»Griechischer Patient wird im künstlichen Koma gehalten«

Die Vorsitzende der Partei DIE LINKE Gesine Lötzsch hat die Strategie der Bundesregierung zur Rettung Griechenlands aus der Schuldenkrise stark kritisiert. Es sei nicht erkennbar, auf welchem Weg Griechenland aus der Krise kommen soll. Der Verkauf des Staatseigentums durch eine Treuhand sei eindeutig nicht der Weg, um in Griechenland einen selbsttragenden Aufschwung zu organisieren.

Umfrage: Mehrheit der Eltern unzufrieden mit dem Schulsystem

Hamburg, 16. Juni (AFP) - Schlechte Noten für das deutsche Schulsystem: 62 Prozent der Eltern meinen, dass die Schulen ihre Kinder nicht gut auf das Berufsleben vorbereiten. Wie weiter aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage für das Hamburger Magazin "stern" hervorgeht, fordern die Eltern eine stärkere individuelle Förderung der Kinder, kleinere Klassen und eine bessere Ausbildung der Leh...

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Unten links

Endlich, mehrere Tage nach dem Anschlag auf die Dresdner Ikea-Filiale, sind Bekennerbriefe aufgetaucht. Der Inhalt werde von Spezialisten analysiert, erfährt man, aber mehr will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Deshalb sind wir aus veröffentlichungstaktischen Gründen aufs Spekulieren angewiesen, glauben aber, dass unsere Redaktionsprofiler richtig liegen. Wer schon einmal...

Afrikaner in der zweiten Reihe

Was lange währt, wird nicht immer gut. Das belegt das Afrika-Konzept, an dem die Bundesregierung seit Frühjahr 2010 arbeitete und das gestern mit gehörigem Verzug im Kabinett verabschiedet wurde. Darin findet sich wieder einmal die gern bemühte Formel der gleichberechtigten Partnerschaft nebst anderen wohlfeilen Zielsetzungen wie die Förderung der Menschenrechte, der Demokratie und der »Guten Regi...

ndPlusAnke Stefan, Athen

Athen: Parlament unter Belagerung

Der dritte Generalstreik des Jahres war in Griechenland der machtvollste: Für 24 Stunden wurde am Mittwoch das Wirtschaftsleben des Landes weitgehend lahmgelegt. Schulen und Behörden blieben geschlossen, Schiffe in den Häfen, Züge in den Bahnhöfen. Insgesamt 40 000 Menschen sollen sich an den Protesten beteiligt haben; Regierungschef Papandreou ist offenbar zum Rücktritt bereit.

Haidy Damm

Mieter bezahlen Klimaschutz

Energetische Gebäudesanierung darf nicht einseitig zu Lasten der Mieter gehen. Das forderte gestern in Berlin der Vorstand des Mieterbundes anlässlich des 64. Deutschen Mietertages. Zudem soll der Bund fünf Milliarden Euro in ein CO2-Gebäudesanierungsprogramm investieren. Kritik gab es am Entwurf des Mietänderungsgesetzes.

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Nach der Stilllegung

Biblis/Darmstadt (dpa/ND). Das Gelände von Atomkraftwerken lässt sich nach dem Abbau der Anlagen und vollständiger Dekontamination Jahrzehnte später durchaus anderweitig nutzen. »Das Areal kann man wieder sauber bekommen«, sagte Mathias Steinhoff vom Öko-Institut Darmstadt. Bis zur Freigabe könnten aber »20 Jahre ins Land gehen«. Untersuchungen auf Radioaktivität müssten bereits während des Rückba...

Deutsche Polizisten als Ausbilder im Folterstaat
ndPlusRené Heilig

Deutsche Polizisten als Ausbilder im Folterstaat

Deutschland begrüßt und fördert die demokratische Entwicklung in der arabischen Welt. Man wolle – so steht es im gestern vom Kabinett beschlossenen Afrika-Konzept – zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit beitragen. Menschenrechte hätten dabei einen hohen Stellerwert. Wie passt dazu die deutsche Ausbildungshilfe für den saudi-arabischen Grenzschutz?

ndPlusSteffen Schmidt

Heißes Eisen: Atomkraft-Kaltreserve

Das dreimonatige Moratorium für die sieben ältesten AKW und den Pannenmeiler Krümmel läuft aus. Doch sie werden keinen mehr Strom liefern – mit einer Ausnahme: Schwarz-Gelb will einen Reaktor auf Stand-by schalten. Bei den anderen steht der Abbau der Anlagen samt Dekontamination an.

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»Freiheit wächst nicht an Bäumen«

»Freiheit wächst nicht an Bäumen«

Der Afrikanische Nationalkongress (ANC), Südafrikas heutige Regierungspartei, war sein Leben. Neben Nelson Mandela stand Denis Goldberg im berühmten Rivonia-Verfahren vor Gericht und wurde zu viermal lebenslänglich verurteilt. 22 Jahre saß er im Gefängnis. 2004 zog er sich aus der großen Politik zurück und widmete sich dem Kampf für soziale Gerechtigkeit auf Gemeindeebene. Anfang Juni erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seinen unermüdlichen Einsatz für Menschenrechte. Mit dem Bürgerrechtler sprach Kristin Palitza.

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Anmut und Mut

Ein Aufstand darf sich selbstverständlich Demokratiebewegung nennen, wenn er dem Gegenteil, der undemokratischen Herrschaftsform, in die Staatsgewalt funkt. Demokratiebewegung muss, um so genannt zu werden, nicht erst die Zielgenauigkeit dieser Bewegung abwarten. Bewegung schließt Überraschungen ein – wie sie jeder kennt, der sich bewegt. Ajat al-Karmesi, junge Autorin in Bahrein, sprach davon,...

Späte Geheimsache

Wer Antworten auf eine Parlamentsanfrage fälscht oder nachträglich zur Geheimsache erklärt – der wird seine Gründe haben. Doch ob das auch gute Gründe sind? Am 9. Juni schrieb das Verteidigungsministerium der Grünen-Abgeordneten Viola von Cramon, dass die ihr im April erteilten Antworten auf eine Kleine Anfrage »sensible« Daten beinhalten. Im Nachgang habe man diese zur Verschlusssache erklärt und...

Keine Idee hinter der Idee

Bei der gestrigen Vorstellung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention fabulierte Sozialministerin von der Leyen (CDU) durchaus glaubwürdig, dass die Teilhabe behinderter Menschen in unserer Gesellschaft durch Inklusion gestärkt werden muss. Einmal mehr sieht sie die Bundesregierung dafür aber nicht in der Verantwortung. Die Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesells...

Gängige politische Korruption?

ND: Der ehemalige Chef des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, gilt als ein Unternehmer mit vielen Freunden in der Politik. Positiv formuliert ist Maschmeyer ein guter Netzwerker. Kritiker wie der Politikberater Albrecht Müller bezeichnen sein Netzwerk dagegen als Beispiel für eine »gängige politische Korruption«. Wie fällt Ihr Urteil aus?Lütgert: Zumindest in der Vergangenheit hatte Car...

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Bundesstiftung hilft NS-Opfern

Berlin (ND). Es mussten mehr als 55 Jahre vergehen, bis Deutschland seiner Verantwortung gerecht wurde und »ehemalige Sklaven- und Zwangsarbeiter sowie andere Opfer des Nationalsozialismus« entschädigte. Im Jahre 2001 begann die eigens zu diesem Zweck gegründete Bundesstiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) mit der Auszahlung von Geldern an Betroffene. Im Jahre 2007 waren die Zahlun...

ndPlusRené Heilig

Keine Hilfe für Gedenkstätte in Sobibor

Wegen Geldmangels muss die Gedenkstätte für die von den Nazis in Sobibor ermordeten 250 000 Juden aus vielen Ländern Europas schließen, meldete ND Anfang Juni. Sobibor war eines der von den deutschen Okkupanten im besetzen Polen errichteten Vernichtungslager. Über die dort verübten Verbrechen wurde jüngst beim Prozess in München gegen John Demjanjuk, der in Sobibor Helfer der SS war, berichtet. Di...

ndPlusMarian Krüger

Extremismusklausel soll kippen

Seit Beginn 2011 müssen Vereine, die Mittel aus Bundesprogrammen gegen Rechtsextremismus erhalten wollen, eine sogenannte Demokratieerklärung unterschreiben. Darin sollen sie nicht nur ein Bekenntnis zur »freiheitlich-demokratischen Grundordnung« abgeben, sondern sich auch verpflichten, nur mit Partnern zu kooperieren, die sich der FDGO verpflichtet fühlen. Dabei werden die Vereine ausdrücklich da...

Katja Herzberg

Aktionsplan mit Worthülsen

Seit Anfang 2009 ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland in Kraft. Doch bis jetzt hat sich für die Betroffenen wenig getan. Nach Meinung mehrerer Verbände ändert daran auch der gestern vorgestellte Aktionsplan der Bundesregierung kaum etwas.

»Das kann die Feuerwehr bereinigen«

»Das kann die Feuerwehr bereinigen«

ND: Herr Schmidt, in Mecklenburg-Vorpommern streitet die Politik über die Gefährlichkeit von Transporten noch nicht abgebrannter Kernbrennelemente, die offenbar seit langem über den Rostocker Hafen transportiert werden, ohne dass jemand davon gewusst haben will. Was sagt der Experte dazu?Schmidt: Im Normalbetrieb ist der Transport solcher unbestrahlter Brennstäbe vergleichsweise harmlos. Auch an n...

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»Partnerschaft« unter Ungleichen

Die Bundesregierung hat erstmals ein Afrika-Konzept vorgelegt. Die Zusammenarbeit mit Afrika solle mehr umfassen als Krisenbewältigung und Entwicklungszusammenarbeit, heißt es in dem 29-seitigen Papier, das am Mittwoch im Kabinett verabschiedet wurde.

ndPlusFabian Lambeck

Fronten in Stuttgart bleiben verhärtet

Die Bahn hat nach zweimonatiger Pause die Arbeiten am Milliardenprojekt Stuttgart 21 wieder aufgenommen. Dagegen protestierten erstaunlich wenige Menschen. Währenddessen drohte Bahnchef Grube mit Klage. Einen von den S21-Gegnern geforderten Baustopp bis Herbst lehnt das Staatsunternehmen kategorisch ab.

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Katalanisches Regionalparlament blockiert

Neue Proteste gegen Einsparungen in Spanien: Mehr als 2000 Demonstranten haben am Mittwoch in Barcelona die Zufahrten zum katalanischen Regionalparlament blockiert.

US-Kongress macht Druck auf Obama

Washington (dpa/ND). Der US-Kongress setzt Präsident Barack Obama wegen des US-Militärengagements in Libyen immer stärker unter Druck. Der republikanische Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, forderte Obama in einem Brief auf, bis zum Freitag rechtlich zu begründen, warum er sich beim Kongress bisher keine Genehmigung für den andauernden Einsatz in Libyen eingeholt habe. Boehner verwies...

Israel bereit zu neuen Libanon-Gesprächen

Israels Regierung hat überraschend ihre Bereitschaft zu Friedensverhandlungen mit Libanon angekündigt. Der Anerkennung eines unabhängigen Palästinenserstaates setzt sie indes weiter massiven Widerstand entgegen.

Tausende bejubeln Assad – Tausende fliehen

Während in Damaskus Tausende Demonstranten ihre Unterstützung für die Regierung von Präsident Assad demonstrierten, soll die syrische Armee in weitere Gebiete des Landes vorgestoßen sein, um Regimegegner niederzuzwingen.

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ndPlusGábor Kerényi, Budapest

Viktor Orbáns »dunkles Gesicht«

Die Bürger der EU-Nachbarstaaten Ungarn und Slowakei leben im besten Frieden mit- und nebeneinander, ihre Politiker aber sorgen regelmäßig für Spannungen. Zuletzt trat Ungarns Parlamentspräsident Laszló Kövér wieder einmal als »dunkleres, jedoch aufrichtigeres Gesicht« seines Regierungschefs Viktor Orbán auf den Plan. So formulierte es jedenfalls die slowakische liberale Zeitung »Sme«.

Gerhard Dilger, Porto Alegre

Brasiliens schwierige Diktaturaufarbeitung

Der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff ist der Koalitionsfrieden wichtiger als die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur, die zwischen 1964 und 1985 in ihrem Lande herrschte.

ndPlusDetlef D. Pries

Streit am Kambodscha-Tribunal

Am Kambodscha-Tribunal, das über Hauptverantwortliche des mörderischen Pol-Pot-Regimes (1975-79) richtet, steht der zweite Prozess unmittelbar bevor. Am 27. Juni soll der wichtigste, zweifellos aber auch der schwierigste Prozess beginnen. Indessen scheint sich das Tribunal im Streit um »Fall 003« aufzureiben.

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Produktion bei Saab steht still

Stockholm (dpa/ND). Der vom Aus bedrohte Autohersteller Saab kämpft mit Schulden bei Lieferanten und will den wegen ausgebliebener Lieferungen ausgelösten Produktionsrückstand durch Halbierung der Sommerferien aufholen. Unternehmenssprecherin Gunnilla Gustavs sagte der Nachrichtenagentur dpa: »Wir tun alles Erdenkliche, um die Produktion schnellstmöglich wieder in Gang zu bekommen.« Gustavs wol...

Gebäudereinigerinnen machen Druck

Leipzig (ND-Meyer). Am »Tag der Gebäudereinigung« bekräftigte die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ihre Forderungen für die laufende Tarifrunde Gebäudereinigung. Für die rund 800 000 Gebäudereinigerinnen und -reiniger fordert die IG BAU ab dem 1. Januar ein Plus von 60 Cent pro Stunde für die Innenreinigung und für die Glas- und Fassadenreinigung einen 80 Cent höheren Mindestlohn im Westen...

Schäuble streitet mit der EZB

Brüssel/Paris (Agenturen/ND). Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Griechenlandhilfen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag den designierten Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zu einem Gespräch in Berlin empfangen. Die Begegnung solle »dem vertieften gegenseitigen Kennenlernen« dienen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Thema s...

Teuer und höchst gefährlich
ndPlusSilvia Ottow

Teuer und höchst gefährlich

Suchtverstärkende Schlafmittel für Alkoholabhängige, Antibabypillen mit erhöhter Thrombosegefahr oder starke Beruhigungsmittel für Demenzkranke, die deren Sterblichkeitsrisiko vergrößern – die drei Trends fand der Arzneimittelreport 2011 der BARMER GEK heraus. Tausende Versicherte sind folglich bei der Wahl ihrer Medikamente schlecht beraten.Sogar der Pharmakologe Prof. Gerd Glaeske von der ...

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STARporträt

STARporträt

Als beste Freundin von Darcy (Kate Hudson) hat die US-amerikanische Schauspielerin jetzt in »Fremd Fischen« ihre erste große Hauptrolle. Vor der Kamera steht Ginnifer Goodwin (Foto: dpa), geboren am 22. Mai 1978 in Memphis/Tennessee, allerdings schon seit zehn Jahren. Nach Ausbildung an einer College-Theatergruppe, Studium an der Boston University und Besuch der London Academy of Music and Drama t...

ndPlusCaroline M. Buck

Flucht in den Wald

Der französische Vater der neunjährigen Yuki (Hippolyte Girardot) wird von seiner japanischen Ehefrau verlassen. Yuki (Noë Sampy) erfährt von der drohenden Trennung ihrer Eltern, als gerade die langen französischen Sommerferien beginnen und sie voller Vorfreude Pläne schmiedet, mit ihrer gleichaltrigen, aber sehr viel extrovertierteren besten Freundin Nina (Arielle Moutel) und deren Familie in die...

Caroline M. Buck

Sex, Drugs und der große Knall

Studentenleben in Kalifornien, das heißt im Kino meist Sex, Drugs und Surfer-Typen, ein bisschen Filmgeschichte vielleicht, etwas selbstgebastelte Kunst, ziemlich viel Ausprobieren fürs Leben, im Hörsaal, im Bett, in der Mensa, auf dem Campusrasen und der nächsten Party. Sex, Drugs und Teenie-Typen (wenn auch nicht immer Surfer) sind auch das wiederkehrende Thema von Filmemacher Gregg Araki, einst...

Kira Taszman

Unbegreiflichkeit der Schöpfung

Was bedeutet das Leben eines Menschen? Was ist es wert, gemessen an beständigeren Lebensformen oder gar an der Unendlichkeit des Universums? Ist unser Dasein nur ein kurz aufflackerndes Licht, das sofort wieder erlischt? Mit dem Bild einer brennenden Kerze beginnt und endet der neue Film von Regie-Guru Terrence Malick. In den zweieinhalb Stunden dazwischen passiert ein Menschenleben Revue und parallel dazu wird – so weit hergeholt wie nahe liegend – die Entstehung des Kosmos illustriert.

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Kinder putzen Karies besser weg

(dpa). Exakt die Hälfte der Schulkinder und drei Viertel der Kindergartenkinder sind in Berlin mittlerweile kariesfrei. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Mundgesundheit hervor, den die Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch veröffentlichte. Im Schuljahr 2009/2010 wurden dazu mehr als 200 000 Kinder untersucht. Dem Bundestrend folgend, wird die Mundgesundheit des Berliner Jungen und Mädch...

LINKE ist für Schulbegehren

(dpa). Die LINKE unterstützt das Volksbegehren für bessere Grundschulen und mehr Hortplätze. Das habe der Landesvorstand beschlossen, teilte LINKE-Chef Klaus Lederer am Mittwoch mit. Die LINKE halte daran fest, dass das Recht auf eine Ganztagsförderung für alle Grundschulkinder umgesetzt werde. »Auch wenn wir in Details eine andere Auffassung haben, kommt es gerade nach der gescheiterten Einigung ...

Mode ohne Mahnmal

Es war ein zähes aber erstklassiges Ringen gegen zweitklassige Laufstege – nun endlich wird jenes Bürger-Engagement auch sichtbar mit Erfolg gekrönt: Die Fashion Week findet nicht mehr am Bebelplatz statt. Die dritte Designer- und Promigarde muss sich in Zukunft zum Tête-à-tête im Blitzlichtgewitter am Brandenburger Tor treffen. Endlich also müssen Andächtige und Touristen am Bebelplatz nicht mehr...

Ermittlungsende im Fall Hamade

(epd). Die Staatsanwaltschaft Berlin hat im Fall um den Tod eines 32-Jährigen vor über einem Jahr die Ermittlungen gegen Polizisten wegen Körperverletzung eingestellt. Dies bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Die Familie des Opfers Slieman Hamade kündigte an, ein Klageerzwingungsverfahren anzustrengen, wie es in einer Pressemitteilung eines Unterstützerkreises h...

BVG will schwarze Zahlen bis 2016

(dpa). Die hoch verschuldeten Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen in fünf Jahren schwarze Zahlen schreiben. Für 2016 peilt das landeseigene Unternehmen ein Plus von zwei Millionen Euro an, wie Vorstandschefin Sigrid Evelyn Nikutta am Mittwoch sagte. Sie will durch mehr Fahrgäste und höhere Fahrpreise die Einnahmen jedes Jahr um drei Prozent steigern. »Dadurch werden wir auf den grünen Zweig kom...

Sozialmieten werden abgefedert
Sonja Vogel

Sozialmieten werden abgefedert

Der Ausschuss für Wohnen und Bauen des Abgeordnetenhauses stimmte gestern für das umstrittene Wohnraumgesetz. Noch im Juni soll es vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden. Zwar wurde der ursprünglich vom rot-roten Senat vorgelegte Gesetzentwurf nach breiter Kritik überarbeitet – die Kritik aber reißt nicht ab.

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Götterfiguren als Publikumsmagnet

(epd). Die aus tausenden Bruchstücken zusammengesetzten Götterfiguren im Berliner Pergamonmuseum sind ein Publikumsmagnet. Ein halbes Jahr nach Eröffnung der Ausstellung »Die geretteten Götter aus dem Palast vom Tell Halaf« begrüßte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, die Studenten Lena Stoltefuß (22) und Robin Verfürth (23) aus Dortmund als 500 000. Besucher...

Bagger am Kunsthaus Tacheles

(dpa). Der Streit um das Berliner Kunsthaus Tacheles geht in eine neue Runde. Am Mittwochmorgen sind dort nach Angaben der Polizei Bagger vorgefahren. Sie sollten einen Teil des Komplexes, den sogenannten Hüttenmarkt, abreißen, sagte eine Polizeisprecherin. Einige Tacheles-Aktivisten sprachen von Hausfriedensbruch. »Die Hütten gehören nicht einzelnen Personen. Das ist Kollektivbesitz«, sagte Anwal...

Künstlerbund kritisiert Stadtplanung

(ND). Der Berufsverband Bildender Künstler Berlin (bbk) hat anlässlich des aktuellen Mietspiegels die Berliner Wohnungsmarktpolitik kritisiert. Die Zahlen belegten, dass auch in Bestandsmietverhältnissen innerhalb des Berliner Stadtgebiets drastische Mietsteigerungen vollzogen würden. Das bezeichnete der Vorsitzende des bbk, Herbert Mondry, gestern als »kulturpolitisches Alarmsignal«. Der Regieren...

Kilian Klenze

Geknetete Persönlichkeit

Im Juli 1914 hatte Heinrich Mann seinen Roman »Der Untertan« beendet, jene beißende Satire auf die erwünschte Unterordnung im wilhelminischen Deutschland. Nicht nur Lob erntete er damit, hatte er doch treffend den Geist der Zeit eingefangen. Wohin die Unterwürfigkeit führte, zeigte der Hurrapatriotismus, mit dem die Jugend in den unmittelbar nach Fertigstellung des Buchs ausbrechenden Weltkrieg zo...

Volkmar Draeger

Gewalt und Begehren

Das Verhältnis zwischen Zuschauer und Akteur ist so vielfältig, wie es die Zuschauer sind. Jeder erwartet etwas und jeder etwas anderes, und alle wollen unterhalten sein. Mancher fühlt sich wohl, wenn er aktiver Teil des Vorgeführten sein darf, und hat im Extremfall die Lacher auf seiner Seite. Anderen wieder ist es peinlich, auf eine Bühne zu müssen, sich dort produzieren zu sollen. Nicht jeder b...

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50 Texte gegen Kuba-Blockade

(ND-Ariane Mann). Mit einer spektakulären Aktion möchte die Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba (FBK) e.V. auf die nun schon 50 Jahre dauernde Wirtschaftsblockade, die die USA über Kuba verhängt hat, aufmerksam machen. Auf einer Bühne am Pariser Platz werden am Sonnabend Politiker, Künstler, Fotografen, Journalisten, Wissenschaftler, Liedermacher und Freunde Kubas in unmittelbarer Nähe zur Ameri...

Betrogen um den Abi-Ball

(dpa). Hunderte Abiturienten sind von einer Berliner Party-Agentur betrogen worden und können in diesem Jahr keinen Abi-Ball feiern. Mittlerweile sind mindestens 15 Schulen in Berlin und drei in Brandenburg betroffen. »Der Fall zieht weitere Kreise«, sagte der Berliner Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Mittwoch. Die Schüler seien um insgesamt mehr als 150 000 Euro betrogen worden. Die Veranstalt...

Streit um Gutachten über Stasi-Kontakte

Die brandenburgische Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit tagt in knapp 14 Tagen. Dann steht ein Gutachten zur Debatte, das ein 20 Jahre zurückliegendes Kapitel beleuchten soll: die Stasi-Kontakte von Abgeordneten im ersten Landtag des Bundeslandes.

ndPlusWolfgang Weiß

Jubiläumsfest in der Altstadt

Für Treptow-Köpenicks Bürgermeisterin Gabriele Schöttler (SPD) wird es wohl einer der letzten repräsentativen Auftritte ihrer Amtszeit sein, wenn sie an diesem Freitag das 50. Volksfest Köpenicker Sommer offiziell eröffnet. Die Kommunalpolitikerin, die nach den Wahlen im Herbst nicht mehr antreten will, führt auf der Schlossinsel den traditionellen Fassbieranstich aus. Unterstützt wird sie vom Hau...

Rainer Funke

Den Namen zurückgeben

Ein digitales Gedenkbuch mit den Namen von mehr als 3100 Wuppertaler Nazi-Opfern ist seit einiger Zeit im Internet einsehbar. Die Liste ist nicht vollständig, und die Todesdaten und vor allem die Todesursachen sind oft von den Mördern und ihren Bürokraten gefälscht worden. Jetzt hoffen die Initiatoren des Gedenkbuches auf weitere Hinweise zur Vervollständigung ihrer Arbeit.

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Hilpert weiter in U-Haft

Potsdam/Werder (Havel) (dpa). Der wegen Betrugsverdachts inhaftierte Betreiber eines Luxushotels in Werder (Havel) bleibt weiter in Untersuchungshaft. An der Anklageerhebung werde zügig gearbeitet, sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Helmut Lange, am Mittwoch auf Anfrage. »Es wird noch eine gewisse Zeit dauern.« Das Verfahren sei sehr kompliziert.Gegen Axel Hilpert, den 63-jährige...

Japaner streichen Europa-Reise

Rothenburg ob der Tauber (dpa/ND). Viele Japaner streichen oder verschieben nach jüngsten Erfahrungen der Stadt Rothenburg ob der Tauber wegen der Tsunami-Katastrophe ihre ursprünglich geplante Europa-Reise. Nach einem Boom im Januar und Februar deute sich für das Frühjahr ein deutlicher Rückgang japanischer Gästeübernachtungen an, berichtete Johann Kempter von der Rothenburger Tourismus GmbH in e...

Gespräche mit der JCC

Leipzig (dpa/ND). Im Streit um die Rückgabe der altägyptischen Steindorff-Sammlung sucht die Universität Leipzig jetzt das Gespräch mit der Jewish Claims Conference (JCC). »Wir hoffen auf eine gütliche, gute Einigung«, sagte der Kustos des zur Hochschule gehörenden Ägyptischen Museums, Dietrich Raue, am Mittwoch. »Unser Planziel ist, dass die Sammlung bei uns im Haus bleibt.« Die Gespräche mit der...

Landtag: Disput über direkte Demokratie

Potsdam (dpa). Die Brandenburger sollen sich nach Vorstellungen der Grünen künftig einfacher per Bürgerbegehren in politische Entscheidungen einmischen können. Im Potsdamer Landtag diskutierten am Mittwoch Experten über einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen im Innen- und Hauptausschuss. Während Vertreter von Städten, Gemeinden und Landkreisen die bestehenden Möglichkeiten al...

Frankenbund kritisiert Kult um Ludwig II.

Weidenberg (dpa/ND). Der Fränkische Bund hat den Kult um Bayerns »Märchenkönig« Ludwig II. kritisiert. Für die Region Franken habe das Hause Wittelsbach, dem der »Kini« entstammte, nicht viel Gutes gebracht. Würzburg und Bamberg seien jahrhundertelang nicht von der Königsfamilie kultiviert und geprägt worden, sondern von der katholischen Kirche, sagte Vorstandsmitglied Joachim Kalb am Dienstag. Am...

ndPlusHaiko Prengel, dpa

Je näher an Berlin, desto teurer die Mieten

Die Schere öffnet sich weiter: Im »Speckgürtel« um Berlin werden zunehmend alteingesessene Mieter verdrängt, in der Provinz dagegen stehen viele Wohnungen leer. Brandenburgs Mieterbund fordert ein Eingreifen der Politik – auch zugunsten des sozialen Wohnungsbaus.

ndPlusRonald Bahlburg, dpa

Von Eierlotto bis Hammelkegeln

Landleben hautnah erkunden – dazu lädt am kommenden Wochenende wieder die brandenburgische Landpartie ein. Dieses Mal öffnen knapp 260 Bauernhöfe, Agrar- und Fischereibetriebe, Gärtnereien oder auch Kultureinrichtungen für Besucher ihre Türen, wie die Veranstalter am Mittwoch in Potsdam mitteilten.Möglichst viele Brandenburger und Berliner sollten die Gelegenheit ergreifen, um sich über die ...

ndPlusThomas Biskupek

Wo einst Marx nach Karlsbad reiste

Für die Brache rund um Leipzigs historischen Bayerischen Bahnhof wurde endlich ein Gestaltungskonzept entwickelt. Es soll das ganze südliche Stadtgebiet aufwerten.

Wilfried Neiße

Unter Rot-Rot brummt die Wirtschaft

»Die Kurve der wirtschaftlichen Entwicklung Brandenburgs zeigt nach der Krisenzeit wieder nach oben.« Das erklärte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE), als er gestern in Potsdam den »Wirtschaftsbericht 2010« präsentierte. Das vergangene Jahr sei gekennzeichnet gewesen von einer boomenden Wirtschaftsförderung, steigenden Investorenzahlen und einer wachsenden Zahl von Arbeitsplätzen.Der Wi...

ndPlusBritta Schultejahns und David Kluthe, dpa

Kultkneipe oder Saufbude

In Berlin gibt es die Diskussion seit Jahren, in Hamburg sowieso, und jetzt hat die Gentrifizierungsdebatte um die Umgestaltung ganzer Stadtviertel auch die bayerische Landeshauptstadt erreicht. In ihrem Mittelpunkt steht die Münchner Kultkneipe »Schwabinger 7«.

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Auf geteilter Insel eine Filiale

Das Goethe-Institut hat auf der geteilten Mittelmeerinsel Zypern seine 150. Filiale eröffnet. Das auf der Trennlinie zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil Nikosias gelegene Institut will sich vor allem für kulturelles und gesellschaftliches Zusammenleben einsetzen. Goethe-Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann sagte vor der feierlichen Eröffnung am Dienstagabend, die Rückkehr des deut...

Im Zwischenreich

Im Zwischenreich

Seine Zeit begann im kurzen Lichtjahr von Theorie zur Praxis. Mit Alexander Kluge und anderen verfasste Peter Schamoni (Foto: dpa) jenes Oberhausener Manifest, das Anfang der Sechziger den deutschen Autorenfilm begründete und die bieder umzäunten Festlegungen des UFA-alten Erzählkinos in den Fluss der sich ewig überschneidenden Dinge warf. Kino als bildhaftes Denken. Puzzle-Poesie.Was Schamoni (»S...

Auf Rügen und im Regiment
ndPlusHenry-Martin Klemt

Auf Rügen und im Regiment

Es ist der Sinn der Wege anzukommen/ und sich in Erde wieder zu verwandeln«, schrieb Walter Flegel in einem seiner Rügen-Gedichte. Ein Insulaner aus Passion. Leidenschaft, die er hegte, für die Stille, die Landschaft, die zehrende Mühe der Fischer und Bauern. »Wenn ich die Stille suche,/ geh ich zu den Weiden,/ den Heimwehbäumen meines Lebens«. Leidenschaftlich habe ich den 1934 geborenen Sohn ein...

Irene Constantin

Im Bunker

Eine Schwadron Besenweiber tut so, als ob sie Blutflecken von einer Betonwand schrubbt. Das Orchester hatte sie mit lauen Takten zu diesem durchaus harmlosen Hexen-Tun eingestimmt. An dieser Stelle war es also noch keineswegs ausgemacht, ob die Berliner Einstudierung der seit 13 Jahren erprobten Kölner »Macbeth«-Produktion wirklich einen großen oder doch nur mittleren Abend ergeben würde. Am En...

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Werner Jung

Detekteien der Gegenwart

Was ist das nun für ein Buch, das Richard Kämmerlings (Jg. 1969), Leitender Redakteur im Feuilleton der »Welt« und »Welt am Sonntag« seit 2010, da geschrieben hat? Der Titel verheißt immerhin Großes, und der Untertitel deutet an, dass hier dem Leser eine Art Überblick über die zurückliegenden zwanzig Jahre deutschsprachiger Literatur geboten wird. Einmal abgesehen davon, dass – mit Hegel – bekannt...

ndPlusIrmtraud Gutschke

Hausgemeinschaft in der Hafenstraße

Mit einem Hoffest beginnt der Roman. Gut gelaunt sitzen die Hausbewohner beisammen, und wir lernen sie alle kennen: ganz verschiedene Leute aus unterschiedlichsten Verhältnissen. Die haben, wie wir bald erfahren werden, auch einmal einen kleinen Streit miteinander, halten aber sonst auf eine Weise zusammen, dass ich staune, zumal sich das Haus nicht in Frankfurt (Oder), sondern in Frankfurt (Main)...

Wolfgang Hübner

Die Seilschaft

Ein Historiker wird tot im Bundesarchiv gefunden, nachdem er kurz zuvor noch einem Kollegen gegenüber Andeutungen über brisante Rechercheergebnisse gemacht hatte. Dieser Kollege ist rein zufällig Josef Maria Stachelmann, der schon in fünf Büchern von Christian von Ditfurth mit sich selbst, seinem privaten Glück, seinem Rheumatismus, seiner akademischen Karriere und allen möglichen anderen Unbilden...

Seite 17
Entlarvend

Entlarvend

Zwei Wochen vor dem Überfall auf die UdSSR war der »Kommissarbefehl« erlassen: »Die Urheber barbarisch asiatischer Kampfmethoden sind die politischen Kommissare. Gegen diese muss daher sofort und ohne weiteres mit aller Schärfe vorgegangen werden.« Ein druckfrischer Band dokumentiert die Verbrechen in der Sowjetunion: Erschießungen, Plünderungen, Brandschatzung. Die Fotos stammen von deutschen Pro...

Leseprobe

Deutsche Soldaten sind wieder an völkerrechtswidrigen Aggressionskriegen beteiligt, zum Beispiel in Afghanistan, vorher in Jugoslawien. Nach wie vor werden die Lehren aus der deutschen Geschichte mit ihrem tiefen historischen Einschnitt vom 8. Mai 1945 missachtet. Angebliche »Bündnisverpflichtungen« ersetzen die gebotene Zurückhaltung bei grundgesetzwidrigen Militäraktionen. Verbergen sich hinter ...

Harald Loch

Kinder wie Greise

Welche Jahrestage sollen wir begehen? Können inzwischen auch die meisten Deutschen den 8. oder 9. Mai als Datum der Befreiung feiern, bleibt der Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion ein »Erinnerungsort« an millionenfachen Tod und das Überschreiten sämtlicher zivilisatorischer Schranken, an die sich kriegführende Staaten bis zu jenem 21. Juni 1941 gebunden fühlten. Vor ...

Kurt Pätzold

Verwischte Spuren bloßgelegt

Einer aus der Avantgarde der deutschen Militärhistoriker hat sich nunmehr erneut auf die historische Spur gesetzt, die zum 22. Juni 1941 führt. Diese ist zum einen deshalb undeutlich, weil nicht jeder Schritt zum Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion scharfe Trittsiegel hinterlassen hat, also unzweifelhaft dokumentiert ist. Denn von den Erwägungen Hitlers und den Begegnungen und Besprechungen,...

Seite 19

Brink und Reckermann in 2. Runde

Auf ihrem Weg zur Titelverteidigung haben Julius Brink und Jonas Reckermann bei der Beachvolleyball-WM den Sprung in die nächste Runde geschafft. Sie zogen am Mittwoch in Rom mit einem 2:0 (21:17, 21:13) gegen die Schweizer Patrick Heuscher und Jefferson Bellaguarda vorzeitig in die K.o-Runde ein.Im Feld der besten 32 stehen mit Katrin Holtwick/Ilka Semmler, Jana Köhler/Julia Sude, Geeske Banck/An...

Norwegen ist aufgewacht

Norwegens Fußballerinnen waren bisher bei jeder WM dabei, und auch diesmal spazierten sie mit sieben Siegen und einem Remis durch die Qualifikation. Nach mehreren Jahren im Mittelmaß glaubt Teamkapitän INGVILD STENSLAND an eine Rückkehr zu alten Erfolgen. Mit der 29-jährigen Spielmacherin vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon sprach MARK WOLTER.

ndPlusOliver Händler

Nur noch ein Sieg in der Hölle

Zwei Eimer Konfetti standen bereit für die Feier des Meisters, doch sie blieben ungeöffnet. Alba Berlin hat in der Heimarena am Ostbahnhof die Krönung der Brose Baskets Bamberg zum deutschen Basketballmeister vorerst verhindert. Mit dem Rücken zur Wand fegten die Berliner den Titelverteidiger mit 87:67 (44:37) vom Feld und glichen in der Finalserie zum 2:2 aus. Um am Ende einer wackeligen Saison m...

Jürgen Holz

Auf WM-Normjagd

Für die deutschen Leichtathleten brechen mit Blick auf die WM (27. August bis 4. September) im sükoreanischen Daegu die entscheidenden Wochen an. Dabei stehen in der Rangfolge der Nominierungswettkämpfe für die WM die deutschen Meisterschaften (23. und 24. Juli) in Kassel ganz oben an. Denn die Meister werden bei grundsätzlich einmaliger Erfüllung der vom Deutschen Leichtathletik-Verband festgeleg...

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Gigantische Massemonster in den Tiefen des Alls

Weit in den Tiefen des Alls haben Astronomen die bislang ältesten Schwarzen Löcher erspäht. Die gigantischen Massemonster sitzen versteckt im Herzen der ersten Galaxien und existierten schon weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall, wie die Forscher im britischen Fachjournal »Nature« berichten. Heute ist das Universum rund 13,7 Milliarden Jahre alt.Wegen der enormen Entfernung ist das Lic...

Boxen war die einzige Alternative

Sie sind die Aushängeschilder der Ukraine: Die Boxer Vitali (39) und Wladimir Klitschko (35) wechselten nach kurzen Karrieren als Amateurboxer ins Profilager. Vitali gewann 42 von 44 Kämpfen, Wladimir 55 von 58. Beide wurden durchs Boxen reich und berühmt. Ab heute läuft im Kino der Dokumentarfilm »Klitschko«, in dem Regisseur Sebastian Dehnhardt die Lebensgeschichte der Brüder erzählt. ND traf die Boxer zum Gespräch.