Grünen haben ihren Anspruch, die Abgeordnetenhauswahlen im Herbst zu gewinnen und die Regierende Bürgermeisterin zu stellen, erneuert. »Wir wollen stärkste politische Kraft werden«, sagte Renate Künast, die Spitzendkandidatin der Partei, bei einer Landesdelegiertenkonferenz, die am Sonnabend und Sonntag im Ramada-Hotel am Alexanderplatz stattfand. Dort waren die 155 Grünen-Delegierten...

Bernd Kammer

LINKE warnt SPD vor Zockerei

Den ersten Gipfelsturm hat die LINKE geschafft: Am Wochenende bewältigte die Berliner Linksfraktion den Aufstieg zum Brocken im Harz in beachtlichem Tempo. So konditioniert, soll auch der schon heftig ausgebrochene Wahlkampf bewältigt werden, gekrönt mit einem entsprechenden Ergebnis am 18. September. In Wernigerode bereitete sich die Fraktion dafür auf einer Klausur auch inhaltlich vor.Die Basis ...

Seite 12

Sphinx-Rückgabe: Neumann gesprächsbereit

(dpa). Im Streit um die Rückgabe der Sphinx von Hattuscha an die Türkei hat sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann gesprächsbereit gezeigt. »Über diesen Fall sollte man reden«, sagte der CDU-Politiker der dpa. »Wenn der Türkei diese Skulptur so wichtig ist, sollten wir uns vernünftig darüber austauschen und gegebenenfalls auch zu einer einvernehmlichen Lösung kommen.« Zugleich machte Neumann alle...

Kritisches Orchester
Antje Rößler

Kritisches Orchester

Neben Armee und Katholischer Kirche ist das Sinfonieorchester eine der letzten Institutionen mit felsenfester Hierarchie. Hier bestimmt der Dirigent, wo es lang geht. Eine Rückmeldung der Musiker ist nicht vorgesehen. Da aber insbesondere der dirigierende Nachwuchs von solch einem Feedback profitiert, gründeten Prof. Christhard Gössling, ehemaliger Rektor der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berl...

ndPlusVolkmar Draeger

Unwegsam

Den Kreationen zweier renommierter Künstler kann man mit Gewinn derzeit im Chinesischen Kulturzentrum begegnen. Malerei stellt dort Zhang Xiuzhu, Jahrgang 1950, Provinz Sichuan, aus. Es sind dies großformatige Werke, die ganz offensichtlich die modernen Tendenzen Europas verinnerlicht haben und sie mit östlichen Themen verbinden. »As Time Goes by« nennt sich ein Zyklus mit dem Untertitel »Theatric...

Gaddafi und andere Notstände
ndPlusTom Mustroph

Gaddafi und andere Notstände

Mit einem echten Paukenschlag startet das Festival »Freischwimmer« in den Sophiensälen am 10. März. Muammar al-Gaddafi macht seine Aufwartung. Allerdings nur als Puppe. Und präsentiert wird er von einem Puppenspielerinnenduo namens »Lovefuckers«, was schon einen dezenten Hinweis auf die Art der Annäherung an den bizarren und brutalen Herrscher Libyens gibt. Bereits vor zwei Jahren hätten Ivana Saj...

Seite 13

»Uns liefen oft die Tränen«

ND: Frau Riemann, für »Das Hinterhaus Online« haben Sie mit Ihrer Tochter Texte zu Anne Frank eingesprochen. Was können Jugendliche heute von ihr lernen?Riemann: Anne Frank war fast noch ein Kind, als sie ihr Tagebuch schrieb. Eine Heranwachsende erzählt, wie die Weltsituation immer angespannter wird und die eigene Situation aussichtslos. Trotzdem bleibt der Alltag wichtig, die Freundinnen, die Frage, was man geschenkt bekommt. Die persönliche Tragödie dieses Mädchens ist ein Vermächtnis an die...

Untertauchen mit Anne Frank
Sonja Vogel

Untertauchen mit Anne Frank

Per Mausklick tritt man durch die hinter einem Bücherschrank versteckte Tür und in ein kleines Zimmer. Auf dem Schreibtisch liegt ein rot-weiß kariertes Büchlein. Aktiviert man die Tonspur, wird dessen Geschichte erzählt. Was wie ein Spiel erscheint, hat einen ernsten Hintergrund, denn es handelt sich um das Tagebuch von Anne Frank. Ihm hatte sich das Mädchen im Versteck anvertraut. »Sonst würde i...

Warnung vor einem Millionengrab

Bewegung in der Debatte um einen neuen Konzertsaal in München: Oberbürgermeister Ude holte zum Rundumschlag gegen alle Neubaupläne aus und warnte vor einer Kostenexplosion.

Grit Büttner, dpa

Strom aus der Strömung

»Blaues Wunder« nennen sie ihr Wasserrad, das auch im Flachland Strom aus der Strömung von Flüssen gewinnt. Das Mini-Kraftwerk, das derzeit Forscher von zehn europäischen Instituten im platten Mecklenburg testen, ist für Entwicklungsländer bestimmt.  

Seite 14

Polizei befragt Zeugen

Potsdam/Magdeburg (dpa/ND). Nach dem Dreifachmord von Genthin in Sachsen-Anhalt laufen laut Polizei die Ermittlungen auf Hochtouren. Am Donnerstag waren auf einem Schießübungsplatz in Genthin eine 44-Jährige aus Brandenburg, ihr 25-jähriger Sohn und der 62-jährige Platzwart erschossen worden. Das mögliche Motiv des 28-jährigen Verdächtigen, der sich am Freitag nach stundenlanger Flucht selbst ersc...

Berichte statt Zensuren

Mainz (dpa/ND). Die rheinland-pfälzischen Grünen wollen langfristig die herkömmlichen Schulnoten abschaffen und setzen dafür auf individuelle Entwicklungsberichte. »Wir wollen das modellhaft ausprobieren und schauen, ob es klappt«, sagte Landesvorstandssprecherin Eveline Lemke drei Wochen vor der Landtagswahl in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. Es handele sich um ein Fernzie...

ndPlusWilfried Neiße

Wunschtraum fairer Lohn

Als eine Art Wunschtraum stellten sich anständige Löhne am Sonnabend im Caputher Tagungszentrum des Handwerks heraus. »Gute Arbeit – fairer Lohn« stand als Motto über dem 15. Landesgesellentag. Mit der heute erlebten Wirklichkeit vieler im Handwerk Beschäftigten hat das aber wenig zu tun.Hart ging Arbeitsstaatssekretär Wolfgang Schroeder mit den Betriebsinhabern ins Gericht. Das extreme Lohn...

ndPlusSebastian Hennig, Dresden

Höfischer Glanz und Weibergeschichten

Die Dresdner Gemäldegalerie ist weltberühmt vor allem für ihren Bestand an Hauptwerken der italienischen und niederländerischen Malerei. Aber sie umschließt auch die weltweit größte Cranach-Sammlung. Diese Bilder sind seit Kurzem fast vollständig zu sehen.

Andreas Fritsche

Kommunismus wird nicht eingeführt

In Nordrhein-Westfalen werden keine Barrikaden gebaut, um die Revolution vorzubereiten, und in Brandenburg werde nicht ständig Verrat geübt. Vorurteile zu überwinden, sich nicht in Grabenkämpfen aufzureiben, dafür plädierte Karsten Stanberger am Wochenende im Potsdamer Kongresshotel. Stanberger sitzt im Vorstand der nordrhein-westfälischen Linkspartei. In Potsdam sprach er beim Landesparteitag der...

Im Kampfbund gegen Hitler
Andreas Fritsche

Im Kampfbund gegen Hitler

Fritz Machler aus Eichwalde war SA-Mann, sein Bruder Kurt gehörte der NSDAP an. Doch sie änderten ihre Einstellung. Fritz äußerte sich abfällig über Hitler, wurde deswegen im November 1934 misshandelt und aus der SA ausgestoßen. Den Bruder schloss die NSDAP wegen »Interesselosigkeit« aus. 1940 schraubten die Brüder heimlich das Schild eines SA-Sturmlokals in der Eichwalder Bahnhofstraße ab. Außerd...

Sandra Tauner, dpa

Der Weg der OP-Schere

Fulda, Kassel, Eschwege. Zahlreiche Krankenhäuser hatten seit Beginn des Jahres Probleme mit Rückständen an OP-Instrumenten. Ein Gang durch die Zentralsterilisation des Frankfurter Uni-Klinikums zeigt, wie schwierig und teuer das gründliche Abtöten von Keimen ist.

Seite 15

Ich bin dann mal ... im Film

Hape Kerkelings Bestseller »Ich bin dann mal weg« wird verfilmt. Produzent Nico Hofmann habe für UFA Cinema die Rechte an dem Buch über Kerkelings Pilgererfahrung erworben, teilte die Produktionsfirma am Sonntag mit. »Für mich ist ›Ich bin dann mal weg‹ ein ganz bewegender, sehr persönlicher Stoff, der für die Kinoleinwand nach einer besonderen Form sucht«, sagte Hofmann, der mit Großp...

Ein Elch für Josef Hader

Der österreichische Kabarettist, Autor und Schauspieler Josef Hader hat in diesem Jahr Deutschlands einzigen Satirepreis, den »Göttinger Elch«, erhalten. Er nahm die Auszeichnung am Samstagabend während einer Feier im Deutschen Theater in Göttingen entgegen. Im deutschsprachigen Kabarett stehe Hader einzigartig da, heißt es in der Begründung der Jury. Er spreche Kopf und Herz an, mische Komik und ...

MOSEKUNDS MONTAG

MOSEKUNDSMONTAGVon Wolfgang HübnerLOB DES LESENSHerr Mosekund hatte aus seiner Handbibliothek für einen wissbegierigen Nachbarn einen kleinen Bildungskanon zusammengestellt. Nach einiger Zeit fragte er, ob unter den Büchern etwas Lehrreiches zu finden gewesen war. »Morgen sattle ich das Potjomkinsche Pferd, galoppiere ins trojanische Dorf, zücke das Heraklesschwert und zerhacke damit den gordische...

Anna Maldini

»Wir umarmen die Kultur«

Wir umarmen die Kultur«. Mit diesem Slogan gehen in Italien immer mehr Menschen auf die Straße, um gegen den Verfall aller kulturellen Einrichtungen im Land zu protestieren. Am Wochenende der vorläufige Höhepunkt: Eine ideelle Umarmung des Kolosseums, dem wohl berühmtesten Monument der römischen Antike. »Wenn man die Kultur verteidigt, dann ist dies ein Kampf für die Freiheit. Wir müssen die Kultu...

Wahrheit, groß gesehen
ndPlusHarald Kretzschmar

Wahrheit, groß gesehen

Bei Fotografien wie denen von Robert Mapplethorpe scheiden sich die Geister. Das im Sehen Erlebte geben sie kompromisslos gesteigert wieder. Alles ist groß gesehen, und wird in großer Komposition zur Darstellung gebracht. Die Wahrheit verkörpert für ihn schwarz-weiß wahrgenommene Erkenntnis. Vermeintlicher Schönheit gegenüber, nämlich wenn sie Wahrheit nur noch in Farbe sehen kann, ist dieser Foto...

Seite 16

GEORG LUKASC: Goethes Gründe

Schau mal, liebe Anna, wenn Goethe 1830 weder zu alt noch zu klassizistisch war, um Balzac und Stendhal richtig zu lesen, warum müssen wir »Alter« und Klassizismus« heranziehen, um die zwanzig Jahre früheren ablehnenden Urteile über Kleist zu erklären? Ich möchte Dich nur auf eines aufmerksam machen, nämlich auf die Beziehung beider zu Frankreich, zu Napoleon. Was immer Napoleon sonst gewesen sein...

Närrin aus Not
ndPlusHans-Dieter Schütt

Närrin aus Not

Wenn sie spielte, stand man zwischen Sog und Entsetzen. Wie weit, so jedes Mal die Frage, würde sie es treiben, dies Bizarre, dies Wahnberührende, dies grelle oder grummelnde Weltferne. Immer schien sie eine entflohene Närrin aus Not zu sein, die sich provozierend unter die gewöhnlichen Leute mischt, Füße und Fühlen immer nah jener »Grenze der Verrücktheit«, die Thomas Bernhard als Grundort einer ...

Liesel Markowski

»Alla turca« – Orient und Okzident

Um einen Dialog der Kulturen bemüht sich die Berliner Philharmonie nun bereits im vierten Jahr. Begegnungen mit Unbekanntem sind in dem besonderen Programm »Alla turca« angesagt. Nicht nur Eigenes von anderswo wird da vorgestellt, sondern ebenso Wechselwirkungen zwischen Orient und Okzident offengelegt. Vier Konzerte gehören in laufender Saison zum vorgesehenen Dialog. »Alla turca« meint natürlich...

Die Wahrheit ist oft langweilig

Sie ist orange, größer als ein Elefant, spricht nicht und erklärt uns dennoch seit 40 Jahren nahezu jeden Sonntag um 11.30 Uhr die Welt: Die Maus, d i e Maus! Am 7. März 1971 trat sie zum ersten Mal im Fernsehen auf. »Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger«. Seitdem erfahren immer neue TV-Generationen, warum der Himmel blau ist, wie die bunten Streifen in die Zahnpastatube kommen und – natürlich – wie ein Fernseher funktioniert. In 40 Jahren hat die »Sendung mit der Maus« auch Ralph Caspers erzogen, seit 1999 moderiert er sie selbst. Zum Sendejubiläum sprach Jan Freitag mit Deutschlands Fernsehklugscheißer Nr. 1 über Lügen, unwissende Eltern, Erziehungsratgeber und warum die Banane krumm ist.

Seite 18
Alexander Ludewig

Van Gaal am Ende

Nach »acht katastrophalen Tagen« und der Niederlage in Hannover ist der FC Bayern am »absoluten Tiefpunkt der Saison« angekommen. Dieser Situationsbericht stammt von Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Die Reaktion ist absehbar. Auch wenn Trainer Louis van Gaal gestern noch das Training leiten durfte, seine Tage in München scheinen gezählt. Auch wenn eine Entlassung van Gaals zu bedauern ...

Sebastian Stiekel, dpa

Bremer wehren sich gegen Abstiegsgefahr

Werder Bremen hat dem Druck standgehalten und drei wichtige Punkte gegen den Abstieg geholt. Durch den 3:1-Sieg beim Lieblingsgegner SC Freiburg verließen die Bremer dank der besten Auswärtsleistung seit Monaten wieder die Abstiegsplätze – auf die sie durch die Ergebnisse der Konkurrenz zuvor zurückgefallen waren. Sandro Wagner (12. Minute) mit seinem ersten Bundesliga-Treffer, Torgarant Cla...

ndPlusMatthias Koch, Aue

Union Berlin knöpft Aue einen Punkt ab

Holger Bahra sprintete nach dem Abpfiff auf den zertrampelten Rasen im Erzgebirgsstadion von Aue. Der Torwarttrainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union wollte nach dem torlosen Remis beim FC Erzgebirge Aue ganz schnell Torhüter Marcel Höttecke in die Arme schließen. Das Spiel ohne Gegentor bedeutete im Prinzip für alle Berliner ein Erfolgserlebnis, während die Gastgeber ein wenig enttäuscht wir...

ndPlusAlexander Ludewig, Hannover

Nur nicht an die Champions League denken

Es ist sinnlos, und er weiß es. Trotzdem versucht es Jörg Schmadtke: »Ich kann immer nur wieder auf die Euphoriebremse treten«, warnt der Sportdirektor von Hannover 96 vor zu hohen Erwartungen. Die Mannschaft macht es den Fans aber auch wirklich nicht leicht, die Bodenhaftung zu behalten. Im Spiel gegen den FC Bayern waren es nicht die Münchener Superstars Arjen Robben und Franck Ribery, die Fußba...

Seite 19
Power in Paris

Power in Paris

Die deutschen Leichtathleten haben bei den Hallen-EM in Paris mächtig aufgetrumpft und zehn Medaillen erkämpft. Dreimal erklang im imposanten Palais de Omnisports die deutsche Hymne. Am Sonntag sicherte sich Silke Spiegelburg im Stabhochsprung mit 4,75 m Silber hinter Anna Rogowska (Polen), Bronze gewann Kristina Gadschiew (Zweibrücken) mit 4,65.Doppel-Gold gab's für eine Mannheimer WG: Innerhalb ...

Patrick Storzer, SID

Zweimal Gold mit Silber verfolgt

Magdalena Neuner hat dem deutschen Goldrausch bei den Biathlon-WM im russischen Chanty Mansijsk eine silberne Note verliehen. Nach den Sprint-Siegen von Neuner und Arnd Peiffer am Samstag belegte die 24-Jährige in der Verfolgung am Sonntag nach zwei Fehlern im letzten Schießen Platz zwei hinter der im Gesamtweltcup führenden Finnin Kaisa Mäkäräinen. Peiffer hatte in seinem Rennen Pech, verfehlte d...

Seite 20
Eric Dobias und

Trauriger Abschied

Gerald Fritsche, dpaEr hätte in die Heldenrolle schlüpfen können, doch am Ende war Michael Uhrmann die tragische Figur. Nachdem der Bayer mit dem letzten Sprung seiner Karriere die sicher geglaubte WM-Medaille im Teamwettbewerb verspielt hatte, standen Deutschlands Skispringer mit versteinerten Mienen im Auslauf der Holmenkollen-Großschanze und schauten den anderen Nationen tief enttäuscht beim Ju...

ndPlusJirka Grahl

Spektakuläres Ende einer unvergesslichen WM

Mit einem erwarteten Sieg sind gestern die 48. Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oslo zu Ende gegangen. Vor der Rekordkulisse von 150 000 Zuschauern bescherte Titelverteidiger Petter Northug den Gastgebern die Goldmedaille auf dem abschließenden 50-Kilometer-Rennen, das 2011 im freien Stil ausgetragen wurde. »So eine Begeisterung werde ich wohl nie wieder erleben«, sagte Tobias Angerer, nachdem...

ndPlusKarl-Wilhelm Götte

»Starke Bewerbung« Münchens

Bekommt München samt »Schnee-Park« Garmisch-Partenkirchen im Gepäck die Winterspiele 2018? Das Bewerbungskomitee hätte sich nach der viertägigen Inspektion der IOC-Prüfer natürlich ein ermutigendes Signal erhofft, aber das blieb aus. Gunilla Lindberg, die schwedische Vorsitzende des Prüfungsausschusses, bescheinigte München zwar, eine »starke Bewerbung« abgegeben zu haben, verschwand aber nach ein...