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Unten links

Nun wollen wir alle mal nicht allzu sehr stöhnen. Freilich, es ist gerade kein richtiges Osterwetter. Zumindest in vielen Teilen des Landes herrschen Schnee und Kälte. Von wegen: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche. Trotzdem findet Goethes Aufatmen für uns ja immerhin sein gutes Ende: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein. Stellen wir uns doch einmal vor, wir wären jetzt nicht hier - im s...

NSU-Prozess: Türkei beklagt Vergabepraxis

Istanbul/Berlin (Agenturen/nd). Die türkische Regierung hat das Münchner Oberlandesgericht wegen der Verweigerung fester Sitzplätze für Diplomaten und Medienvertreter aus der Türkei beim Prozess gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe kritisiert. Da acht der zehn Opfer der Neonazi-Gruppe türkische Wurzeln hatten, sei die Türkei direkt betroffen und Partei, sagte Vize-Ministerpräsident ...

ndPlusSahra Wagenknecht

Zypern ohne Zukunft

Was sicher ist, ist nicht sicher. Selbst in Deutschland glaubt eine Mehrheit nicht mehr an das Versprechen von Kanzlerin Merkel, dass die Spareinlagen unantastbar sind. Das Vertrauen in die Banken ist durch das chaotische Krisenmanagement nachhaltig erschüttert worden.

Christiane Sternberg, Nikosia

Geld wird knapp, Solidarität bleibt

Die ersten, die am Donnerstagmorgen vor den Banken in Zypern standen, waren ausländische Kameraleute und Reporter. Sie wollten Bilder von aufgebrachten Einheimischen, die an den Türen rütteln und Einlass begehren. Das ganze Land war auf den großen Ansturm eingerichtet.

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Steffen Schmidt

Aus dem Wald in die Welt

Die inzwischen zum Allerweltsbegriff verwaschene Idee der Nachhaltigkeit kam ursprünglich aus der Forstwirtschaft. 1987 im Brundtland-Bericht und 1992 beim Erdgipfel in Rio wurde der ursprüngliche Ansatz zum Konzept der sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung erweitert.

Ein Placebo und ein Alleskleber

Ökologische Politik darf niemals von der sozialen Dimension entkoppelt werden, sagt Barbara Unmüßig. Notwendig wäre es, die ökologische und soziale Transformation unserer Wirtschaftsweise einzuleiten. Mit der Politikwissenschaftlerin sprach Kurt Stenger.

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Martin Ling, Tunis

Rückenwind für die Arabellion

Mit der Abschlussdemonstration am Samstagnachmittag geht das Weltsozialforum (WSF) in Tunis zu Ende. Die Organisatoren sind mit den über 50 000 akkreditierten Teilnehmern ebenso zufrieden: Tunesiens Medien berichten ausführlich, in Tunis war das WSF Straßenthema.

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Mandela im Krankenhaus

Johannesburg (dpa/AFP/nd). Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela befindet sich auf dem Weg der Besserung. »Die Ärzte sagen, dass er ständig Fortschritte macht«, hieß es in einer am Freitag vom Präsidialamt in Pretoria veröffentlichten Mitteilung. Der frühere Präsident war am späten Mittwochabend wegen einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 94-Jährige reagiere den Ärzten...

Kein Waffenhandelsvertrag

New York (AFP/nd). Die UN-Konferenz über ein internationales Abkommen zum Waffenhandel ist am Widerstand Irans, Nordkoreas und Syriens gescheitert. Die drei Länder hätten den ausgehandelten Kompromisstext abgelehnt, gab der Konferenzvorsitzende Peter Woolcott in New York bekannt. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich »zutiefst enttäuscht«. Befürworter des geplanten Abkommens hoffen ...

Nordkorea will »Rechnung begleichen«

Seoul/Washington (dpa/nd). Nordkoreas Regierung hat drei Wochen nach der atomaren Erstschlagdrohung gegen die USA seine Langstreckenraketen-Einheiten in ständige Bereitschaft versetzt. Als Reaktion auf die jüngsten Übungsflüge atomwaffentauglicher US-Bomber in Südkorea erteilte Staatschef Kim Jong Un den Militärs den Befehl, die strategischen Raketen auf einen möglichen Einsatz vorzubereiten. D...

ndPlusWolf H. Wagner, Florenz

Italiens unendliche Geschichte

Italiens Präsident Napolitano sucht einen Ausweg aus der politischen Blockade. Im Gespräch ist eine Übergangsregierung, die Sofortmaßnahmen gegen die Krise trifft und das Land bis zu erneuten Wahlen im Herbst führt. Doch die Linke macht sich noch Hoffnungen auf eine Regierungsbildung.

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Marcus Meier

Brian nicht umsonst gestorben

Religionslose kämpfen in Bochum gegen ein anachronistisches Gesetz, das die Aufführung unterhaltsamer Filme am Karfreitag untersagt. Gestern Abend wollten sie die Komödie »Das Leben des Brian« aufführen - und erregten mit dem immerhin 34 Jahre alten Monty-Python-Film schon vorab erstaunliches Aufsehen.

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Wirtschaft in Deutschland wächst

Paris (AFP/dpa/nd). Deutschland wird nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im ersten Halbjahr 2013 ein Wirtschaftswachstum verzeichnen. Damit zieht Deutschland den anderen Euro-Staaten beim Wachstum davon, wie es in einer am Donnerstag in Paris veröffentlichten OECD-Prognose heißt. Laut dem Zwischenbericht zur Entwicklung der Weltwirt...

Telekom bekommt mehr Geld für »letzte Meile«

Bonn (dpa/nd). Die Deutsche Telekom bekommt für die Durchleitung von Daten anderer Anbieter über die sogenannte »letzte Meile« zu den Endkunden voraussichtlich mehr Geld. Sie setzte ihre ursprünglichen Forderungen aber nicht durch. Statt den von der Telekom beantragten 12,37 Euro im Monat schlug die Bundesnetzagentur am Donnerstag 10,19 Euro vor. Die Vorschläge treten zum 1. Juli in Kraft, fall...

Simon Poelchau

Trübe Aussicht auf Arbeitsmarkt

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert sich. Doch Regierungsvertreter wollen davon nichts wissen und reden die Entwicklung schön. Der lang anhaltende Winter und die Eurokrise seien schuld. Im März waren in Deutschland 70 000 Menschen mehr arbeitslos als im März 2012.

ndPlusRalf Streck, San Sebastian

Mit »Preferentes« übers Ohr gehauen

In Spanien sollen Kleinanleger hohe Verluste für riskante Wertpapiere erleiden, die ihnen vor allem von Sparkassen angedreht worden waren. Das betrifft in den vergangenen fünf Jahren ein Volumen von 32 Milliarden Euro und mehr als 700 000 Anleger.

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Die Unvollendete

Der großangelegte Gebäudekomplex der »Stadt der Kultur« des US-Stararchitekten Peter Eisenman im Nordwesten Spaniens bleibt unvollendet. Die Regierung der Region Galicien beschloss, aus finanziellen Gründen auf die Errichtung der zwei noch fehlenden Bauwerke des Projekts in der Nähe der Stadt Santiago de Compostela zu verzichten. Damit sollen nach Medienberichten 170 Millionen Euro eingespart w...

Künstler fordern: Druck auf Ungarn

Nach der Verfassungsreform in Ungarn fordern Künstler stärkeren politischen Druck auf die Regierung in Budapest. »Ungarn verwandelt sich unter der Regierung Viktor Orbáns in ein Rechtsregime, Europa schaut zu«, heißt es in einer Erklärung, die unter anderem von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, dem Komponisten Helmut Lachenmann sowie den Regisseuren Ulrich Khuon und Roberto Ciulli u...

Bernd Zeller

Frühling

In einer beispiellosen Aktion konnte Ostern gerettet werden. Der Ostergipfel im Kanzleramt dauerte mehrere Nächte, so dass tagsüber alle Beteiligten schlafen mussten und erst in der jeweils folgenden Nacht wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren konnten.

ndPlusGeorg Leisten

Mit Nektar und Ambrosia

Mit Nektar und Ambrosia nehmen sie uns in Empfang. Und einer doppelten Portion Grazie. Gleich zwei Ausfertigungen von Hebe, der Zeustochter, stehen sich im Eingangsbereich der Ausstellung gegenüber. Während die eine Krafttrunk in die Schale fließen lässt, reicht die andere das gefüllte Gefäß.

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ndPlusJörg Meyer

Religiöse Gefühle

In NRW wird um die Aufführung des Monty-Python-Klassikers »Das Leben des Brian« gestritten. Darf dieser Film, der bissige Religionskritik mit noch bissigerer Kritik am linksdogmatischen Sektierertum der 1970er Jahre verbindet, an Karfreitag gezeigt werden? Ab von anhängigen juristischen Fragen ist das Problem ein anderes: Christen könnten sich verletzt fühlen, wenn an einem der höchsten Kirchen...

Christian Klemm

Mörderisches Drehkreuz

An diesem Wochenende finden in mehr als 80 deutschen Städten die traditionellen Ostermärsche statt. Ausgerechnet jetzt hat sich die Justiz nicht gerade als ein Partner der Friedensbewegung erwiesen. Im Gegenteil: Das Kölner Verwaltungsgericht wies die Klage eines Aktivisten zurück, die US-Airbase in Ramstein diene einer völkerrechts- und verfassungswidrigen Kriegsführung. Die Militärbasis...

ndPlusRoland Etzel

Gestraftes Italien

Berlusconis triumphierende Prognose - ohne mich keine Regierung in Italien - scheint sich zu erfüllen. Vorerst jedenfalls. Nach der Aufgabe des links orientierten Politikers Bersani richten sich die Blicke nun wieder auf Staatspräsident Napolitano. Er soll nun aus den Trümmern der einst stolzen italienischen Parteienlandschaft eine Regierung basteln, die erstens auf Basis der Wahlergebnisse meh...

ndPlusUwe Kraus

Langer Atem

Fast 60-jährig sucht Michael Ermrich (CDU), der unterdessen dienstälteste Landrat Sachsen-Anhalts, noch mal eine neue Herausforderung. Der promovierte Elektroingenieur, der nach der Wende erst Wernigeröder Kreisdirektor, dann dort Landrat und seit sechs Jahren auch Verwaltungschef des Landkreises Harz ist, wird zum 1. Juni Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV). Damit tritt er als...

Kluger Egoismus?

nd: Die Belegschaft von Opel Bochum hat sich in diesen Tagen mit Dreiviertelmehrheit gegen ein »Deutschland-Plan« genanntes Sanierungskonzept des Managements ausgesprochen. Die Antwort kam postwendend: Dann wird das Werk noch schneller abgewickelt. War es das, was Sie als Betriebsratschef erreichen wollten? Ermrich: Nein, auf keinem Fall. Aber diese Reaktion ist bezeichnend. Zeigt sie doch: E...

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ndPlusStephan Fischer, Braunschweig

Aufbauende Niederlage

Den Farben der Eintracht kann man in Braunschweig nicht entgehen. Die Stadt schmückt sich mit den Insignien des Erfolgs. Gut gespielt, aber keine Punkte: Dynamo Dresden verliert knapp mit 1:2 in Braunschweig, schöpft aber Hoffnung für die nächsten Spiele.

Reiner Oschmann

Ausnahmezustand in London

Die Themse prägt London so stark, wie es von einem Fluss mit der bescheidenen Länge von 346 Kilometer nicht automatisch zu erwarten ist. Am Sonntag kämpfen zum 159. Mal die Ruder-Achter der Universitäten von Oxford und Cambridge um den Sieg in dem legendären Rennen.

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Jürgen Holz

Fan-Protest beigelegt, Dilemma bleibt

Mit den Fans im Rücken stießen die Berliner Eisbären die Tür zum Halbfinale zur Meisterschaft weit auf. »Die Playoffs können jetzt ichtig beginnen«, freute sich eine Sprecherin des Fanbeirats. Der Streit um Eintrittspreise ist beigelegt. Dennoch droht eine ungewisse Zukunft.

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Benefizspiel für Piloten

(dpa). Der Berliner Fußball-Zweitligist Hertha BSC plant ein Benefizspiel für die Familie des am 21. März auf dem Maifeld tödlich verunglückten Hubschrauberpiloten. Die Mannschaft von Cheftrainer Jos Luhukay, die zur Zeit des tragischen Flugunfalls auf dem benachbarten Schenckendorffplatz trainiert hatte, soll am 7. Mai gegen eine Polizeiauswahl antreten. Das teilte der Verein am Freitag mit. ...

Weniger Flugziele

Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld bieten im Sommerflugplan weniger Ziele an als vor einem Jahr. Auf der Liste stehen 162 Orte, die nonstop angeflogen werden, wie die Flughafengesellschaft mitteilte. Im Sommer 2012 waren es acht Ziele mehr. Die Passagierzahl wächst leicht.

Parks starten mit Hindernissen

(dpa). Große Berliner Grünanlagen wie der Britzer Garten und die Gärten der Welt können wegen des strengen Winters nicht wie gewohnt zu Ostern in die Saison starten. In den Gärten der Welt in Marzahn müssen laut Parkmanagerin Beate Reuber die asiatischen und der orientalische Garten auch über die Ostertage geschlossen bleiben. »Es läuft auch noch kein Brunnen«, sagte Reuber. Beide Anlagen sind ...

Kein Aprilscherz

»Vom Eise befreit ...« - O.K., das könnte gerade so klappen in diesem Jahr, auch wenn vom »holden, belebenden Blick« des Frühlings noch nicht viel zu spüren ist. Aber ansonsten herrschen für einen Osterspaziergang, jedenfalls für einen solch speziellen, geradezu ideale Bedingungen.

Bibbern und schlittern

(dpa/nd). Die Berliner müssen auch über Ostern bibbern und schlittern. Obwohl den ganzen Vormittag lang dicke Flocken auf die Hauptstadt niederrieselten, blieb es am Freitag auf den Straßen ruhig. Der Polizei waren bis zum Nachmittag keine glättebedingten Unfälle bekannt. Die Vorhersagen für die nächsten Tage sind trist: Immer wieder kann es schneien oder regnen. Immerhin soll der Wind et...

Jérôme Lombard

Mauer weg, Orden zurück

Die Empörung über den Umgang mit der East Side Gallery ebbt nicht ab. Am Donnerstag protestierten rund 600 Menschen vor dem Roten Rathaus und bekräftigten ihre Forderung nach einem lückenlosen Erhalt des Denkmals. Das Bündnis »East Side Gallery retten« rief zum Protest.

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Junges Theater

(nd). Seit 2008 gehören zu Ostern die Bühnen des Maxim Gorki Theaters Berlin dem Nachwuchs. So auch in diesem Jahr: Am 31. März und 1. April, jeweils ab 15 Uhr, findet das 6. Osterfestival der Kunsthochschulen statt. Ein Zusammenkommen für alle, die junges Theater sehen wollen, eine Möglichkeit für die teilnehmenden Künstler, sich ohne Druck zu präsentieren, und eine Chance für angehende Kunsts...

Kein Schnee in Museen

(dpa). Kaltes Wetter und nur geringe Aussicht auf Sonne - über die Osterfeiertage locken Berliner Museen mit vielen Kunstschätzen und ein wenig Wärme. Von der Museumsinsel bis zur Sammlung Berggruen zeigen die Staatlichen Museen bis Ostermontag neben den ständigen Ausstellungen auch mehrere Sonderschauen. Dazu zählt die Ausstellung zum »Licht von Amarna« rund um die Entdeckung der Nofretete-Büs...

ndPlusKlaus Haupt

Kisch im Café Größenwahn

Im Café Größenwahn am Kudamm, das eigentlich Café des Westens hieß, Treffpunkt der Bohème, war Egon Erwin Kisch zwischen 1913 und 1914 Stammgast. Ende 1921 verlegte er seine Wirkungsstätte erneut von Prag in die deutsche Me- tropole und blieb dort bis Anfang 1933.

Anita Wünschmann

Nicht nur Segelboote

Seit vier Jahren ist die Galerie Moeller am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg tätig. Die Kunstdependance der New Yorker Moeller Fine Art ist in ein Bürgerhaus der Belle Époque, ins Palais Eger, eingezogen nmittelbar neben dem HAU, dem Theater am Ufer.

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Nürnberg verliert Flüge

Nürnberg (dpa/nd). Schlechte Nachricht für den finanziell angeschlagenen Flughafen Nürnberg: Air Berlin streicht im kommenden Winterflugplan das touristische Drehkreuz in Franken. Das Unternehmen will künftig hauptsächlich Direktverbindungen von Deutschland in die südlichen Urlaubsregionen anbieten. Flughafen-Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger sagte, durch den Wegfall des Drehkreuzes würden etwa...

Winter bremst Abbau der Arbeitslosigkeit

(dpa/nd). Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im März gesunken. 216 103 Menschen ohne Job waren gemeldet, 1403 weniger als im Februar. Das teilte die Arbeitsagentur am Donnerstag mit. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Februar unverändert bei 12,3 Prozent. »Die Arbeitslosigkeit konnte auch im März weiter reduziert werden«, sagte der Chef der regionalen Arbeitsagentur, Dieter Wagon. D...

Andreas Fritsche

Wandern durch den Schanzenwald

Links liegt still Wasser. Ein Weg führt mitten hindurch. Das sieht sehr schon aus. Doch Gerhard Wagner vom Wandersportverein Rotation lotst mich rechts den Abhang hinauf. »Wir gehen hier lang«, sagt er und gebietet seinem Hund Pekka, uns zu folgen. Der Weg links sei eine Sackgasse, aber oben gebe es etwas Interessantes, verspricht Wagner. Die »nd«-Frühjahrswanderung startet am Sonntag, de...

Gefährliche Keime

Sie sind für das Auge unsichtbar und doch hochgefährlich. Wenn Keime im Krankenhaus Patienten angreifen, herrscht Hochalarm. Die Uniklinik Leipzig hat ihr Hygienesystem drastisch verschärft.

Hendrik Lasch, Halle

Ein Blättchen für eine andere Welt

Alternative Vereine und Initiativen in Halle (Sachsen-Anhalt) klagen schon länger, dass sie in der lokalen Presse kaum vorkommen. Jetzt haben sie ein eigenes Blatt samt Internetportal gegründet.

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Bahn verklagt

Bielefeld/Leipzig (dpa/nd). Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat die Deutsche Bahn wegen überhöhter Trassenpreise verklagt. Der Verbund fordere rund vier Millionen Euro von der Bahn zurück, erklärte ZVNL-Geschäftsführer Oliver Mietzsch. Neben dem ZVNL fordern demnach auch der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rhe...

Andreas Fritsche

Arbeitslosenquote hat sich minimal verringert

144 357 Brandenburger waren im März arbeitslos gemeldet. Das waren 3589 weniger als im Februar und auch 4177 weniger als vor einem Jahr. Die sank innerhalb eines Monats um 0,2 Prozent beziehungsweise verglichen mit dem Vorjahr um 0,3 Prozent auf jetzt 10,8 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt mit 755 800 Männern und Frauen um 1500 über dem Vorjahreswert. ...

Rechter Angriff auf Wohnprojekt

Nach einem Überfall auf ein Jugendwohnprojekt im Marienfließer Ortsteil Frehne (Prignitz) sind zahlreiche Zeugen befragt worden. Dabei stießen die Ermittler auf widersprüchliche Angaben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neuruppin am Donnerstag mitteilte.

ndPlusAlexandra Stahl, dpa

Wenn die Sommerzeit früher startet

Wer hat an der Uhr gedreht? Häufig keiner. Denn per Funk stellen sich heute viele Uhren zur Sommer- oder Winterzeit automatisch um. Kirchturmuhren müssen dagegen oft noch per Hand gestellt werden - auch in Niedersachsen.

ndPlusWilfried Neiße

Zwei Kommunen möchten Seen

Lange haben Bürger wie Carsten Preuß aus Zossen gegen die weitere Privatisierung ehemals volkseigener Seen in Ostdeutschland gekämpft. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Bund durfte das Land Brandenburg 65 märkischen Seen für insgesamt 3,7 Millionen Euro von der bundeseigenen Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft (BVVG) kaufen. Nun muss geklärt werden, was aus den Seen werden soll....

Robert Luchs, Mainz

Himmelslärm stört Kirchengemeinden

Waren es bisher vorwiegend einzelne Gemeinden, Abgeordnete, zornige Bürger oder mehr oder weniger streitbare Bürgerinitiativen, fordern jetzt mehrere große Städte der Rhein-Main-Region wirksame Maßnahmen gegen den zunehmenden Lärm. Auch Kirchengemeinden protestieren.

Folke Havekost

»Typisch für moderne Arbeitswelt«

Hat sie geputzt oder nur die Aufsicht über die Toiletten bei Karstadt gehabt? Der Unterschied klingt klein, macht aber entscheidende Euro aus. Das Arbeitsgericht Hamburg lehnte die Lohnforderungen einer Frau ab. Karstadt und sein prekäres Geschäftsmodell sind damit fein raus.

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»Der Herr ist wahrhaftig auferstanden.«

Mit diesem Ruf werden bis heute Ostergottesdienste eröffnet. Auferstehung? Wir haben uns gefragt: Was macht die Idee der Rückkehr des Gestorbenen über viele Religionsgrenzen hinweg so attraktiv? Und was hat der Gedanke leiblicher Rückkehr mit ganz irdischer, ja sogar politischer »Auferstehung« zu tun? In dieser Oster-Ausgabe des »wochen nd« spricht der Theologe Gerd Lüdemann über den »weltgesch...

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Am Anfang war die Vision, keine erweckte Leiche
Ingolf Bossenz

Am Anfang war die Vision, keine erweckte Leiche

Die Auferstehung Jesu hat nicht stattgefunden. Das erklärte der Göttinger evangelische Theologieprofessor Gerd Lüdemann im nd-Interview. Es habe sich um Visionen der Anhänger des Nazareners gehandelt, so der Religionswissenschaftler.

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Uwe Kalbe

Kaum zu erglauben

Nichts gegen Ostern, nichts gegen Fasten, noch weniger gegen sein Ende. Nichts gegen die tröstliche Erinnerung an Menschen, die für andere Menschen Opfer in Kauf zu nehmen bereit sind. Auch wenn ihre Tat über 2000 Jahre zurück liegt. Warum gleich das Allerheiligste wählen?

ndPlusRalf Leonhard

Revolution mit Weihrauch

Dass Politiker, die sich selbst als Revolutionäre sehen, die Kirche nicht verteufeln, sondern als Quelle der Inspiration betrachten, wäre vor der Bischofskonferenz von Medellín 1968 kaum möglich gewesen. Doch die Rolle der Kirche in Lateinamerika sollte sich ändern.

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Vincent Körner

Berlin ignoriert Zombies

»Just walking the dead«, singt David Bowie auf seiner neuen Platte über Berlin - dabei will der Senat der Hauptstadt von herumlaufenden Untoten gar nichts wissen. Warum auch?, können Sie nun fragen. So abwegig ist die Idee aber nicht. Erstens ist der Zombie auch nicht mehr das, was er einmal in unserer Vorstellung vor allem war: ein mit ausgestreckten Armen torkelndes Etwas ohne Bewusstse...

ndPlusGeorg Seeßlen

Die etwas andere Auferstehung

In den Jahren vor der Finanzkrise träumten die Kids davon, in einer zombiefizierten Welt zu leben. Was immer noch besser war als die Welt, in der sie wirklich aufwuchsen. Zombies wurden unsere Verbündeten, unsere Freunde, nicht nur auf der Leinwand und in Computerspielen.

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Heike Amos

Auferstanden aus Ruinen...

Fast vier Wochen vor der Staatsgründung der DDR ging am 13. September 1949 vom SED-Politbüro der Auftrag an den Kommunisten Anton Ackermann, sich mit dem Lyriker Johannes Robert Becher und dem Komponisten Hanns Eisler in Verbindung zu setzen und ihnen die Bitte zur »Schaffung einer Nationalhymne« zu übermitteln. Die SED-Führung, wie alle anderen deutschen Parteiführungen wussten um die Bedeutun...

Stefan Amzoll

In allen Liedern: Liebe

»Er ist wieder erstanden/ Und hat uns bracht das Leben;/ Des wir sollen fröhlich sein,/ Gott loben und ihm dankbar sein/ Und singen Halleluja!« - lässt der erste Versus nach Luther aus Bachs früher Kantate »Christ lag in Todesbanden« BWV 4 hören. Wie klingt das heute?

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Sarah Liebigt

Periskop im Sarg

In den USA gibt es eine Firma, die qualitativ hochwertige Soundsysteme vertreibt. Kleine, feine Boxen und eine Funkstation, um eben diese Boxen auch aus großer Entfernung bespielen zu können. Mit »Knocking on Heaven›s Door‹« zum Beispiel. Besagte Boxen befinden sich im Sargdeckel. Den Song von Bob Dylan also können Angehörige ihren Liebsten um die dem Verfall preisgegebenen Hörorg...

ndPlusMartin Koch

Der Tote lebt ja noch!

Wie viele religiöse Vorstellungen beruht vermutlich auch der Auferstehungsmythos zum Teil auf einer falsch gedeuteten realen Begebenheit. Denn dass für tot gehaltene Menschen plötzlich wieder zum Leben erwachen können, war bereits in der Antike bekannt, wie unter anderem ein Bericht aus dem ersten Jahrhundert belegt. Darin spricht der römische Gelehrte Plinius der Ältere von einem angeblich ver...

Seite 24
ndPlusVincent Körner

Der Stehauf

Es gibt das Prinzip »Auferstehung« natürlich auch in der Politik. Mit Religion hat das nichts zu tun. Sondern mit einem über das Politische hinausreichenden Bedürfnis nach Rückkehr, Neuanfang, Wiederbelebung. Und es gibt Politiker, denen eine politische »Auferstehung« gelang.

ndPlusThomas Blum

Aufzug: Stählernes Separee

Der Aufzug repräsentiert wie keine andere Erfindung der Neuzeit den Siegeszug der Moderne: Er ist für den Menschen konzipiert, dem Menschen untertan, geschaffen für zielgerichtetes, komfortables Reisen. Man steigt nicht per unbeholfener Stolperbewegung in ihn ein, man betritt den Aufzug wie ein König den Thronsaal. Je nach Wunsch des Fahrgastes schießt der Fahrstuhl, ein Refugium aus Stahl, auf...

Regina Stötzel

Paternoster: Diva voller Geheimnisse

Der dicke rote Knopf ist schon zu sehen, bevor man das stetige Rumsen und Rattern wahrnimmt. Nicht etwa bei »Gefahr« ist er zu betätigen - oh, nein! -, sondern ausschließlich »bei dringender Gefahr«. Denn ein bisschen gefährlich ist er immer, der Paternoster. Ein zu spätes Aufspringen, bei dem man aus dem Gleichgewicht gerät, ein Schreibgerät, das zwischen allen Stockwerken abhanden zu kommen d...

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ndPlusHendrik Lasch

Eine Kirche übersteht die Kohle

Das erste Mal verschwand die Kirche von Magdeborn durch ein Feuer. 1756 traf ein Blitz das Gotteshaus des Ortes, der südlich von Leipzig in einer lieblichen Auenlandschaft am Flüsschen Gösel lag. Ob es einen Zusammenhang mit der Tatsache gab, dass der Pfarrer wegen »wiederholten Copulierens« angezählt werden musste, ist unklar. 1784 war die Kirche wieder aufgebaut. Knapp 200 Jahre später ...

Louis Max Blank

Wo Leiden zum Fest wird

Ostern ist in Spanien kein buntes Frühlingsfest, bei dem die Lebensgeister erwachen, Kinder durchs Gras hüpfen und bunte Eier suchen. Die Semana Santa, die Heilige Karwoche, ist ein ganz und gar tragisches Ereignis, eher eine Trauerfeier denn ein Freudenfest.

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Jürgen Amendt

Weiterleben im Netz

Was kommt nach dem Tod? Diese Frage beschäftigt die Menschen seit dem Moment, als in ihren Gehirnen genug neurale Verbindungen entstanden waren, um Bewusstsein über sich selbst zu erlangen. Nach Hunderttausenden von Jahren ist es zumindest in der digitalen Realität gelungen, eine Antwort zu finden. Es gibt eine Existenz jenseits der diesigen - auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken des...

ndPlusSimon Poelchau

»Dat gaht de Kark nix an«

Es ist Karfreitag, halb vier Uhr nachmittags. Ganz Niedersachsen feiert den stillen Feiertag mit Andacht und dem Gedenken an die Kreuzigung Jesu Christi. Ganz Niedersachsen? Nein. Ein kleines Dorf auf halben Weg zwischen Lüneburg und Hamburg wehrt sich gegen das klerikale Amüsierverbot. 20 Männer treffen sich in der Dorfkneipe, allesamt alteingesessene Bewohner der Ortschaft. Man kennt si...

Lukas Wilhelmi

Bis dass der Tod uns eint

Online-Portale zu Ehren Verstorbener versprechen diesen die Ewigkeit. Doch geht es darum eigentlich? Michael Reinhartz* ist unsterblich. Denn er, so steht es auf seinem Grabstein, ist »unvergessen«. Vor der Inschrift in schwerem Granit liegt ein frischer Blumenstrauß, von zwei Kerzen flankiert. Eine saftige Grasfläche untersetzt das Bild, während der blaue Himmel durch ein paar Wölkchen e...

Seite 27
Hermannus Pfeiffer

Wie findet das Ei in den Supermarkt?

Eierbörse? Im Geflügelzüchterverband in Berlin gibt man sich ahnungslos. Nach gefälschten Bioeiern und überbelegten Hühnergefängnissen braucht man nicht auch noch einen Börsenskandal. Im Umkreis von nur 100 Kilometern um Berlin haben die größten Vermarkter ihren Sitz.

ndPlusIlsegret Fink

Ein besseres, gerechtes Diesseits

Schon Wochen vor Ostern bewohnten Hasen in Gold, Lila oder Schokolade pur geduldig Regale in Einkaufszentren und Warenhäusern. Und täglich vertrösten die verschmitzt lächelnden Langohren die Kinder auf »später«. Denn Spielregeln müssen eingehalten werden.

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ndPlusJörg Staude

Ein Hauch von Anarchie

Wir schreiben das Jahr 1992: Ganz Ostdeutschland ist von Emissären der Treuhand und deren Handlangern in Regierungen, Parteien und Gewerkschaften besetzt. Ganz Ostdeutschland? Nein, eine aufrechte Gruppe von Betriebs- und Personalräten wird nicht müde, die Ungerechtigkeiten und die Ohnmacht beim Ausverkauf ihrer Betriebe anzuprangern. Der Fiktion des Volkseigentums hängen sie nicht an, aber sie...

Gabriele Oertel

Aufstand im Eichsfeld

Die große Halde direkt gegenüber dem einstigen Schacht in Bischofferode ist in diesen letzten Märztagen immer noch mehr weiß als braun. Der Schnee lässt sie irgendwie weniger bedrohlich erscheinen. Der Riesenberg ist letztes Zeugnis von Arbeit, die es seit zwei Jahrzehnten nicht mehr gibt. Nur der Förderturm erinnert weithin sichtbar daran, dass hier fast ein Jahrhundert lang Kali aus bis zu 60...

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ndPlusUdo Bartsch

Motte erwacht zu Tode

Über diese E-Mail unbekannter Herkunft kann der 16-jährige Motte wirklich nicht lachen: »Sorry für die schlechte Nachricht, aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein.« Was dann auch tatsächlich passiert - aber Motte steht als Engel wieder auf. Engel, Geister und Seelenwanderung sind in der Jugendliteratur derzeit trendy. Zoran Drvenkar erweckt dennoch nicht den Verdacht, sich einer Mode a...

Matt der Teufelin
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Matt der Teufelin

Schach hat zwar nicht unbedingt einen Bezug zu Ostern, zur ganz praktischen Auferstehung allerdings im Spielverlauf gar nicht so selten. Dass ein winziger Fehler des weit im Vorteil Liegenden den fast geschlagenen Gegner wieder auferstehen lässt - dafür gibt es in der Schachgeschichte sicher unzählige Beispiele. Aber es gibt unter Schachkomponisten so genannte Symbolkünstler. Und dabei da...

Wissen, punkten, gewinnen

An vier Wochenenden stellen wir jeweils drei Fragen. Sie beziehen sich auf historische Daten der Folgewoche. Für jede richtige Antwort gibt es drei Punkte, bei drei Richtigen einen Zusatzpunkt. Die Punkte der vier Spielwochenenden werden für Jede und Jeden im »nd« gesammelt. Am Monatsende gewinnen die meisten Punkte; bei Gleichstand wird unter Ausschluss des Rechtsweges ge...

ndPlusBrigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Zwischen Frühlingswinter und Winterfrühling

Als ob sie es gewusst haben, dass der frühlingsbunte Flor wochenlang unter einer dicken Schneedecke versteckt blieb und sie deshalb ersatzweise auf der Fensterbank ihre Blüten zeigen müssten. Zwei, die eigentlich noch gar nicht dran sind: Die mehr als zehn Jahre alte Fuchsie wollte schon im Dämmerlicht des Winterquartiers zu blühen beginnen. Das erste mal in ihrem Leben gucken einige Blüten in ...

René Gralla

Bis 85 Rudern, dann Krise, dann Muckibude

Schon 35 Goldmedaillen hat der Mann bei Sportwettbewerben gewonnen. Vorzugsweise im Seniorenalter. Inzwischen zählt diese Sportskanone fitte 93 Lenze: Charles Eugster, 1,70 / 65 kg. Nun peilt der ehemalige Zahnarzt eine Teilnahme bei der Senioren-Leichtathletik-WM an.

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ndPlusRoland Mischke

Auf Rapa Nui wird die Realität zur Ansichtssache

Die aparte Holländerin, das Haar zur feierlichen Säule gesteckt, blickt uns versonnen an und raunt: »Te pito o te henua« (der Nabel der Welt). Wir hocken an der Nordküste der Osterinsel um einen runden Stein von der Größe eines Medizinballs. Legen die Hände darauf. Senken die Stirn auf die poröse Fläche und lauschen in uns hinein. Hören aber nur Wellen, die hundert Meter weiter mit wilder Wucht...

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So geht's

● Die Texte dürfen 60 Maschinenzeilen a 100 Zeichen (mit Leerzeichen) nicht überschreiten. Längere Geschichten haben keine Chance, in die Wertung zu kommen. ● Über illustrierende Fotos zu Ihrem Text freuen wir uns. Bitte schicken Sie diese als Reproduktion, da es sich sicher häufig um unwiederbringliche Zeitdokumente handelt! ● Einsendeschluss: 19. Mai ●...

Drei Sieger gehen auf Reisen

Auch in diesem Jahr schicken wir die Autoren der drei Siegergeschichten wieder auf Reisen. Nach dem Motto »Deutschland entdecken« führen diese diesmal nach Bad Wiessee an den Tegernsee, nach Bad Belzig und nach Leipzig. In Bad Wiessee freut sich Familie Ziegelbauer, die hier seit 20 Jahren das Boutiquehotel RELAIS CHALET WILHELMY betreibt, auf einen Preisträger und seine Begleitung, um si...

ndPlusHeidi Diehl

Chance verpasst und Glück gehabt

»Welches Thema hat der nächste Schreibwettbewerb, und wann beginnt er endlich?«, wollte vor einigen Tagen eine Leserin wissen. Heute nun lüften wir das Geheimnis. Der 11. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb steht unter dem Motto: »Chance verpasst und Glück gehabt« Sieben Wochen lang haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun Zeit, uns Ihre Erlebnisse zu diesem Thema aufzuschreiben. ...

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ndPlusIngolf Bossenz

Unmenschlich schön

Gigantismus der Natur hat einen Namen: Giant’s Causeway, »Damm des Riesen«. 40 000 Basaltsäulen - bis zu zwölf Meter hoch, die meisten sechseckig - ziehen sich als kolossaler Wallweg entlang der Klippen des County Antrim in Nordirland, um nach fünf Kilometern in der Irischen See zu entschwinden. Napoleons beim Ägyptenfeldzug geprägtes Wort »Soldaten, von diesen Pyramiden blicken 40 Jahrhunderte...