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Die Geschichte einer Ohrfeige

Die Geschichte einer Ohrfeige

Im nachfolgend Tondokument stellen wir Ihnen mit freundlicher Genehmigung von Christel Priemer und Ulrich Sander vom VVN/BdA Nordrhein-Westfalen die Rede »Der Fall K« von Beate Klarsfeld aus dem Jahre 1968 zur Verfügung. Beate Klarsfeld ohrfeigte am 7. November 1968 den damaligen Bundeskanzler Kiesinger auf dem CDU-Parteitag wegen seiner NS-Vergangenheit. In »Der Fall K« erklärte die Bundespräside...

Unten links

Die Erfindung des wasserdichten Laubfroschs hat der liebe Gott damals gleich in der ersten Woche erledigt; auch der wasserdichte Badewannenstöpsel ist schon seit Längerem erhältlich und am wasserdichten Cheeseburger wird geforscht. Nun hat Angela Merkel auf der Computermesse Cebit einen Minicomputer ins Wasser geworfen - den wasserdichten I-Pad. Ein Gerät für finale Katastrophen - man kann damit n...

Tag der Parolen

Sicher, wir haben eine Bundeskanzlerin, eine junge Familienministerin, eine Arbeitsministerin. Frauen haben die besseren Schulabschlüsse und sind in allen Berufen vertreten. Aus Parlamenten, Gewerkschaften, Parteien und Organisationen ertönen jedes Jahr zum 8. März die gleichen Bekenntnisse zur Gleichstellung und die gleichen Parolen zur Überwindung unterschiedlicher Bezahlung und für mehr Frauen ...

Kurt Stenger

Pakt mit dem Sparzwang

Die Bundesregierung hat die Ratifizierung des EU-Fiskalpaktes auf den Weg gebracht. Nun ist die Opposition am Zug.

Romney kann Santorum nicht abhängen

Im Vorwahlmarathon der Republikaner hat der »Super Tuesday« in den USA keine eindeutige Klärung der Kandidatenfrage gebracht. Entgegen den Erwartungen der Parteiführung, die im November Ex-Gouverneur Mitt Romney gegen Barack Obama ins Rennen um das Weiße Haus schicken will, konnte sich der Multimillionär von seinen Verfolgern nicht absetzen. Von den zehn Bundesstaaten, die am Dienstag zu partei...

Frauen in der zweiten Reihe

Frauen stellen zwar mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Das ändert aber nichts daran, dass sie in vielen Belangen benachteiligt sind: ob beim Zugang zu Land oder Bildung im Süden oder beim Lohn für gleiche Arbeit selbst in wohlhabenden Industrieländern wie Deutschland. Reale Gleichberechtigung bleibt eine Utopie.

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Babyboom im Bundestag

Babyboom im Bundestag

In dieser Woche läuft der Härtetest für unsere Tochter und mich: Zum ersten Mal, seit sie im November geboren wurde, nehme ich an einer Sitzungswoche im Bundestag teil. Ein Vierteljahr habe ich mich aus der Politik zurückgezogen, um die Zeit mit der Kleinen zu genießen. Ich hätte das gern noch verlängert, aber als Abgeordnete habe ich kein Recht auf ein Babyjahr. Nun muss die Arbeit völlig neu...

Weg mit den Minijobs! Keine Flexiquote!

Weg mit den Minijobs! Keine Flexiquote!

MARLIES BROUWERS (CDU) steht an der Spitze des Deutschen Frauenrates, einer Nichtregierungsorganisation, die über 50 Frauenorganisationen vertritt. Die Lobby engagiert sich vor allem für Geschlechtergerechtigkeit. Mit der 53-jährigen selbstständigen Diplomingenieurin und Mutter zweier erwachsener Kinder sprach SILVIA OTTOW über die diesjährige Frauentagsbilanz.

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Gemeinsam durch Freud und Leid

Als ich ein Jahr lang allein gearbeitet hatte, stellte ich fest, dass ich mich lieber mit anderen zusammen weiterentwickeln und gemeinsame Entscheidungen treffen möchte. Sich gemeinsam freuen und gemeinsam Leid ertragen, das finde ich besser.

Asyl für Verfolgte

Asyl für Verfolgte

Vor einigen Tagen erhielt ich den Ablehnungsbescheid im Asylverfahren einer kurdischen Frau. Sie flüchtete mit drei kleinen Kindern und einer erwachsenen Tochter nach Deutschland. Einer ihrer Söhne war als PKK-Kämpfer ums Leben gekommen. Schon vorher hatte sich diese Familie für die Rechte der Kurden in der Türkei eingesetzt und wurde von staatlicher Seite verfolgt. Nach dem Tod des Sohnes ist...

Sexarbeit mit Philosophie

Seit sieben Jahren bin ich als Sexarbeiterin in einem Schweizer Bordell tätig und lebe auch davon. Derzeit schließe ich mein Philosophiestudium ab. Aus Neugier fing ich mit dem Job an, er gefiel mir, also bin ich dabei geblieben. Es hängt natürlich davon ab, was für Kunden ich habe, aber im Allgemeinen macht mir mein Job Spaß. Den Begriff »Sexarbeiterin« verwende ich, um zu unterstreichen, dass...

Köpfchen mit Seele

Köpfchen mit Seele

Mir reicht es. Ich habe gerade gekündigt. Die großen Handelskonzerne in Deutschland brauchen solche Frauen wie mich eigentlich gar nicht. Da kommst Du von der Uni, hast Internationale Wirtschaftswissenschaften studiert, promoviert und vier Sprachen gelernt, hast in Belgien, der Schweiz und Frankreich gearbeitet, Erfahrungen in großen Unternehmen gesammelt und was machst Du damit? Du fragst gan...

Talkerin im Nebenjob

Talkerin im Nebenjob

Vor ein paar Tagen hat schon wieder der RBB angerufen, ob ich in eine Talkshow kommen kann. Aber dieses Mal habe ich abgesagt. Seit ich vor ein paar Jahren das erste Mal in einem Film aufgetreten bin und erzählt habe, dass ich mir nicht zu schade bin, Pfandflaschen aufzusammeln, stand ja das Telefon nicht mehr still. Immer wieder habe ich über mein Leben erzählt, im SWF, im RBB, bei Sandra Maischb...

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Falsches Signal

Das Finanzministerium plant laut eines Entwurfs, die bisherige Steuerfreiheit für Wehrdienstleistende und Bundesfreiwillige zu streichen. In der Praxis dürfte dieser Entschluss für die wenigsten Betroffenen Konsequenzen haben. So erhalten »Bufdis« derzeit ein maximales Taschengeld von 336 Euro monatlich. Zu wenig, um allein damit den jährlichen Grundfreibetrag von 8004 Euro auszuschöpfen. Aller...

Noch keine Entscheidung

Siege in sechs von zehn Bundesstaaten bei den Vorwahlen am sogenannten »Super-Dienstag«, inzwischen mehr als doppelt so viele Delegierte für den Nominierungsparteitag im August - und doch kann der aussichtsreichste konservative Präsidentschaftsbewerber noch immer nicht entspannen. Obwohl Mitt Romney im Vergleich zu seinen Kontrahenten ein Vielfaches an Wahlkampfgeldern ausgab, fiel etwa sein Erfol...

Zwickmühle

SPD und Grünen scheint es gelungen zu sein, die Bundeskanzlerin in eine Zwickmühle zu manövrieren. Sollte Angela Merkel bei den anstehenden Verhandlungen über die Zustimmung der beiden Oppositionsparteien zum europäischen Fiskalpakt die rot-grünen Forderungen nach einer Finanztransaktionssteuer ablehnen, ist die Ratifizierung des Fiskalpakts unsicher. Wenn Merkel den Sozialdemokraten und den Grüne...

Herr der Wetten

Knapp drei Jahre nach dem Scheitern der Übernahme von Europas größtem Autobauer VW durch Porsche wurde nun gegen einen früheren Vorstand Anklage erhoben: Ex-Porsche-Finanzchef Holger Härter soll, so die Staatsanwälte, zusammen mit zwei weiteren Managern seiner Abteilung bei Verhandlungen mit einer Bank Kreditbetrug begangen haben. Das Gesetz sehe eine maximale Geldstrafe von 360 Tagessätzen oder b...

Was würde Marx sagen?

Was würde Marx sagen?

nd: Sie veröffentlichten ein Buch zu »Marx, Spinoza und die Bedingungen eines freien Gemeinwesens«. Was sind die Bedingungen für eine freie Gesellschaft?Reitter: Es müssen institutionelle Voraussetzungen dafür geschaffen sein, dass die Menschen in Freiheit tätig sein können. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre eine dieser Institutionen, ebenso der freie Zugang zu anderen Ressourcen. In Freih...

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Rücktritt von Lothar Bisky

Am Dienstag um 18.12 Uhr teilte die Pressestelle der Linksfraktion GUE/NGL im EU-Parlament den Rücktritt ihres Vorsitzenden Lothar Bisky mit. Bereits eine Stunde zuvor hatten die LINKE-Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst in Berlin ihren Respekt vor der Entscheidung Biskys bekundet.

»Die Linken sind nicht pflegeleicht«

»Die Linken sind nicht pflegeleicht«

Nach zweieinhalb Jahren an der Spitze der Linksfraktion GUE/NGL im Europaparlament gibt LOTHAR BISKY das Amt auf. Über die Gründe dafür und das Klima unter den linken Abgeordneten sprach mit ihm für »nd« UWE SATTLER.

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Uwe Kalbe

Grüne verzichten auf Klarsfeld

Die Grünen verzichten entgegen ihrer ersten Ankündigung doch auf ein Treffen mit Beate Klarsfeld, der Kandidatin der LINKEN zur Präsidentenwahl am 18. März. Der Besuch des Favoriten Joachim Gauck wiederum hinterließ bei der Linksfraktion keine übermäßige Freundlichkeit.

ndPlusRené Heilig

Aufarbeitung wird öffentlich

Der sogenannte NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages beginnt ab heute seine öffentliche Arbeit. Wie lange diese Transparenz erhalten bleibt, ist unklar. Noch beschwören alle Fraktionen, dem Wüten rechtsextremistischer Terroristen und den damit in Zusammenhang stehenden Versäumnissen der Sicherheitsbehörden einvernehmlich nachzuspüren.

Taschen leer, Schnauze voll
Marcus Meier

Taschen leer, Schnauze voll

Am Mittwoch gab es wieder Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Laut ver.di traten mehr als 70 000 Beschäftigte von Bund und Kommunen in den Ausstand. Allein in Nordrhein-Westfalen waren es 55 000. Sie fordern 6,5 Prozent mehr Lohn und zumindest in Bochum scheinen sie es ernst zu meinen - die ver.di-Basis macht Druck.

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Robert D. Meyer

Schäubles Steuerpläne stoßen auf Widerstand

Wehrdienstleistende und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst könnten nach einem Entwurf des Finanzministeriums künftig weniger Geld in der Tasche haben. Die Bezüge der Freiwilligen sollen ab kommenden Jahr besteuert werden. FDP und Opposition sehen die Pläne kritisch.

Irina Wolkowa, Moskau

Demokratie im Urnengrab

Während Putins Gegner für Sonnabend neue Proteste ankündigen, nehmen die Vorwürfe gegen den Ablauf der Präsidentenwahl zu.

ndPlusAert van Riel

Spardiktat wird verhandelt

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zum europäischen Fiskalpakt beschlossen, in dem strengere Haushaltsregeln festgeschrieben sind. Zur Ratifizierung des Gesetzes benötigt die Bundesregierung allerdings noch Stimmen aus der Opposition im Bundestag und Bundesrat.

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Sarkozy: Es gibt zu viele Ausländer

Paris (dpa/nd). Beim Kampf um seine Wiederwahl setzt der französische Präsident Nicolas Sarkozy auf eine Verschärfung der Ausländerpolitik. Bei einer Wiederwahl wolle er die Zuwanderung erschweren, erklärte er dem französischen TV-Sender France 2. Die Zahl solle von jährlich 180 000 auf 100 000 sinken. Es gebe zu viele Ausländer, meinte Sarkozy, dessen Vater einst aus Ungarn nach Frankreich ei...

Asien im Aufrüstungswind

Im Westen engt der Sparzwang die Verteidigungsbudgets ein. Länder wie China und Indien könnten die USA und Europa bald überholen.

ndPlusReiner Oschmann

Der ungeliebte Favorit

Nach dem »Super-Dienstag« ist Multimillionär Mitt Romney weiter Favorit für die Nominierung als Herausforderer Präsident Obamas bei den USA-Wahlen im November. Doch die Vorbehalte selbst bei Republikanern und die Unzufriedenheit einer weit nach rechts driftenden Partei bleiben groß - und Romneys Kontrahent Rick Santorum im Rennen.

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Immer weniger Betriebe bilden aus

München (epd/nd). Trotz des befürchteten Fachkräftemangels sinkt die Zahl der Ausbildungsbetriebe in Deutschland. 2010 hätten nur noch knapp 22,5 Prozent aller Betriebe mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Lehrlinge ausgebildet, berichtet die »Süddeutsche Zeitung« unter Berufung auf den Entwurf zum Berufsbildungsbericht 2012, den das Bundeskabinett Anfang April verabschieden wolle. ...

Rostige Fässer mit Atommüll entdeckt

Kiel (AFP/nd). In einem Atommüllzwischenlager am AKW Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind stark verrostete Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfall entdeckt worden. Das teilte der für die Atomaufsicht zuständige Landesjustizminister Emil Schmalfuß (parteilos) am Mittwoch in Kiel mit. »Unzulässige Radioaktivität« sei nicht ausgetreten, er habe aber sämtliche Arbeiten an den Fässern verbo...

Jens Mattern, Warschau

Goldene Regeln für Schiefergas

Polen sieht sich als das El Dorado des Schiefergases in Europa. Auf einer internationalen Konferenz wird hinter verschlossenen Türen über Regeln für die Förderung diskutiert.

ndPlusFabian Lambeck

Zweifel am endgültigen Ausstieg

Anlässlich des ersten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima soll es am kommenden Sonntag in Deutschland fünf Großdemonstrationen und eine 75 Kilometer lange Lichterkette geben. Neben der Erinnerung an das Unglück geht es den Anti-Atom-Initiativen um Kritik an der »unglaubwürdigen« Atom- und Energiepolitik der Bundesregierung.

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STARporträt: Michael Fassbender
R.B.

STARporträt: Michael Fassbender

Mit Steven Soderberghs »Haywire«, in dem Fassbender (Foto: dpa/ Pedersen) einen britischen Spion spielt, kommt jetzt der fünfte Film innerhalb weniger Monate mit dem neuen Star in unsere Kinos. Filme unterschiedlicher Genres, in denen er eine enorme Vielseitigkeit zeigt: Sexsüchtiger New Yorker in »Shame« (Darstellerpreis in Venedig), Psychoanalytiker Carl Gustav Jung in »Eine dunkle Begierde«, He...

Frauen, wehrt Euch!

Für einen Filmstart am Tag der Frau könnte man sich keinen besseren Film wünschen als diesen. Einen Film, der Frauen ihr Recht und eine Stimme gibt, jedenfalls stellvertretend, und der aus einem Land stammt, in dem sexuelle Belästigung, Angrapschen, physische und verbale Übergriffe an der Tagesordnung sind, wie man nicht erst seit diesem Film weiß. Einem arabischen, sprich: einem musl...

Caroline M. Buck

Gier frisst Hirn

Mit zweiundzwanzig noch bei den Eltern zu Hause, mit fünfundzwanzig Millionär, mit einunddreißig verurteilter Steuersünder, mit zweiunddreißig pleite und millionenfach verschuldet: die Karriere des Kasseler Türken Mehmet E. Göker ist steil, rauschhaft - und noch nicht zu Ende. Und damit eine ideale Vorlage für den dokumentarischen Blick von Filmemacher Klaus Stern, der schon mit »Weltmarktführer« ...

Wie viel Fantasie ...
ndPlusBodo Schönfelder

Wie viel Fantasie ...

Die Retrospektive der diesjährigen Berlinale »Die rote Traumfabrik. Meschrabpom-Film und Prometheus 1921-1936« hat einen gewichtigen Begleitband bekommen. Schon äußerlich erscheint er solide: Ansprechendes Layout, klug gewählte Abbildungen und ein klares Schriftbild laden zum Blättern und Lesen ein. Eine Sammlung von kürzeren Texten, abgerundet durch einen umfangreichen Dokumententeil und ein ausf...

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BER: Mehr Ziele und Flüge

(dpa). Der neue Großflughafen soll Berlin schon in diesem Jahr kräftigen Schub geben. Er geht mit 16 neuen Zielen an den Start. Nicht nur die beiden Marktführer am Standort, Air Berlin und Lufthansa, wollten ihr Angebot erweitern, sagte Flughafenchef Rainer Schwarz auf der Reisemesse ITB. In diesem Sommer würden vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) 172 Ziele in 50 Ländern angeflogen. Allein Air ...

Frauen oft mit Teilzeitjobs

(dpa). Ein Drittel der erwerbstätigen Frauen in Berlin und Brandenburg ist teilzeitbeschäftigt - oft mangels einer Vollzeitstelle. In Berlin lag der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen im Jahr 2010 bei 35,6 Prozent, in Brandenburg bei 32,0 Prozent, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Zum Vergleich: Bei Männern lag die Teilzeitquote im selben Zeitraum in Berlin bei 17,4 Prozent...

Nachfolger für Piening gesucht

(epd). Die Stelle des neuen Berliner Integrationsbeauftragten soll in den nächsten Tagen öffentlich ausgeschrieben werden. Ein Migrationshintergrund bei dem Nachfolger von Amtsinhaber Günter Piening sei dabei für sie »kein Muss«, sagte Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Mittwoch. Wichtig sei vielmehr, dass er oder sie in der Integrationsarbeit »auch die breite Mehrheitsgesellschaft erreich...

Soziale Frage

Kaum sind die ersten 100 Tage rum, da rappelt es kräftig in der Senatskoalition. Doch wider Erwarten nicht zwischen SPD und CDU, sondern innerhalb der Sozialdemokraten selbst. Denn trotz Ansage des Regierenden Bürgermeisters, Arbeitslose in Jobprogrammen lediglich 7,50 Euro pro Stunde zahlen zu wollen, stimmt die SPD-Fraktion für 8,50 Euro - und geht damit offen von der Fahne Klaus Wowereits. ...

ndPlusMartin Kröger und Klaus Joachim Herrmann

Streit um 8,50 Euro

In der schwarz-roten Koalition gibt es den ersten großen Krach. Nur verlaufen die Konfliktlinien nicht zwischen den Koalitionspartnern CDU und SPD, sondern zwischen SPD-Fraktion und Senat. »Unser Schwerpunkt ist, das Beschäftigungsprogramm mit echter Qualifizierung zu verbinden«, betonte gestern auf einer Pressekonferenz Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD). Und: »Der Senat liest den Koalitionsvertr...

Der dritte Weg zur Wohnung
Bernd Kammer

Der dritte Weg zur Wohnung

Eigentlich sollten sich auf der Brache am Gleisdreieck, zwischen Yorck- und Möckernstraße, schon die Kräne drehen. Doch die Tücken des Baurechts und der Bürokratie können schon mal für Verzögerungen sorgen, besonders bei einem Projekt dieser Größenordnung. 400 Wohnungen plus Gemeinschaftseinrichtungen in zehn Blöcken sollen auf dem einstigen Bahngelände gleich neben dem neuen Park am Gleisdreieck ...

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Max und Moritz

(nd). Zur Premiere des Stückes »Max und Moritz - Eine Winterreise« lädt das Gefängnistheater aufBruch der Jugendstrafanstalt Berlin am 12. März. Die Inszenierung ist der Auftakt eines dreijährigen Cross-Culture-Projekts in der Jugendstrafanstalt, welches Franz Schuberts »Winterreise« als Rap-Song-Zyklus erarbeitet hat. Vierzehn Jugendliche trainieren unter professioneller Anleitung in einem achtwö...

Theaterpreis an Sophie Rois

(dpa). Die österreichische Schauspielerin Sophie Rois wird mit dem diesjährigen Berliner Theaterpreis ausgezeichnet. Die 50-Jährige erhält die mit 20 000 Euro dotierte Ehrung am 5. Mai während des Berliner Theatertreffens, teilte die Stiftung Preußische Seehandlung, die den Preis vergibt, am Mittwoch mit. Rois habe durch ihre Arbeit seit zweieinhalb Jahrzehnten einen unverkennbaren Ton innerhalb d...

Erste Solistin verlässt Staatsballett

(dpa/nd). Die Primaballerina Polina Semionova verlässt das Staatsballett Berlin. Die Erste Solotänzerin habe Intendant Vladimir Malakhov darum gebeten, bereits zum Ende dieser Spielzeit aus ihrem Vertrag entlassen zu werden. Malakhov habe der Bitte entsprochen, er sehe den Weggang der 27-Jährigen mit Bedauern, teilte das Staatsballett am Mittwoch mit. Gründe für die vorzeitige Auflösung des Vertra...

Karl Marx und Ewiger Frieden

(nd). Mit dem »sozialistischen Prachtboulevard« beschäftigt sich eine Ausstellung, die ab kommenden Samstag im Museum für Asiatische Kunst in Dahlem zu sehen ist. Unter dem Titel »Karl Marx und Ewiger Frieden: Bilder zweier Prachtstraßen in Peking und Berlin« umfasst die Schau Werke von Lu Hao, Künstler und Kurator des Chinesischen Pavillons der 53. Biennale von Venedig. Mit Tusche und Wasserf...

Zwischen Rausch und Sucht
ndPlusTom Mustroph

Zwischen Rausch und Sucht

Alkohol ist die mittelosteuropäische Volksdroge Nr. 1, meint Armin Petras. Und da Berlin das Gravitationszentrum des östlichen Mitteleuropas ist und - dank Zuwanderung - wohl auch des mittleren Osteuropas, setzt der Intendant des Gorki-Theaters ein verlängertes Themenwochenende »Alkoholismus« im Theater und in der Hörsaalruine der Charité an. Der Auftakt wird am 16.3. im Theater selbst mit einer V...

Mit fast naivem Übermut
ndPlusVolkmar Draeger

Mit fast naivem Übermut

Da haben sich zwei Künstler unbeabsichtigt zusammengefunden, die gleichermaßen hintergründig auf die Welt schauen, mit ganz eigenem Witz dennoch jeder und freilich im anderen Medium. Zu danken ist die künstlerische Konfrontation der Galerie Sophien-Edition. Auf ihren zwei Etagen mixt sie geschickt und auch ein wenig verschmitzt die Exponate, bietet so zusätzliche Reibungen und Gemeinsamkeiten. Für...

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»Ostpro« ab Freitag

(nd). Die »Ostpro - Messe Ostprodukte« findet von Freitag bis Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr, im Velodrom am S-Bahnhof Landsberger Allee statt. Auf 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden über 100 Firmen aus den neuen Bundesländern und Osteuropa bekannte und neue Produkte vorstellen. Das Motto lautet: »Schauen, Kosten, Kaufen«. Berlin und Brandenburg präsentieren etwa Bücher, DEFA-Märchen-V...

ndPlusKai Schubert

Flugbeschränkung überm Reaktor

»Aufklären statt Ängste schüren« über den Berliner Forschungsreaktor möchte die CDU. Diesen Satz können wahrscheinlich alle Anwesenden im Umweltausschuss unterschreiben. In der gestrigen Sitzung wurde ein Antrag der Grünen-Fraktion diskutiert. Diese kritisieren den Bericht zur Sonderprüfung der Anlage, den der Senat im Dezember vorgelegt hat. Die Vorgaben des Abgeordnetenhauses seien nicht erfüllt...

Robert Luchs, Mainz

Gefesselt am PC

Auch sogenannte stoffungebundene Süchte wie die Computersucht können gravierende Folgen für Betroffene haben - und deren direktes Umfeld. In Mainz beschäftigt sich eine Ambulanz an der Universität mit dem Problem. Ein Ziel ist es auch, zur internationalen Anerkennung der Sucht als Krankheit bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beizutragen.

André Jahnke, dpa

Ein Gefängnis als Erlebnishotel

Im bayerischen Amberg wird das mehr als 300 Jahre alte Gefängnis zum Hotel umgebaut. Verfolgte des NS-Regimes kritisieren die Pläne als Verhöhnung der Opfer.

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Betrugsvorwürfe gegen CDU-Kandidaten

Mainz/Ingelheim (dpa/nd). Kurz vor der Mainzer Oberbürgermeisterwahl am kommenden Sonntag gibt es Vorwürfe gegen den CDU-Kandidaten Lukas Augustin wegen einer falschen Abrechnung von Kosten. Er sei als Geschäftsführer der Ingelheimer Stadtentwicklungsgesellschaft (Segi) beurlaubt worden, sagte ein Sprecher der Stadt Ingelheim am Mittwoch. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Mainze...

ndPlusHaiko Prengel, dpa

Kulturell trockengelegtes Land

Der Generalbevollmächtigte der Stiftung Schloss Neuhardenberg, Bernd Kauffmann, hat der Kulturpolitik Ideenlosigkeit vorgeworfen. »Politiker - in Brandenburg wie auch bundesweit - könnten kreativer sein, was das Engagement für das kulturelle Leben betrifft«, sagte Kauffmann. »Brandenburg ist, mal abgesehen von Potsdam, kulturell weitgehend trockengelegt.« Selbst der Umgang mit herausragenden Er...

Josefine Andrae, dpa

Per Fahrrad durch den Schacht

Besucherbergwerke und Höhlen sind Touristenmagneten in Thüringen. Wo einst Kalisalz, Erz und Kohle abgebaut wurden, tummeln sich jetzt Besucher mit Grubenlampen und Helmen.

Andreas Fritsche

Mindestlohn für Postzusteller unterlaufen

Vom Staat Aufträge einheimsen, aber die Beschäftigten mit Hungerlöhnen abspeisen, das geht in Brandenburg eigentlich nicht mehr. Firmen, die bei einer Ausschreibung oder auf anderem Wege den Zuschlag erhalten wollen, müssen ihren Leuten mindestens acht Euro Stundenlohn zahlen. So sieht es das Vergabegesetz des Landes vor, und besonders die LINKE ist sehr stolz darauf. Es gibt auch Menschen, die...

Andreas Fritsche

Signal mit Zöpfen

Kurz vor dem heutigen internationalen Frauentag schuf die Stadt Fürstenwalde in Brandenburg unübersehbare Tatsachen. Seit dieser Woche regelt dort die erste Ampelfrau des Bundeslandes den Verkehr. Mit einem kleinen Festakt wurde die Scheibe mit der Frau mit Zöpfen anlässlich der 22. Brandenburgischen Frauenwoche an einer Kreuzung in Betrieb genommen.

Sozialisten weiter nur auf Platz drei

70 Prozent der Brandenburger blicken optimistisch in die Zukunft. Nur 25 Prozent sind pessimistisch gestimmt. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der SPD hervor. 73 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden zu ihrer Lebenssituation und meinten, dass sich das Land in die richtige Richtung bewegt. Wäre am Sonntag Landtagswahl, bliebe die SPD mit 38 Prozent der Zweitstimmen mit großem Abstan...

ndPlusWilfried Neiße

Mit pointierter Politik punkten

Die Linksfraktion im Landtag will in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode ihr politisches Profil schärfen. Mit den sich abzeichnenden guten Ergebnissen habe die Partei durchaus die Chance, erneut ein Viertel der Wählerstimmen auf sich zu vereinen, sagte gestern der Parlamentarische Geschäftsführer Christian Görke. In Umfragen musste die LINKE zuletzt den zweiten Platz hinter der SPD wieder ...

ndPlusJörg Schurig, dpa

Tief im Sachsensumpf

Mandy K. zeigt keine Angst mehr. Als Minderjährige wurde sie zur Prostitution im Leipziger Kinderbordell »Jasmin« gezwungen. Knapp 20 Jahre später sitzt sie wegen Verleumdung auf der Anklagebank - sie will hochrangige Juristen als Freier erkannt haben.

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Bieder, subversiv

Der Deutsche Kulturrat will mit einem bundesweiten Aktionstag am 21. Mai um eine höhere Wertschätzung künstlerischer Arbeit werben. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung müsse das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums und die Akzeptanz von Urheber- und Nutzungsrechten gestärkt werden, sagte Präsident Max Fuchs am Mittwoch in Berlin. Geschäftsführer Olaf Zimmermann rief im Internet Kult...

Neue Ära

Die Komische Oper Berlin rüttelt an einer langen Tradition: »Wir werden nicht mehr alles auf Deutsch aufführen, aber auch nicht alles in Originalsprache«, kündigte der neue Intendant Barrie Kosky am Mittwoch an. Er werde jeweils entscheiden, in welcher Sprache die Opern aufgeführt werden. »Wir leben im 21. Jahrhundert, die Zeit für Mantras und Dogmen ist vorbei«, sagte Kosky. Der Gründer der Ko...

Schlau kommt der Tod als Hoffnung
Hans-Dieter Schütt

Schlau kommt der Tod als Hoffnung

Nach dem perfekt chaplinesken Arturo Ui, mit dem sich Ekkehard Schall in den Olymp des artistisch geistvollen Theaters gezaubert hatte, nach all dem weltberühmt hysterischen Bewegungsfeuerwerk in Brechts Parabel - erstarrte der Schauspieler. Oder anders gesagt: zeigte er am Berliner Ensemble in einer weiteren Rolle neuerliche, aber eben extrem andere Zauberei. Schall offenbarte, dass auch Regungsl...

Drei Kobolde machen Geschichte
ndPlusSteffen Schmidt

Drei Kobolde machen Geschichte

Die Farben. Es waren vor allem die »unmöglichen« Farben, die meinen Vater aufbrachten. Damit traf er - sonst selten einer Meinung mit meinen Lehrern - ausnahmsweise deren Urteil. Überhaupt sah sich das ab 1955 erscheinende DDR-Comic »Mosaik« bis in die 1960er Jahre immer wieder Angriffen von Pädagogen und Bibliothekaren ausgesetzt. Ausschnitte aus erbosten Artikeln der »Deutschen Lehrerzeitung« ka...

Seite 16
Christel Berger

Mords-Fantasien

Achtzehn Mördergeschichten auf noch nicht einmal zweihundert Seiten! Beate Morgensterns Talent, in vielen Genres das ihr Eigene zu machen, verblüfft immer wieder. Nachdem sie in ihren Romanen über sehr verschiedene Stoffe - das Leben auf dem Land (»Nachrichten aus dem Garten Eden«), die Partnersuche lesbischer Frauen (»Tarantella«) oder die Teufelsbegegnung von Schriftstellern (»Der gewaltige Herr...

ndPlusMatthias Biskupek

Purzelbäume der Geschichte

Auf Seite 110 dieses Buches erzählt der Autor über den Maler Walter Bodenthal: »Ich weiß noch, wie ich ihn … fragte, ob er denn - wie viele Maler - auch schon auf Reisen gewesen sei. Seine verblüffende Antwort lautete: ›Aber wozu? Ich habe doch rings um Leipzig hier genug zu malen‹.« Die Antwort trifft den Kern des Buches, das zwar mitteilt »Das Leben ist ein Purzelbaum« und erläutert »Von der ...

Irmtraud Gutschke

Eine Welt »als ob«

Wie soll das bloß weitergehen mit W.? Im Kempinski-Hotel »Commune by the Great Wall« (das gibt es wirklich) hat er Hunderte von Dollars ausgegeben - Tausende gar - und kein Scheinchen mehr in der Tasche. Die letzten Münzen legte er für ein irres Foto hin, das ihn vor der Chinesischen Mauer auf einem Dromedar zeigt. Zudem hat er in einem Anflug von Übermut seinen Pass verbrannt, weil er echtes Feue...

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Schönes Gewusel
Marina Mai

Schönes Gewusel

Dem Besucher erscheint Hanoi chaotisch, laut und als ein Nebeneinander von Ungleichzeitigkeiten. Wenn man sich etwa durch ein Gewusel von Motorrädern und Autos hindurchgezwängt hat, steht man vor einem stinkenden See, der als Müllhalde dient. Daneben wachen Hotelboys in schicken Uniformen, dass kein Unbefugter in das Etablissement der Luxusklasse eindringt, dessen Garten und Empfangshalle an einen...

ndPlusRainer Funke

Verordnetes Schweigen

Der Ton scheint die Botschaft zu sein: Niemand hätte es abwegig gefunden, dass auch im Nachbarblock die Soldaten stramm stehen, wenn der Oberbootsmann brüllt. So erlebt die Sportsoldatin und zweifache Ruderweltmeisterin Marita Scholz in der Grundausbildung den Vorgesetzten Kruse, der ein paar Wochen später ihr Lebensgefährte werden sollte. Dieser René erweist sich im Alltag als ein wandelndes ...

ndPlusReiner Oschmann

Fremde im White House

Es ist Wahlkampf, da tobt die Krankheit giftiger als sonst. Die einen heißen ihn Muslim, die nächsten einen Gottlosen, andere einen Nazi. Manche erkennen in ihm einen Mann mit »kenianisch antikolonialer Weltsicht«, Spitzfindige einen elitären Snob. Die meisten nennen Barack Obama (50) einfach »einen Sozialisten«. Der Erfindungsreichtum ist nach rechts wie links offen. Nur eines wird dem 44. Präsid...

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Bester Blick

Bester Blick

Die Stimme kommt mir bekannt vor. Mir und vielen Biathlonfans, auch wenn wir sie eine Weile nicht gehört haben. Hermann Ohletz kommentierte viele Jahre bis zur Rente im ZDF, dieser Tage ist er als Stadionsprecher der WM wieder zu hören. Kurz vor dem Start zum Einzelrennen gewährt er mir Einblick in sein Reich. Auf etwa zehn Quadratmetern tummeln sich hier 14 Menschen, also ist »sein Reich« viel...

Revanche beim Algarve-Cup

Die WM-Revanche gegen Japan ist geglückt, dennoch ist der zweite Sieg der deutschen Fußballerinnen beim Algarve-Cup nach 2006 keine Entschädigung für entgangene Weltmeisterehren. 242 Tage nach dem bitteren Viertelfinalaus gegen den asiatischen Überraschungsweltmeister setzte sich die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid am Mittwoch in einem Finalkrimi in Faro mit 4:3 (2:1) gegen Weltmeister ...

Vasile Racovitan

Der Kartoffelacker braucht eine Pause

Schalke 04 und Hannover 96 treten heute jeweils zu den Achtelfinalhinspielen der Europa League an (Schalke in Enschede, Hannover in Lüttich). Beide Bundesligisten sind hochambitioniert - das Finale im neuerbauten Nationalstadion Bukarest wird angepeilt. In der rumänischen Vorzeige-Arena ging bisher so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann.

ndPlusOliver Händler, Ruhpolding

Alle Träume verballert

»Die Titel werden hier am Schießstand entschieden«, hatte Ricco Groß schon vor diesen Biathlon-Weltmeisterschaften gesagt. Vier Olympiasiege können nicht irren. »Alle haben sich zur Höchstform trainiert. Auch wenn die Strecke schwer ist - so groß werden die Abstände nicht sein«, meinte der Bundestrainer der Frauen, und besonders in den Einzelrennen von Ruhpolding sollte seine Vorhersage bestätigt ...

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42 Menschen begraben

Nach dem Lawinenunglück im Nordosten Afghanistans mit mindestens 42 Toten haben Dorfbewohner am Mittwoch weiter verzweifelt nach möglichen Überlebenden gesucht. Ein Sprecher des Roten Halbmondes sagte, Rettungskräfte versuchten zu dem Dorf Schirin Nasem in der bergigen Provinz Badachschan zu gelangen, das von einer Schneelawine begraben worden war. Auch ein Hubschrauber solle entsandt werden. »Die...

Hochwasser teilt Stadt in Australien

In den Hochwassergebieten in Australien gilt weiter höchste Alarmstufe: Am Mittwoch mussten sich in Griffith, rund 600 Kilometer westlich von Sydney, rund 600 Menschen in Sicherheit bringen, weil ihren Häusern Überflutungen drohten. Durch die Flüsse Lachlan und Murrumbidgee und sonst trockene Bachbetten rauschten Wassermassen. Weite Teile der Weinbaugegend um Griffith waren von der Außenwelt abges...

Ralf E. Krüger, dpa

Wer ist schuld?

Wer hat den Tod von 113 Menschen - darunter 97 Deutschen - beim Concorde-Absturz vom 25. Juli 2000 verschuldet? Das zuständige Gericht der französischen Stadt Pontoise bei Paris hatte Ende 2010 eine Antwort: Es hatte die US-Fluggesellschaft Continental Airlines für schuldig an der Katastrophe gesprochen. Doch nun steht genau Frage erneut im Raum. Denn ab heute verhandelt das Berufungsgericht Versa...

ndPlusReiner Oschmann

Mein lieber Herr Gesangsverein

Während sich Athleten vorab nie in die Karten ihrer Olympiavorbereitungen blicken lassen, haben die Organisatoren der Sommerspiele 2012 in London für die Eröffnungs- und Abschlussfeier jetzt zwar auch nicht die Katze aus dem Sack, aber immerhin so viel Einblick gelassen, dass Appetit und Neugier wachsen. Und die wichtigste Erkenntnis: Die Eröffnungs- und die Abschlussveranstaltungen von jeweils vi...