Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Seite 1

Triumph für britische Leichtathletik

Es war vor allem ein Wochenende für die britischen Leichtathleten mit drei Goldmedaillen an einem Abend. Im deutschen Team jubelte Lilli Schwarzkopf über Silber im Siebenkampf.

Islamisten drängen in Syrien nach vorn

Nachdem Kofi Annans Versuch gescheitert ist, die syrischen Streitparteien wenigstens zu einem Waffenstillstand zu bewegen, sucht die UNO nach einem neuen Vermittler. Die finanzstarken arabischen Staaten aber wollen einen solchen nur akzeptieren, wenn sein Mandat gründlich geändert wird.

Kinderträume
Oliver Händler

Kinderträume

Als ich sechs Jahre alt war, wurde Fußballer Andreas Thom mein erstes Sportidol. Sparen Sie sich die Leserbriefe und Online-Kommentare! Ich war jung und brauchte das Vorbild. Längst bin ich kein Fan des BFC Dynamo mehr. Wahrscheinlich etwa seit 1990, denn da wurde ein Schwede mein nächster Held: Stefan Edberg. Der hatte gerade Boris Becker besiegt. In dessen »Wohnzimmer« Wimbledon. Wenn Sie mich f...

ndPlusJörg Meyer

Drohgebärden Richtung Athen

Während sich die Spar-Troika in Athen zufrieden über den Regierungskurs zeigte, droht der bayerische Finanzminister den Griechen mit dem Rauswurf aus der Eurozone.

Nasa-Roboter "Curiosity" sanft auf dem Mars gelandet

Riesenjubel nach monatelanger Anspannung: Vollgepackt mit ausgefeilter Technik hat das Nasa-Roboterfahrzeug "Curiosity" auf dem Mars aufgesetzt. Jetzt warten Raumfahrt-Experten gespannt darauf, was der Rover auf dem Roten Planeten finden wird.

Syriens Regierungschef Hidschab setzt sich ab

Die Luft um den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wird dünner: Nach zahlreichen hohen Militärs und Diplomaten hat sich nun auch sein Ministerpräsident Riad Hidschab ins Ausland abgesetzt.

Blutbad in USA: Verwechselte Täter Sikhs mit Muslimen?

Erneut hat ein Blutbad in den USA weltweit Schock und Entsetzen ausgelöst. Womöglich hatte der Täter rassistische Motive, als er am Sonntag sechs Menschen in einem Sikh-Tempel im Bundesstaat Wisconsin erschoss. Die US-Behörden gehen von «heimischem Terrorismus» aus.

Seite 2
Peter Strutynski

Rückgriff auf leere Floskeln

Im Rahmen der aufkeimenden Zivilklausel-Bewegung an deutschen Hochschulen ist deutlich geworden, wie schwierig es sein kann, rüstungsrelevante Forschungsvorhaben aufzudecken und belastbare Informationen über den Charakter entsprechender Projekte zu erhalten. Hochschulleitungen tendieren auf Anfrage in der Regel zunächst dazu, Militär- und Rüstungsforschung an ihren Einrichtungen zu leugnen oder, w...

ndPlusRené Heilig

Die Forschung ist frei - von Verantwortung?

Vor über einem Vierteljahrhundert hatte sich die Universität Bremen verpflichtet, »jede Beteiligung von Wissenschaft und Forschung mit militärischer Nutzung bzw. Zielsetzung« abzulehnen. Das war beispielgebend für andere. Doch nicht einmal die Bremer Vorreiter hielten sich an diese Zivilklausel. Die Frage, was als militärische Forschung betrachtet werden muss, sei kompliziert zu beantworten, sagen Verantwortliche. Nur eine Ausrede, ein Trick, um an benötigte Forschungsmittel zu kommen?

Seite 3
René Heilig

Machen Medaillenhoffnungen blind?

Minister informieren sich, Sportfunktionäre beschwichtigen, es gibt Solidaritätskampagnen für Nadja Drygalla und Empörung ob deren Olympiadelegierung. Die Neonazi-Affäre um die 23-jährige Ruderin wird nach der Sommerpause auch den Sportausschuss des Bundestags beschäftigen.

Die Insel der Widerstandsfähigen
ndPlusMartin Ling

Die Insel der Widerstandsfähigen

Am 6. August 1962 errang Jamaika als erste der britischen Karibikinseln die formale Unabhängigkeit vom Vereinten Königreich. Die Beziehungen zum »Mutterland« sind bis heute ambivalent. Das hält die Jamaikaner jedoch weder in Großbritannien und schon gar nicht auf der Karibikinsel oder in der Diaspora wie in Berlin davon ab, das Jubiläum gebührend zu feiern.

Seite 4

Kindervorbild DDR

Bis heute werden Mütter, die ihre Kleinsten in eine Kindertagesstätte geben, im Westen schief angeguckt. Da ist von »Abschieben« die Rede oder von Müttern, die lieber Kaffee trinken gehen als Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Jahrzehntelang haben sich Politiker auf dem platten Land gegen den Ausbau von Kitas gestemmt. Gleichzeitig wurde in der DDR eine Kinderbetreuung praktiziert, von der sich...

Außen und innen

Griechen raus aus dem Euro! Jetzt muss Härte gezeigt werden! So meldete sich der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) am Wochenende aus New York knatternd zu Wort. An der Krise Griechenlands seien nur die Griechen schuld, sagte Söder. Was denkt der sich? Fernab von Rationalität und Argumenten hetzt er den deutschen Kleinbürger auf. Peinlich. Fakt ist doch, dass ein Austritt Griechenlands a...

Bei Gott bigott

Schon das Wort von der »gewerblichen Sterbehilfe« löst Grusel aus. Doch es handelt sich bei dem Begriff nicht um die Beschreibung eines Gruselschockers. Damit wird vielmehr ein Gesetzentwurf aus dem Bundesjustizministerium beschrieben. Auch die Umfrage, der zufolge ein größerer Teil der Bevölkerung Sterbehilfe befürwortet, suggeriert, diese Mehrheit befürworte damit einen neuen Erwerbszweig, den d...

ndPlusOliver Händler

Pin-up Girl

Das Organisationskomitee der Spiele in London gibt jeden Tag eine Hochglanzbroschüre heraus. Für fünf Pfund kann jeder Besucher erfahren, welche Entscheidungen am Wettkampftag so anstehen. An Tag sechs war ein großes Bild einer Leichtathletin und vier Buchstaben auf Seite eins: »JESS«. Mehr nicht. Die englische Siebenkämpferin Jessica Ennis ist das Gesicht von London 2012 - das Pin-up Girl. Seit S...

Neue Kolumne im »nd«
Kurt Stenger, Wirtschaftsredakteur

Neue Kolumne im »nd«

Die Wirtschaftskolumne im »nd« wird durch eine neue wöchentliche Rubrik abgewechselt: »Der Krisenstab«. Zum nd-Krisenstab gehören: die LINKE-Wirtschaftspolitikerin Sahra Wagenknecht, der Kölner Professor für Politikwissenschaften Christoph Butterwegge, die Politologin Sabine Nuss von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik beim ver.di-Bundesvorstand, Dierk Hirschel.

Seite 5
Hans-Gerd Öfinger

Vorbehalte auch gegen die LINKE

Mit einem Diskussionsforum über strategische Ausblicke für das nächste Jahr endete am Sonntag in Mainz die 10. Attac-Sommerakademie.

Hagen Jung, Bad Nenndorf

Nazis aus dem Hitlerhintern

Nicht effektiv genug gehen die Sicherheitsbehörden gegen den Rechtsextremismus vor. Mehrfach wurde diese Kritik am Samstag im niedersächsischen Bad Nenndorf laut. Dort hatten sich 461 Nazis zu einem Marsch zusammengerottet. Er begann wesentlich später als geplant; zu verdanken war die Verzögerung antifaschistischen Blockierern.

Seite 6

Schröder: Kita-Geld nur nach Bedarf

Berlin (dpa/nd). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will die Fördergelder für neue Kita-Plätze vorrangig an westdeutsche Länder vergeben. »Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn die Länder, die schon mit den bisherigen Mitteln den Rechtsanspruch verwirklichen können, jetzt noch einmal einen Nachschlag verlangen«, sagte sie der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. »Wir müssen die...

De Maiziere verteidigt Waffenexport

Berlin (AFP/nd). In der Debatte um mögliche Panzergeschäfte mit Saudi-Arabien, Indonesien und Katar hat sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) gegen eine Änderung der Rüstungsexportpolitik ausgesprochen. »Es gibt keine Veränderung der Rüstungsexportrichtlinien«, sagte de Maizière der »Welt am Sonntag«. Er wies darauf hin, dass der Bundessicherheitsrat bei der Genehmigung von Rüstungse...

Zuhören ist ein Anfang

Im März ist LINKE-Politiker André Brie schwer verunglückt, jetzt meldet er sich ins politische Geschehen zurück. Die Monate in der Klinik haben ihm auch ein Stück weit die Augen geöffnet, sagt er im nd-Gespräch.

ndPlusHendrik Lasch, Saaleck

Ein Flecken Wiese als Pilgerort

In Saaleck liegen die Mörder von Walther Rathenau begraben. Weil Rechtsextreme das Grab zum Pilgerort machen wollen, findet in dem Ort ein Katz-und-Maus-Spiel statt.

Seite 7

Gedenken an Wallenberg

In mehreren Ländern wurde an den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg erinnert, der im Zweiten Weltkrieg Zehntausende ungarische Juden vor der Deportation bewahrte.

Kompromiss zwischen Sudan und Südsudan

Sudan und Südsudan haben eine Einigung im Streit um die Aufteilung der Erdöleinnahmen erreicht. Südsudan werde die im Januar gestoppte Ölförderung wieder aufnehmen, verkündete der Vermittler der Afrikanischen Union (AU), Thabo Mbeki, in der Nacht zum Sonnabend.

Karin Leukefeld, Damaskus

Islamisten übernehmen Kriegsregie

Nachrichten der unterschiedlichsten Art stürzten am Wochenende auf die Korrespondenten in der syrischen Hauptstadt ein. Auf baldigen Frieden ließ keine hoffen.

Seite 8
Julian Bartosz, Wroclaw

Wahre Polen gegen »Heuchler«

Lange vor dem 68. Jahrestag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands am 1. August begann die übliche Debatte über dessen Sinn. Und sie prägt auch Tage danach das politische Klima an der Weichsel.

ndPlusLeo Burghardt, Havanna

Kuba geht an die »Korrektur von Irrtümern«

Nach einem guten Jahr ist die Bilanz der Reformen, die auf dem 6. Kongress der KP Kubas im April 2011 beschlossen wurden, durchwachsen. Das ist das Fazit der Sitzungsperiode des Parlaments Ende Juli.

Was blieb von der Hoffnung auf Obama?

Jamal Joseph trat im Alter von 15 Jahren in New York in die »Black Panther Party« ein, war jahrelang inhaftiert und arbeitete im Untergrund. Er wurde Filmemacher, Theaterregisseur, Autor und Professor an der Columbia-Universität. Joseph, heute ein Endfünfziger, lebt in Harlem und veröffentlichte Anfang des Jahres seine Autobiografie »Panther Baby«. Zu seiner Sicht auf die Bilanz vierjähriger Präsidentschaft Barack Obamas befragte ihn Max Böhnel für »nd«.

Seite 9

Klimawandel brachte Hitze

Washington (dpa/nd). Sehr heiße Sommer sind höchstwahrscheinlich eine Folge des Klimawandels, berichten Forscher in den aktuellen »Proceedings« der US-Akademie der Wissenschaften. In den letzten drei Jahrzehnten habe es mehr und mehr Anomalien bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen gegeben. Das Team um James Hansen von der Uni Columbia (US-Staat New York) spricht von »dramatischen« Änderunge...

Gesetz zur Sterbehilfe in der Kritik

Die Koalition will das Geschäft mit der Sterbehilfe unter Strafe stellen. Doch das Vorhaben, das die Grenzbereiche von Lebensschutz und Selbstbestimmung tangiert, sorgt für Diskussionen.

Ralf Klingsieck, Paris

Bei Anruf Streit unter Sozialisten

Anspruch und Wirklichkeit klaffen oft auseinander. Um die Abwanderung von Call-Center-Betreibern zu verhindern, erwägt der sozialistische Industrieminister Montebourg, Telefondienstleistungen wieder kostenpflichtig zu machen.

Seite 10
ndPlusPeter Nowak

Ärger im Anflug

Der monatelange Streit zwischen EU und den USA über die Einbeziehung der Flüge von und nach Europa in den EU-CO2-Emissionshandel hat sich in den letzten Tagen zugespitzt. Der Handelsausschuss des US-Senats hatte entschieden, dass sich US-Fluggesellschaften nicht an die EU-Richtlinie halten dürfen. Nun hat sich auch das US-Abgeordnetenhaus hinter diesen Beschluss gestellt. Seit Jahresbeginn müss...

Johanna Treblin

Aus dem Lebenszyklus des Erdöls

Der Kanadier Edward Burtynsky hielt Erdöl jahrelang für einen Segen, eine »Energiequelle, die alles möglich macht«. Dann geriet der Fotograf ins Zweifeln. Die Ausstellung »Oil« versammelt den Ertrag von zwölf Jahren Reisen um die Welt zum Thema Öl. Sie ist noch bis zum 9. September in der Galerie C/O Berlin zu sehen.

Thomas Hug, Oslo

Finnische Seen bezahlen Uranpreis

Die Talvivaara-Nickelgrube in Finnland verunreinigt bildschöne finnische Seen. Nun soll dort auch noch Uran produziert werden. Talvivaara ist ein Beispiel dafür, wie der Norden immer mehr den Preis für den Rohstoffhunger der Welt bezahlt. Doch die EU ist bereits aktiv.

ndPlusVolker Stahl

Weniger Ruß im Hafen

Ein Kreuzfahrtschiff verbraucht soviel Energie wie eine 50 000-Einwohner-Stadt, Riesen wie die »Queen Mary« können gar mit einer 200 000-Einwohner-Stadt mithalten. Deswegen laufen die Motoren der Schiffe auch im Hafen. Um die dreckigen Abgase zu vermeiden, setzt Hamburg jetzt auf Strom vom Land.

Seite 11

Protest der Aleviten

(dpa) Mehrere tausend Mitglieder der Alevitischen Gemeinde demonstrierten am Samstag gegen religiöse Übergriffe in der Türkei. Vor der türkischen Botschaft in der Berliner Rungestraße versammelten sich Angehörige der dem Islam nahestehenden Glaubensgemeinschaft aus ganz Deutschland. In der anatolischen Stadt Malatya soll es vor einigen Tagen Übergriffe auf mehrere Aleviten gegeben haben. ...

Löwen geht es etwas besser

(dpa). Das kranke Löwen-Paar im Berliner Zoo ist anscheinend auf dem Weg der Besserung. Aru und Aketi seien zwar noch nicht über den Berg, aber es gehe ihnen augenscheinlich besser als am Vortag, berichtete Zoo-Biologe Ragnar Kühne am Samstag. Tags darauf hieß es, es gebe keine Verbesserung, aber auch keine wesentliche Verschlechterung. Die Tiere hätten getrunken und auch ein wenig gefressen. »Bei...

800 000 beim Molle stemmen

(dpa). Das Berliner Bierfestival hat in diesem Jahr wieder Tausende durstige Menschen angelockt. Von Freitag bis Sonntag seien nahezu 800 000 Besucher aus aller Welt zur Karl-Marx-Allee im Stadtteil Friedrichshain gepilgert, teilten die Organisatoren am Sonntag zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung mit. Auch das Wetter schreckte die Menschen nicht ab, die sich am Sonntag bei einsetzendem Reg...

Vor dem Chaos

Nahezu doppelt so viele Baustellen wie üblich gibt es momentan in Berlin. Nach einer etwas entspannteren Phase während der Sommerferien, in denen schlicht nicht so viele einheimische Autofahrer in der Hauptstadt unterwegs waren, wird es jetzt mit Schulbeginn von diesem Montag an wieder überall enger. ADAC-Sprecher Jörg Becker befürchtet wegen der vielen Baustellen ein Verkehrschaos.

854 000 Euro gingen an die Airport-Chefs

Die beiden Geschäftsführer der Flughafengesellschaft FBB haben 2011 zusammen 854 000 Euro verdient. Das waren 11 000 Euro mehr als im Jahr zuvor, wie aus Geschäftsberichten hervorgeht.

Von Stau zu Stau

Kein Berliner wundert sich über die Fülle an Baustellen, die vor allem im Spätsommer die Hauptstadt heimsuchen. Verengte Straßen und daraus resultierende Staus verursachen nicht nur Ärgernisse bei denen, die mit ihrem Fahrzeug in die und aus der Stadt wollen oder müssen, sondern auch bei den Anwohnern, die mehr Lärm und trotz Plakette ein Vielfaches an anrüchigen Abgasen erdulden dürfen. Fachleute...

Festival gegen Rassismus
ndPlusMartin Kröger

Festival gegen Rassismus

Es ist eine Einladung an alle Interessierten, sich gemeinsam Gedanken über Strategien gegen Rassismus zu machen. Vom 17. bis 19. August soll auf dem Kreuzberger Blücherplatz das Festival gegen Rassismus stattfinden. Die Veranstaltung will eine Plattform bieten, um sich bundesweit zu vernetzen und sich kritisch mit Ausgrenzung und Stigmatisierung auseinanderzusetzen und dagegen Ideen für eine gerechtere Gesellschaft zu entwickeln.

Seite 12

Porträts starker DDR-Frauen

(epd). In der Berliner Zionskirche ist seit Samstag eine Ausstellung über »starke Frauen« der friedlichen Revolution in der DDR zu sehen. Gezeigt werden nach Angaben der Bundesstiftung Aufarbeitung insgesamt 20 großformatige, in Acryl und Mischtechnik gemalte Porträts der Künstlerin Gudrun Boiar. Sie sind aufgrund von Fotos aus den 80er Jahren entstanden, die unter anderem Marianne Birthler, Ulrik...

Schmitz verteidigt Galerie-Umzug

Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) hat die anhaltende Kritik gegen den Umzug der Gemäldegalerie zurückgewiesen. »Der Plan bietet die einmalige Chance, die Alten Meister an den historischen Ort zurückzubringen, an dem sie vor dem Krieg waren«, sagte Schmitz in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa

Ralf Hutter

Ins Unglaubliche getriebene Kunst

Es ist ein sonniger Samstagnachmittag in Berlin-Friedrichshain, viele Menschen sind auf den Straßen - und am Stralauer Platz scheint es, als ob die Überreste der Berliner Mauer neu gestaltet werden. Doch es sind die Außenmauern des Yaam, das direkt an die berühmten bemalten Mauerteile der East Side Gallery anschließt, die großflächig neu besprüht werden. Die von der Mauerbesichtigung kommenden Tou...

Volkmar Draeger

Sprache, Gemeinschaft und Bewegung

Großes wirft seinen Schatten voraus. Im nächsten Jahr wird der »Tanz im August«, neben Danse Montpellier und den Tanzwochen Wien mittlerweile eines der großen europäischen Tanzfestivals, ein viertel Jahrhundert alt. Das lädt gleichermaßen zu Vor- wie Rückschau ein. Dann wird sich auch die künstlerische Leitung um drei Fünftel verändert haben: Matthias Lilienthal und Pirkko Husemann sehen neuen Her...

Seite 13

Schmutziger Prozess

Der frühere MAN-Nutzfahrzeugchef Anton Weinmann hat vor dem Beginn des Bestechungsprozesses gegen ihn mehrere Staatsanwälte wegen Verleumdung angezeigt. Der Prozess gegen Weinmann soll aber laut Justiz wie geplant am 16. August vor dem Landgericht München beginnen

Mehr Geld für Tierschutz gefordert

(dpa). Für den Tierschutz werden nach Ansicht des Beauftragten Klaus Lüdcke mehr Mittel gebraucht. »Es fehlt massiv an Geld«, sagte Berlins oberster Tierschützer. Die Situation etwa des Tierheims sei bedrohlich. Im europaweit größten Tierheim seien Millionendefizite aufgelaufen, so Lüdcke. Die Einrichtung, die sich nur aus Spenden und Erbschaften finanziert, sei am Rande ihrer Möglichkeiten. Mit k...

Jérôme Lombard

Mensch in der Unmenschlichkeit

Er war Architekt, Diplomat und Humanist. Zwischen Juni 1944 und Januar 1945 rettete er als schwedischer Legationsrat in dem von den Nationalsozialisten besetzten Budapest zehntausende Jüdinnen und Juden vor der Deportation in die Konzentrationslager und somit vor dem sicheren Tod. Vergangenen Samstag wäre Raoul Wallenberg 100 Jahre alt geworden. Den Geburtstag des am 4. August 1912 in Stockhol...

Minister als Strichmännchen
Wilfried Neiße

Minister als Strichmännchen

Brandenburg hat das Wahlalter 16 eingeführt, nun folgt die staatsbürgerliche Bildung: In einer jugendgerechten Broschüren-Reihe erklärt das Potsdamer Finanzministerium die Grundbegriffe des Staatshaushaltens. Hamburg möchte dem Beispiel offenbar folgen.

Dörthe Hein, dpa

Sechs Stufen der Lockerung

Aus dem Maßregelvollzug in Bernburg sind 2011 so viele Patienten entwichen wie nie zuvor. Jetzt wurden die Bedingungen für die wegen Drogenproblemen als schuldunfähig eingestuften Straftäter verschärft.

Seite 14

Landtagsbau verzögert sich

Potsdam (dpa). Die Fertigstellung des neuen Landtags in Potsdams Innenstadt wird sich voraussichtlich verzögern. Das bestätigte das brandenburgische Finanzministerium am Samstag. Als Gründe nannte Sprecherin Ingrid Mattern den schon eingetretenen Zeitverzug sowie Sonder- und Änderungswünsche des Parlaments. In ihrem sogenannten Bauzeitenplan nenne die Generalbeauftragte für den Bau, die BAM Deutsc...

Grenze wird neu vermessen

Aurith/Schwerin (dpa). Mehr als 30 Jahre nach der letzten Vermessung der deutsch-polnischen Grenze wollen die Anrainerstaaten erneut deren genaue Lage bestimmen. Deutsche und Polen planen ein gemeinsames Großprojekt »Grenzvermessung« im Jahr 2014. Bereits im kommenden Jahr wollen sie die Staaten-Trennlinie neu markieren. »Auf deutscher Seite werden wohl alle 923 Grenzmarkierungssäulen und fast all...

Winfried Wagner, dpa

Der K-700 läuft noch immer

Hinten Moskwitsch, vorne Opel - nicht nur kuriose Eigenbau-Maschinen, sondern auch reguläre historische Landmaschinen können im Agroneum in Alt Schwerin besichtigt werden.

Vom Wert des Wassers

Wasserabgabe ohne Vorwarnung: Thüringen will als eines der letzten Länder eine Abgabe für die Entnahme aus Grundwasser oder Gewässern erheben. Der Gemeinde- und Städtebund rechnet mit höheren Kosten für die Bürger. Kritiker monieren, dass die Abgabe in Thüringen deutlich höher ausfallen solle als in anderen Bundesländern.

Harald Lachmann

Gewinne ohne Gift und Dünger

Hans-Joachim Mautzschke beweist seit Jahren mit Erfolg auf seinem Hofgut Krauscha bei Görlitz, dass sich Biolandwirtschaft sehr wohl rechnen kann. Die Nachfrage steigt unaufhörlich.

ndPlusAndreas Fritsche

Genossenschaften im Grünen

Raus aus engen Mietskasernen, raus aus dem Mief und dem Lärm der Großstädte, weg aus den dunklen Hinterhöfen. Ein Häuschen im Grünen, an der frischen Luft, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten - und Ruhe. Diesen Traum konnten sich Arbeiter und Erwerbslose selten erfüllen. Doch die Gartenstadt, billig errichtet durch Verwendung von Typenhäusern und idealerweise im Besitz einer Genossenschaft, sol...

Seite 15
Wolfgang Hübner

MOSEKUNDS MONTAG

Herr Mosekund, berauscht vom Olympiafieber, ließ sich das olympische Motto »Dabei sein ist alles« durch den Kopf gehen und fasste einen Entschluss. Er suchte den Steinmetz seines Vertrauens auf, bei dem er bereits mehrere Entwürfe für Grabstein-Inschriften voller philosophischer Tiefe und konzentrierter Lebenserfahrung hinterlegt hatte, und erklärte ihm: »Vergessen Sie alles, Meister. Meißeln Sie ...

Stern, nicht Hakenkreuz

Der russische Bassbariton Jewgeni Nikitin (Foto: dpa) hat nach seinem Rückzug von den Bayreuther Festspielen bestritten, eine Hakenkreuz-Tätowierung zu tragen. Ein Tattoo zu stechen sei ein langwieriger und schmerzhafter Prozess, sagte er dem »Spiegel«. Das mache man in Teilschritten. Frühere Videoaufnahmen, die in Bayreuth zum Skandal geführt hatten, seien nur der Anfang gewesen. »Dicke, brei...

ndPlusJan Helbig

Von der Klippe

Schauspielerisch mochte sie jene Klippe, von der das Mondäne ins Verruchte springt, um unten im Leben kräftig ins Schwimmen zu kommen: Ingeborg Westphal (Foto: dpa/ Kalaene). Ihr Gesicht sah stets nach Erfahrung aus - aber es war eine Erfahrung, die entschlossen schien, bis zuletzt Schönheit zu behaupten. So ergab sich eine Aura, die aus dem Mittelfeld von Filmen (»Boxhagener Platz«, »Der rote Kak...

Klaus Hammer

Zeichen setzen

Mit einem beeindruckenden Engagement ist die Turm-Galerie der Burg Friedland nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnet worden. Und dass ausgerechnet die renommierte, in Berlin und Erkner lebende Bildhauerin, Grafikerin und Zeichnerin Sabina Grzimek zugesagt hatte, Kleinplastiken, plastische Porträts, Radierungen und farbstarke Aquarelle der letzten Jahre zu zeigen, zog schon zur Eröffnung Besucher von nah und fern an.

ndPlusHans-Dieter Schütt

Die Uhr im Baum

Unsinn stampft, Sinn aber wandelt. Und zwar leicht. Er spürt Versuchungen dort nach, wo bislang Ordnung wahrlich: herrschte. Sinn herrscht nicht, Sinn entdeckt, und Entdeckung ist die Weitergabe einer Erkenntnis, einer Wahrheit - an die nächste Frage, die alles Gefundene wieder anzweifelt. Das Büchlein von Lorenz Jäger, »Signaturen des Schicksals«, ist solch ein Wandeln.

Seite 16
ndPlusAndreas Kötter

Mit Jazz in ein besseres Leben

Vielleicht sollten wir mit Maschinengewehren jeden im Publikum erschießen«, antwortete Carla Bleys in einem Interview des »Downbeat Magazins« genervt auf die Frage, warum die letzte Veröffentlichung des Liberation Music Orchestras nicht ganz so erfolgreich gewesen sei. Es ist erstaunlich, dass der Jazz-Bassist Charlie Haden (Foto: AFP/ Rivas), der diese Formation 1968 als unmittelbare Reaktion auf...

Streit um ein Wort

Georg Forster (1754 - 1794) war zehn, als er mit dem Vater durch die russischen Weiten bis nach St. Petersburg kam. Sieben Jahre später, wieder an der Seite des Vaters, begann das kühnste Abenteuer seines Lebens, die entbehrungsreiche Reise mit Captain Cook um die Welt. Er nahm alles mit wachen Augen auf und beschrieb es hinterher in seinem Buch »Reise um die Welt«, einer großen Erzählung und bede...

Ingrid Heinisch

Das Recht auf den eigenen Tod

Das zentrale Mahnmal des ehemaligen nationalsozialistischen Vernichtungslagers Treblinka, etwa hundert Kilometer von Warschau entfernt, besteht aus Steinen - Steine wie sie die Juden ihren Toten aufs Grab legen. Ein Teil der Steine trägt die Namen der Orte, woher die ermordeten Juden kamen. Nur ein Stein führt den Namen eines Menschen: Janusz Korczak. Vor genau siebzig Jahren hat der berühmte ...

Nobelpreis für die Autobahn!

Nobelpreis für die Autobahn!

Der zarte, traurige, einsame Dichter Max Herrmann-Neiße sprach im frühen 20. Jahrhundert von »kaltnadelgezogenen Linien, die unser Leben durchziehen, sie sind wie härteste Schnitte durch unsere Sanftmut«. Und Lyriker Oskar Loerke beschwor den Graus vor einer Existenz, die einem Prinzip folgt wie »der Hund der straffen Leine.« In diesen Worten flackert die Angst der Sensiblen - vor Techniken der...

Seite 18

Ruderer zurück auf Erfolgskurs

Mit zweimal Gold im Achter und Doppelvierer der Männer sowie einmal Silber im Frauen-Doppelvierer stehen die deutschen Ruderer deutlich besser da als noch vor vier Jahren in Peking, wo es nur nur je einmal Silber und Bronze gegeben hatte. Deshalb hielt sich der Frust über den letzten Regattatag mit ausnahmslos letzten Plätzen im Vierer ohne Steuermann und bei den beiden leichten Doppelzweiern in G...

Erreicht, was noch keinem gelungen ist

SERENA WILLIAMS dominierte das olympische Tennisturnier in Wimbledon. Im Finale besiegte sie die chancenlose Russin Maria Scharapowa mit 6:0, 6:1. Nach dem Spiel tanzte sie sich in die Herzen der Fans und freute sich über eine historisch einmalige Leistung.

Oliver Händler, London

Von den Massen getragen

Der Hyde Park verwandelte sich am Sonnabend in ein Tollhaus. Auch beim Triathlon der Frauen gab es letztlich nur drei Medaillen zu verteilen. Am Ende waren aber Sieger und Verlierer vor allem begeistert von der Stimmung am Straßenrand.

Seite 19

Wichtig, nicht verloren zu haben

Am Wochenende startete die 2. Fußball-Bundesliga in die neue Saison. Erstligaabsteiger Hertha BSC hat den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgerufen. Beim ersten Heimspiel gegen den SC Paderborn vor 23 000 Zuschauern kamen die Berliner jedoch nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus, schafften den Ausgleich erst zwei Minuten vor dem Abpfiff und enttäuschten spielerisch. Mit Mittelfeldspieler FABIAN LUSTENBERGER sprach ALEXANDER LUDEWIG.

Drei britische Triumphe in 45 Minuten

Drei Triumphe und ein Drama im ausverkauften Tollhaus Olympiastadion: Der britische Premierminister David Cameron sowie Prinz William und seine Frau Kate feierten mit 80 000 freudetrunkenen Zuschauern eine Sternstunde der britischen Leichtathletik. Denn der Gastgeber gewannen dreimal Gold innerhalb von 45 Minuten!

Seite 20

Turnerin fühlt sich betrogen

Janine Berger konnte es nicht fassen. Vor den Olympischen Spielen von London hatte die deutsche Turnerin nicht mit einer Medaille gerechnet, doch nun war sie sicher, dass man sie ihr weggenommen hatte. »Wenn man weiß, dass man eigentlich Dritte gewesen wäre, wenn die Kampfrichter richtig gewertet hätten, kann man sich über Platz vier nicht freuen«, sagte Berger nach einem nervenaufreibenden Finale...

Erik Eggers

»Das ist ein Glücksspiel«

Alles eine Lotterie, versichert Barbara Engleder. Als es am Sonnabend bereits darum ging, das Abschneiden des Deutschen Schützenbundes (DSB) bei den Olympischen Spielen zu bewerten, da klärte die 29-jährige Sportsoldatin über die Besonderheit ihrer Sportart auf. »Wahrscheinlich sind wir die einzige Sportart, in der jeder Teilnehmer auch Olympiasieger werden kann«, sagte Engleder. »Das ist ein Glüc...

Thomas Lipinski und Tobias Küpper, SID

Keine Medaillen, keine Konsequenzen

Keine Medaillen, kein funktionierendes Konzept, aber auch keine Konsequenzen: Nach der historischen Nullnummer der Schwimmer im Olympiapool haben die Verantwortlichen einen Offenbarungseid abgelegt, Rücktritte jedoch ausgeschlossen.