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Unten links

»In Frankreich ist alles erlaubt, was nicht explizit verboten ist. In der Bundesrepublik ist alles verboten, was nicht explizit erlaubt ist. In Italien ist alles erlaubt, insbesondere das, was explizit verboten ist. Und in der DDR ist alles verboten, insbesondere das, was explizit erlaubt ist.« Witzelte der DDR-Bürger und ahnte nicht, welche Schatten sein verbotswütiges kleines Ländle noch auf das...

Ingolf Bossenz

Grausames Kalkül

Leben wir in einer Welt der ewigen Wiederkehr des Gleichen, wie sie Friedrich Nietzsche beschrieb? Eines Gleichen, das gleichwohl stets schlimmer wird? Mit dem Namen Newtown ist fortan die Erinnerung an das schrecklichste Schulmassaker der US-Nachkriegsgeschichte verbunden - bis zum nächsten, noch schrecklicheren? Verstreicht bis dahin genügend Zeit, ist die Debatte um die Ursachen lange verebbt. ...

Max Böhnel, New York

Mit Hilfe der Waffenlobby

»Wenn nicht jetzt, dann nie« - so lautete am Sonntag die Mahnung von US-Waffenkontrollbefürwortern. Um die Welle der Massenmorde einzudämmen, sei Führungswille des Weißen Hauses gefragt. In Hunderten Orten kamen Mahnwachen gegen Waffengewalt zusammen

Syrien: Angriff auf Palästinenserlager

Die syrische Luftwaffe soll am Sonntag nach Angaben von Aktivisten erstmals ein palästinensisches Flüchtlingslager unter Beschuss genommen haben. Bei dem Angriff auf das Lager Jarmuk im Süden der Hauptstadt Damaskus seien mindestens acht Menschen getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

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Roland Etzel, Tunis

Zurück in der Normalität

Die Länder der arabischen Welt waren damals, am 17. Dezember 2010, vielleicht nicht das, was man wohlgeordnet nennen sollte, jedoch schien jedes einzelne Land – Ausnahme Irak – über relativ stabile Machtstrukturen zu verfügen. Die Verzweiflungstat eines jungen Tunesiers an jenem Tag löste jedoch eine Welle aus, die erst in Tunesien selbst einen Umsturz hervorrief und sich dann auch auf die Nachbarn ausbreitete.

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Bitte winken Sie nicht ab!

Angenommen Hammerskins senden klammheimlich elektronische Schnipseljagd-Einladungen zu Nazikonzerten und die Kollegen in den zuständigen Ämtern wollen etwas dagegen tun. Wie lange dauert es dann eigentlich, bis deren Dienstreiseantrag unterschrieben ist? Diesen und anderen brennenden Fragen geht René Heilig in seiner Weihnachtspost an den Verfassungsschutz nach.

Rechtsruck durch Rechtsrock

Thomas Kuban hat jahrelang mit versteckter Kamera und unter Lebensgefahr bei Rechtsrock-Konzerten gefilmt, er arbeitete mit »Spiegel TV«, »Stern TV« und »Panorama« zusammen. In dem Buch »Blut muss fließen – Undercover unter Nazis« berichtet der Enthüllungsjournalist über die neonazistische Jugendkultur in Europa. Sein Fazit: Die rechte Musikszene ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und stellt eine massive Bedrohung für die Demokratie dar. Olaf Neumann sprach mit Thomas Kuban – dessen Name ein Pseudonym ist.

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ndPlusOlaf Standke

Zurück in die Zukunft

Es war eine vernichtende Niederlage für Yoshihiko Noda, und folgerichtig verkündete der japanische Ministerpräsident noch am Wahlabend auch seinen Rücktritt vom Vorsitz der Demokratischen Partei (DPJ). Der Urnengang am Sonntag wird zu einem Machtwechsel in Tokio führen und wohl ein altbekanntes Gesicht zurück an die Spitze der Regierung bringen. Genau das könnte ein Problem für die gemessen am Bru...

ndPlusRobert D. Meyer

Am eigenen Leib

Es sind nur ein paar Minuten, doch der menschliche Körper zittert bereits nach wenigen Augenblicken. Sofort beginnt er, sich gegen die in ihm aufsteigende Kälte zu schützen. Junge Berliner Künstler machen mit dem Fotoprojekt »Was heißt frieren?« auf die Situation von Obdachlosen im Winter aufmerksam. Während sich die ehrenamtlichen Models mit wenig Kleidung am Leib freiwillig in diese Situatio...

Grit Gernhardt

Teurer Bahnhof

Großprojekte werden auf jeden Fall teurer als geplant, das dürfte in Zeiten von Stuttgart 21, dem Hauptstadt-Großflughafen, der Berliner Staatsoper und der Hamburger Elbphilharmonie inzwischen auch dem Letzten klargeworden sein. Wo die individuellen Knackpunkte jedes einzelnen Projektes liegen, ist dabei fast schon egal, am Ende müssen die Mehrkosten auf jeden Fall zum Großteil vom Steuerzahler be...

Ralf Hutter

Integrierer

Zu den Olympischen Spielen in London im Sommer reiste der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) ohne Cheftrainer - und gewann erstmals seit 80 Jahren überhaupt keine Medaille. Am vergangenen Freitag nun stellte er am Rande der Kurzbahn-WM in Istanbul den Neuen vor. Zum Jahreswechsel wird Henning Lambertz Chef-Bundestrainer. »Der Vertrag bezieht sich auf den laufenden olympischen Zyklus«, teilt der DSV mi...

Leben in der Geldanlage

Leben in der Geldanlage

Investoren nutzen viele Wege, um ihr Geld zu vermehren. So kann man an den Finanzmärkten auf Aktienindizes spekulieren, auf das Wetter in einem Jahr oder auf den Euro-Austritt Griechenlands. Doch sind Geldanlagen nicht immer nur luftige Gebilde - viele Menschen leben in einem solchen Investment: Wohnungen und Häuser sind zu begehrten Renditeobjekten für internationale Finanzanleger geworden. Di...

Sabine Nuss

Leben in der Geldanlage

Investoren nutzen viele Wege, um ihr Geld zu vermehren. So kann man an den Finanzmärkten auf Aktienindizes spekulieren, auf das Wetter in einem Jahr oder auf den Euro-Austritt Griechenlands. Doch sind Geldanlagen nicht immer nur luftige Gebilde – viele Menschen leben in einem solchen Investment: Wohnungen und Häuser sind zu begehrten Renditeobjekten für internationale Finanzanleger geworden. Di...

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Volker Stahl

Stadt zahlt weiter für Megaprojekt

Das umstrittene Prestigeprojekt Elbphilharmonie wird bis 2016 fertiggestellt und voraussichtlich 2017 eröffnet. Darauf einigte sich der Hamburger SPD-Senat mit dem Baukonzern Hochtief. Kernpunkte des Vertrags, der am 28. Februar 2013 unterzeichnet werden soll: Die Stadt - also der Steuerzahler - macht weitere 198 Millionen locker.

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»Wir wollen Frankfurt wieder dicht machen«

Am Sonntag berieten mehr als 100 Gegner der derzeitigen Krisenpolitik beim »Blockupy-Aktiventreffen« in Frankfurt am Main über Proteste im kommenden Jahr. Ines Wallrodt sprach mit Hanno von der Interventionistischen Linken über die Pläne.

ndPlusPeter Nowak

Den Opfern ein Gesicht

Am Sonntag konnten Besucher das letzte Mal die Entwürfe für ein Denkmal für die sogenannten T 4-Morde in der Berliner Topographie des Terrors besichtigen. Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Betroffenenorganisationen kritisieren das Vorhaben als »Pro-Forma-Gedenken zum Billigtarif«.

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Weiter Kampf um Verfassung

Der Machtkampf um die Zukunft Ägyptens geht auch nach dem Auftakt des Referendums über die neue Verfassung weiter. Ersten inoffiziellen Ergebnissen zufolge zeichnete sich am Sonntag zwar mit rund 56 Prozent eine knappe Mehrheit für den umstrittenen Entwurf der Islamisten ab.

ndPlusSebastian Maslow, Tokio

Erdrutschsieg für Abe

Nach den Wahlen zum Unterhaus am Sonntag steht Japan vor einem Regierungswechsel. Wahlprognosen deuten auf einen Erdrutschsieg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) des rechtskonservativen Ex-Premier Shinzo Abe hin. Demnach geht man davon aus, dass die LDP eine absolute Mehrheit von rund 300 der insgesamt 480 Sitze gewonnen hat.

ndPlusReiner Braun und Kristine Karch, Buenos Aires

Wind des Wechsels

Erstmals fand vom 13.-14. Dezember eine internationale bi-kontinentale Konferenz über die Rolle der NATO in Lateinamerika statt.

Reiner Oschmann

Waffenwahnsinn mit Methode

Der Amoklauf von Newtown entfachte eine neue Debatte über das Waffenrecht in den USA. Präsident Barack Obama forderte »bedeutsames Handeln, um weitere Tragödien wie diese zu verhindern«.

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Julian Bartosz, Wroclaw

Nationalistische Geister poltern

Am Wochenende gab es in Warschau wieder diverse Aufmärsche. Auch in anderen Städten wurden Kundgebungen und Demonstrationen organisiert. Wie in allen Nachwendejahren waren die Aktionen Ausdruck einer »rocznicomania« - einer Manie der Jahrestage, wie es in der »Gazeta Wyborcza« hieß.

ndPlusOliver Eberhardt

Lieberman nahm seinen Hut

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat am Sonntag offiziell seinen Rücktritt bei Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eingereicht. Er trenne sich aber nur vorübergehend von der Politik, betonte der Vorsitzende der ultrarechten Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) vor der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem.

Robert Schmidt, Lyon

Rechtsextreme Rattenfänger in Lyon

Die islamfeindliche französische Kleinpartei Identitärer Block baut ihr Netzwerk aus. So will etwa die Lyoner Jugendsektion gleich drei lokale Ableger in der Region etablieren. Dieser Tage erst hatte sie das Lyoner Lichterfest genutzt, um Schüler zu werben. Frankreichs Innenminister Manuel Valls prüft derweil, die Partei verbieten zu lassen.

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Lürssen will Wolgaster P+S-Werft kaufen

Die Bremer Lürssen Werft hat erstmals ihr Kaufinteresse an der insolventen P+S-Werft in Wolgast bestätigt. »Wir wollen kaufen«, sagte der Chef der Werft, Friedrich Lürssen, der dpa. Die Kaufverhandlungen zwischen der Werft und P+S-Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann sollten noch am Sonntag abgeschlossen werden.

Stuttgart 21 gefährdet Bauprojekte

Die Kostensteigerungen beim Bahnhofsprojekt »Stuttgart 21« gefährden laut einem »Spiegel«-Bericht den Ausbau wichtiger Schienenstrecken in Deutschland. Demzufolge legte Bahn-Vorstand Volker Kefer dem Aufsichtsrat vergangene Woche eine Streichliste mit sechs Strecken vor, für die zusammen fast neun Milliarden Euro veranschlagt seien.

ndPlusSimon Poelchau

Warnung vor verschärfter Krise

Europa steckt in der Krise und es kann sogar noch schlimmer werden, wenn mit den Kürzungen der Staatsausgaben weiter gemacht wird. Davor warnen die 350 linken Ökonomen der »EuroMemo-Group«.

ndPlusHendrik Lasch, Chemnitz

Abschied nach dem Jubeljahr

Derzeit geht das UNO-Jahr der Genossenschaften zu Ende. Für den bislang größten ostdeutschen Verband endet es eher zwiespältig: Er muss seine Eigenständigkeit preisgeben.

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ndPlusSteffen Schmidt

Bauern gar nicht patent

Die EU wir gern bemüht, wenn man sich von Bürokratie behindert sieht. Die berüchtigte Festlegung der maximal zulässigen Krümmung einer Salatgurke in den EU-Vermarktungsnormen wurde dafür gern als Beispiel zitiert. Schuld waren allerdings weniger die Brüsseler Bürokraten, sondern die Wünsche der verarbeitenden Industrie. Und die Industrie steckt auch hinter einer Regelung, die vergangene Woche im E...

ndPlusBenjamin Haerdle

Umstrittener Wasserpfennig

Die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union, kurz WRRL, ist ein Regelwerk, das den EU-Mitgliedsstaaten vorschreibt, die Fließgewässer wieder natürlicher zu gestalten. Die Absicht ist gut, die Umsetzung aber voller Fallstricke, wie das Beispiel Sachsen zeigt.

Walter Schmidt

Oft erwünscht, bisweilen gefährlich

Tiere und Pflanzen dehnen ihr Verbreitungsgebiet aus oder kehren in alte Lebensräume zurück, manchmal auch mit menschlicher Hilfe. Allerdings haben sich auch über 800 gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten in Deutschland etabliert. Fachleute halten die meisten von ihnen für unproblematisch, einige aber sind gefährlich.

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Polizeipräsident wird ernannt

Der neue Chef der Hauptstadt-Polizei, Klaus Kandt, wird an diesem Montag offiziell ernannt. Innensenator Frank Henkel (CDU) überreicht dem 52-Jährigen die Ernennungsurkunde. Die deutschlandweit größte Landespolizei-Behörde war in den letzten anderthalb Jahren kommissarisch geführt worden.

Viele Eltern ignorieren Sprachtest

Der größte Teil der Berliner Kleinkinder, die keine Kita besuchen, werden von ihren Eltern nicht für den verpflichtenden Deutschtest angemeldet. Sie können so bei den häufig auftretenden Sprachproblemen nicht gefördert werden.

Charme statt Schrecken

Über die Gründe, die dazu führen, dass viele Migranten-Eltern ihre Kinder nicht in die Kita schicken, kann lange diskutiert werden. Allzu simple Schuldzuweisungen an die Adresse jener Eltern sollten jedoch vermieden werden.

Marina Mai

Abschiebestopp verhängen und Asylgründe überdenken

Die Piraten fordern ein Abschiebestopp für Flüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien bis zum Ende des Winters. Am Rande eines Besuches in einer Berliner Erstaufnahmestelle kündigte der Piratenabgeordnete Fabio Reinhardt an, einen entsprechenden Antrag ins Parlament einzubringen.

ndPlusRobert D. Meyer

Bibbern für die Kältehilfe

Die Kampagne »Was heißt frieren?« will auf das Schicksal von Obdachlosen und den Kältebus aufmerksam machen. Im Rahmen der Kampagne sind Aufnahmen von Untertstützern der Aktion entstanden, die nun ausgestellt werden.

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Konkurrenz unter Festivals

Die Konkurrenz zwischen den internationalen Filmfestivals wird immer schärfer. »Der Wettbewerb um die Stars auf dem roten Teppich ist größer geworden«, sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick (64).

ndPlusMarion Pietrzok

Sinfonie aus Stille

»Du und Ich« - so heißt ein Blatt mit harmonisch in- und umeinander schwingenden Formen in zarten Farben. Zwei Bäume mögen Hauptakteure sein auf dem Siebdruck von Marlene Jachmann und Max Stock. Der Bildtitel ist vielleicht Bezug auf die Zusammenarbeit der beiden Künstler, die doch eine Generation voneinander trennt, und er kann auch das Verhältnis zwischen Kunstwerk und Betrachter in dieser Ausst...

Anouk Meyer

Geistreiches Geplänkel

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit häufen sie sich wieder, die Einladungen, auf die man so gar keine Lust hat: Essen bei entfernten Verwandten zum Beispiel, Vereins- oder Betriebsfeiern. Vielleicht sollte man sich ein Beispiel nehmen an den Protagonisten in Oscar Wildes geistreicher Komödie »Bunbury. Über die Bedeutung, ›Ernst‹ zu sein«: Die beiden Lebemänner Algernon und Jack haben eine Dauera...

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6,5 Millionen aus JVA

Dresden (dpa/nd). Sachsen hat im vergangenen Jahr rund 6,5 Millionen Euro aus der Gefangenen-Arbeit eingenommen. Im Dezember waren in den sächsischen Justizvollzugsanstalten (JVA) mehr als 2000 Gefangene beschäftigt, teilte das Justizministerium mit. Damit gehen mehr als die Hälfte aller Insassen einer Beschäftigung nach (59 Prozent). Sie sind in Eigen- oder Unternehmerbetrieben tätig, leisten gem...

Montagsruhe im Tierheim

Zum Schutz und für mehr Ruhe der vielen tausend Tiere ist das Tierheim in Hohenschönhausen, Hausvaterweg 39, vom 1. Januar an Montags für Besucher geschlossen. Das teilte der Tierschutzverein Berlin im Internet mit. Außerdem wird die Besuchszeit von Dienstag bis Freitag um täglich eine Stunde auf 11 bis 16 Uhr (bisher 17 Uhr) verkürzt. Am Wochenende bleibt es beim kostenlosen Besuch von 11 bis 16 Uhr.

Feuer beim Senator unterm Dach

Das Büro von Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) ist durch ein Feuer weitgehend zerstört worden. Wie die Polizei am Sonntag bestätigte, brach der Brand am Samstagnachmittag aus noch nicht endgültig geklärter Ursache in dem Raum in der Finanzverwaltung in der Klosterstraße in Mitte aus. Brandstiftung schloss die Polizei aber aus

ndPlusPeter Nowak

Arbeitskampf am Wochenmarkt

»Madige Rübchen kommen uns nicht in die Tüte«, stand auf dem Transparent, das am Samstag auf dem Wochenmarkt am Schöneberger Winterfeldtplatz bei den zahlreichen Kunden für Aufmerksamkeit sorgte. Das war auch das Ziel der Basisgewerkschaft Freie Arbeiter Union (FAU), die mit ihrer Kundgebung auf ihrer Meinung nach schlechte Arbeitsbedingungen beim Obst- und Gemüsehof »Teltower Rübchen«, ebenfalls ...

Sarah Liebigt

Weihnachtsmarkt

»Noch eine Runde, noch eine Runde, noch eine Runde! Wollt ihr noch schneller?« So dröhnt es blechern über all die bunt flackernden Lichter. Die Stimme aus den Lautsprechern macht zwischen den Wörtern keine Pausen, überschlägt sich fast. Eine Gasse weiter tönt es genauso, nur werden hier schier unendliche Gewinne, Gewinne, Gewinne an der Losbude angepriesen. Die Riesenräder um den Alexanderplatz he...

ndPlusBettina Grachtrup, dpa

Der Schattenmann

Baden-Württembergs SPD hat es nicht leicht - unter dem grünen Koalitionspartner nicht, mit sich selbst auch nicht. Warum können die Sozialdemokraten keinen Boden gutmachen?

ndPlusHans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Skandal um Eliteschule EBS

Um die Privathochschule EBS und deren Finanzierung mit Steuergeld wird in Hessens Landtag schon seit langem gestritten. Jetzt will die Opposition die hessische CDU/FDP-Regierung in einem Untersuchungsausschuss zu konkreteren Antworten zwingen.

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Viel Arbeit in Himmelpfort

Himmelpfort/Berlin (dpa). Mehr als 208 000 Wunschzettel sind bislang bei der Weihnachtspostfiliale im brandenburgischen Himmelpfort (Oberhavel) eingegangen, berichtete der Berliner Postsprecher Rolf Schulz. Damit sie alle noch pünktlich beantwortet werden, stehen dem Weihnachtsmann auch in diesem Jahr Helferinnen zur Seite. In 17 Sprachen, darunter auch Russisch und Japanisch, kann die Post beantw...

Echte Karten zu Weihnacht

Potsdam (dpa). In der Adventszeit versenden viele Unternehmen in Brandenburg traditionell Postkarten - auch im Online-Zeitalter. Doch der preiswerte elektronische Weihnachtsgruß wird gefragter. Das ergab eine Umfrage der dpa bei verschiedenen Firmen. Manche Betriebe nutzen das so eingesparte Geld für einen guten Zweck. Der Bahntechnik-Hersteller Bombardier Transportation in Hennigsdorf (Oberhavel)...

Rabatte für Ehrenamtliche

Potsdam (dpa). Bei einem Empfang für einhundert ehrenamtlich tätige Brandenburger kündigte am Samstag in der Staatskanzlei Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) für die erste Jahreshälfte 2013 die Einführung einer Ehrenamtskarte für das Land Brandenburg an. Damit wolle die Landesregierung freiwillige Tätigkeit stärker anerkennen. Bisher machten 57 Firmen mit und wollten Rabatte etwa beim Einka...

Seelow mit neuer Schau

Zum 40-jährigen Bestehen der Gedenkstätte auf den Seelower Höhen (Märkisch-Oderland) ist am Samstag eine neue Dauerausstellung eröffnet worden. Zehntausende sowjetische Soldaten und ungefähr 12 000 deutsche Soldaten fielen in den vier Tagen der Schlacht im April 1945. Danach war der Weg der Roten Armee nach Berlin frei.

ndPlusHeidrun Böger

Japanisch im Selbststudium

Der vergangene Herbst war für Laura Szalek ein ganz besonderer: Die Schülerin aus Lichtentanne bei Zwickau (Sachsen) kam auf Platz 1 beim deutschlandweiten Japanisch-Wettbewerb für Anfänger - und das, obwohl sie die Jüngste im Teilnehmerfeld war. Die 15-Jährige bleibt bescheiden: »Fremdsprachen fallen mir irgendwie leicht.«

Martina Rathke, dpa

Küstenfischer steuern aus der Krise

Steigende Fangquoten lassen die Küstenfischer an der Ostsee nach Jahren der Krise wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Doch nun wird ein Fangverbot im Bodden als Ausgleich für das Gaskraftwerk in Lubmin in Vorpommern befürchtet.

Geschäft mit dem Frost

Das Wetter meint es diesen Winter gut mit den rheinland-pfälzischen Eisweinwinzern. Der trockene Herbst sorgte für gesunde Trauben, die klirrende Kälte für gute Erntebedingungen. 2011 war das ganz anders.

Andreas Fritsche

Kür im Kino bei der Linkspartei

Die märkische LINKE nominierte am Sonnabend zwei weitere Direktkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr: die Landtagsabgeordnete Birgit Wöllert für Cottbus und Spree-Neiße sowie den stellvertretenden Landesvorsitzenden Norbert Müller für Potsdam und Umgebung.

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Wolfgang Hübner

MOSEKUNDS MONTAG

»Was ist Ihnen denn passiert?« fragte ein Bekannter Herrn Mosekund erschrocken und wies auf dessen von Schwellungen leicht entstelltes Gesicht. »Eine Infektion?« - »Nein, bewahre«, antwortete Herr Mosekund, »eine schwierige Gedankengeburt.

ndPlusMartin Hatzius

Rettungsroutine

So schnell gelangt man in windigen Zeiten zu Ehren: Vor wenigen Tagen war »Rettungsroutine« überhaupt noch kein Wort, zumindest keins, das irgendwer benutzte, nun ist es das »Wort des Jahres«.

Hans-Dieter Schütt

Suhrkamp-Verlag

Mitte Februar entscheidet das Frankfurter Landgericht über den Antrag auf Auflösung von Suhrkamp. Als der Streit um die Nachfolge von Siegfried Unseld tobte, sollte ein Beirat schlichten (Walser, Habermas, Enzensberger). Hans-Dieter Schütt über ein Verlags-Drama.

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Anika Stralau

"Wider die marktkonforme Demokratie"

Der Schriftsteller Ingo Schulze erhät den Bertolt-Brecht-Preis 2013. Schulze - ein Polemiker »Wider die marktkonforme Demokratie« und »Gegen die Ausplünderung der Gesellschaft« - sei, so die Jury, der »hartnäckigste Chronist der deutschen Wiedervereinigung«.

Preis I

Sie kommt nicht, sie ist - da. Einer ihrer wesentlichen Regisseure, Michael Thalheimer, schrieb: »Sie rammt Figuren wuchtig in den Boden ihrer Situation.« Für die Titelrolle in Thalheimers Inszenierung der »Medea« in Frankfurt am Main erhält die Schauspielerin 2013 den renommierten Ring - benannt nach Gertrud Eysoldt, der berühmten Akteurin bei Max Reinhardt. Wir haben Angst, und das Theater ze...

ndPlusThomas Blum

"Müll im Garten Eden"

Der Film »Müll im Garten Eden« von Fatih Akin dokumentiert den Widerstand eines türkischen Dorfes, das von der Landwirtschaft lebt, gegen die Errichtung einer Mülldeponie. Thomas Blum traf den Regisseur zum Interview.

Seite 18

Wagnis

Huub Steevens ist Geschichte. Mal wieder. Am Sonntag hat Schalke 04 ihn vor die Tür gesetzt. Kommt das überraschend? Nicht wirklich - trotz all seiner Verdienste. Immerhin hat der knorrige und zusehends einsilbige Steevens, zuletzt nicht mehr den Eindruck vermittelt, seinem taumelnden Team auf die Beine helfen zu können. Was beachtlich ist, angesichts der Erfahrung, die er mitbringt. Viel Kred...

Ulrike Weinrich, SID

Protestwelle ausgeblieben

Das Protestschweigen der Ultras wurde einfach überstimmt - die Hardcore-Fans standen am ersten Spieltag nach der Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitskonzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL) deutlich im Abseits. Ihre Kundgebungen verliefen relativ unspektakulär, die stärkeren Proteste riefen mitunter einen lauten und heftigen Widerstand im übrigen Publikum hervor. So beispielsweise im Sp...

ndPlusDietmar Fuchs, dpa

Der Fliegende Holländer

Die 1:3-Niederlage gegen Freiburg war Huub Stevens' letzte Partie als Trainer des FC Schalke. Schon unmittelbar nach dieser Pleite wagte es Manager Horst Heldt nicht, ein klares Bekenntnis zum Niederländer abzugeben. Es folgte die Beurlaubung, Jens Keller übernimmt.

ndPlusMatthias Koch

Aufstiegslust und Abstiegskampf

Heute ab 20.15 Uhr drücken die Fans von Hertha BSC entgegen aller Gewohnheit dem Lokalrivalen 1. FC Union Berlin die Daumen. Nur wenn die Köpenicker bei Eintracht Braunschweig punkten, wird Hertha Wintermeister. Union würde im Falle eines Sieges auf Platz vier vorstoßen. »Der Anreiz, bis auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heran zu kommen, ist sehr groß. Das bringt ein Stück Motivation extra«,...

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Berliner siegt in China

Samuel Schwarz hat sich fest in der Weltelite der Eisschnellläufer etabliert. Seinem dritten Platz am Sonnabend ließ er am Sonntag im chinesischen Harbin nun den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere folgen. Im Ziel konnte er seine Gefühle kaum beschreiben. »Es ist wie im Märchen: Samuel im Wunderland«, meinte der 29-jährige Berliner nach seinem grandiosen Erfolg über 1000 Meter. In 1:09,69 Minuten ...

ndPlusFelix Lill, Yokohama

Brasilianischer Heimsieg in Yokohama

Vor einer beeindruckend brasilianischen Kulisse gewann Corinthians Sao Paulo gestern die Klub-WM in Japan. Der FC Chelsea steckt damit noch tiefer in der Krise.

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ndPlusJirka Grahl

Abschied von Klaus Köste

Nicht nur unter den Turnern ist die Bestürzung groß: Klaus Köste, der Pferdsprung-Olympiasieger von 1972, erlag im Alter von 69 Jahren in seinem Wohnort Jesewitz (Sachsen) einem Herzversagen. Noch am Wochenende zuvor hatte der erste Turnolympiasieger der DDR in Schwarzenberg (Erzgebirge) eine Turngala moderiert.

Marc Zeilhofer, dpa

Milde Gaben

Ryan Lochte gilt als legitimer Nachfolger von Michael Phelps - nicht nur optisch, auch sportlich. Bei der Kurzbahn-WM in Istanbul hat der US-Amerikaner gleich viermal Gold geholt. Mit nach Hause wollte er die Medaillen im Gegensatz zu den deutschen Schwimmern aber nicht nehmen.

ndPlusSandra Degenhardt, dpa

Trotz Sturz ganz nach vorn

Andreas Birnbacher ist der Mann des Massenstarts: In seinem Lieblingsrennen feierte der Weltcupsieger dieser Disziplin seinen zweiten Saisonerfolg. Zuvor hatte bereits Miriam Gössner für ihren Premierenerfolg und den ersten Sieg den Biathletinnen in diesem Winter gesorgt.