Brüderle-Affäre: Aus für BDI-Hauptgeschäftsführer

Nach der Affäre um umstrittene Atom-Äußerungen des Bundeswirtschaftsministers Rainer Brüderle (FDP) stellt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, sein Amt zur Verfügung. Dies teilte der BDI am Freitag in Berlin mit.

Radioaktives Wasser stoppt Arbeit an Reaktoren 1 und 2 von Fukushima Eins

Stark radioaktiv belastetes Wasser hat nun auch die Arbeiten an den Reaktoren 1 und 2 im Atomkraftwerk Fukushima Eins gestoppt. Die Arbeiten mussten unterbrochen werden, nachdem dort Wasser mit hoher Radioaktivität gefunden wurde, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am frühen Freitagnachmittag (Ortszeit). Der Reaktordruckbehälter im Block 3 der havarierten Atomanlage Fukushima 1 ist nach Angaben der Betreiberfir...

Löschen und Sperren

Die Infrastruktur für Websperren steht. Sie wird in Deutschland, einem populären Vorurteil zum Trotze, durchaus genutzt – bis auf Weiteres nur im Zusammenhang mit kinderpornografischem Content.

EU-Gipfel einigt sich auf Paket zum Schutz des Euro

Brüssel, 25. März (AFP) - Scharfe Strafen gegen Defizitsünder, ein Pakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit und ein ständiger Fonds für Notkredite sollen den Euro vor weiteren Krisen schützen. Die EU einigte sich auf einem Gipfel in Brüssel auf ein umfassendes Paket zum Schutz der Währung, wie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy in der Nacht zum Freitag mitteilte. Überschattet wurde das Treffen von der Krise in Portugal, das bald Milliardenhilfen benötigen könnte.Die Staats- und Regierungschefs der 27 ...

Seite 1

Unten links

20 Tonnen feinsten Ostseesandes sind jetzt von Binz nach Wien gekarrt worden. Soll etwa die Insel Rügen, nachdem die Bewohner in großer Zahl gen Westen entschwunden sind, diesen jetzt hinterhergetragen werden? Soll denn der Ausverkauf des Ostens nicht enden, bevor auch das letzte Sandkörnchen verhökert ist? Offiziell heißt es, Mecklenburg-Vorpommern wolle mit einem Garten nahe der österreichischen...

Das Menetekel Portugal

Es war ein zähes Feilschen, bis dieses nicht zuletzt von Deutschland geprägte »historische Paket« zur Stabilisierung des Euro geschnürt war. Doch was der EU-Gipfel nun verabschiedet, ist eine Mogelpackung, wie das Beispiel Portugal drastisch demonstriert. Der Regierungschef geht, weil sein rigides Sparprogramm im Parlament durchfällt, eine Staatspleite droht, das hoch verschuldete Land taumelt am ...

100 Tote bei Protesten in Syrien

Damaskus (Agenturen/ND). Beim gewaltsamen Vorgehen von Sicherheitskräften gegen Regierungsgegner in Syrien sind nach Angaben der Opposition mindestens 100 Menschen getötet worden. Mehr als 20 000 Menschen nahmen am Donnerstag in Daraa im Süden des Landes an der Beisetzung der am Vortag getöteten Demonstranten teil. Die Demonstranten versprachen in Slogans, »bei unserer Seele, bei unserem Blut« ...

Proteste gegen EU-Gipfel

Der von Deutschland und Frankreich vorangetriebene »Euro-Pakt« soll das Hauptthema des EU-Frühjahrsgipfels sein, der am Donnerstagabend in Brüssel begann. Dagegen regt sich viel Protest. Die EU-Chefs wollen auch über die Regierungskrise in Portugal und den internationale Militäreinsatz in Libyen reden.

ndPlusRoland Etzel

Über Libyen fliegt nur noch die NATO

Das Militärbündnis hat seine Angriffe auf die libysche Armee weiter ins Landesinnere ausgedehnt. Am Donnerstag wurde neben Tripolis auch Sabha weit im Südwesten attackiert. Frankreich erklärte die Flugverbotszone für hergestellt.

Seite 2
ndPlusAert van Riel

Neue Partner in Nordafrika

Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung intensiviert in Tunesien und Ägypten ihre Beziehungen zu an den Revolutionen beteiligten liberalen Kräften. Während bei Wirtschaftsthemen weitgehend Übereinstimmung herrscht, übte der Parteichef der ägyptischen Liberalen indirekt Kritik an Deutschlands Libyen-Politik.

Roland Etzel

Die Araber stimmen zu – wirklich?

Libyen erlebt derzeit die schlimmsten Bombardements seit dem Beginn der US-Aggression gegen Irak im März 2003. Die Initiatoren des Krieges legitimieren ihr Handeln auch mit einer Zustimmung der anderen arabischen Staaten zu ihrem Handeln. Ist das tatsächlich so?

Seite 3
ndPlusElfi Schramm

Balletttänzerin? Das ist doch kein Beruf!

Balletttänzerinnen und -tänzer sind bei der Überleitung der DDR-Renten in bundesdeutsches Recht durchs Raster gefallen. Seit 20 Jahren kämpft eine Interessengemeinschaft für diese vergessenen Künstler. Bisher vergeblich. Erst kürzlich wurde ein diesbezüglicher Antrag der LINKEN im Bundestag abgeschmettert.

Odile Jolys, Johannesburg

Der König ohne Kleider

Seit jeher suchen die Bewohner von Swasiland im benachbarten Südafrika Arbeit und Einkommen. Daran wird sich wenig ändern, denn das Königreich steckt tief in der Krise.

Seite 4

Schwabenwahl: Rot-Grün liegt klar vorn

Hamburg (AFP/ND). Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichnet sich in einer neuen Forsa-Umfrage eine deutliche Mehrheit für Rot-Grün ab. SPD und Grüne kommen demnach auf je 24 Prozent der Stimmen, wie stern.de am Donnerstag berichtete. Die CDU mit Ministerpräsident Stefan Mappus erreicht 38 Prozent, ihr Koalitionspartner, die FDP, würde mit fünf Prozent nur knapp in den Stuttgar...

ndPlusVolker Stahl

Scholz bastelt an der Quadratur des Kreises

Hamburgs neuer Bürgermeister, Olaf Scholz, bemühte in seiner ersten Regierungserklärung Willy Brandt. Die Hansestadt wolle er zu einer »Metropole des Fortschritts« machen. Wie die sozialen Wohltaten und der gleichzeitige Ausbau des Verkehrsnetzes finanziert werden sollen, ließ er offen.

ndPlusFabian Lambeck

Heroin ist aus der Mode

Die Zahl der Drogentoten geht zurück; vor allem weil Heroin an Attraktivität verliert. Junge Menschen bevorzugen heute Aufputschmittel und Cannabis.

Regina Stötzel

Abtreten, Wehrdienstpflichtige und Zivis!

Der Bundestag hat gestern die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes beschlossen. An ihre Stelle treten ein freiwilliger Wehrdienst sowie ein Bundesfreiwilligendienst.

Seite 5

Sozialverband will gleichen Lohn per Gesetz

Berlin (ND-Schäfer). Anlässlich des heutigen »Equal Pay Day«, des internationalen Tages der gleichen Bezahlung von Mann und Frau im Wirtschaftsleben, fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) ein Gleichbezahlungsgesetz. »Deutschland gehört europaweit zu den Ländern mit dem stärksten Lohngefälle zwischen Frauen und Männern«, erklärt Edda Schliepack, die Bundesfrauensprecherin des SoVD. Währen...

Brüderle sorgt für Wirbel in Atomstreit

Berlin (AFP/ND). Angebliche Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) haben am Donnerstag in der Atom-Debatte für Wirbel gesorgt. Nach Medienberichten soll Brüderle die vorübergehende Abschaltung älterer Atomkraftwerke (AKW) vor Industrievertretern mit dem Wahlkampf in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz begründet haben. Brüderle wies einen Bericht der »Süddeutschen Zeitung«...

Hans-Gerd Öfinger

Erster Stimmungstest für Bouffier

Superwahltag in Hessen: Mancherorts sind es gleich fünf gesonderte Abstimmungen, die am Sonntag in einem Aufwasch durchgeführt werden. Der Urnengang gilt auch als Stimmungstest für den noch neuen CDU-Regierungschef Volker Bouffier.

Robert D. Meyer

»Das Schlimmste kommt erst noch – mit oder ohne GAU«

Es gibt Menschen, die schauen dieser Tage mit einem besonderen Blick in Richtung Japan. Eine von diesen Personen ist Heike Sabel. Sie engagiert sich seit vielen Jahren für die Strahlenopfer des Reaktorunglücks von Tschernobyl. Die Bilder aus Fukushima wecken in ihr Erinnerungen an das Leid der Menschen. Sabel weiß: Wie immer auch die Katastrophe ausgeht, für die Japaner wird die Aufarbeitung eine große Herausforderung sein.

Seite 6

Migration weltweit

Das Thema Migration gehört zu den Schwerpunkten im neuen »WeltTrends«-Heft (Nr. 77), das jetzt erschienen ist. Von Australien über Bahrain bis nach Kanada reichen die Fallbeispiele, die zeigen, wie in verschiedenen Ländern mit diesem globalen Phänomen umgegangen wird, wie dort Fremde zu Bürgern werden. Der WeltBlick widmet sich den aktuellen Umbrüchen in Nordafrika und Arabien. Ein Papier zum »Auf...

Debatte ohne Frankreich
Charlotte Noblet

Debatte ohne Frankreich

»Ich sehe keinen Grund zum Abschalten französischer AKW«, sagte der Präsident der französischen Behörde für Nuklearsicherheit am Mittwoch in Helsinki. Trotz der Katastrophe im japanischen Fukushima und der Anti-Atom-Mobilisierungen in Frankreich lehnt Präsident Nicolas Sarkozy den Ausstieg aus der Atomkraft ab – und lenkt die Medienaufmerksamkeit auf seinen Exfreund Muammar al-Gaddafi. Und wieder ...

Versunken im Brüsseler Lobby-Filz
ndPlusHannes Hofbauer, Wien

Versunken im Brüsseler Lobby-Filz

Ein konservativer Europaabgeordneter aus Österreich steht im Mittelpunkt des jüngsten Lobbyskandals in Brüssel. Er ist jedoch nicht der einzige käufliche Parlamentarier.

Mirjam Stöckel, Brüssel

Eine neue Runde im Kampf um das Manna

Die Agrarpolitik ist mit einem Anteil von 40 Prozent noch immer der größte Posten im EU-Haushalt. Doch der Anteil soll sinken – und die Mittel sollen gerechter verteilt werden. Entsprechend hart wird um den künftigen Geldsegen gekämpft.

Seite 7

Gerichtshof: Genua-Tötung war rechtens

Straßburg (dpa/ND). Die italienische Polizei habe mit dem Todesschuss auf einen Demonstranten beim G8-Gipfel in Genua 2001 kein Grundrecht verletzt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies mit diesem Urteil eine Beschwerde der Eltern des damals getöteten 23-Jährigen zurück. Sie hatten der italienischen Regierung vorgeworfen, unverhältnismäßig scharf gegen die Demonstranten vorgegangen ...

ndPlusReiner Oschmann

Ein »Kill Team« voller Mordlust

Überdeckt von den Nachrichten aus Libyen und Japan hat ein US-Militärtribunal in Fort Lea bei Seattle (Bundesstaat Washington) am Mittwoch (Ortszeit) den ersten von insgesamt zwölf Angeklagten, allesamt Angehörige der US-Armee und in Afghanistan im Einsatz gewesen, verurteilt.

»Wir dürfen nicht zu optimistisch sein«

Immer mehr Strahlenopfer am Atomkraftwerk Fukushima: Zwei Arbeiter erleiden Verbrennungen. Die Lage am AKW bleibt äußerst kritisch. In Tokio gibt es einen Lichtblick: Die Belastung im Leitungswasser geht zurück. Die Vorräte an Wasserflaschen werden dennoch knapp.    

Seite 8
Wolfgang Hübner

Rainer Wein

Gern machen sich die Medien über den Wirtschaftsminister lustig, der seine Anmerkungen zum politischen Tagesgeschäft in einem wunderlichen Dialekt an der Grenze zur Unverständlichkeit dahinnuschelt. Eine Satiresendung zeigt Rainer Brüderle deshalb gern mit Untertiteln. Nun aber hat der Wirtschaftsliberale ein Wort von unerwartet großer Klarheit gesprochen: Er erklärte vor den obersten Lobbyisten v...

Regina Stötzel

Wer wird Kanonenfutter?

Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Uniform«, lautet eine an Polizisten adressierte Parole von linken Demonstranten. In großen Teilen der Bevölkerung genießt der Polizist dagegen hohes Ansehen, er ist im Staatsdienst nicht so unterbezahlt wie viele andere, und bewaffnete Auseinandersetzungen bilden in seinem Alltag – anders als es das Fernsehprogramm vermuten lässt – die Ausnahme. Neben...

ndPlusVelten Schäfer

Konsequent halbherzig

Der »Gleichbezahlungstag« ist im langen Reigen der jährlichen Gedenk- und Aktionstermine der einzige ohne festes Datum. Vielmehr soll der »Equal Pay Day« stets an dem Datum stattfinden, bis zu dem Frauen über das jeweils vergangene Jahresende hinaus arbeiten müssten, um theoretisch den gleichen Lohn zu erzielen wie ihre männlichen Kollegen. Dass der Aktionstag stets Ende März oder Anfang April sta...

Sachdienlich
Uwe Kalbe

Sachdienlich

Nachdem gerade zwei Funktionäre der Jungen Union sich bei der LINKEN in Rheinland-Pfalz entschuldigt haben, weil sie des Nachts deren Wahlplakate entfernt hatten, sorgt ein weiterer Nachwuchskader der Konservativen für Aufregung, diesmal im Schwäbischen. Alexander Kolb, Vorsitzender des CSU-Nachwuchses im bayerischen Bezirk Schwaben, entsagte der weiteren Karriere bei den Christsozialen und trat z...

Ist Zionismus nicht Rassismus?

Ist Zionismus nicht Rassismus?

ND: Sie haben auf der Leipziger Buchmesse Ihre bei dtv erschienene Autobiografie »Ein nasser Hund ist besser als ein trockner Jude« vorgestellt. Sie berichten über Ihre Jugendzeit in Berlin, wo Sie in dramatischen Straßenkämpfen um Ihr Leben fürchten mussten. Ein Libanese aus dem Kiez sagte zu Ihnen: »Juden sind meine Feinde.« Ist Berlin wirklich ein so gefährliches Pflaster?Arye Sharuz ShalicarWo...

Seite 9

Blüh-Hilfe

Lasst Blumen sprechen, sagte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und verschenkte gestern an die Berliner 10 000 Tulpenzwiebeln. Die gingen weg wie warme Semmeln, freuten sich die Umweltschützer und hoffen nun, dass die bunte Pracht bald Grünflächen und leere Baumscheiben ziert. Eine kleine Mahnung auch daran, dass Berlin in den vergangenen Jahren rund 10 000 Straßenbäume verloren h...

Atomkraftgegner hoffen auf Massenprotest

(dpa). Die Veranstalter der vier Anti-Atomkraft-Demonstrationen am Samstag hoffen auf eine Rekordmobilisierung der deutschen Umweltbewegung. Es sei möglich, »dass das einer der größten Anti-Atomkraft-Proteste wird, die Deutschland gesehen hat«, sagte der Anmelder der Demonstration in Berlin, Uwe Hiksch von der Umweltinitiative Naturfreunde, am Donnerstag. In der Hauptstadt seien 50 000 Teilnehmer angemeldet. Außerdem wird in Hamburg, München und Köln unter dem Motto »Fukushima mahnt: Alle AKWs ...

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

LINKE will »nicht bequemer werden«

Als »zentrales Thema der nächsten Jahre« machte gestern der Landesvorsitzende der LINKEN, Klaus Lederer, soziale Spaltung aus. Folgerichtig rückt also die »Stärkung des sozialen Zusammenhalts« in das Zentrum des für den kommenden Sonntag einberufenen Landesparteitages zur Verabschiedung des Wahlprogrammes für den Herbst, wie er vor Journalisten informierte. Es gehe um Themen wie Wohnen und Mieten, Arbeit und damit insbesondere den Öffentlichen Beschäftigungssektor (ÖBS), Bildung für alle und di...

Rainer Funke

Einblicke in die »Sachablage 306/80«

Im Schnitt 10 bis 20 Informanten arbeiteten jährlich zwischen 1950 und 1972 für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in der Westberliner Polizei. Dabei war der DDR-Geheimdienst an der gesamten Bandbreite des Alltags in den 116 Revieren und 12 Inspektionen sowie dem Drumherum interessiert – Fotos von und aus Dienststellen, an Stammkneipen von Polizisten, wo Alkohol ihnen womöglich die Zunge lockerte, Adressen, interne Dienstabläufe, Grundrisse von Polizeistationen, Strukturen, Waffendepots...

Seite 10

Musikkultur im Jüdischen Museum

(epd). Das Jüdische Museum Berlin beleuchtet in einer Sonderausstellung vom 7. April an die avantgardistische jüdische Musikszene in New York in den 90er Jahren. Unter dem Titel »Radical Jewish Culture« hätten Musiker wie John Zorn, Frank London, Anthony Coleman, David Krakauer oder Marc Ribot seit 1990 eine emanzipierte neue jüdische Musik entwickelt, indem sie freie Formen des Jazz mit Klezmer-I...

Türkisches Literaturfestival in der Volksbühne

(ND). Im Roten Salon der Berliner Volksbühne dreht sich in den kommenden Tagen alles um türkische Literatur. »In der Türkei ist nicht nur politisch einiges im Umbruch – auch in der Kunst- und Kulturszene brodelt es gewaltig«, so das Haus zum Start des Türkischen Literaturfestivals »DilDile«. Bis zum 2. April finden Lesungen und Gesprächsrunden statt, zudem werden im Rahmen des Festivals Auto...

Tom de Meller

Gesehen

Ein Theater, das angemessen und gekonnt auf die Nachrichtenlage reagiert, bietet die Schweizer Gruppe »Far A Day Cage« bei ihrem Gastspiel im HAU. Das siebenköpfige Ensemble rast in ihrer Produktion »MyState« zunächst durch die Geschichte der Staatengründung der Menschheit, um dann dem Phänomen der Mikronationen, also der neuen Kleinstaaten vom Format der einstigen Piratenradio-Insel Fürstentum Se...

Volkmar Draeger

Verfall eines Umgetriebenen

Die Dekoration für ihre Inszenierung in der Brotfabrik hat sie auf ein Minimum beschränkt, die russische, einer Theaterfamilie entstammende Regisseurin Inga Lizengevic. Erinnern will sie hier an den 120. Geburtstag von Michail Bulgakow, der 1916 sein Medizinstudium in der Heimatstadt Kiew vorzeitig abbrach und als Arzt aufs Land ging, der unablässig umzog, drei Ehen verschliss, ehe er, knapp 49, s...

ndPlusStefan Otto

Geschichten abseits des Spielfelds

Bei der Fußballübertragung im Fernsehen hat der Zuschauer eine furchtbar eingeschränkte Sicht aufs Geschehen. Die Kameras reihen einen Tunnelblick an den anderen. Die Abwehrkette kann man nur erahnen; ein Spielsystem ist gar nicht zu erkennen. Eine Partie zu »lesen«, wie es Franz Beckenbauer sagt, ist unmöglich. Trotzdem ist der Fernsehfußball zu einem Hype geworden, und mehr denn je wird darüber ...

Tusch feiert 13. Geburtstag mit Festwoche und 40 Stücken
ndPlusTom Mustroph

Tusch feiert 13. Geburtstag mit Festwoche und 40 Stücken

Das Podewil wird zum Bienenstock. Theatergruppen aus 40 Berliner Schulen strömten bereits in den vergangenen Wochen in den gewöhnlich recht stillen Kasten gleich neben der Parochialkirche. Sie bestritten die Endproben ihrer gemeinsam mit Künstlern verschiedener Berliner Theater erarbeiteten Inszenierungen. Vom 24. bis 31. März werden sie dann im Rahmen der Festwoche von TUSCH Berlin gezeigt. Die ü...

Seite 11

Landtag beschließt neues Wahlrecht

Kiel (dpa/ND). Schleswig-Holstein hat ein neues Wahlrecht. Die Regierungsfraktionen CDU und FDP brachten am Donnerstag gemeinsam mit der oppositionellen SPD ihren Entwurf gegen die Stimmen von Grünen, LINKE und SSW durch das Parlament. Sie senkten die Zahl der Wahlkreise von 40 auf 35 und beschlossen einen vollen Ausgleich für Überhangmandate. Außerdem änderten sie mit der nötigen Zweidrittel-Mehr...

Mobbing-Seite kommt auf den Index

(dpa). Die Mobbing-Internetseite isharegossip.com kommt auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM). Dies kündigte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) am Donnerstag in Berlin an. Die Gerüchte-Seite war in den vergangenen Tagen mit öffentlichen Hetzbeiträgen und derben Beleidigungen gegen Jugendliche in die Schlagzeilen geraten. Dadurch wird die Suche nach de...

Premiere für »Mama Bavaria«

Auf dem Münchner Nockherberg müssen die Politiker alljährlich beißenden Spott über sich ergehen lassen. Erstmals hat eine Frau diese Aufgabe übernommen – die boshaft-zynische »Mama Bavaria«.

Seid freundlich zu den Rassisten

Seid freundlich zu den Rassisten

Ein Satz, am 17. Juli 2010 zwischen 13.07 und 13.20 Uhr vor dem Schöneberger Rathaus vom polizeilichen Staatsschutz in Bild und Ton festgehalten, hat die Berliner Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Er lautet: »Verteilt euch links und rechts zur Zufahrt, dass keine Rassisten reinkommen.« Es folgt der Zusatz: »Seid freundlich zu den Leuten.« Darin sieht die Staatsanwaltschaft einen Aufruf zu S...

Andreas Fritsche

Rot-Rot kündigt niemanden und privatisiert nicht

Der geplante Stellenabbau im öffentlichen Dienst des Landes Brandenburg lasse sich ohne Kündigungen bewerkstelligen, versichert Finanzminister Helmuth Markov (LINKE). Privatisierungen seien ausgeschlossen, weist der Vermutungen der Gewerkschaft ver.di zurück.

Sonja Vogel

Arme Kinder – kranke Kinder

Gestern stellte die Senatsverwaltung für Gesundheit ihren 282 Seiten starken Bericht »Sozialstruktur und Kindergesundheit« vor. Der Bericht gibt einen umfassenden Einblick in die Lebenssituation von Kindern und ihren Familien in Berlin. »Der Sozialstatus hat den größten Einfluss auf die Gesundheit«, fasste Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (LINKE) zusammen. Der Zusammenhang ist zwar nicht neu ...

Seite 12
Caroline Bock, dpa

Der Spreewald als Star eines ZDF-Krimis

Manchmal ist im Fernsehen die Kulisse fast wichtiger als die Geschichte. Abgefilmt darf sie noch nicht sein. Vor fünf Jahren entdeckte das ZDF den Spreewald für sich. Weil die ersten beiden Krimis, die dort spielen, gut ankamen, gibt es am Montag um 20.15 Uhr den dritten Teil: »Die Tränen der Fische«.Zu den Darstellern gehört Schauspieler Henry Hübchen. Im Zentrum steht eine Vater-Sohn-Geschichte....

Belastetes Wasser tritt aus

Ronneburg (dpa/ND). Nach dem massiven Austritt mit Schwermetallen belasteter Flutungswässer im Gessental bei Ronneburg schlägt der Kirchliche Umweltkreis Alarm. »Das, was bisher an Maßnahmen ergriffen wird, reicht nicht aus«, sagte Frank Lange vom Umweltkreis am Donnerstag. Er sprach von einem Havariezustand und forderte, dass der Bergbausanierer Wismut für die Umweltschäden an Gessenbach und Wips...

ndPlusWilfried Neiße

CDU stänkert, weil Autos stuckern

»Und schuld daran ist nur die SPD«, sang weiland Rudi Carell, weil der Winter einst »der Reinfall des Jahrhunderts« gewesen sei. Aktuell jedoch sind die vergangenen strengen Winter und die dadurch verursachten Straßenschäden nach Ansicht der CDU Ausdruck der Unfähigkeit der rot-roten Landesregierung. Gestern setzte die CDU-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung des Landtags. Der Abgeordnete Ra...

Das Null-Kontrolle-Modell
Velten Schäfer, Greifswald

Das Null-Kontrolle-Modell

Sechs Millionen Euro sollte das neue Bürger- und Verwaltungszentrum am Greifswalder Markt noch 2007 kosten. Nun wird es mindestens doppelt so teuer. Wie konnte es so weit kommen – und wer hat das wann gewusst?

Seite 13
ndPlusMarion Pietrzok

Star ade

Liz Taylor: einer der größten Filmstars der Geschichte, Hollywood-Gigantin, Leinwand-Diva, alles überragende Legende – die Superlative in den Nachrufen auf die am Mittwoch 79-jährig verstorbene Schauspielerin könnten nicht superlativer sein. Letztmals gewendet und aufgebügelt dieser Stoff aus einer heute von Facebook & Co. verwehten Ära, deren Sinnbild sie verkörperte wie keine andere. Vom ...

Licht für Liszt
ndPlusAntje Rößler

Licht für Liszt

Weiße Glanztapete, ein Marmortisch mit vergoldeten Beinen, weiche Sessel und plüschige Brokatkissen – seine Wohnung sei von »wagnerischem Luxus«, schrieb Franz Liszt, als er 1869 nach Weimar zog. Das prachtvolle Domizil war eine Art Bestechungsversuch des Großherzogs Carl Alexander, der den europaweit bekannten Musiker unbedingt wieder an Weimars Hof binden wollte. Schon einmal, 1848 bis 1861, ...

Reiner Oschmann

Opium fürs Volk

Der vorjährige Verkaufserfolg seines in New Yorks Lower East Side spielenden Sozialkrimis »Cash« dürfte die Neuvorstellung eines fast 20 Jahre alten Romanvorgängers ausgelöst haben. 1992 unter dem Titel »Söhne der Nacht« schon einmal auf deutsch erschienen, liegt das 800-Seiten-Werk nun unter dem neuen, kaum verbesserten Titel »Clockers« vor. Clockers sind afroamerikanische Rauschgiftdealer in der...

Seite 14
Aufmarsch der Diagnostiker
ndPlusUdo Beckmann

Aufmarsch der Diagnostiker

Es ist ein erstaunlicher Vorgang. Lehrerinnen und Lehrern wird regelmäßig attestiert, sie müssten ihre Diagnosefähigkeiten verbessern. Zugleich wird diagnostiziert, dass es vor allem in der Lehrerausbildung für das Grundschullehramt an wissenschaftlicher Fundierung mangele. Zuletzt in dieser Woche geschehen, als der Aktionsrat Bildung in München sein Jahresgutachten vorstellte. Diese Diagnost...

Lena Tietgen

Bildungsrauschen

Grundlagenforschung ist janusköpfig, denn sie schafft Erkenntnisse, die sowohl militärischen als auch zivilen Zwecken dienen. Michael Billig geht in seinem Artikel »Militär an der Uni» vom 18. März 2011 auf www.fr-online.de/wissenschaft/studium greift den Vorschlag einiger Studenten und Ingenieure vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf, dieses möge sich einer »Zivilklausel» verschreiben...

ndPlusDetlef Träbert

Die alltägliche Kränkung

Kein Lehrer würde je Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes infrage stellen: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Dennoch wird die Menschenwürde ständig verletzt – ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft und eben auch in der Schule. Stephan Marks hellt ihn mit seinem neuen Buch »Die Würde des Menschen« auf.

Lena Tietgen

Zeitenwende im »Wessi-Land«

Die Auseinandersetzungen um Stuttgart 21 zeigen, wie marode die konservative Regierung Baden-Württembergs ist. Selbst CDU-Anhänger verweigern mittlerweile die Gefolgschaft. Mit ihrer Orientierung auf Bildung setzen SPD, Grüne und Linkspartei Zeichen einer Zeitenwende. Sie wollen »gute Bildung für alle« (Linkspartei), »beste Bildung für alle« (SPD) und »alle Talente von Anfang an« (Grüne).

Seite 15

Rechtsfrage

Falsche Anredenoch keine DiskriminierungEine falsche Anrede mit »Herr« statt »Frau« im Ablehnungsschreiben auf eine Bewerbung ist allein noch kein Zeichen für Diskriminierung. Das hat das Arbeitsgericht Düsseldorf in einem Urteil deutlich gemacht (Az. 14 Ca 908/11). Im konkreten Fall wurde die Klägerin mit »Sehr geehrter Herr« angeschrieben, als sie auf eine Bewerbung als lebensmitteltechnische As...

Niedriglöhne: Zwei Drittel Frauen

Obwohl immer mehr Frauen erwerbstätig sind, sind viele von einer eigenständigen Existenzsicherung noch weit entfernt. Die Hauptursachen für den massiven Lohnabstand zwischen Männern und Frauen sind nach aktuellem Forschungsstand: Eingeschränkte Berufswahl und Unterbewertung von Tätigkeiten: »Frauentypische« Berufe im sozialen Bereich oder dem Dienstleistungssektor sind schlechter bezahlt als die m...

Alstom baut ab

Salzgitter (dpa/ND). Der Bahntechnikhersteller Alstom plant 700 von 2800 Stellen in seinem Werk im niedersächsischen Salzgitter abzubauen. Die IG Metall kündigte Proteste an. Der französische Konzern teilte am Dienstag mit, man reagiere mit der Reduzierung der Belegschaft auf eine nicht ausreichende Auslastung. Auch an Standorten in Spanien und Italien sollen Jobs wegfallen. Alstom hatte den Mitgl...

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Allein gegen alle?

Im Einsatz für einheitliche Arbeitsbedingungen für alle Lokführer ist die Lokführergewerkschaft GDL sich selbst treu geblieben. Nach zwei befristeten Streiks schreckt sie vor der Eskalation zurück. Den jetzt abgeschlossenen Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer (BuRa-LfTV) im privaten Schienengüterverkehr hat sie nach eigenen Angaben »ohne einen einzigen Streik« abgeschlossen. Das mit wenigen ...

Hans-Gerd Öfinger

»Illegale« treten aus dem Schatten

Selbstorganisation von Migrantinnen war ein Thema auf der Jahreskonferenz der Kasseler Bildungsgemeinschaft SALZ. Die Arbeitsbedingungen gerade von Haushaltshilfen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus sind prekär und oft menschenunwürdig.

»Mission Gerechtigkeit«
ndPlusMarcus Meier, Sprockhövel

»Mission Gerechtigkeit«

Seit Mittwoch und noch bis morgen beraten 200 Delegierte über den Kurs der IG-Metall-Jugend in den kommenden vier Jahren. Der mitgliederstärkste politische Jugendverband Deutschlands will sich modernisieren – betreffend: Form und Inhalt. Doch wie viel Radikalität darf's sein?

Seite 16
Jutta Blume

Gewerkschaften gegen Merkels EU-Pakt

20 000 überwiegend Gewerkschafter protestierten gestern gegen den »Pakt für den Euro«. In Berlin erklärten der DGB und der französische Gewerkschaftsbund CGT ihre Kritik.

Seite 17

Klage gegen Gagfah?

Dresden (dpa/ND). Dem Immobilienkonzern Gagfah steht möglicherweise eine lange juristische Auseinandersetzung mit der Stadt Dresden bevor. Am späten Donnerstagnachmittag sollte der Stadtrat darüber entscheiden, ob er das Unternehmen wegen Missachtung von Verträgen auf bis zu 1,06 Milliarden Euro verklagt. Bis zuletzt galt eine Mehrheit für die Klage als sicher. Nach Angaben der Stadtverwaltung...

Überprüfen – ja ändern – nein

Mit den Stimmen der schwarz-gelben Regierungskoalition wurde gestern im Bundestag ein Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt, in dem die Rücknahme der Hermesbürgschaft für das brasilianische Atomkraftwerk Angra 3 gefordert wird.

ndPlusRalf Streck

Portugal vor Neuwahlen

Mit dem Rücktritt des portugiesischen Regierungschefs ist der Gang unter den EU-Rettungsschirm vorgezeichnet, aus dem Portugal 50 bis 70 Milliarden Euro erhalten soll.

Seite 19

Moskau erhält WM-Zuschlag

Wie der Eislauf-Weltverband (ISU) am Donnerstag bekannt gab, richtet Moskau statt Tokio die Eiskunstlauf-WM 2011 aus. Die Titelkämpfe finden nun vom 24. April bis zum 1. Mai in der Megasport Arena der russischen Hauptstadt statt. Die WM in Japan war vor zehn Tagen nach der schweren Umweltkatastrophe abgesagt worden, seitdem hatte ISU nach einem Ausweichort gesucht. Neben Russland hatten auch Öster...

Thorsten Kanter, dpa

Team sprintet zu WM-Silber

Der Cottbuser Nikias Arndt hat am Donnerstag bei der Bahnrad-WM im niederländischen Apeldoorn überraschend Platz sieben in der 4000-Meter-Einerverfolgung belegt. Arndt kam in der nicht mehr olympischen Disziplin in 4:29,033 Minuten ins Ziel. Für den 19-Jährigen vom LKT Team Brandenburg war es die erste Einerverfolgung seiner Laufbahn. »Ich bin sehr zufrieden. Für mich war es eine Ehre, hier starte...

ndPlusJürgen Holz

Berliner Eisbären brechen den Bann

Eisbären-Kapitän Stefan Ustorf war sichtlich froh: »Endlich haben wir den Bann gebrochen und nach vier Saisonniederlagen gegen Ingolstadt einen Sieg gefeiert, einen hoch wichtigen zum Play-off-Start. Es war ein Sieg des unbedingten Willens. Ingolstadt war der erwartet harte Gegner, und es wird uns noch ein gehöriges Stück Arbeit kosten, um mit drei Siegen ins Halbfinale zu kommen.« Der 37-jähri...

ndPlusAlexander Ludewig, Babelsberg

Überlegen in der Champions League

Zu später Stunde hatten alle bei Turbine Potsdam wieder ihren Frieden mit dem französischen Fußball gemacht. Im Viertelfinalrückspiel der Champions League fühlten sich die 2350 Zuschauer am Mittwochabend im Karl-Liebknecht-Stadion auch nur einmal an das erste Aufeinandertreffen mit dem FCF Juvisy Essonne erinnert: In der 68. Minute sprang Potsdams Trainer Bernd Schröder entsetzt auf und zeigte seiner französischen Kollegin Sandrine Mathivet den Scheibenwischer. Drei Fouls in Folge an Anja Mitta...

Seite 21
»Aktiv im Alter« abgehakt
ndPlusKatja Herzberg

»Aktiv im Alter« abgehakt

Auch die Bundesregierung hat erkannt, dass die Fähigkeiten und Erfahrungen älterer Menschen in unserer Gesellschaft oft unterschätzt werden. Um die »Potenziale«, wie sie das Bundesfamilienministerium nennt, von Menschen ab dem 50. Lebensjahr besser zu nutzen, werden auch die Kommunen in die Verantwortung genommen. So sollten sie etwa in dem Programm »Aktiv im Alter« ein »Leitbild des aktiven Alter...

Energie tanken unter der Sonne der Kanaren
Mario Dieringer

Energie tanken unter der Sonne der Kanaren

»Seit acht Jahren verbringen wir hier die kalten Wintermonate«, erzählt Friedel Hanser und hält dabei Karls Hand, der zustimmend nickt und mit seinen Blicken die hohen Wellen nach Surfern absucht. Das Rentnerehepaar gehört zu den zwei Millionen Senioren, die entweder ganz auf der Atlantikinsel leben oder für ein paar Monate im Jahr Erholung im milden Klima Teneriffas suchen. Jeden Tag sitzen die beiden am Playa Martiánez im grünen Puerto de la Cruz in der Sonne und beobachten die wagemutigen Su...

Seite 22

»Schlanker in Erinnerung«

(ND-Hardt). »Ich hatte mich viel schlanker in Erinnerung«. Das ist Gunter Böhnkes Lieblingssatz und auf seiner Homepage nachzulesen. Klar, dass sich sein Fahrradtourenbuch »Der Sachsenradler« nicht etwa an die »Kilometerschrubber« wendet. Der nicht nur in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt durch Bühne, Funk und Fernsehen bekannte Kabarettist wendet sich an Ausflügler, Tagestouristen und Fah...

Einmal in der Woche mit der ganzen Familie essen
Dieter Sell

Einmal in der Woche mit der ganzen Familie essen

Am Tisch duftet es nach Porree, Sellerie und Steckrüben. Karotten sind auch dabei. Das Fleisch von zwei Hühnern schwimmt fein zerteilt im großen Topf. Heute ist Suppentag bei der Bremer Familie Haupt-Langhans.

Seite 23
ndPlusKlaus Rautenfeld

Paradies-Garten

»Fast versteckt liegt der Japanische Bonsaigarten von Tilo Gragert in Ferch am brandenburgischen Schwielowsee. 50 Meter nach dem Ortseingang landet der Besucher in einer anderen Welt. Am Waldesrand und neben landwirtschaftlicher Nutzfläche tut sich ein kleines Paradies auf.1979 bekam Tilo Gragert das Bonsaibuch seiner Mutter in die Hände, das ihn nicht mehr los ließ. Die kleinen Bäume faszinierten...

Doreen Fiedler

Herausforderung für Heime

Deutschland altert. Auch die Gruppe geistig behinderter Senioren wächst. Ihre Betreuung stellt vor ganz besondere Herausforderungen.

Carina Herbst

Augen auf in der Kosmetikabteilung

Verführerische Düfte und schöne Verpackungen locken in jeder Kosmetikabteilung. Immer mehr Produkte werben obendrein mit natürlichen Inhaltsstoffen. Doch der Schein trügt und der Durchblick wird Kunden schwer gemacht. Ein paar Augenöffner gibt es dennoch.

Seite 24
Das Leben ist eine Wundertüte
ndPlusJenny Becker

Das Leben ist eine Wundertüte

Irgendwann sagte der Arzt zu ihr: Es tut mir leid Frau Venske, wir können nichts mehr für Sie tun. Sie werden weiter unter Schmerzen leiden. Und sie müssen ihr Leben im Rollstuhl verbringen. Am besten, Sie gehen einfach in Rente. Dagmar Venske war da gerade 48. Ein Bandscheibenvorfall hatte sie ins Krankenhaus gebracht, die dort missglückte Operation in den Rollstuhl. Heute macht sie wieder Wander...