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Unten links

Für Roland Jahn ist es auch 22 Jahre nach der Wende noch immer in höchstem Maße befreiend, der ehemaligen Stasi-Zentrale aufs Dach zu steigen. Als Chef der MfS-Unterlagen, der dort täglich ein und aus geht, ist freilich längst ein Gewöhnungseffekt eingetreten. Jahn sucht deshalb nach Befreiungssteigerung und will die Rolling Stones auf sein Dach einladen. Mit dieser leicht zum Randständigen tendie...

Uwe Kalbe

Früher Vogel

Die SPD hat die soziale Gerechtigkeit wiederentdeckt. Wie ernst es ihr damit ist, darüber kann der Wähler aber nur spekulieren. Bereits jetzt erkennen kann er immerhin, wie ernst es Peer Steinbrück damit ist. Gerechtigkeit wird für ihn dort zum Thema, wo sie für ihn erfahrbar ist. Das macht ihn so menschlich, sympathisch - dort oben, wo er seine Kreise zieht.

Sarah Liebigt und Martin Kröger

Jahreswechsel in Berlin

Silvestersause der Superlative: Kein freies Hotelzimmer nirgends. In Berlin wollen zwei Millionen Gäste den Jahreswechsel feiern. Polizei und Feuerwehr haben sich auf den Ausnahmezustand eingestellt. Für viele Berliner ist das Ganze jedoch zu laut, zu grell und generell zu viel. "nd"-Redakteure diskutieren im Pro- und Contra: Mitfeiern oder nüscht wie weg?

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ndPlusHannes Hofbauer, Bratislava

Mühsamer Weg gen Westen

Als jüngste Hauptstadt EU-Europas - Prag war ja bereits vor der Trennung die gemeinsame tschechoslowakische Kapitale - feiert Bratislava zum Jahreswechsel den 20. Jahrestag der staatlichen Unabhängigkeit.

Jindra Kolar, Prag

Wo ist meine Heimat?

Tschechen und Slowaken gehen seit 20 Jahren getrennte Wege: Zum 31. Dezember 1992 hatten ihre Politiker – freilich ohne das Volk vorher zu befragen – die Auflösung der 1918 erstmals gebildeten Tschechoslowakei beschlossen. Wie verhalten sich die beiden Staaten nach zwei Jahrzehnten eigenständiger Entwicklung zueinander?

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Hans-Dieter Schütt

Der Kanzlergern der SPD

Wenn Peer Steinbrück jetzt meint, ein Bundeskanzler verdiene zu wenig, dann setzt er die anstrebenswerte Nähe zum gemeinen Bürger - der aus verständlichem Egoismus heraus Sein und Haben stets in ein nutzbringendes Verhältnis zu setzen sucht - an der falschest möglichen Stelle an.

ndPlusMartin Zint

HIV/Aids? Lass uns drüber reden!

Marianne Gysae ist Medienpädagodin und Kooperantin des Weltfriedensdienstes. Ihr Mann Don Edkins entwickelte vor rund zwölf Jahren die Filmreihe: »Steps for the Future – Leben ist eigentlich eine positive Sache«. Mit internationaler Unterstützung wurden über 30 Filme realisiert, die jungen Filmemacher stammten ausnahmslos aus dem südlichen Afrika, aus Südafrika, Simbabwe, Mosambik, Lesotho, Namibia. Mit Gysae sprach Martin Zint.

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Tobias Riegel

Arbeitslos - aber trainiert

Es klingt zunächst spektakulär, anpackend und nach konzertierter Aktion, was Berlins Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) für den hauptstädtischen Arbeitsmarkt fordert - leider schrumpft es bei näherem Hinsehen aber zum grundfalschen Aktionismus. Denn die Idee, jedem einzelnen Arbeitslosen einen Coach (»Trainer«) zur Seite zu stellen, folgt gleich zwei irrigen Annahmen: Zum einen, dass es auf dem Ar...

ndPlusKatja Herzberg

Bescheidener Taktiker

Zwar entspricht der Wirtschaftswissenschaftler Mario Monti wenig dem Stereotyp eines »echten Italieners« wie ein impulsiver, launiger und arroganter Silvio Berlusconi. Doch als Politiker sollte der Technokrat nicht unterschätzt werden.

ndPlusMartin Ling

Morales und der starke Staat

Die Begründung der bolivianischen Regierung ist überzeugend: Verstaatlichung, um gerechte Strompreise und eine gleichwertige Versorgungsqualität in Stadt und Land zu sichern. Öffentliche Güter wie Wasser, Energie, Bildung oder Gesundheit gehören in die öffentliche Hand. Ein Selbstläufer ist die Verstaatlichung allerdings nicht.

ndPlusDaniel Kestenholz

Bhutto III.

Auf Staatsgründer Zulfikar Ali Bhutto folgte dessen Tochter Benazir, darauf ihr Gatte Asif Ali Zardari. Jetzt soll der jüngste Bhutto-Spross die Dynastie fortführen: Bilawal Bhutto Zardari, Sohn der vor fünf Jahren ermordeten früheren pakistanischen Regierungschefin Benazir Bhutto, hat anlässlich des Todestages seiner Mutter seine erste öffentliche Rede gehalten. Berichten zufolge strömten 200 000...

Sahra Wagenknecht

Gemeinsam gegen Abzocke

Im nächsten Jahr wird das Leben für die meisten Menschen teurer. Zum 1. Januar erhöhen die Stromkonzerne ihre Preise um durchschnittlich zwölf Prozent. Für viele ärmere Haushalte ist dies ein großes Problem, schließlich haben sich die Strompreise seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt, während die Löhne für Gering- bis Durchschnittsverdiener gesunken sind.

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Hendrik Lasch, Leipzig

Wieder Votum über Leipziger Tafelsilber

In Leipzig soll es zum zweiten Mal nach 2008 einen Bürgerentscheid geben, um den Verkauf städtischer Unternehmen zu verhindern. Starten könnte die Kampagne kurz vor der OB-Wahl am 27. Januar.

ndPlusRené Heilig

Unerwünschtes Wahlkampfthema

An Friedensbotschaften und Friedensforderungen ist gerade in der Zeit um Weihnachten und Silvester kein Mangel. Doch all das macht die Welt keineswegs friedlicher.

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Monti zieht mit Kirche in Wahlkampf

Der »Professore« will weitermachen. Italiens scheidender Ministerpräsident Mario Monti strebt an der Spitze eines Bündnisses der Mitte bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Februar das Amt des Regierungschefs an. Er habe die Nominierung als Chef der Koalition »Agenda Monti« angenommen, teilte der 69-jährige Wirtschaftsprofessor in Rom am Sonnabend mit.

Gericht stoppt Hollandes Reichensteuer

Paris (AFP/nd). Der französische Verfassungsrat hat eines der Vorzeigeprojekte von Präsident François Hollande gestoppt. Das höchste Verfassungsgremium erklärte am Samstag den Höchststeuersatz von 75 Prozent für Jahreseinkommen von mehr als einer Million Euro in der Umsetzung für nicht verfassungskonform, da diese dem Gleichheitsgrundsatz widerspreche. Die Reichensteuer beruhe auf dem Einkommen vo...

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Irina Wolkowa, Moskau

Und wieder wurde Putin Mann des Jahres

Sogar das Lewada-Zentrum, das einzige unabhängige Meinungsforschungsinstitut Russlands, hat Wladimir Putin erneut zum Mann des Jahres gekürt. Ein Blick auf die Stimmungslage vor dem Jahreswechsel.

ndPlusAlfred Michaelis, Vientiane

Laos kämpft mit Korruption

Das Thema scheint wie ein Komet. Es glimmt auf, erreicht erstaunliche Ausmaße und verschwindet wieder, um nach einer größeren Pause erneut aufzutauchen - es geht um den Umgang mit Korruption in Laos.

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ndPlusSteffen Schmidt

Im Namen der Dose

Es schien eine gute Idee: Ein deutlich erhöhtes Zwangspfand sollte Kunden vom Kauf von Einwegflaschen und Getränkedosen abschrecken, und durch die Rücknahmepflicht sollten diese ebenso unattraktiv für den Handel werden. So die Begründung, als nach einem kontinuierlichen Sinken des Anteils der Pfandflaschen am Getränkemarkt zum 1. Januar 2003 das Einwegpfand eingeführt wurde. Denn immerhin gab es u...

Steffen Schmidt

Volkszählung in den Baumwipfeln

Tropische Urwälder gelten als Zentren der Artenvielfalt. Doch wie groß diese tatsächlich ist, war bislang nicht einmal für einen einzelnen Wald bekannt. Ein internationales Forschungsprojekt liefert nun erstmals genauere Zahlen.

ndPlusHilmar König

Das Vermächtnis der »Damini«

Die 23 Jahre alte Studentin, die am 16. Dezember in einem Bus in Delhi bestialisch von sechs Männern vergewaltigt worden war, erlag am Samstag in einem Hospital in Singapur ihren schweren Verletzungen. Millionen Menschen gedachten am Wochenende in Indien der jungen Frau und forderten Gerechtigkeit und Gleichberechtigung der Frauen.

Michael Müller

2012 - ein verlorenes Jahr

Die Bilanz des abgelaufenen Jahres fällt für den Umwelt- und Naturschutz ernüchternd aus. Die Chancen wurden nicht genutzt.

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Wowereits Neujahrsgruß

(dpa). Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Menschen zu aktivem Engagement gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus aufgerufen. »Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht durch Mitfühlen und aktives Tun«, sagte Wowereit in seiner Neujahrsansprache. »Dazu gehört auch, nicht wegzuschauen, wenn Menschen wegen ihrer Religion, ihrer Hautfarbe oder Lebensweise angegriffen und belei...

Tipps und Regeln zur Pyrotechnik

● Alle brennbaren Gegenstände von Balkonen räumen.● In der Silvesternacht Fenster und Balkontüren fest schließen.● Nur am Silvesterabend bis zum Neujahrstag (in der Regel 18 bis 7 Uhr) ist Böllern erlaubt, verboten ist das »Knallen« in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altenheimen.● Nur zugelassenes Feuerwerk der Bundes...

Silvester zieht die Szene zum Knast

(nd-Liebigt). Auch am heutigen Abend rufen Berliner Linke wieder zur jährlichen Knastdemo auf. Dieses Jahr stehen die Aktionen unter dem Motto »Grenzen und Mauern einreißen - für eine solidarische Gesellschaft«. Traditionell wird vor Gefängnissen und Abschiebeknästen gegen das Strafsystem als solches demonstriert - sowie gegen gesellschaftliche Strukturen, die es erst möglich und erforderlich mach...

Mit dem Hauptstadt-Pfund wuchern

Berlin muss nach Ansicht von Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) mit dem Pfund einer Hauptstadt viel mehr wuchern. »Wir müssen unsere Messe- und Hauptstadtfunktion besser nutzen«, sagte Yzer. Berlin habe Botschaften aus der ganzen Welt, fast jede Woche kämen hochkarätige Wirtschaftsdelegationen in die Stadt. Als Messestandort ziehe Berlin auch Geschäftsleute aus aller Welt an. »Diese Zielgruppen will ich gezielt ansprechen, um für den Standort Berlin zu werben.«

ndPlusMartin Kröger

Tanz auf dem Spreevulkan

Der alljährliche Ausnahmezustand über den Jahreswechsel zeichnete sich am Sonntag bereits ab. Allerorten in der Hauptstadt waren Gruppen von Touristen zu beobachten, die sich Sehenswürdigkeiten anschauten oder bei teils frühlingshaftem Wetter einfach durch die Metropole flanierten. Höhepunkt des Tanzes auf dem Spreevulkan zum Jahreswechsel in Berlin wird wieder die Open-Air-Party am Brandenburger Tor sein.

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Peymann zögert

(dpa). Claus Peymann lässt weiter offen, ob er über 2014 hinaus Intendant am Berliner Ensemble bleiben will. »Bis April muss ich entscheiden, ob ich noch bleibe«, sagte der 75-Jährige der »Berliner Zeitung«. »Ich muss sehen, ob es neue Wege gibt, neue Ideen, neue Partner.« Der Vertrag von Peymann, der seit 1999 an der Spitze des Berliner Ensembles steht, läuft in zwei Jahren aus....

Bibliothek: Bau ab 2015?

(dpa). Der geplante Neubau der Landesbibliothek soll nach dem Willen des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) möglichst rasch anlaufen. »Im kommenden Jahr wird die Stadtbauverwaltung den Vorwettbewerb ausschreiben, dann kommt der Wettbewerb«, sagte der Politiker. »Wenn diese Vorarbeiten abgeschlossen sind, könnte nach heutigem Stand der erste Spatenstich 2015 oder 2016 erfolgen.«...

ndPlusVolkmar Draeger

Den Aufstand proben

Was Rainer Werner Fassbinder, gerade 23, erdacht und mit seinem »antitheater« 1969 nach den Studentenunruhen auf Einladung von August Everding in den Münchner Kammerspielen uraufgeführt hat, scheint auf Schauspielstudenten übergegangen zu sein. Sie, Jugend von heute, können den Impetus der Revolution offenbar am ehesten transportieren. Denn um Aufstand dreht sich »Anarchie in Bayern«. Nach einer I...

Kilian Klenze

Wenn Liebe trennt

Was wären die Frauen ohne Männer? Und was wären, erst recht, die Männer ohne ihre Frauen? Diese Fragen dürften uns Menschen bewegen, solange wir denken können. Ohne greifbares Ergebnis. Diesmal versuchen sich fürs Renaissance-Theater Torsten Fischer als Regisseur und sein Dramaturg Herbert Schäfer an dem Thema. Und gewinnen ihm in der Tat ein paar neue, vor allem amüsante, jedoch auch bedrückende ...

Klaus Hammer

Grenzüberschreitungen

Der Maler, Wissenschaftler und Hochschullehrer Manfred Zoller hat eine morphologische Sicht auf die stetig sich verwandelnden Gestalt-Phänomene der Natur, des tierischen und menschlichen Körpers wie überhaupt auf die ganz andere Welt des Bildnerischen.

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Woelki warnt vor sozialen Spannungen

Der katholische Erzbischof Rainer Maria Woelki hat vor einer Zunahme sozialer Spannungen in der Hauptstadt gewarnt. Er verfolge mit großer Sorge, wie sich in anderen Großstädten, auch in Europa, die sozialen Spannungen gewaltsam entladen. »Das ist mir für Berlin eine ständige Warnung«, sagte der Kardinal dem epd in Berlin.

Müller sieht A 100 im Zeitplan

(dpa). Im Frühjahr rollen die Bagger zur Erweiterung von Berlins umstrittenster Autobahn A 100. »Erste Baufortschritte wird man im Mai sehen«, kündigte Verkehrssenator Michael Müller (SPD) an. Zu diesem Zeitpunkt begännen erste Arbeiten an den Ingenieursbauwerken, zuvor müssten noch einige Gebäude auf der Trasse abgerissen werden. »Wir sind im Zeitplan«, sagte Müller. Für die Baufirmen könnte s...

Linke Kneipe in Dortmund überfallen

Samstag Nacht überfielen rund zehn Neonazis die linke Kneipe HirschQ in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofes. Nach Polizeiangaben hätten sich Ultrarechten vor der Eingangstür der Gaststätte positioniert, Gäste provoziert und bedroht.

Robert Luchs, Mainz

Fluglärmgegner geben nicht auf

Der Frankfurter Airport ist der größte in Deutschland. Doch gegen das Getöse der Flugzeuge gibt es Widerstand. Auch im kommenden Jahr.

Christoph Trost und Marco Hadem, dpa

Totenglocken für Studiengebühren

Studiengebühren vor dem Aus: In Bayern dürften die Beiträge entweder direkt vom Volk oder von der Regierung nach der Landtagswahl abgeschafft werden. Und sollte in Niedersachsen im Januar Rot-Grün siegen, sollen die Gebühren auch dort fallen.

ndPlusRainer Funke

Friedrich II. und sein Flughafen

Wenn sich das Jahr neigt, sieht sich der Politiker verführt, sein unendliches Mühen um das Wohl des Berliner Bürgers offenzulegen und kundzutun. Hierzu bemüht er die Statistik, die freilich gar nicht geneigt ist, sich im Spiel der Zahlen auf Wahrheiten festzulegen. So lässt sich ziemlich alles in sich verkehren. Jeder liest heraus, was ihm gefällt. Und das ginge etwa so: Die Lärmbelastung auf den ...

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Platzeck warnt vor Kürzung der EU-Hilfen

Potsdam (dpa/nd). Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) warnt davor, die gute Entwicklung in Ostdeutschland durch zu starke Kürzungen bei der EU-Förderung aufs Spiel zu setzen. Sie sei schon jetzt eine Erfolgsgeschichte - »auch und gerade wegen der bisherigen Unterstützung durch die europäischen Strukturfonds«, sagte Platzeck in einem Gespräch mit der dpa. »Allerdings gehört z...

Jakobs: Rot-Rot kein Tabu

Potsdam (dpa). Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) schließt eine rot-rote Koalition für die Landeshauptstadt nicht mehr aus. »Für mich gibt es da keine Tabus«, sagte er den »Potsdamer Neuesten Nachrichten« mit Blick auf die Kommunalwahl 2014. »Die LINKE ist hier zwar ziemlich konservativ, aber kein ideologisch verblendeter Verein, da kann man pragmatische Politik machen«, so Jakobs im Int...

SPD-Kandidat gegen Solidarpakt

Hannover/Potsdam (dpa/nd). Der SPD-Spitzenkandidat für die niedersächsische Landtagswahl, Stephan Weil, fordert ein vorzeitiges Ende des Finanztransfers in die ostdeutschen Länder. Die bis 2019 zugesagte besondere Förderung müsse vorher auslaufen, sagte Weil. Dann könnten mit dem Geld auch bedürftige Regionen im Westen unterstützt werden. Die Länderchefs im Osten sehen zwar einen Änderungsbedarf b...

IHK entfacht Streit um Eintritt für Sanssouci neu

Potsdam (dpa). Das Thema Eintritt für den berühmten Park Sanssouci ist für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam noch nicht abgehakt. »Die bisherige Regelung stößt zunehmend auf Unverständnis«, teilte die Kammer am Samstag mit. Die Besucher seien erstaunt, dass sie nur zu einer freiwilligen Zahlung aufgefordert würden. »Nirgendwo anders kann man kostenlos durch so einen wunderschönen Park...

Strategie für Aquakulturen in Planung

Fisch aus deutschen Zuchtanlagen ist Mangelware. Das könnte sich ändern. Der Kieler Fischereiminister Habeck ist länderübergreifend verantwortlich für eine Strategie für Aquakulturen zwischen Nordsee und Alpen.

Andreas Fritsche

Antifaschistischer Kriminalroman

Angeblich ist »Operation Taubenhaus« ein Kriminalroman. So steht es auf dem Buchdeckel, so behauptet es der Potsdamer Verleger Karl-Heinz Otto, der unter dem Pseudonym CarlOtto politisch engagierte Krimis mit regionalem Kolorit verfasst.

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Adassinsky

Der russische Avantgarde-Schauspieler Anton Adassinsky ist als Mephisto nun preisgekrönt. Er bekam den Preis der russischen Filmkritik als bester Darsteller einer Nebenrolle, teilte Adassinskys Ensemble Derevo in Dresden mit. Der 53-Jährige hatte im »Faust«-Film von Regisseur Alexander Sokurow den Mephisto gespielt; an der Seite von Hanna Schygulla. Der Streifen errang 2011 bei den 68. Filmfestspi...

Streit um die Führung des Suhrkamp-Verlages

Im Streit um die Führung des Suhrkamp-Verlages sieht Minderheitsgesellschafter Hans Barlach seinen Ruf geschädigt. Er sei betroffen, dass Autoren wie Rainald Goetz und Peter Handke ihn »ohne jede Sachkenntnis« verunglimpften, sagte Barlach dem Nachrichtenmagazin »Der Spiegel«. »Das passt zur Mechanik der Rufschädigung.« Goetz hatte Barlach vorgeworfen, mit seinen Klagen die Arbeit des erfolgreichen Verlags-Führungstrios systematisch zu erschweren.

Wolfgang Hübner

MOSEKUNDS MONTAG

In Herrn Mosekunds Wohngebiet hatte eine Videothek eröffnet, und da ihm zu Weihnachten ein Gerät zum Abspielen von Filmen geschenkt worden war, wollte er sich über das Angebot informieren. Ratlos stand er vor den bunt gefüllten Regalen. »Vielleicht etwas mit Action?« fragte ein Mitarbeiter, doch Herr Mosekund, der eine dunkle Ahnung davon hatte, was gemeint war, schüttelte heftig den Kopf.

ndPlusMartin Hatzius

Gealtert und mit letzter Tinte

Wir wissen noch nicht, was das neue Jahr bringt, worüber etwa in den Feuilletons, in Blogs und öffentlichen Gesprächen gestritten und verhandelt werden wird. Und ja, was das alte Jahr brachte, ist fast schon vergessen. Martin Hatzius schaut trotzdem noch einmal zurück auf die Debatten des Jahres 2012.

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Anthony Hopkins 75

Anthony Hopkins war Hitler, Nixon, Rabin, Mussolinis Schwiegersohn Ciano, der heilige Paulus. Sie alle durften in seinem Spiel ihre Wahrhaftigkeit fühlen. In seinem Wesen liegt eine bannschlagende Abwesenheit, ein abgründiges Lauern - so lauern Krokodile hundert Jahre auf Beute, und weil Zeit verflucht langsam vergeht, verwandeln sie sich in ein sanftes Tier und nennen sich Anthony. Am Montag wird der Schauspieler 75.

12 Monate mit Vorsatz

Sie rückt näher, die Stunde des neuen Menschen - Silvester ist nämlich der Moment der guten Vorsätze. Die neuen Pläne indes tragen schon in der ersten Sekunde ihrer Bekundung den Keim des Verrats in sich. Dieser Konflikt hat zu seiner Kennung einen Satz aus dem Volksmund: Mit den guten Vorsätzen sei der Weg zur - Hölle gepflastert. Ausgerechnet dorthin.

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ndPlusErik Nebel, dpa

Investmentbanker in der Krise

In Herrn Mosekunds Wohngebiet hatte eine Videothek eröffnet, und da ihm zu Weihnachten ein Gerät zum Abspielen von Filmen geschenkt worden war, wollte er sich über das Angebot informieren. Ratlos stand er vor den bunt gefüllten Regalen. »Vielleicht etwas mit Action?« fragte ein Mitarbeiter, doch Herr Mosekund, der eine dunkle Ahnung davon hatte, was gemeint war, schüttelte heftig den Kopf.

ndPlusKnut Henkel

Die Markensammler

Im zu Ende gehenden Jahr hat sich der Konzentrationsprozess unter den Brauereien weiter fortgesetzt. Doch Übernahmekandidaten werden zumindest für die Elefanten der Branche langsam knapp.

Erich Preuß

Erst kommen die Lockvögel

Künftig könnten Fernbusse eine günstige Alternative zu Mitfahrzentralen, Billigfliegern und vor allem zu Fernzügen darstellen. Wird die Bahn das Nachsehen haben?

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Pechsteins letzter Kampf

Ihr letzter juristischer Kampf wird ein Marathon. Claudia Pechstein lässt in der Auseinandersetzung um ihr ramponiertes Image und viel verlorenes Geld nicht locker. Fristgerecht reichte die fünffache Olympiasiegerin im Eisschnelllauf zum letzten Tag des Jahres ihre seit Oktober 2011 angekündigte Schadenersatzklage gegen den Eislaufweltverband ISU beim Landgericht München ein. Nachdem sie am 8. ...

Eric Dobias, dpa

»Das ist einfach grandios«

Ein Jahr lang war Martin Schmitt in der Versenkung verschwunden. Bei seinem Weltcup-Comeback überzeugt der Oldie und wird von den Fans und seinen Teamkollegen gefeiert. Auch Bundestrainer Schuster freut sich.

Jirka Grahl, Oberhof

Es geht um Schnee, es geht um Geld

Seit dem Samstag steckt Oberhof in gewohnter Jahreswechselhektik: Am Wochenende starteten die Langläufer hier in die Tour de Ski, ab Mittwoch werden die Biathleten die derzeit verregnete thüringische Kurstadt in Beschlag nehmen. Für ein paar Tage ist das stille Städtchen eine Wintersportmetropole, doch die Weltcupzukunft ist keinesfalls gesichert.

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Volker Gundrum, dpa

Ovationen für Neuner und Greis

50 000 Fans feierten die ehemaligen Biathlon-Stars Magdalena Neuner und Michael Greis im Fußball-Stadion auf Schalke. Es war eine rauschende Abschiedsparty für zwei große Wintersportler.

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Wo Römer seit 2500 Jahren auftanken
Michael Müller

Wo Römer seit 2500 Jahren auftanken

Wenn Römer mal raus wollen aus ihrer ebenso urban grandiosen wie urban gigantisch überfluteten Stadt, dann fahren sie in die etwa 20 Kilometer südöstlich gelegenen Albaner Berge. Eine, weil nämlich ebenfalls Reste eines vulkanischen Ringgebirges, der deutschen Eifel ähnlichen Gegend. Bewaldete Hügel, zwei imposante Kraterseen, an und um deren Ränder pittoreske Dörfer. Man kann hier gut wandern, mu...