Seite 1

Unten links

Erst dachten wir ja, liebe FAZ, dass Euch wieder einmal die gemeinen Kapitalisten die Feder geführt haben. Von wegen: Mit der sozialen Gerechtigkeit hierzulande könne es doch nicht so schlecht bestellt sein, wenn die Linkspartei in Umfragen da steht, wo sie steht. Nun aber haben wir eine Studie gelesen, die Euren blitzgescheiten Umkehrschluss doch glaubhaft macht. »Auch Linke fahren Mercedes«, ...

Himmelfahrts-Kommandant

Hartmut Mehdorn, ehemaliger Chef der Deutschen Bahn, soll das Katastrophenprojekt Flughafen BER zum Abschluss bringen. Mehdorn sagte, er werde alles tun, um die Fertigstellung des Flughafens zu beschleunigen. Matthias Platzeck (SPD) präsentierte die Personalie am Freitag.

NSU-Prozess nur im kleinen Kreis

Berlin (nd-Heilig). Das Münchner Oberlandesgericht, vor dem ab Mitte April gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe und weiter vier Beschuldigte Neonazis verhandelt werden soll, wird keinen Platz für den Botschafter der Türkei und den Menschenrechtsbeauftragten des türkischen Parlaments reservieren. So steht es in einem Brief an den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Begründ...

ndPlusSusanne Steffen, Tokio

Pjöngjang verstärkt Drohungen

Nordkoreas Kriegsdrohungen werden immer lauter. Wenige Stunden, nachdem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen neue Sanktionen gegen das Land beschlossen hat, reagierte das Regime in Pjöngjang am Freitag mit Aufkündigung aller Nichtangriffsabkommen mit Südkorea.

Anne-Kathrin Krug

Marx lesen im Jahr 2013

»Größter Sohn des deutschen Volkes wurde in Karl Marx Stadt geehrt« titelte das ND am 14.03.1983 zum 100. Todestag von Karl Marx. »Tausende Werktätige versammelten sich am Karl-Marx-Monument der Bezirksstadt Karl-Marx-Stadt«, setzte der Beitrag fort. Pünktlich zu diesem Todestag wurde auch eine 20-Mark-Gedenkmünze herausgegeben. Damals war ich gerade mal ein Jahr alt. Das alles würde es heute s...

Seite 2
Harald Neuber

Rückendeckung für Buenos Aires

Argentiniens Regierung hat mit einer diplomatischen Offensive auf das Referendum der Bewohner der Falklandinseln reagiert. Wenige Tage bevor die London-treue Verwaltung des Archipels die Bewohner zu einem Referendum über die politische Zugehörigkeit aufgerufen hat, erneuerte Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner in ihrer Neujahrsansprache vor dem Parlament in Buenos Aires ein Angebot zum D...

ndPlusReiner Oschmann

Heimspiel für London

Die Falklandinseln (Malvinas) im Südatlantik sind seit Jahrhunderten Zankapfel zwischen Großbritannien und Argentinien. Am 10. und 11. März wollen die Einwohner per Referendum ein Zeichen setzen - für ihre weitere britische Zugehörigkeit. Buenos Aires will zurückverhandeln.

Seite 3
Hans-Dieter Schütt

»Wir sind keine ...«

»Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen« - so heißt der Abend am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Er stellt Menschen vor, die Zivilcourage leben.

Seite 4

Opel-Betriebsrat gegen IG-Metall-Kurs

Bochum/Rüsselsheim (dpa/nd). Dem Sanierungsplan bei Opel fehlt weiterhin die Zustimmung des Betriebsrats aus dem am stärksten getroffenen Werk Bochum. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel bekräftigte am Freitag seine Ablehnung des zwischen IG Metall, Gesamtbetriebsrat und Opel gefundenen Kompromisses. Vor allem den geplanten Jobabbau will der Arbeitnehmervertreter nicht mittragen: Bis 20...

Rot-Grün für gleiche Bezahlung

Eine grundlegende Neuordnung der Geschlechterrollen, eine »Revolution im Verhältnis der Geschlechter« streben SPD und Grüne laut Sigmar Gabriel und Claudia Roth an. Im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl wollen sie ein Entgeltgleichheitsgesetz auf den Weg bringen.

ndPlusChristin Odoj

Chronik des Versagens

Erst nach elf Jahren kam für Semiya Simsek die Gewissheit: Ihr Vater, Enver Simsek, war das erste Opfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU. Über die quälende Zeit voller falscher Verdächtigungen gegenüber ihrer eigenen Familie hat seine Tochter nun ein Buch veröffentlicht, das anklagt.

Seite 5

Lkw-Maut: Bund drohen Rückzahlungen

Berlin (dpa/nd). Auf den Bund könnten milliardenschwere Forderungen auf Rückzahlung von Lkw-Maut zukommen. Beim zuständigen Bundesamt für Güterverkehr (BAG) sind nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster 6000 Erstattungsanträge von Spediteuren eingegangen, wie ein Sprecher des Amtes dem »Handelsblatt« sagte. Zudem seien derzeit 27 Erstattungsklagen anhängig. Deren Ansprüche summi...

Tillich für Regionalpakt ab 2019

Düsseldorf (epd/nd). Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) fordert nach dem Auslaufen des Solidarpakts 2019 einen auf die Regionen zugeschnittenen Förderfonds. »Was wir nach 2019 brauchen, ist ein Regionalpakt, der unabhängig von Himmelsrichtungen gezielt strukturschwache Regionen fördert«, sagte Tillich der »Rheinischen Post«. Der Aufholprozess der ostdeutschen Länder werde noch J...

Fabian Lambeck

Gedränge um die Ränge

Die FDP wählt am Wochenende eine neue Führungsmannschaft. Während sich Parteichef Rösler keine Sorgen machen muss, wird es beim Kampf um die weiteren Plätze richtig spannend.

ndPlusUwe Kalbe

»Nicht schwatzhaft«

Peer Steinbrück spart nicht mit Anerkennung für Egon Bahr. Bei einer Buchvorstellung am Donnerstag bleibt das nicht ohne Folgen. Ein Lob gibt das andere. Das ist gut für den Spitzenkandidaten, wie es gut ist für das Buch. Und Egon Bahr genießt es. Zumindest sagt er es so.

Seite 6

»Wir sollten Kim Jong Un ernst nehmen«

Rüdiger Frank ist Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens an der Universität Wien. 1969 in Leipzig geboren, studierte er Koreanistik, Ökonomie und Internationale Beziehungen an der Berliner Humboldt-Universität. Mit dem Korea-Experten sprach für »nd« Ralf Hutter.

Olaf Standke

Pjöngjang und der atomare Erstschlag

Seoul hat am Freitag in scharfem Ton auf die Drohung Pjöngjangs mit einem nuklearen Erstschlag reagiert. Das Regime von Machthaber Kim Jong Un werde zugrunde gehen, sollte es Südkorea mit Atombomben angreifen, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Seite 7

Brennan neuer CIA-Chef

Der Anti-Terrorexperte John Brennan wird neuer Chef des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA. Der bisherige Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama wurde am Donnerstag vom Senat in Washington mit 63 zu 34 Stimmen bestätigt. Der 57-Jährige folgt auf David Petraeus.

ndPlusHannes Hofbauer, Wien

Düstere Zeiten für Osteuropa

Keinen Grund zum Optimismus für das »Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche« (WIIW): Das notwendige dreiprozentige Wachstum wird es auch 2013 in der Ostzone der EU mit Ausnahme Litauens und Lettlands nirgendwo geben und Arbeitslosigkeit ein veritables Problem.

ndPlusHeinz Krieger, Barcelona

Hohe Strompreise sorgen für Linksrutsch

Bei den Parlamentswahlen auf Malta könnte es heute zum ersten Mal seit 16 Jahren wieder einen Sieg der sozialdemokratischen Labour-Partei geben. Sie liegt in Umfragen elf Prozent vor den Nationalisten. Hauptthema im Wahlkampf war der hohe Strompreis.

Seite 8
Grit Gernhardt

Frauentag ist Wahlkampftag

Womit kann die Politik am Internationalen Frauentag beim Wahlvolk so richtig punkten? Richtig, mit Frauen- und Gleichstellungsthemen. Das dachten sich anscheinend auch die Vorsitzenden der beiden Oppositionsparteien SPD und Grüne, Sigmar Gabriel und Claudia Roth. Sie trugen gleich ganz dick auf und versprachen im Falle eines Wahlsieges im September nicht weniger als die Abschaffung der bestehen...

ndPlusOlaf Standke

Drohnen-König

Es war nicht die erste Hängepartie für Barack Obamas neu formiertes außen- und sicherheitspolitisches Team im Washingtoner Senat. Schon Pentagon-Chef Chuck Hagel musste sich unangenehmen Fragen stellen und ging nach Ansicht politischer Beobachter nicht unbeschädigt aus dem Bestätigungsverfahren im Kongress hervor. Auch John Brennan, Kandidat für die CIA-Spitze, musste sich in Geduld üben, weil ...

René Heilig

Münchner Gerichtsfarce

So ist das korrekt, das ist deutsche Ordnung: Wer was will, stellt sich an. Das ist so bei der Post, am Bahnschalter, vor dem Ausschank eines Ausflugslokals - oder beim Münchner Oberlandesgericht, das über die NSU-Frau Zschäpe und einige ihrer Helfer verhandeln wird. Gedrängelt wird nicht! Bravo, Herr Richter, soll doch der türkische Botschafter früher aufstehen, wenn er bei der Verhandlung geg...

Ingolf Bossenz

Außenseiter

Der »beschränkteste Staatssekretär des 20. Jahrhunderts« - das war Angelo Sodano für den 1994 verstorbenen britischen Priester und Vatikan-Insider Peter Hebblethwaite. Ein Prädikat, das für das - obwohl noch junge - 21. Säkulum an Sodanos Nachfolger (ab 2006) im Amt des »Staatssekretärs Seiner Heiligkeit« vergeben werden könnte: Kardinal Tarcisio Bertone. Bertones Amtszeit endete, wie die...

Berlin reif für Gedenkort?

nd: Anfang März 1919 endete ein Generalstreik in Berlin in einem Blutbad. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie ein historischer Spaziergang zu den Schauplätzen erinnern in diesem Jahr daran. Was forderten die Streikenden damals? Lange: Sie wollten die uneingelösten Forderungen des 1. Reichsrätekongresses von 1918 durchsetzen. Dazu gehörten die Sozialisierung der Schlüsselindustrien, eine Heeresr...

Seite 9

Cromme verlässt ThyssenKrupp

Essen (dpa/nd). Der Aufsichtsratschef des ThyssenKrupp-Konzerns, Gerhard Cromme, zieht sich komplett aus dem Unternehmen zurück. Nach zwölf Jahren an der Spitze des Kontrollgremiums werde er zum 31. März den Posten niederlegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Cromme habe die Krupp-Stiftung gebeten, seine Entsendung in den Aufsichtsrat zum gleichen Zeitpunkt zu beenden. Mit diesem S...

Hapag-Lloyd plant Fusion mit Hamburg-Süd

Hamburg (dpa/nd). Der Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne besteht bei einem Zusammenschluss von Hapag-Lloyd und Hamburg Süd auf einem Börsengang. »Ob mit oder ohne Hamburg Süd, Hapag-Lloyd wird an die Börse gehen«, sagte Kühne der Tageszeitung »Die Welt«. Er räumte ein, dass die Fusionspläne mit der Hamburg-Süd daran scheitern könnten. Bis zum Juni 2013 erwarte er Klarheit über die Bewertu...

Reimar Paul

Langes Palaver, wenig Ertrag

Die Endlagerung des Atommülls in Deutschland bleibt weiter ungeklärt. Auch ein Treffen am Freitag brachte keinen Durchbruch.

Was nützen Sanktionen?

Der WWF und andere Tierschutzorganisationen sind mit dem Verlauf der ersten Woche der UN-Artenschutzkonferenz CITES nicht glücklich. JANPAI ONGSIRIWITTAYA, Expertin für Wildtierhandel beim WWF, zieht ein gemischtes Resumee der ersten Woche. Mit ihr sprach MICHAEL LENZ.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Börsenboom wie vor der Krise

Die globale Wirtschaft lahmt, die Börsen dagegen boomen. Hier herrscht Feierlaune. Trotz hartnäckiger Flaute in Europa, US-amerikanischer Finanzsorgen und Dauerdeflation in Japan erklimmen die Aktienkurse immer luftigere Höhen.Am Freitag erreichte der DAX die 8000er Marke.

Seite 12
Jan Mies und Nikolaj Stobbe, SID

Bestraft für die Taten anderer

Dynamo Dresden ist abgestraft, doch die Ruhe beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist trügerisch. Nach der harten Strafe gegen die Sachsen beginnt in der Sportgerichtsbarkeit eine Grundsatzdiskussion darüber, ob Vereine für Chaoten unter ihren Fans in Haftung genommen werden können.

ndPlusJana Lange, SID

Starker Auftritt im Regen

Die deutschen Fußballerinnen dürfen beim 20. Algarve-Cup nach einem starken Auftritt gegen Weltmeister Japan auf den Finaleinzug hoffen. Zwei Tage nach der Nullnummer gegen Dänemark gewann der Titelverteidiger 2:1 (1:1). Damit entscheidet das Duell am Montag über Endspiel-Paarung.

ndPlusAndreas Morbach, Gelsenkirchen

Der Jüngste im Hunderterklub

Heute empfängt der FC Schalke 04 Borussia Dortmund zu dem Bundesligaderby schlechthin. Julian Draxler wird dann nicht nur im Mittelpunkt stehen, weil er sein 100. Pflichtspiel für die Schalker absolviert. Als Mann mit der Fähigkeit zum druckreifen Satz fiel er schon 2011 auf.

Seite 13

Retter der Eigentümer

Es hat sich also doch noch jemand gefunden, der den Schleudersitz des BER-Großflughafenchefs einzunehmen bereit ist. Dass mit Hartmut Mehdorn ausgerechnet einer der unbeliebtesten Manager im Lande ran darf, zeigt, wie schwer sich die Headhunter getan haben müssen.

ndPlusRobert D. Meyer 
und Martin Kröger

Mehdorn soll's bringen

Hartmut Mehdorn soll die Dauerpannen am künftigen Berliner Hauptstadtflughafen beheben. Verkehrsminister Ramsauer bestätigte die Personalie inzwischen. Der frühere Bahn- und Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn habe bereits am Mittwoch seine Zusage für den Posten gegeben.

ndPlusKurt Stenger

Sturkopf übernimmt Himmelfahrtskommando

Eines muss man Hartmut Mehdorn lassen: Wenn sich der frühere Bahnchef etwas in den Kopf setzt, dann lässt er sich davon nicht mehr abbringen. Auf Kritik reagiert er ruppig. »Populisten, die sowieso alles besser wissen«, nennt er schon mal Experten, die seinen Kurs nicht gut finden. Und Verkehrspolitikern aus dem Bundestag wirft er »persönlichkeitsgetriebenes Mobbing« vor. Ob er der richti...

Seite 14

50 beste Fußballfilme

(epd). Das internationale Fußballfilmfestival »11mm« in Berlin feiert im März seine 10. Ausgabe. Zum Jubiläum würden zwischen 14. und 19. März über 50 der weltweit besten Fußballfilme gezeigt, darunter Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme, teilten die Veranstalter am Freitag auf ihrer Homepage mit. Präsentiert wird das Festival im Berliner Kino Babylon von der DFB-Kulturstiftung. Den Auftakt macht...

ndPlusLucía Tirado

Poirot ermittelt an Bord

Charmant, schlau, verschlagen ist er. Agatha Christie erfand 1920 den erfolgreichen belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot. Nicht ohne Ironie. Poireau heißt Porree im Französischen. Und das bei der Figur. Kurzum, er rächte sich. Nicht lange, da hatte die Christie ein ambivalentes Verhältnis zu der Romanfigur, wollte Monsieur Superschlau wieder abschaffen. Doch er schlich sich immer in ihren ...

Irene Constantin

Nahe an der Parodie

Es war ein grandioser, ein überwältigender Abend. Es war ein unendlich langweiliger Abend, strotzend von Kitsch. Fünf Stunden lang flimmerndes, flackerndes, wellendes, gleißendes Bildschirmschoner-Videowabern in Bühnengröße. Das verlangte Kondition der Netzhaut. Im vorderen Bühnenbereich die Geschäftsidee der Gibichungen in echt. Man verdient sich den herrlichen Sitz am Rhein mit einem Li...

Seite 15

Sondierung im Adelsnest

Mainz (nd-Luchs). In der Diskussion um die Zukunft des Mainzer Rathauses wird jetzt auch das Adelspalais am Schillerplatz genannt, der historische »Osteiner Hof«. Das bisherige Rathaus, ein denkmalgeschützter Bau des international bekannten dänischen Architekten Arne Jacobsen, müsste dringend saniert werden, aber auch alternative Standorte sind im Gespräch. Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD...

Reimar Paul, Göttingen

Bargeld für Asylbewerber

Das repressive und seit Jahren kritisierte Gutscheinsystem für Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge ist nun auch in Niedersachsen gekippt worden. Niedersachsen erlaubt den Kreisen und Kommunen künftig Bargeldauszahlungen an Asylbewerber. Bayern und das Saarland sind die einzigen »Gutschein«-Länder.

Klage erfolglos - Silvio-Meier-Straße kommt

Klage erfolglos - Silvio-Meier-Straße kommt

Nun ist es amtlich. Die vom Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain im vergangenen Jahr beschlossene Umbenennung der Gabelsbergerstraße in Silvio-Meier-Straße kann vollzogen werden. Eine Klage wurde angesichts der zu erwartenden Erfolgslosigkeit zurückgezogen.

ndPlusAndreas Fritsche

Leser wandern unter Gaslaternen

»So, dann gehen wir mal los«, sagt Gerhard Wagner vom Wandersportverein Rotation und lässt seine Hündin Pekka von der Leine. Das treue Tier, benannt nach dem finnischen Dirigenten und Komponisten Esa-Pekka Salonen, läuft seit mittlerweile 14 Jahren bei allen Wanderungen seines Herrchen mit. Der 63-jährige Wagner überlegte sich wieder die Strecken für die nd-Leserwanderung. Neulich sind wir die ...

ndPlusHendrik Lasch, Halle

Turbulenzen im Zwischenhoch

Die Aufstellung des Etats 2013 entwickelte sich in Halle zur Kraftprobe zwischen Rat und neuem OB. Dabei wird es richtig ernst erst im Herbst. Dann wird offenbar, dass die Finanzprobleme der Stadt nicht gelöst sind.

Seite 16

Zur Nachtruhe ins Neonlicht

Hannover (nd-Jung). Zusammen in einen Gemeinschaftsraum unter hellem Neonlicht liegend: So haben zwölf demente alte Menschen in einem niedersächsischen Krankenhaus zumindest eine Nacht in ihren Betten verbringen müssen. Das Land hatte die Klinik zur Zeit der Regierung von CDU und FDP verkauft - und damit eine direkte und effektive Aufsicht über die Einrichtung aufgegeben. Die Patienten müssen d...

ndPlusAndreas Fritsche

Zeichen der Zeit nicht erkannt

Klimaschützer warnten bereits vor Jahren: die Braunkohleindustrie in der Lausitz werde früher oder später und so oder so den Bach hinunter gehen. Besser wäre es, den Strukturwandel rechtzeitig zu organisieren, anstatt hilfelos abzuwarten, bis der Markt es mit seinen brutalen Mechanismen regelt. Dieser Gedanken stand auch 2008 hinter dem gescheiterten Volksbegehren gegen neue Tagebaue. Nun...

ndPlusPeter Jähnel, dpa

Rocker schlugen ihn beinahe tot

Die brutalen Schläge und die Messerattacke auf den jungen Mann waren beinahe tödlich. Deswegen müssen sich vier Rocker des Clubs MC Gremium seit Freitag vor dem Landgericht Cottbus verantworten. Die Männer wurden in Handschellen vorgeführt. Während des Prozesses gelten strenge Sicherheitsregeln. Die Angeklagten sollen den Jugendlichen in der Nacht zu Silvester 2011 in Königs Wusterhausen ...

Daniel Staffen-Quandt, epd

Zu Hause bei Erich Kästner

In Oberschwarzach lagert ein großer kultureller Schatz: Das dortige Kinderdorf darf nämlich nicht nur den Namen des berühmten Schriftstellers Erich Kästner tragen - es hat vor Jahren auch das komplette Inventar seines Münchner Hauses geerbt.

Wilfried Neiße

Verfolgte sollen es leichter haben

Die Enquetekommission des Landtags zur Aufarbeitung der Nachwendezeit schwenkt nach über zweijähriger Betätigung auf die Zielgerade ein. Am Freitag wurde mehrheitlich jener Teil des Abschlussberichtes angenommen, der sich mit der »Wiedergutmachung und nachhaltigen Würdigung der Opfer des SED-Regimes« befasste. Nach vergleichsweise kurzer Debatte und teilweiser Überarbeitung wurde diesem A...

Harald Lachmann

Der Trotz der Klipphausener

Ob Schulneubauten, große Gewerbeprojekte oder Windenergie - die gut 10 000 Einwohner zählende sächsische Gemeinde Klipphausen bei Dresden wächst und entwickelt sich gegen alle Trends gut. Und das Allermeiste gelang den Stadtvätern ohne jeden Cent von Land und Bund.

Seite 17
Christina Matte

Helmigs Hauptwörter

Zu den meist strapazierten Wörtern im öffentlichen Diskurs gehören Eurokrise, Märkte, Vertrauen, Demokratie oder auch Plagiat und Sexismus. Begriffe, die Gudrun Helmig weniger benutzt. Gudrun Helmigs Hauptwörter heißen: Nordwestmecklenburg, Landwirtschaft, Frauen, Arbeit.

Seite 18

Ärzte behandeln weiter

Die konservative spanische Regierung hat Einwanderer ohne geregelten Aufenthaltsstatus seit 1. September 2012 von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen. Das Dekret 12/2012 soll 500 Millionen Euro einsparen - zur »Erhaltung des nationalen Gesundheitssystems«. Menschenrechts- und Hilfsorganisationen kritisieren, dass in der schweren Wirtschaftskrise Menschen aus dem Land gedrängt werden, indem...

ndPlusRalf Streck, Navarra

Erneut ausgegrenzt

Migranten in der EU stoßen auf Barrieren: Schwangere Papierlose in Deutschland erhalten keine medizinische Voruntersuchungen, Menschen in Spanien ohne regulären Aufenthaltsstatus werden von Kostenfreiheit ausgeschlossen. Überall wehren sich dagegen Organisationen und Initiativen.

Seite 19
Sichere Geburten für alle
Jutta Blume

Sichere Geburten für alle

»Ich krieg mein Kind, wo ich will!« - In einer Zeit der Qual der Wahl zwischen Kreißsaal, Geburtshaus und Hausgeburt ist diese Aussage eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Sie gilt allerdings nicht für Schwangere, die nicht krankenversichert sind.

Seite 20
ndPlusDaniela Dahn

Königsrecht für alle

In Europa soll die Kluft zwischen Arm und Reich derzeit ähnlich groß sein wie vor der Französischen Revolution. Neun von zehn Deutschen wollen eine andere Wirtschaftsordnung - aber wissen sie, was sie wollen? Sicher, Gerechtigkeit, demokratische Kontrolle von Eigentum.

Seite 21
Eberhard Demm

Bezahlbare Mieten für alle!

Wohnen ist für viele Menschen zu einem geradezu existenziellen Problem geworden. In Berlin und den westdeutschen Ballungsräumen stiegen die Mieten von 2007 bis 2012 im zweistelligen Prozentbereich. Hohe Grundstückspreise, Kreditzinsen, teure Baukosten, Renditeerwartungen sind Gründe.

Seite 22
Wolfgang Neskovic

Minimiertes Menschenrecht

Das ist wohl Willkür. Einem gelernten Koch wurde das Arbeitslosengeld II für drei Monate komplett gestrichen, weil er einen ihm zugewiesenen Computerkurs nicht besuchte. Besser gesagt nicht zum dritten Mal. Zum Überleben erhielt er vom Amt einen Gutschein über 176 Euro, ohne Restgeld.

Seite 23

WOCHEN-CHRONIK

9. März 1848: Die Nationalversammlung in Frankfurt am Main erklärt die Farben Schwarz, Rot und Gold zu Bundesfarben. 9. März 1888: Der deutsche Kaiser Wilhelm I. stirbt. Der neue Monarch, Friedrich III, erliegt bereits am 15. Juni Kehlkopfkrebs, worauf sein Sohn als Wilhelm II. das Zepter übernimmt. Das Jahr 1888 geht als »Drei-Kaiser-Jahr« in die deutsche Geschichte ein. 10. März 1...

Felicitas Lange

Käte Duncker

DIE LINKE im Thüringer Landtag will den Sitzungssaal der Fraktion nach Käte Duncker (Foto: Archiv) benennen lassen. Sie gehörte 1920 zu den ersten Frauen, die in das Thüringer Parlament gewählt wurden, begründete der Fraktionsvorsitzende Bodo Ramelow am Donnerstag den Antrag. Am 2. Mai jährt sich ihr Todestag. Käte Duncker hat den 17. Juni 1953 in der DDR nicht mehr miterlebt, wohl aber die sic...

ndPlusKlaus Müller

Das Engelssyndrom

Der Vorwurf ist alt. Unmittelbar nachdem Engels 1885 das zweite und nach zwölfjähriger redaktioneller Arbeit 1894 das dritte Buch des »Kapital« herausgegeben hatte, warfen ihm seine Kritiker vor, Marx missverstanden, dessen Intentionen entstellt und populistisch verzerrt zu haben.

Marlene Vesper

»Erst jetzt ist er ein wirklicher Mohr«

Ein vergilbtes Bildoval. Weißgerahmt der kluge Kopf. Gütige Augen ermuntern gleichsam zum stummen Dialog. Winzige Lachfältchen runden ausdrucksvoll das Antlitz des 64-Jährigen. Das letzte Foto von Karl Marx, aufgenommen in Algier. In südlicher Hemisphäre steht sein Entschluss fest, rigoros: Haupt- und Barthaar müssen fallen. Einem Brief an Friedrich Engels vom 28. April 1882 fügt er an: »Apropo...

Seite 24

Favoritin des Publikums

Anna Weidenholzer ist die Favoritin des Publikums für den Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse. Bei einer Online-Abstimmung habe die 1984 geborene Weidenholzer mit ihrem Roman »Der Winter tut den Fischen gut« 38 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, teilte die Messe am Freitag mit. Knapp 1300 Leser machten bei dem Voting mit. Das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die Juryentscheidu...

Frei.Wild fliegt von der Echo-Liste

Nach dem Ausschluss der umstrittenen Rockband Frei.Wild aus dem Echo-Wettbewerb sollen die Regeln für den begehrten Musikpreis geändert werden. »Wir werden unsere Nominierungskriterien rasch überarbeiten, um mit solchen Fällen in Zukunft klarer umgehen zu können«, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie, Florian Drücke, am Freitag. Die konkreten Veränderungen würden in den k...

ndPlusIngrid Heinisch

Spitze des Eisberges

Vor dreizehn Jahren hat eine Forschungsgruppe am Holocaust Memorial Museum in Washington begonnen, alle Orte, wo Nationalsozialisten Menschen konzentriert haben, um sie auszubeuten, zu martern oder zu vernichten, aufzulisten: KZ, Ghettos, Judenhäuser, Arbeitslager...

Klaus Bellin

Zauberworte

Die Welt, die er entwarf, war sorgenfrei und voller Blumen. Ein altes Schloss mit vielen Türmen steht da, der Held, ein Müllerbursche und Wandersmann, erreicht es bei schönstem Mondschein und wird auch gleich in ein herrschaftliches Zimmer geführt, wo ein üppiges Mahl auf ihn wartet. Und unten, vorm Fenster, rauscht die Linde. So heiter wie in seiner Erzählung »Aus dem Leben eines Taugenichts« ...

Seite 25

Bach verbindet

Zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) im nächsten Jahr haben sich sechs deutsche Bach-Städte zusammengeschlossen, um 2014 ein gemeinsames Jubiläumsprogramm zu gestalten. Geplant sind Konzerte, Ausstellungen, Tagungen und musikalische Stadtspaziergänge, teilte die Hamburger Kulturbehörde am Freitag mit. Beteiligt sind neben Hamburg auch Weimar, Leipzig, Frankfurt (Oder), ...

Eine Frau auf Stuhl Nr. 7

Die schwedische Literaturwissenschaftlerin Sara Danius entscheidet ab dem nächsten Jahr mit über die Vergabe des Literaturnobelpreises. Wie die Schwedische Akademie am Freitag mitteilte, übernimmt die 50-jährige Professorin für Ästhetik aus Stockholm den Platz des im vergangenen Jahr mit 89 Jahren verstorbenen Knut Ahnlund. In dem traditionell klar von Männern dominierten Gremium erhöht sich da...

Das Herbe und die Sanftheit
Hans-Dieter Schütt

Das Herbe und die Sanftheit

Auch das Plebejische will sich durch Schönheit bereichert sehen. Auch das Herbe trachtet nach weichen Zügen. Auch das Kräftige pflegt den Reiz des Sanften. So fanden das Plebejische, das Herbe, das Kräftige zu Walfriede Schmitt.

ndPlusJürgen Amendt

Unter der Schminke: Zornesrot

Woran erkennt man einen Politclown? Am ehesten daran: Er passt sich dem politischen Betrieb an, indem er ihn bis zur Unkenntlichkeit karikiert. Der Politclown ist ein Meister der Imagination. Offenbart sich nicht gerade dadurch der eigentlich wahrhaft ehrliche Politiker?

Seite 26

Nicht die Gundula

Wenn frau Gundula Gause heißt und der Kollege sich Klaus Kleber nennt, kann mann nur spotten. So wie es seit Jahr und Tag die Comedy-Truppe der TV-Sendung »Switch« tut. Die Moderatorin des »heute-journals« hat gestern anlässlich des Weltfrauentages von Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz am Bande umgehängt bekommen. Die Auszeichnung habe Gundula Gause »für ihr Engagement in z...

BLOGwoche: Verständlich schreiben ... und denken

Die Zahl der Bürger mit ausländischen Wurzeln in Deutschland steigt seit Jahren. In den Medien ist diese Bevölkerungsgruppe aber immer noch unterrepräsentiert. Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des Magazins »Chrismon«, Christian Sauer, erklärt in einem Interview auf newsroom.de gegenüber dessen Chefredakteur Bülend Ürük, warum das ein Problem der Medien und nicht eines der Migranten ...

»Kuba hatte immer Matroschkas u n d US-Fernsehen«

Luís Morlote Rivas (39) ist Abgeordneter der Nationalversammlung Kubas und Präsident der Intellektuellen- und Künstlervereinigung »Asociación Hermanos Saíz« (AHS) und war Programmdirektor mehrerer Radiostationen. Mit dem Journalisten und Kulturpolitiker sprach Harald Neuber.

Seite 27
Seite 28

Die Küchenhilfe übt noch

»PR2« greift einen Topf und setzt ihn auf der Herdplatte ab. Etwas zu schwungvoll, das Metall schlägt laut auf das Ceranfeld. »Er ist heute etwas ruppig«, sagt der Bremer Informatiker Moritz Tenorth. Dann öffnet der Roboter eine Schublade. Er holt Maiskörner heraus, kippt sie in den Topf, Deckel drauf, Platte an. Zwei Minuten später ist das Popcorn fertig und Tenorth zufrieden. Roboter, d...

Gedoptes Gedächtnis

Washington (dpa/nd). Kaffee am Morgen bringt nicht nur Menschen in Schwung - auch Bienen bekommen durch Koffein im Nektar einen geistigen Schub. Das berichten britische Biologen in der US-amerikanischen Fachzeitschrift »Science« (Bd. 339, S. 1202). Mit der richtigen Dosis Koffein zur Belohnung erinnerten sich Bienen bis zu dreimal länger an den Duft einer Futterpflanze. Das hilft nicht nur ihne...

ndPlusMartin Koch

Der Geist der Erde

In Deutschland ist sein Name nur wenigen bekannt. Dagegen genießt Wladimir I. Wernadski in Russland hohe Verehrung. Und das aus gutem Grund. Denn er »hat für den Raum geleistet, was Darwin für die Zeit getan hat«, schreibt die Biologin Lynn Margulis. »Während Darwin dokumentierte, dass alles Leben von einem entfernten Urahnen abstammt, zeigte Wernadski, dass alles Leben einen stofflich einheitl...

ndPlusSteffen Schmidt

Nahrungsmittel als Hormone?

Pferdefleisch statt Rind in Buletten, Eier aus konventioneller Freilandhaltung als Bioprodukt verkauft - Betrug bei Lebensmitteln kommt immer wieder vor. Die Probleme dabei allerdings sind mehr rechtliche und moralische. Lebensmittelskandale sorgen immerhin dafür, dass mal wieder über die unergründlichen Wege der Zutaten in industriell hergestellten Nahrungsmitteln und deren Qualität geredet wi...

Seite 29
Udo Bartsch

Kein Geld? Kein Problem!

»Leute, brauchen wir Geld oder brauchen wir Geld?« Mit einem lässigen Spruch zieht Anton Starflashman einen imaginären Scheck aus der Tasche, und seine Eltern können bloß staunen. In der Fantasie löst der Elfjährige alle Probleme im Handumdrehen. Das aktuellste lautet: kein Geld. Dabei hat Anton bereits herumgeprahlt, mit neuen Rollschuhen zum Wandertag zu kommen. Davon kann er jetzt unmöglich ...

ndPlusCarlos García Hernández, Schachlehrer

Klug und frech

Weltmeister Viswanathan Anand (Indien; 43), Boris Gelfand (Israel; 43), Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik (Russland; 37) - beim »Zürich Chess Challenge« verloren diese hoch dotierten »Veteranen« gegen einen 20-Jährigen: den Italiener Fabiano Caruana. Heute stellen wir die Partie vor, in der Caruana den Ex-Weltmeisterkandidaten Boris Gelfand schlägt. Caruana holte sich damit den Turniersieg vor An...

Wissen, punkten, gewinnen

An vier Wochenenden stellen wir jeweils drei Fragen. Sie beziehen sich auf historische Daten der Folgewoche. Für jede richtige Antwort gibt es drei Punkte, bei drei Richtigen einen Zusatzpunkt. Die Punkte der vier Spielwochenenden werden für Jede und Jeden im »nd« gesammelt. Am Monatsende gewinnen die meisten Punkte; bei Gleichstand wird unter Ausschluss des Rechtsweges ge...

Brigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Knolauchtriebe machen Appetit auf Sommer

Weg war sie ja zum Glück nie, aber jetzt ist wieder richtig da: Frau Sonne. Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang hat sie die Wolken weggeschoben und strahlt uns an. Die Frühblüher lassen sich auch gern von ihr streicheln und leuchten um so kräftiger in weiß, gelb, rosa, lila und blau. Einige steigen mit zartem Duft den frühen Nektarschlürfern auch in die Nase. Ein paar von den Schneeg...

ndPlusRené Gralla

Tanz und Theater mixen Mode mit Politik

In einem ehemaligen Luftschutzbunker an der Feldstraße in Hamburg treffen sie sich jeden Sonnabend, um zu singen und zu tanzen und gemeinsam Stücke zu erarbeiten, in denen sie Mode und Politik mixen. Sie nennen sich selbstbewusst »Ruff Monkeys«. René Gralla interviewte sie für »nd«.

Seite 30
Cornelia Höhling

»Moooment!« - »Die Ente bleibt draußen«

Er sitzt zwar nicht in der Badewanne, aber auf einer Bank. Kein Zweifel, es ist Herr Müller-Lüdenscheidt. Aufmerksame Besucher finden das Knollennasenmännchen in Brandenburg an der Havel. Nicht von ungefähr hat es in der einstigen Hansestadt seinen Platz.

Seite 31
Heidi Diehl

Himmlische Düfte und goldene Paläste

Müsste Mohammed sich für eine Lieblingsmoschee entscheiden, die Große Sultan-Qaboos-Moschee in Omans Hauptstadt Maskat käme ganz bestimmt in die engere Wahl. Und sicher nicht nur deshalb, weil sie zu den weltweit größten gehört, bzw. eine beeindruckende überbaute Fläche hat.

Seite 32
Ein bisschen Gras muss sein
ndPlusWolfgang Hübner

Ein bisschen Gras muss sein

Gras, wachsen (englisch: grow), grün - die Worte entstammen demselben Ursprung. Gras wächst langsam: Wer ihm beim Wachsen zusehen will, braucht Muße. Es wächst nicht schneller, wenn man daran zieht, sagt das Sprichwort. Wer sich sehr viel Zeit nimmt, kann es vielleicht sogar wachsen hören. Eine einzige Wachstumsgesellschaft. Gras wächst schnell: Es hat ein einnehmendes Wesen. Gras wächst vor al...