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Unten links

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle nicht mehr über den Winter schreiben. Wir wollten ihn boykottieren und aussitzen. Aber im Februar 2014 finden in Sotschi die Olympischen Winterspiele statt. Und dort, an der Küste des Schwarzen Meeres, geht die Angst vor Schneemangel um. Putin will sich ja nicht blamieren. Kein Schnee bei Olympia - die russische Opposition würde sich kranklachen; der Präs...

Ostermarsch trotzt Winter

Ostermarschierer können auf eindrucksvolle Jahre verweisen. Auch Ostern 2013 beteiligten sich mehrere tausend Friedensbewegte an bundesweit rund 80 Demonstrationen und Veranstaltungen. Mancherorts hielten nur einige Dutzend Demonstranten die Fahne hoch.

Uwe Kalbe

Vorboten

Wer die Ostermärsche vor 20 Jahren mit heutigen vergleicht, kann zum Ergebnis kommen, dass sie inzwischen ein Schatten ihrer selbst sind. Eine Nachhut. Angesichts der realen Beteiligung Deutschlands an militärischen Konflikten ein beunruhigender Befund. Denn zu den Hochzeiten der Ostermärsche war der Krieg reale Gefahr, aber nicht zu erleiden. Das hat sich geändert.

Detlef D. Pries

Noch ist es ein Krieg der Worte

Fast 60 Jahre sind vergangen, seit der Korea-Krieg 1953 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zu Ende zu gehen schien. Jetzt aber droht sein Wiederbeginn. Der Krieg mit Worten und Manövern jedenfalls tobt wie selten in den vergangenen sechs Jahrzehnten.

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Michael Schulze von Glaßer

Drohnenpläne wecken Widerstand

Die Debatte um die Anschaffung von Kampfdrohnen durch die Bundeswehr wurde in diesem Jahr auch von den Ostermarschierern aufgenommen. Die Friedensdemonstranten fordern einen Verzicht auf die umstrittenen Waffensysteme und eine weltweite Ächtung.

ndPlusJana Desch

Spinnen die in Berlin?

Ostermärsche gegen Aufrüstung und Krieg gab es unter anderem in Augsburg, Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, Ellwangen, Erlangen, Gelsenkirchen, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Marburg, München, Nürnberg, Ohrdruf, Oldenburg, Ramstein/Landstuhl, Rostock, Saarbrücken. In Würzburg demonstrierten die Menschen am Sonnabend gleich zweimal.

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Es konnte jeden treffen

Alexander Vatlin, Professor am Lehrstuhl für Neue und Neuste Geschichte der Lomonossow-Universität Moskau und Mitglied des Internationalen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung, stellte dieser Tage in Berlin sein neues Buch »›Was für ein Teufelspack.‹ Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941« vor (Aus d. Russ. v. Wladislaw Hedeler, Metropol Verlag, 359 S., geb., 24 €). Auf der Grundlage von über 700 Strafakten im russischen Staatsarchiv berichtet er über Verlauf und Auswirkungen der »Deutschen Operation« des NKWD, schildert Schicksale von Politemigranten und Facharbeitern sowie deren Familienangehörigen. Mit Alexander Vatlin sprach Karlen Vesper.

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Unverständigenrat

Christoph Schmidt ist seit März Vorsitzender eines Gremiums, das sich Sachverständigenrat nennt und für das es sogar ein eigenes Gesetz gibt. Aufgabe der »fünf Wirtschaftsweisen« ist es, »zur Erleichterung der Urteilsbildung bei allen wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie in der Öffentlichkeit« beizutragen.

Silvia Ottow

Pflege ohne Waschraum

Wo befinden sich denn hier die Waschräume», fragt eine neue Patientin in einem alten Berliner Krankenhaus, das noch nicht über Zimmer mit Bad verfügt, die Pflegerin. «Das dürfen sie mich nicht fragen, ich bin eine Leasingschwester und kenne mich hier nicht aus», antwortet die junge Frau. Gefragt werden könnte eine langjährige Mitarbeiterin des Hauses, aber die hat auf ihrer Dreiviertelstelle so...

Brandgefahr in Korea

Säbelrasseln ist ein allzu harmlos klingendes Wort dafür, was derzeit auf der Koreanischen Halbinsel stattfindet. Jedenfalls werden dort keine Ritterspiele vorbereitet. Stattdessen bringen die einen Raketen in Gefechtsstellung, während die anderen ihre atomwaffenfähigen Kampfbomber auffliegen und 200 000 Soldaten den Ernstfall üben lassen. Schon für den Fall »kleiner Provokationen« droht man der jeweils anderen Seite mit nicht weniger als der vollständigen Vernichtung.

ndPlusAndreas Fritsche

Rot-schwarz

Oberbürgermeister Dietlind Tiemann (CDU) will Wolfgang Erlebach zum neuen Sozialbeigeordneten von Brandenburg/Havel ernennen. Die CDU und die LINKE haben ihn mit ihrer knappen Mehrheit am vergangenen Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ein ungewöhnliches Bündnis.

Durst!

Ich bin gern auf Malta. Wenn ich für ein paar Monate »all inclusiv« im »Osborne« weile, gebe ich der Republik etwas von den Zinsen zurück, die sie mir auf mein Konto bei der »Bank of Valletta« gewährt. Die Bürger kenne ich fast alle persönlich. Vor drei Jahren bin ich im Spielkasino Edward begegnet, und seiner kleinenFreundin Su (oder Lu?). Edward Scicluna ist der Finanzminister und in diesen a...

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Angst vor maßlosem Datensammeln

Berlin (dpa/nd). Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sieht die Gesetzespläne zum besseren Schutz vor Cyberangriffen skeptisch. »Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn Unternehmen und staatliche Stellen mehr für die IT-Sicherheit tun. Aber das darf nicht zulasten des Datenschutzes gehen«, sagte Schaar der dpa. IT-Sicherheit dürfe nicht als Rechtfertigung für eine ungebremste Daten...

ndPlusTom Strohschneider

Zweifel am gemeinsamen Ziel

Zwischen SPD und Grünen kriselt es. An einen gemeinsamen Erfolg im Herbst glaubt kaum noch jemand. Von besonderer Verbundenheit beider Parteien redet auch keiner mehr. Die »Zeit« spricht von einer »tot-grünen Koalition«. Jeder Spitze aus den Reihen der Grünen folgt eine SPD-Attacke.

Velten Schäfer

Krise wird zu Rostocker Routine

Zehn Jahre nach den rot-grünen Sozialreformen zeigen sich die Folgen in den Kommunen: Rechnerisch wären viele finanzschwache Städte ohne das Hartz-System schuldenfrei. Aber es gibt inzwischen keinen Kreis, keine kreisfreie Stadt mit ausgeglichenem Haushalt mehr.

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ndPlusRené Heilig

Gerümpel-Manole ist sich für nichts zu schade

Ralf »Manole« Marschner, ein Hardcore-Neonazi aus Zwickau, hat womöglich für die NSU-Killer Autos besorgt, meldete der »Spiegel«. Marschner arbeitete auch als V-Mann »Primus« für den Verfassungsschutz.

Hagen Jung, Hannover

Ohnmenschlichkeit

Wie reagiert die Gesellschaft auf Migranten? Wie gehen Staaten der EU mit ihren Außengrenzen, mit Flüchtlingen um? Mögliche Antworten auf diese Fragen geben Fotografien von Eva Leitolf, die das Sprengel-Museum in der Ausstellung »Postcards from Europe« in Hannover zeigt.

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Kenyatta wird Präsident

Nairobi (dpa/nd). Fast einen Monat nach den Wahlen in Kenia hat der Oberste Gerichtshof deren Ergebnis bestätigt: Vizepremier Uhuru Kenyatta wird neuer Staatspräsident. Die Richter lehnten die Forderung des unterlegenen Kandidaten, Ministerpräsident Raila Odinga, nach einer Wahlwiederholung ab. Die Abstimmung am 4. März sei »frei, fair, transparent und glaubwürdig« gewesen, betonten sie. Kenyat...

Massenflucht aus Aleppo

Beirut (AFP/nd). Hunderte Familien sind vor Gefechten aus der umkämpften syrischen Stadt Aleppo geflohen. Im Viertel Scheich Makssud habe es eine Massenflucht gegeben, nachdem zahlreiche Granaten niedergegangen und Häuser zerstört worden seien, teilten oppositionsnahe Beobachter am Sonntag mit. Scheich Makssud ist ein Viertel mit überwiegend kurdischer Bevölkerung. Die Kämpfe, die dort seit Tag...

Ralf Klingsieck, Paris

Mali bleibt umkämpft

Die Staatsführung Frankreichs lässt sich in Mali als Befreier feiern. Dabei kehrt auch nach zwei Monaten der Kämpfe gegen aufständische Islamisten keine Ruhe in dem Land ein. Frankreich wird Ende April mit dem Rückzug seiner 4000 Soldaten aus Mali beginnen.

Abzug mit Hindernissen

Die Bundeswehr schickt wieder Soldaten in die einstige Vorzeige-Provinz Badachschan. Währenddessen reiste Präsident Karsai nach Katar, um über Friedensperspektiven Afghanistans zu sprechen.

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Napolitano sucht den Rat von Weisen

Fünf Wochen nach dem Patt bei den Parlamentswahlen ist in Italien weiter keine Regierung in Sicht. Staatspräsident Napolitano geht deshalb neue Wege: Zehn Experten sollen jetzt den Weg aus der Krise weisen.

ndPlusAnina Valle Thiele, Luxemburg

Juncker unter Zugzwang

68 Jahre nach Kriegsende scheint es in Luxemburg noch immer nicht an der Zeit, von Regierungsseite die staatliche Mitwirkung an der Deportationen von Juden in der Zeit der deutschen Besatzung einzuräumen. Doch Regierungschef Jean-Claude Juncker gerät unter Druck.

ndPlusGábor Kerényi, Budapest

Gnadenstoß für die Demokratie in Ungarn

Am 1. April traten die kürzlich beschlossenen Änderungen der ungarischen Verfassung in Kraft. Eine Woche zuvor war die Änderung des Grundgesetzes veröffentlich worden. Damit werden unter anderem die Befugnisse des Verfassungsgerichtshofes beschnitten.

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Energetische Sanierungen unrentabel?

Die Kosten für energetische Gebäudesanierungen übersteigen laut einer Studie die Einsparungen an Energiekosten deutlich. Wie die Zeitung »Die Welt« unter Berufung auf eine Studie für die staatliche Förderbank KfW berichtete, rentieren sich auch die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für den Neubau energiesparender Wohngebäude nicht.

Andreas Knudsen

Nein zur Discountschule

Ohne Ergebnis blieben vor Ostern die turnusmäßigen Tarifverhandlungen zwischen dem Lehrerverband und dem Städteverband Dänemarks. Jetzt drohen Lehrerstreiks.

Hans-Gerd Öfinger

Bosch spielt mit Arbeitsplätzen

Die drohende Schließung des Großbetriebs Solar Energy AG im thüringischen Arnstadt hat Betriebsamkeit ausgelöst. Von den Plänen wären nicht nur die Beschäftigten betroffen, sondern schätzungsweise bis zu 2000 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Gewerbebetrieben.

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Steffen Schmidt

Versteckte Subventionen

Zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima stockt die seinerzeit über Nacht von der schwarz-gelben Bundesregierung ausgerufene Energiewende in Deutschland. Zwar läuft die Abschaltung der Atomkraftwerk weiter, doch dank der vermeintlich wirtschaftsfreundlichen FDP und einiger ihrer Verbündeten in Union und SPD wird der Ausbau der Erneuerbaren ebenso gebremst wie die verbesserte Energie...

ndPlusMichael Lenz

Einstürzende Korallenbauten

Korallenriffe sind allerlei Gefahren ausgesetzt: steigende Temperaturen, Übersäuerung des Wassers, giftige Abfälle aus Landwirtschaft und Industrie. Als wäre das nicht schon genug, droht ihren Behausungen jetzt auch noch der Einsturz durch Kohlendioxid, das die Wirtschaft ausstößt.

ndPlusArmin Osmanovic

Wenn's um die Kohle geht

Auf Mauritius, der Inselgruppe im Indischen Ozean mit ihren rund 1,3 Millionen Einwohnern, tobt ein heftiger Streit um ein geplantes Kohlekraftwerk. Südlich der Hauptstadt Port Louis, nahe dem Städtchen Albion, soll ab 2015 ein neues Kohlekraftwerk ca. 100 Megawatt Strom liefern.

Benjamin Beutler

Giftiges Gold vom Amazonas

Besorgniserregend hohe Quecksilberwerte in Perus Fluss Madre de Dios, bei Fischen und Menschen hat eine Studie der Carnegie Institution for Science festgestellt. Über Jahre hinweg hatte ein Forscherteam die Konzentration des giftigen Schwermetalls gemessen.

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BER-Architekt soll zurück

(AFP). Der neue Flughafenchef Hartmut Mehdorn will offenbar den BER-Architekten Meinhard von Gerkan ins Team zurückholen. Gerkan bestätigte der Zeitung »Bild am Sonntag«, dass es zwischen ihm und Mehdorn zwei geheime Treffen gegeben habe. Zum Inhalt der Gespräche wollte er sich aber nicht äußern. Die Flughafengesellschaft hatte Gerkans Architekten im Mai 2012 entlassen und wegen angeblich massi...

Keine Prüfung für Reaktor

(nd). Keine weiteren Prüfungen des Forschungsreaktors BER-II am Wannsee des Helmholtz Zentrum Berlin hält die Bundesregierung derzeit für nötig. Das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Reaktorsicherheit auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann (LINKE) hervor. Sie hatte sich nach Auswirkungen eines Flugzeugabsturzes mit Treibstoffbrand auf den Reaktor und der Notw...

Stolpersteine geschändet

Der Künstler Gunter Demnig hat am Samstag verurteilt, dass in den vergangenen Tagen in Berlin Gedenksteine beschmiert wurden. Die Gesellschaft müsse sich mit solchen Taten auseinandersetzen. »Für jeden beschädigten Stolperstein legen wir einen oder zwei neue«, sagte der Künstler.

Knöllchen statt Vignette

Das Bezirksamt Pankow belästigt Bürger mit Bürokratie, möchte aber seinerseits nicht behelligt werden. Heute startet im Bötzowviertel sowie rund um Arnimplatz und Humannplatz die Parkraumbewirtschaftung. Angeblich geschieht dies zum Besten der Anwohner. Mit 20 Prozent weniger parkenden Fahrzeugen sei zu rechnen, heißt es. Touristen würden abgeschreckt, ihre Autos hier tagelang abzustellen...

Kälte bringt Obdachlose in größte Not

Schnee und frostige Temperaturen machten Obdachlosen und bedürftigen Menschen in Berlin auch zu Ostern schwer zu schaffen. Die Situation bei der Stadtmission und den drei Bahnhofsmissionen in Berlin sei finanziell angespannt. Vielen Menschen müsse in akuter Not geholfen werden.

ndPlusStephan Fischer

Antragsflut an Berliner Unis

Im April beginnt das Sommersemester in Berlin. Die drei größten Universitäten haben zur Zeit jedoch mit einem Problem aus längst vergangenen Studienhalbjahren zu kämpfen: Sie werden mit Anträgen zur Rückerstattung der Rückmeldegebühren förmlich überschüttet.

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ndPlusAlina Schulz

Grimmig, ungefährlich

Fürchterlich wollen sie wirken. Zittern sollen alle vor den drei Räubern, wenn sie im Wald den Kutschen reicher Leute auflauern, um ihnen Geld, Perlen und goldene Lockenwickler wegzunehmen. Dafür haben sich »Die drei Räuber« mit Donnerbüchse, einem gewaltigen Beil und einem Blasebalg voller Pfeffer ausgerüstet. Bei der Wichtigtuerei fällt schon den Kleinsten auf, dass diese Räuber gar nicht so ...

ndPlusLucía Tirado

Herr Dr. Arbeit und Manni

Der Show »Bedingungsloses Grundeinsingen. Ein chorisches Coaching« in den Sophiensaelen, einem musikalischen Projekt von Bernadette La Hengst, gingen öffentliche Diskussionsabende voraus. Die staatlichen Möglichkeiten wären durchaus gegeben, sagten Fachleute. Die Summe der Transferleistungen sei inzwischen beträchtlich. Grundeinkommen - ein Recht, kein Almosen.

Volkmar Draeger

Chronist und Poet

Er gehörte zweifelsohne zu den Liebenden, jenen, die mit der Kamera poetisiert haben, was im Alltag weit weniger romantisch ausfiel. In mehreren Zyklen hat Manfred Paul Ausschnitte der realen Umwelt im DDR-Sozialismus festgehalten, menschenfrei meist und irgendwie zeitlos. Zumindest glaubte man damals, es würde ewig so weitergehen. Dann kam die Wende, allmählich wurde alles bunter, eleganter, g...

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Parkuhren für Pankow

(nd). Die Parkraumüberwachung startet heute in den beiden neuen Pankower Parkzonen 44 und 45, kündigte das Bezirksamt an. »Illegales Parken im öffentlichen Straßenland wird ab 2. April konsequent geahndet«, sagte der Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice, Torsten Kühne (CDU). Parken ohne gültigen Parkschein oder -vignette werde schrittweise...

Busfahrer angegriffen

(dpa). Jugendliche haben am Wochenende Fahrgäste und einen BVG-Fahrer in Bussen angegriffen und verletzt. Ein Busfahrer wurde auf seiner Heimfahrt vom Dienst angegriffen, weil er einer Frau geholfen hatte. Zwei Männer pöbelten die Frau in der Nacht zum Sonntag an, der Fahrer ging dazwischen. Die Täter gingen daraufhin auf den 50 Jahre alten Helfer los und schlugen ihm ins Gesicht. Doch Fahrgäst...

Proteste gegen Nazi-Aufmärsche

Nürnberg/Kitzingen (dpa/nd). Mehr als tausend Menschen haben am Samstag in verschiedenen Städten Bayerns ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus gesetzt. In Nürnberg demonstrierten etwa 500 Menschen gegen den Aufmarsch von rund 40 Anhängern des rechten Spektrums. In Kitzingen trafen mehr als 600 Demonstranten auf rund 85 Rechtsextreme, wie die Polizei mitteilte. Nach der Ankunft der Gruppe in W...

CDU will mehr Polizei

(dpa). Die Berliner CDU-Fraktion fordert in den anstehenden Haushaltsverhandlungen mehr Polizisten und mehr Feuerwehrleute. »Wir wollen die Polizei personell besser ausstatten und fordern, 150 neue Polizisten einzustellen. Darüber hinaus wollen wir den vollzugsnahen Dienst - also die Objektschützer - von Einsparungen ausnehmen«, sagte CDU-Fraktionschef Florian Graf der dpa. Zudem unterstütze se...

ndPlusJérôme Lombard

Wieder droht Senioren Räumung

Der Bezirk Pankow setzt den Rotstift wieder bei der sozialen Infrastruktur an. Nun soll es den Seniorenclub »Herbstlaube« im Prenzlauer Berg treffen. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte bereits im März 2012 beschlossen, der Einrichtung die finanzielle Unterstützung zu streichen.

Dieter Hanisch, Mölln

Abgehängt in Mölln

Das Don Bosco-Haus bei Mölln in Schleswig-Holstein liegt etwas abgelegen im Wald, weshalb seit Jahren an der Landesstraße ein großes Schild den Weg weist. Doch nun meinen die Behörden, das Schild müsse weg.

Michael Heitmann, dpa

Grenzwerte grenzenlos

Wohin mit dem Müll? Das fragen sich viele Kommunen in Tschechien. Pläne für eine Müllverbrennungsanlage in der Grenzstadt Cheb bereiten nun deutschen und tschechischen Umweltschützern Sorge.

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Kranke Klinik

Mainz (nd-Luchs). Von einem Jahr zum anderen ist die Universitätsmedizin in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz in die roten Zahlen geraten, jetzt droht die Streichung von rund 240 Stellen. Finanziell entspräche dies einem Abbau von 120 Vollkräftestellen. Der Vorstandschef der Unimedizin, Professor Norbert Pfeiffer, schließt betriebsbedingte Kündigungen aus - »die Reduktion d...

Trinkwasser trotz brauner Spree sicher

Potsdam (dpa). Die Verschmutzung der Spree und anderer Gewässer durch den Bergbau wird aus Sicht von Umweltministerin Anita Tack (LINKE) in den kommenden Jahren keine negativen Folgen für die Trinkwasserversorgung haben. »Eisenocker stellt für die Trinkwasseraufbereitung kein Problem dar«, erklärte Anita Tack in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Der Stoff könne herausgefiltert we...

Preußens Beziehungen zu Sachsen

Doberlug-Kirchhain (dpa). Mit den Höhen und Tiefen der preußisch-sächsischen Beziehungen beschäftigt sich die Erste Brandenburgische Landesausstellung im kommenden Jahr. »Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren«, sagt Kuratorin Anne-Katrin Ziesak. Den Rahmen bietet Schloss Doberlug in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster), das dann nach jahrelanger Sanierung wieder öffnet. Einst war e...

ndPlusImke Hendrich, dpa

Spurlos verschwunden

Die rheinland-pfälzischen Ermittler gingen im vergangenen Jahr 2400 Vermisstenmeldungen nach. Doch über ein tragisches Ende müssen sie glücklicherweise selten berichten.

ndPlusAnja Mia Neumann, dpa

Moderne Schatzsuche via GPS

Verlassene Kasernen, ein mächtiger Baum im Wald oder eine Bank im Park - Geocaching führt an verborgene Orte oder zeigt Altbekanntes neu. Die Schnitzeljagd via GPS-Gerät hat sich in den vergangenen Jahren zur beliebten Freizeitaktivität gemausert. Es werden Koordinaten aus dem Internet eingetippt und los geht die Suche. Über 280 000 Verstecke listet das Verzeichnis geocaching.com für Deut...

ndPlusKatrin Zeis, dpa

Dauerfrost bremst Gärtner aus

Der Boden ist tief gefroren, in vielen Kleingärten liegt noch immer Schnee, auch auf den Balkons tut sich noch nichts. Für das Geschäft der Gärtnereien mit Frühblühern ist der lange Winter ein Problem - in Thüringen betrifft das rund 200 Betriebe.

Wilfried Neiße

Handwerk verliert den Boden

Beim brandenburgischen Handwerke läuten die Alarmglocken. In keinem Wirtschaftszweig ist der Rückgang an Bewerbungen so stark zu spüren wie hier. Der Präsident des Handwerkskammertages Jürgen Rose nennt die Lage prekär. Das gelte auch für die Unternehmensübergabe.

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ndPlusKarlen Vesper

Weil er sein Land liebt

Es ist fraglich, ob György Konrád seinen 80. Geburtstag am Dienstag in Budapest fröhlich feiern wird. Konrád treibt Sorge um. Der am 2. April 1933 in Debrecen geborene Schriftsteller setzt Faschismus und Kommunismus nicht gleich, gleichwohl er unter beiden Regimen litt.

Ingrid Heinisch

Verständlich

Zu Recht haben sich in Polen viele Kommentatoren darüber erregt, dass in dem ZDF-Dreiteiler »Unsere Mütter, unsere Väter« ihre Landsleute vor allem als Antisemiten dargestellt werden. Natürlich gab es unter den Polen viele Antisemiten. Das Thema war dort lange Tabu.

ndPlusHans-Dieter Schütt

Der Knochensäger

Da stehen sie nun, diese Durchtriebenen, auch Getriebene durch und durch; still stehen sie in einer rampennahen Reihe, diese eben noch Herumschreienden, diese Weidwunden, die sich an jeder fremden Wunde weideten; sie tragen jetzt alle eine Pappscheibe mit Gucklöchern vor dem Kopf, und das Fiese dieser Fressen hat plötzlich etwas Flehendes, Scheues, Hilfloses. Hier ist die Maske keine verstärken...

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Thomas Grossman

Stecker gezogen

Die Musikerin Michelle Shocked (51) macht dieser Tage in den USA mit homophoben Bemerkungen Schlagzeilen. So sagte die Protestsängerin bei einem Auftritt, dass Gott Homosexuelle hasse und machte sich gegen die Ehe unter Homosexuellen stark. Shocked selbst fühlt sich missverstanden.

Uwe Stolzmann

Messer, Keulen, Pflastersteine

Ein Mann liegt am Boden, ein anderer tritt zu, gegen den Kopf, die Brust, die Nieren, wieder und wieder. Der Ort: irgendein Bahnhof nicht allzu fern, leer, nur die Videokamera schaut zu. Wir kennen solche Bilder, sie machen uns Angst, Zeichen der Barbarei im kultivierten Europa. Isaac Rosa (geboren 1974 in Sevilla) hat dieses Grauen in einen starken Roman gegossen, vor ein paar Jahren erschien ...

Vom Schneider zum Grafen ...

Hier haben die Schmeichler ihre Stunde, die Hoffärtigen, die Heuchler, die Wendehälse. Jene Spezies, die nach oben buckelt und nach unten tritt. Dergleichen Leute, die ihren besten Liedern auf die Kehle treten, wittern sie nur Glanz und Vorteil, sie schwingen das Zepter.

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Falschspieler

Ronny macht den Unterschied! Unzählige Male hat man diese Schlagzeile über Herthas Brasilianer in den zurückliegenden Wochen schon gelesen. Auch beim jüngsten 2:0-Erfolg gegen Bochum hat er mal wieder getroffen, natürlich per Freistoß. 14 Tore, 12 Vorlagen - damit ist er in der Zweiten Liga unerreicht.

ndPlusJörn Lange, dpa

Luhukay fordert Bekenntnis

17. Saisonsieg, 13 Punkte Vorsprung auf Rang drei: Hertha BSC kann langsam die Aufstiegsparty planen. Doch Trainer Jos Luhukay ist noch nicht in Feierlaune. Der Vertragspoker um Spielmacher Ronny nervt.

Michael Fox, dpa

Eintracht denkt europäisch

Es geht doch. Nach dem Ende des Hickhacks um die Zukunft von Trainer Armin Veh hat Eintracht Frankfurt seine sieglose Zeit beendet und seine Europapokal-Ambitionen untermauert. Schlusslicht Greuther Fürth wehrte sich wieder einmal nach Kräften - und verlor erneut.

Elisabeth Schlammerl, München

Schlafraubende Diva

Der höchste Bundesligasieg seit 25 Jahren hinterlässt beim FC Bayern dennoch Zweifel. Die beiden Gegentore beim 9:2 gegen den Hamburger SV deuten die Münchner als defensive Instabilität - ein Trend der vergangenen Wochen.

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Ein Faschist auf der Trainerbank

Er sagt von sich: »Ich bin Faschist, aber kein Rassist«. Der Italiener Paolo di Canio macht aus seiner politischen Einstellung keinen Hehl. Dass der englische Fußball-Premier-Klub AFC Sunderland ihn nun als Trainer holt, sorgt folglich für Ärger, Wechsel an der Klubspitze inklusive.

Andreas Zellmer, dpa

Taktisch sauber

Stefan Schumacher hat sich eingereiht in die Phalanx der Doping-Beichter. Er packte in einem Interview aus. Ab 10. April steht er als Angeklagter vor Gericht. Er soll seinen Teamchef Hans-Michael Holczer betrogen haben, weil er gedopt Prämien einstrich.

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ndPlusMichael Lachmann, dpa

Berliner planen Diebstahl in Krefeld

Zum zwölften Mal stehen die Eisbären Berlin im DEL-Halbfinale. Nun wartet der Angstgegner. Der Titelverteidiger bekommt es im Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft mit den Krefeld Pinguinen zu tun. In der Hauptrunde verloren die Berliner drei von vier Partien.

ndPlusGabi Kotlenko

Berliner auf Kurs Titelverteidigung

Die BR Volleys sind mit einem überzeugenden 3:0-Sieg erfolgreich in die Mission Titelverteidigung gestartet. Im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie, die im Modus »best of five« ausgetragen wird, hatte der Gegner TV Bühl nicht die Spur einer Chance.

Christoph Stukenbrock, SID

Dicke Luft nach Kieler Derby-Sieg

Nach dem Sieg gegen den HSV hat der THW Kiel seine 18. Meisterschaft vor Augen. Die Füchse Berlin mussten einen Rückschlag im Kampf um die Champions League-Plätze hinnehmen. Heiß diskutiertes Thema war am Osterwochenende aber ein anderes: Reformpläne spalten die Handball-Liga.